Die Seniorenarbeit informiert: 9. Seniorenmesse Tempelhof-Schöneberg

Am Mittwoch, den 22. Februar 2017 findet in der Zeit von 10 bis 16 Uhr zum neunten Mal die Seniorenmesse - in diesem Jahr wieder im Eingangs-Foyer sowie dem Foyer in der ersten Etage der Urania, An der Urania 17 in 10787 Berlin - statt.

Die Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Soziales, Frau Jutta Kaddatz, wird gegen 13 Uhr die Ausstellenden sowie Besucher_innen der Messe begrüßen.

Neben fast 60 Informationsständen zu den Themen Freizeit, Bildung und Wohnen informieren Reiseveranstaltende über seniorengerechte Tagesfahrten. Ferner wird das Ehrenamtsbüro des Bezirks Beratungen zur ehrenamtlichen Tätigkeit, auch im Seniorenbereich, anbieten und das Amt für Soziales wird über Möglichkeiten und Grenzen in Bezug auf Leistungsansprüche informieren.

Sie können sich freuen auf eine besondere Show mit dem Duo equi-libre.  Magie à la carte wird Sie mit außergewöhnlicher Fingerfertigkeit und spektakulären Effekten begeistern, bei denen Sie hin- und hergerissen sein werden zwischen Phantasie und Realität. Die Clownäs Olivia und der Scherenschnittkünstler und Schnellzeichner Alexej Feser runden das Programm ab, das in diesem Jahr nicht auf einer Bühne, sondern inmitten der Zuschauer stattfinden wird.

Von 12 bis 14 Uhr werden sich die Kandidat_innen für die Seniorenvertretungswahl 2017 den Interessierten vorstellen.

Der beliebte „Ratgeber für Senioren 2017 – Gemeinsam in die Zukunft“, in dem unter anderem die Veranstaltungen und Angebote der Seniorenarbeit des Bezirkes im Jahr 2017 vorgestellt werden, wird hier erstmals zu erhalten sein.

 

MedienPoint Tempelhof im Februar 2017: Hommage Andy Warhol und Geburtstagserinnerungen Manfred Krug + Johnny Cash + Falco + Karl Friedrich May


Andy Warhol

Zum 30. Todestag eine Hommage

ab 1. Februar bis 28. Februar 2017

im MedienPoint Tempelhof,

Werderstr. 13, 12105 Berlin-Tempelhof, nahe UFA-Fabrik.

Öffnungszeiten: Montag-Freitag 11-17 – Tel: 7889 3194

Der Kiez-Treffpunkt MedienPoint Tempelhof in der Werderstr.13, ein soziales Projekt des Kulturring Berlin e.V., erinnert anlässlich des 30. Todestages von ANDY WARHOL an sein Schaffen mit traumhaften Postern und Collagen. MedienPoint Macher Henning Hamann: „So bunt war der MedienPoint noch nie“.


Andy Warhol, dessen bürgerlicher Name Andrew Warhola kaum bekannt ist, war wohl der bedeutendste Vertreter der Pop-Art. Er wurde in Pittsburgh als jüngster Sohn einer armen Migrantenfamilie aus der heutigen Slowakei geboren. Als Kind litt er unter diversen Krankheiten, unter anderem einer Pigmentstörung, die ihn wie einen Albino erscheinen ließ. All dies verhinderte, dass er Freunde unter seinen Altersgenossen fand, begünstigte jedoch auch seine künstlerische Entwicklung. Während der langen Zeiten, die er immer wieder im Bett verbringen musste, entwickelte er Interesse an allen möglichen Künsten.

Warhol schuf in seiner langen Karriere ein kunterbuntes Potpourri an Werken. Zu den wichtigsten zählen mit Sicherheit seine Siebdrucke. Aber er machte auch Filme, schrieb Theaterstücke und Bücher, produzierte Musik und schuf Skulpturen. Bis zu Beginn der 1960er Jahre des vorigen Jahrhunderts war er hauptsachlich als Grafiker tätig, wobei er auch schon hier sein immenses Talent zeigte. Seine ersten Versuche als Künstler wurden noch abgelehnt, aber nachdem er seine Arbeit noch einmal überdacht hatte, kam er zu dem Schluss, dass er seine Arbeit als Illustrator und die als Künstler verbinden musste, um erfolgreich zu sein.

