Gedenkstättenfahrt nach Krakau, Auschwitz und Birkenau vom 24. bis 29. Mai 2009

Die Fahrt wird organisiert von Paper-Press Studienreisen.

Im Programm enthalten ist an einem Tag eine Studienführung in Auschwitz und Birkenau. Die Besichtigung der Stadt Krakau erfolgt an zwei Tagen, das historische Krakau mit Besuch der Alt-Stadt, der Universität Collegium Maius und dem Wawel,  und das Jüdische Krakau mit Besuch des Jüdischen Viertel Kazimierz, der Ghetto-Apotheke Adler und der Fabrik von Oskar Schindler. Außerdem ist ein Tag zur freien Gestaltung vorgesehen.

Die Reise kostet 498 Euro pro Person im Doppelzimmer, einschließlich Hin- und Rückfahrt mit dem Bus, alle Fahrten vor Ort, Eintrittsgelder, Übernachtung im 3-Sterne-Hotel direkt an der Altstadt mit Frühstück, deutsche und polnische Reisebegleitung.

 

Für einige Tage kann Bildungs- bzw. Sonderurlaub beantragt werden. Teilnehmen können Interessenten jeden Alters, Minderjährige nur in Begleitung von Erziehungsberechtigten.

 
Paper Press Studienreisen
Gottlieb-Dunkel-Straße 26 - 12099 Berlin
Postfach 42 40 03 - 12082 Berlin
Telefon: 705 40 14 - 0160 9060 6106 - Fax: 705 25 11
www.paper-press.de - www.gedenkstaettenfahrten.de

 

In eigener Sache: "Nachbarn-News" haben ab sofort neuen Link!

1. Januar 2009

Liebe Leserin, lieber Leser,

Sie haben den neuen Link http://www.thomasmoser-berlin.de für die "Nachbarn-News" gefunden. Sehr schön! Der bisherige Link  http://www.blogigo.de/lichtenrade1 musste wegen technischer Schwierigkeiten aufgegeben werden. Alte Bericht können Sie einige Zeit noch dort lesen. Dann wird diese Website gelöscht. 

Einige Berichte haben in diese neue "Nachbarn-News"-Ausgabe aufgenommen. Viele Berichte, die hier veröffentlicht waren, sind jedoch künftig nur noch auf der Site vom Pressedienst "BerLi-Press" http://www.berli-press.de und dort unter"Veröffentlichungen" zu finden.

Ich bitte die Umstände in der Übergangszeit zu entschuldigen!

Ich wünsche Ihnen ein gesundes 2009!

Bleiben Sie der Lichtenrade-Website http://www.lichtenrade-berlin.de treu!

Vielen Dank

Thomas Moser

 

55 Jahre Bungalow in Mariendorf - Lichtenrade gratuliert

Ein ganz persönlicher Bericht von Ed Koch

 

Es gibt Berichte, die schreibt man einfach. Eben Routine. Und dann sind da ab und zu auch mal Themen, zu denen man einen ganz besonderen Bezug hat. Entschuldigen Sie bitte, wenn der Verfasser dieser Zeilen hier etwas sehr persönlich wird. Aber, es geht um den Bungalow. Und damit verbinden sich, rechnerisch gesagt, die ersten zehn von inzwischen fast 40 Dienstjahren beim Jugendamt Tempelhof bzw. ab 2001 Tempelhof-Schöneberg. Als ich zwischen 1967 und 1970 ehrenamtlich in der „Jugendtanzbar Bungalow" tätig war, wusste ich gar nicht, was ein Jugendamt ist. Meine Familie und ich haben es nie gebraucht. Im Bungalow wurde Musik gemacht und traten Bands aus ganz Berlin auf. Mit einer Band, den „Selected Four" (ich war die Nr. 5, der Manager) kam ich 1967 in den Flachbau am Mariendorfer Damm, und mein Leben vernahm einen anderen als den geplanten Verlauf. Der Bungalow war - würde man heute sagen - eine super coole angesagte Location. Wie wir die vielen hundert Jugendlichen in dem kleinen Gebäude bei den Tanzparties untergebracht haben, weiß ich bis heute nicht. Am Ende des Abends war der große Raum so durchgeschwitzt, dass man die Tapeten problemlos hätte von der Wand ziehen können.
Von 1970 bis 1980 war ich dann als Mitarbeiter der Jugendamtes Leiter des Bungalows und wusste immer noch nicht so richtig, wozu ein Jugendamt eigentlich da ist. Keine Angst, ich werde Sie nicht mit alten Geschichten langweilen. Im Anhang finden Sie eine PDF-Datei mit vielen historischen Anmerkungen zum Bungalow . Nur so viel: der Bungalow hat im Laufe von 55 Jahren immer wieder seinen Namen geändert: von Jugendfreizeitheim Mariendorf II, über Jugendtanz Bungalow, Galerie Bungalow, Jugendclub Bungalow bis Jugendfreizeitheim Bungalow. Fast möchte man sagen, es schließt sich der Kreis.
Vom Mariendorfer Damm 123 rückte er auf die Hausnummer 115 vor und wird 2010, wenn
alles klappt, bei der Nummer 117 gelandet sein. 1994 wurde der alte Bungalow abgerissen und machte einem Kita-Neubau Platz. Bis heute ist die Hausnummer 115 Domizil eines Containers, der sich über die Jahre recht ordentlich gehalten hat. Und nun wird ein Gebäude restauriert, das genau zwischen dem alten und jetzigen Standort liegt und früher als Kita diente. Den Namen Bungalow wird man wohl beibehalten (müssen), obwohl er sich dann erstmals in einem mehrstöckigen Haus befindet. Jede Phase der 55 Jahre war eine besondere. Die ersten Nachkriegsjahre, als es für Jugendliche kaum Alternativangebote gab. Dann die Zeit der Jugendtanzbar. Nicht mehr zu zählen, wie viele Amateurbands hier ihre ersten Auftritte hatten. Auch aus dem Radio bekannte Discjockeys waren im Bungalow zu Gast, so zum Beispiel Nero Brandenburg, zu dem auch heute noch ein freundschaftlicher Kontakt besteht.