Bekannt wurde er anfangs vor allem für seinen Siebdruck. Damit stellte er ganze Serien von Motiven dar, die jeder kannte. Sehr bekannt sind unter anderem die Bilder von Marylin Monroe oder Elvis Presley. Zunächst stellte sich nicht der erwartete Erfolg ein, mit der Zeit jedoch war Warhol ein bekannter Künstler. Mitte der 60er Jahre war er dann ein Star in New York. In dieser Zeit gründete er auch die Factory, sein berühmtes Atelier in New York.

Nach seinem Durchbruch als Maler widmete er sich der Filmerei. Die meisten seiner Aufnahmen fanden in der Factory statt, wo er ziemlich zufällig alles und jeden der dort bald zahlreich auftauchenden Leute filmte. Außerdem entstanden Filme, bei der der er über einen sehr langen Zeitraum nur ein Objekt aufnahm. Zum Beispiel filmte er Menschen beim Schlaf oder auch ein Gebäude, wie in „Empire“, in dem er 8 Stunden lang das Empire State Building filmte, ohne den Film auch nur einmal zu schneiden. Andere Filme beleuchten auch die sexuelle Seite Warhols, wie z.B. Couch, in dem sich vor allem junge Männer unterschiedlichsten sexuellen Handlungen hingeben.

Außerdem förderte er noch die Gruppe „The Velvet Underground“, deren Auftritte legendär wurden. Zudem widmete er sich der Tätigkeit als Buchautor und auch als Fotograf, es liegen noch tausende Fotos in den Archiven, die meisten davon unveröffentlicht ob der schieren Menge.

Wir erinnern an die Geburtstage von:

Manfred Krug  (80. Geb.)

Johnny Cash  (85. Geb.)

Falco  (60. Geb.)

und Karl May  (175. Geb.)

ab 1. Februar 2017 bis 28. Februar

im MedienPoint Tempelhof,

Werderstr. 13, 12105 Berlin-Tempelhof, nahe UFA-Fabrik.

Öffnungszeiten: Montag-Freitag 11-17 – Tel: 7889 3194

Das gab es noch nie: Die Frage war, jeder eine Woche oder alle vier zusammen einen Monat lang?

Henning Hamann, ehrenamtlicher MedienPoint-Motor, hat sich für letzteres entschieden und erinnert anlässlich der Geburtstage von MANFRED KRUG, JOHNNY CASH, FALCO und KARL MAY an ihre Erfolge mit einer Hommage im MedienPoint-Schaufenster.

Manfred Krug (* 8. Februar 1937 in Duisburg; † 21. Oktober 2016 in Berlin)
war Schauspieler, Sänger und Schriftsteller. Als Pseudonyme verwendete er zu DDR-Zeiten Clemens Kerber (als Liedtexter) und Isa Karfunkelstein (als Interviewer seiner selbst). Unvergessen als Fernfahrer in der TV-Serie „Auf Achse“, in Liebling Kreuzberg, als „Pittyplatsch der Liebe“ in „Spur der Steine, als Jazzer und natürlich als Tatort-Kommissar Paul Stoever inkl. diverser Gesangseinlagen. Auch als Werbeträger feierte er Erfolge für die Fluggesellschaft PAN AM und die DEUTSCHE TELEKOM.

Johnny Cash (* 26. Februar 1932 in Kingsland, Arkansas als J. R. Cash; † 12. September 2003 in Nashville, Tennessee) war einer der einflussreichsten amerikanischen Country-Sänger und Songschreiber. Er trat auch in einigen Filmen und Fernsehserien als Schauspieler auf. Seine Hits „Ring of Fire, „A Thing Called Love“, „A Boy named Sue“ und unzählige weitere begeistern immer noch alte und neue Fans. Cash war bekannt für seine markante Bassbariton-Stimme und den sogenannten „Boom-Chicka-Boom“-Sound seiner Begleitband „Tennessee Three“ sowie seine kritischen und unkonventionellen Texte.