Nicht verschwiegen werden darf jedoch, dass die Getränkeauswahl bei den Tanzveranstaltungen stark alkoholisiert war. Mein Gott, wie viele Kästen Bier pro Abend verbraucht
wurden. Das kann sich heute keine mehr vorstellen: Jugendarbeit mit einem (meist mehr) Bierchen. Heute saufen sich die Kids ins Koma, oft auf öffentlichem Straßenland. Damals saßen sie (kontrolliert) in einer Einrichtung des Jugendamtes, fielen allerdings nie ins Koma.
Nicht unerwähnt bleiben darf, dass es Anfang der siebziger Jahre immer schlimmer mit gewaltbereiten Jugendlichen wurde. Das führte letztlich zur Aufgabe der Jugendtanzbar
und zur Namensänderung in „Galerie Bungalow". Von nun an fanden Ausstellungen, Filmfestivals und Diskussionsrunden statt. 1976 wurde ein Pressedienst im Bungalow gegründet, dem wir die Angaben in der anhängenden PDF-Datei zu verdanken haben. Und es gab Sternstunden, beispielsweise die Diskussion zum Film „Die verlorene Ehre der Katharina Blum" mit Günter Grass. Politiker gaben sich die Klinke in die Hand. Niemand wollte es sich leisten, eine Einladung des Bungalows abzulehnen. Aber auch Showgrößen waren zu Gast. Der berühmte Quizmaster Hans Rosenthal trat gleich zweimal zu Diskussionsrunden im Bungalow an.
1980 gab es einen neune Schnitt hin zum Jugendclub Bungalow und später zum Jugendfreizeitheim Bungalow. 1993 wurde der vierzigste Geburtstag des Bungalows gefeiert.
Gleichzeitig ein Abschied. Der damalige Volksbildungsstadtrat von Tempelhof, Klaus Wowereit, hielt die Abschiedsrede. Es folgte der Abriss und 1994 der Einzug ins neue Gebäude, nennen wir es mal so, obwohl es „nur" ein Blechcontainer ist. Der Bungalow ist heute noch immer eine im Kiez stark verwurzelte Einrichtung, die eine hervorragende pädagogische Arbeit leistet. Und niemand freut sich mehr, als der Verfasser dieser Zeilen, dass der Bungalow bisher alles überstanden und vor allem eine Zukunft in einem neuen Gebäude hat.

Ich möchte diesen Beitrag genauso persönlich beenden, wie ich ihn begonnen habe: Alles Gute für die Zukunft, liebe Kolleginnen und Kollegen, und wie sagte einst der legendäre Nero Brandenburg: „Wo bist du happy und froh? Natürlich nur im Bungalow", möge es ewig so bleiben.

20.12.2008
 

Türkisch für Liebhaber in der Neuköllner Oper

Mit „Türkisch für Liebhaber" wurde in der Neuköllner Oper ein neues Mozart-Singspiel geschaffen, dass inhaltlich die Wirrungen des Lebens von Türken in Deutschland aufs Korn nimmt. Das zeitgenössische Singspiel entstand aus dem Geist der Türkenoper „Der wohltätige Derwisch" des 18. Jahrhunderts und erzählt aus der Perspektive junger Künstler mit türkischen Wurzeln.