Falco (* 19. Februar 1957 in Wien; † 6. Februar 1998 nahe Puerto Plata, Dominikanische Republik; eigentlich Johann „Hans“ Hölzel) war ein österreichischer Musiker. Sein Titel „Rock Me Amadeus“ erreichte als bis heute einziges deutschsprachiges Lied die Spitze der US-Billboard-Charts. In einem österreichischen Hotel sah er am 1. Jänner 1978 das „Neujahrsspringen der Vierschanzentournee“, bei dem ihn der „Falke“ genannte DDR-Skispringer Falko Weißpflog beeindruckte; Hölzel beschloss, sich nach dem Sportler zu benennen. Um eine bessere internationale Vermarktbarkeit zu erzielen, änderte er die Schreibweise des Namens zu Falco.

Karl Friedrich May (* 25. Februar 1842 in Ernstthal; † 30. März 1912 in Radebeul; eigentlich Carl Friedrich May). Karl May war einer der produktivsten Autoren von Abenteuerromanen. Er ist einer der meistgelesenen Schriftsteller deutscher Sprache und laut UNESCO einer der am häufigsten übersetzten deutschen Schriftsteller. Die weltweite Auflage seiner Werke wird auf 200 Millionen geschätzt, davon 100 Millionen alleine in Deutschland.

Bekannt wurde er vor allem durch seine sogenannten Reiseerzählungen, die vorwiegend im Orient, in den Vereinigten Staaten und im Mexiko des 19. Jahrhunderts angesiedelt sind. Besondere Berühmtheit erlangten die in drei Bänden zusammengefassten Geschichten um den Indianer Winnetou. Viele seiner Werke wurden verfilmt, für die Bühne adaptiert, zu Hörspielen verarbeitet oder als Comics umgesetzt.

Collagen von Dyna Häcke

Der MedienPoint Tempelhof ist ein soziales Projekt des Kulturring in Berlin e.V.

ALLLE Fotos: MedienPoint Tempelhof

 

35 Jahre: Modelleisenbahn der Gustav-Heinemann-Oberschule begeistert!

In der Marienfelder Gustav-Heinemann-Oberschule (GHO) konnten am 4. Februar 2017 einige hundert Besucherinnen und Besucher eine große interessante Modellbahnanlage mit Berlin-Bezug bewundern.

Ein nachgebautes Signal zeigt auf dem Schulgelände am Stadtrand den Weg zur HO-Anlage.

Diesmal konnte die komplette Anlage der Schule angeschaut werden. Vor 35 Jahren begann es mit der Schulmodelleisenbahnanlage. Die Modellbahn AG ist neben den vielen anderen Schulangeboten, auch in Zeiten von Computer und Smartphone, noch eine echte Alternative für Kinder der Neuzeit. Die ehemaligen Lehrer Wolfgang Peißker und Michael Fink sind für die AG verantwortlich und fühlen sich auch nach der Pensionierung mit der Schule, der Arbeitsgemeinschaft und den Kindern verbunden. Freitags von 14 bis 19 Uhr wird an der Anlage gebaut und repariert. Die Kinder können auf diese Art und Weise viel spielerisch über Teamarbeit aber auch über die Technik und Elektrik lernen.









Zurückbleiben von der Bahnsteigkante! Die Zuschauer verschmelzen förmlich mit der Anlage. Die Berliner S-Bahn und auch die Fernbahn sind mit ihren Bahnhöfen Zoologischer Garten, Alexanderplatz und Savignyplatz auf der großen Modulanlage der Schüler-Arbeitsgemeinschaft zu bestaunen. Und zum Staunen kamen Jung und Alt und die Schülerinnen und Schüler der AG erklärten gerne den Gästen die Anlage. Teile der Anlage konnten die Besucher bereits in den vergangenen Jahren bei den Modellbahn-Ausstellungen im Freizeit- und Erholungszentrum Wuhlheide und bei den historischen Ausstellungen der TRIX EXPRESS Freunde Berlin bewundern.

Die komplette Modellbahn-Anlage Berliner Stadtbahn setzt sich aus insgesamt über 50 Module zusammen.

Es findet ein S-Bahn-Betrieb mit sieben Bahnhöfen und einem Betriebswerk „Heinefelde“ statt.


Vor dem Bahnhof Zoologischer Garten wird gerade dafür protestiert, dass der Bahnhof ein Fernbahnhof mit Halt bleibt. Auf den parallelen Fernbahngleisen verkehren gleichzeitig Regional- und Fernzüge. Die ständig wachsende Anlage kann 2017 das 35. Jahr ihres Bestehens feiern.


Weitere Anlagen von den TRIX EXPRESS Freunde Berlin konnten angeschaut werden. Schon am 28. und 29. Oktober 2017 wird in Marienfelde die nächste internationale historische Ausstellung der TRIX EXPRESS Freunde mit neuen Überraschungen zu bestaunen sein. Und natürlich ist auch wieder die Modellbahn AG der GHO dabei. Termin notieren und sich schon jetzt auf diesen Höhepunkt freuen!

Thomas Moser

http://modellbahn-gho.de

https://gho.berlin

https://trixstadt.de

WEITERE FOTOS:







Alle Fotos: Thomas Moser

 

Erinnerung braucht einen Ort!

... oder: Wer ist Friedrich Küter?

Zwei Tage nach dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus traf sich am 29. Januar 2017 eine größere Gruppe von jungen und älteren Menschen in Mariendorf, um gemeinsam den Gedenktag zu begehen. Das Datum erinnert an die Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau im Jahr 1945 durch die Rote Armee.

Eingeladen hatte, wie jedes Jahr, die SPD-Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert diesmal in das Jugendfreizeithaus Bungalow, das sich in unmittelbarer Nähe vom Volkspark Mariendorf befindet.

Im Mittelpunkt standen diesmal die verschiedensten Projekte von Jugendlichen aus Mariendorf und die Ehrung des verfolgten Mariendorfer Kommunalpolitikers Friedrich Küter.

Ganz konkret Erinnerungsarbeit von Kinder und Jugendlichen: Zeitzeugen sind wir Alle


Mechthild Rawert

Frank Baczynski
Mechthild Rawert und der Einrichtungsleiter Frank Baczynski begrüßten die Gäste und die vielen aktiven Menschen, die sich bei der Vorbereitung des Tages eingebracht haben. Für Rawert ist es wichtig, dass Erinnerung einen Ort bekommt. Dieser Ort ist diesmal Mariendorf. Hier beschäftigen sich Jugendliche vom Club der Mariendorfer (CdM 42), ein Zusammenschluss von Kids der evangelischen Jugend, der Kinder- und Jugendeinrichtung KiJuM und dem Jugendfreizeithaus Bungalow, nicht nur mit der Organisation von Feten, sondern schon seit Jahren intensiv mit der NS-Vergangenheit und haben sich auf Spurensuche begeben.


Die Jugendlichen informierten über eine mehrtägige Projektfahrt zum Frauen-KZ Ravensbrück und dem Treffen mit einer korsischen Schulklasse, sowie dem Besuch des ehemaligen Nazi-Seebades (NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude-Kdf) Prora auf Rügen. Sie besuchten auch das Berliner Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“ und das Stelen-Denkmal für die ermordeten Juden Europas (sogenannte Holocaust-Mahnmal) am Brandenburger Tor. Ihre ganzen Eindrücke präsentierten sie bereits kürzlich in einer Ausstellung im Abgeordnetenhaus.



Für das Engagement im Zusammenhang mit dieser Ausstellung zum Thema Gewalt und Ausgrenzung am Jugendforum „denk!mal ’17 - erinnern & gestalten“ erhielten die Jugendliche als Dank und Anerkennung Urkunden überreicht. Petra Steinborn vom KiJuM überreichte die Urkunden.


Auch konnte man auf den Stelltafeln im Jugendfreizeithaus die Ergebnisse der Forschungen der Jugendlichen nachlesen.


Auf einem meterlangen aufgemalten Deportationszug konnten die vielen menschenverachtenden Maßnahmen der Nazis in einer Zeitfolge beeindruckend nachvollzogen werden. Die Kinder- und Jugendlichen haben beeindruckend die antifaschistische Erinnerungsarbeit präsentiert.


Mechthild Rawert sagte: „Zeitzeugen sind wir Alle!“ Damit will sie zum Ausdruck bringen, dass auch in der jetzigen Zeit, wo nur noch wenige Verfolgte der Nazidiktatur leben, wir aufgefordert sind, die Erinnerung aufrecht zu erhalten. Dabei findet die Bundestagsabgeordnete jegliche Beschäftigung von Kinder und Jugendlichen mit diesen Themen wichtig: „Politisches Engagement hat viele Gesichter, nicht nur in einer Partei!“



Musikalisch umrahmt wurde das Programm von der Grup Canlar unter Leitung von Hüseyin Yoldaş, die armenische, griechische und hebräische Lieder vortrugen.

Volkspark-Kämpfer und Nazi-Opfer Friedrich Küter

Im zweiten Teil der Veranstaltung ging es um das Gedenken an den sozialdemokratischen Stadtrat Friedrich Küter, dem Mariendorf seinen Volkspark verdankt. Mechthild Rawert erinnerte an den Kommunalpolitiker. Friedrich Küter wurde am 19. Mai 1879 geboren, trat mit 21 Jahren 1900 in die Sozialdemokratische Partei Deutschland ein, wechselte zur USPD, bevor er dann später wieder in die SPD eintrat. Bereits 1910 war er Gemeindevorsteher in Mariendorf und wurde in die erste Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Tempelhof gewählt. Im November 1920 wurde Küter in freier und demokratischer Wahl zum ersten Bezirksverordneten-Vorsteher von Tempelhof gewählt.


Als unbesoldeter Stadtrat war er bis 1925 Tempelhofer Stadtrat für Bauwesen und Gartenbau. Und in dieser Funktion forcierte er leidenschaftlich und unermüdlich die Parkplanungen zum Bau vom Volkspark Mariendorf. Die erforderlichen Mittel für den Volks- und Sportpark stellte dann der Berliner Magistrat zur Verfügung. Im Juni 1931 wurde der Park mit seinen Wasserflächen, Rosen- und Staudengarten, Rodelberg und Sportflächen eingeweiht und „der jubelnden Öffentlichkeit übergeben.“ Zwei Jahre später, im Jahr 1933, traf Küter das Schicksal vieler seiner Parteigenossen. Offiziell wurde er, auch von seinem normalen Arbeitsplatz im Bezirksamt Kreuzberg, beurlaubt. Der Staatskommissar setzte einen Nationalsozialisten als seinen Stadtrat-Nachfolger ein. Im April 1944 wurde Küter verhaftet und musste seinen 65. Geburtstag im Polizeipräsidium Alexanderplatz verbringen. Kaum freigelassen, wurde er durch eine Denunziation in das KZ Sachsenhausen ohne Angabe von Gründen verschleppt und ohne Verfahren in „Schutzhaft“ genommen. Anfang 1945 wurde das KZ Sachsenhausen aufgelöst und die Nazis schickten die Gefangenen auf Todesmärsche und deportierten in das KZ Bergen-Belsen. Dort verliert sich die Spur von Friedrich Küter. Das offizielle Todesdatum wird auf den 31. Januar 1945 festgesetzt. Ein Gedenkstein am Eckernphuhl im Mariendorfer Volkspark erinnert noch heute an den Stadtrat. Auch erinnert die Küterstraße, seitlich vom Mariendorfer Eckner-Gymnasium, an den engagierten Lokalpolitiker. In der Mariendorfer Strelitzstraße gibt es auch das Friedrich-Küter-Haus, wo heute Teile des Jugendamtes untergebracht sind.

Bei den geschichtlichen Erforschungen stand den Jugendlichen auch der Mariendorfer Heimatforscher Hans Ulrich Schulz hilfreich zur Seite. Gudrun Blankenburg lass aus einem Brief von Küters Tochter vor: „Mein Vater ist mutig gestorben!“








Abschließend ging die Gruppe zum letzten Wohnort von Friedrich Küter nach Alt-Mariendorf 53. Hier gibt es auch eine Gedenktafel. In Gedenken an Küter gab es eine Schweigeminute und Blumen wurden niedergelegt. Für die Anwesenden war die Teilnahme ein wichtiges Zeichen, um auch heute noch deutlich zu machen, dass „die Würde des Menschen unantastbar ist.“

Zum Ausklang der Veranstaltung gab es im Jugendfreihaus noch die Möglichkeit, sich die Gedanken bei Kaffee und Kuchen auszutauschen. Eine wichtige Veranstaltung, denn „Erinnerung braucht einen Ort!“

Thomas Moser (auch alle Fotos)

http://jfhbungalow.de


Der Dank galt auch der Mechthild-Rawert-Crew für die gute Vorbereitung!

 

Schulmäuse-Projekt in Marienfelder Kita

Startschuss für Schlaumäuse-Projekt / Kita erhält kostenlos Software und Tablet von Microsoft

Die Zahl der Berliner Kinder mit Sprachproblemen wächst. Nach einer Studie der Barmer GEK stieg der Anteil der Kinder mit Störungen der Sprachentwicklung in den vergangenen vier Jahren in Berlin von etwa zehn auf rund zwölf Prozent.

Mit der Sprachlernsoftware „Schlaumäuse“ von Microsoft soll die Sprachkompetenz von Kindern in Kitas und Schulen verbessert werden. An der Kita „Vom guten Hirten“ in Berlin-Marienfelde gab der Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak heute gemeinsam mit Kita-Leiterin Sonja Zipper den Startschuss für das Projekt. Die Kita erhält kostenlos die Sprachlernsoftware sowie ein Tablet. Die Fünfjährigen der Kita-Gruppe „Käfer“ stürzten sich gleich eifrig auf das Lernprogramm.


Die fünfjährigen Kinder Lorencia, Iolanda und Tobias (v.l.n.r.) entdecken gemeinsam mit dem Berliner Bundestagsabgeordneten Dr. Jan-Marco Luczak das neue Sprachlernprogramm (Foto: Christian Schulze)

Mit dem Programm können Kinder im Alter von fünf bis sieben Jahren spielerisch ihren Wortschatz erweitern und die Welt der Sprache entdecken. Eine einfache Bedienung sowie die stete Begleitung durch die beiden Protagonisten Lingo und Lette machen es den Kindern leicht, Worte und Sätze zu lernen.

„Wer Zusammenhänge versteht und sich gut ausdrücken kann, lernt viel schneller und wird in der Schule mehr Erfolg haben. Die Kita ‚Vom Guten Hirten‘ trägt mit dem Angebot dazu bei, dass die Kinder gut vorbereitet ins Leben starten. Klar ist aber: Es ist in erster Linie Aufgabe der Eltern, die Entwicklung ihrer Kindern zu fördern – Kita und Schule können hier nur ergänzen“, so Luczak.

„Das Projekt ist nicht nur wichtig für die Sprachentwicklung von Kindern mit Migrationshintergrund, sondern davon profitieren alle Kleinen bei uns in der Kita“, so Kita-Leiterin Sonja Zipper.

„Ich finde besonders gelungen, dass die grundlegende Kulturtechnik Sprache hier mithilfe moderner Technik vermittelt wird. Ich kann andere Kitas nur aufrufen, sich ebenfalls an dem Projekt zu beteiligen“, so Luczak. 

Hintergrund:

Gemeinsam mit prominenten Botschaftern unterstützt Microsoft die Sprachförderung und besucht zahlreiche Bildungseinrichtungen in Deutschland. Die Erzieher in den Einrichtungen, die während der Tour besucht werden, erhalten auch eine medienpädagogische Schulung zum Einsatz der Schlaumäuse App im Rahmen der frühkindlichen Sprachförderung.

Aus Gründen der Barrierefreiheit wird dieser Bericht nicht als Blocksatz abgebildet!



 
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