 

Die junge Komponistin Sinem Altan hat für die Neuköllner Oper die Mozarthafte und volkstümliche Musik aufgegriffen und mit eigenen Kompositionen in die Gegenwart geführt. Die Geschichte aus der Mittelschicht der türkischstämmigen Deutschen stammt von der Autorin und Kolumnistin Dilek Güngör. Die Texte handeln von turbulenten Missverständnissen und der Sehnsucht nach einem selbst bestimmten Leben, die es in jeder Kultur und sicher nicht nur in Kreuzberg und Neukölln gibt.

In einer lebhaften Art und Weise wird die Geschichte vom attraktiven Ercan, gespielt vom Schauspieler Kerem Can, erzählt. Ercan kommt aus Ankara und will in Berlin ein Architekturpraktikum absolvieren. Einquartiert wird er selbstverständlich im Kreise der Familie. Und es kommt wie es kommen musste. Der Onkel will den Neffen unbedingt mit der deutsch-türkischen Studentin Mine verkuppeln. Die zuerst aufgezwungene und geschmähte Liebe führt nach einigen Wirrungen mit einer Freundin von Mine und einer deutschen Arbeitskollegin von Ercan zu einem Happyend mit Anhang.

Die multikulturelle Geschichte aus dem deutschen Kiez ist trotz der Länge des Stückes kurzweilig. In die lustigen und teils Klischee behafteten Texte kann sich der Zuschauer gut einfinden.  Das Premierenpublikum war verzaubert.

Das teilweise orientalisch besetzte Orchester, unter der musikalischen Leitung von Hans-Peter Kirchberg, überzeugte durch seine Brillanz und Präzision.  Im Ensemble begeisterten an diesem Abend besonders die weiblichen Stimmen. Hervorzuheben ist die Mine, dargestellt von der Berlinerin Aline Vogt. Die Sängerin betörte mit Ihren stimmlichen Fähigkeiten. Das Duett mit  Nina Reithmeier, die die Freundin Sinem spielt, war ein besonderer Leckerbissen. Den besonderen türkischen Flair brachte aber die türkische Sängerin Begüm Tüzemen mit viel Klasse ein. Für die gute schauspielerische Gesamtleistung des Ensembles bedankte sich das Publikum mit anhaltendem Applaus.  Es inszenierte Søren Schuhmacher, Oberspielleiter an der Deutschen Oper Berlin, der wie sein Ausstatter Norbert Bellen und die Mehrzahl des internationalen Ensembles erstmals an der Neuköllner Oper arbeitet.

Zusammenfassend kann gesagt werden: Ein wundervoller musikalischer und multikultureller Abend mit Hintergrund, unverkrampften Multikulti-Witz, schöner Musik und viel Freude!

Thomas Moser 1.12.2008

BerLi-Press (http://www.berli-press.de) für http://www.lichtenrade-berlin.de

 

http://www.neukoellner-oper.de/

Spielort: Neuköllner Oper, Karl-Marx-Str. 131-133, 12043 Berlin

Verkehrsanbindung: U 7 - Karl-Marx-Straße, S 41/42/46/47 - Neukölln, Bus 104

Spieltermine: 4., 6./7., 11.-14., 18.-21 und 26.-28. Dezember 2008 um 20 Uhr sowie im Januar 09

Karten: 9,- bis 21,- Euro,

Vorbestellung unter 030/68 89 07 77,

unter Email: tickets@neukoellneroper.de

und an allen bekannten Vorverkaufsstellen

05.12.2008
 

Verdi-Zauber" im Britzer Garten - Vorverkauf beginnt am 1. Dezember 2008!

Zum elften Mal:

„Feuerblumen und Klassik Open Air" im Britzer Garten

(am Samstag, 29. August 2009)

Premiere: Berliner Konzert Orchester und Berliner Konzert Chor

- Unter dem Motto „Verdi-Zauber" präsentiert der Britzer Garten die schönsten Werke des Komponisten Guiseppe Verdi

- Klassische Musik und Feuerwerk in romantischer Parkatmosphäre mit dem "Berliner Konzert Orchester und dem Berliner Konzert Chor"

- ab dem 01.12.08 gibt es die begehrten Eintrittskarten - vielleicht eine Idee für ein schönes Weihnachtsgeschenk

Der nächste Sommer bringt den Verdi-Zauber in den Britzer Garten. Mit dem Berliner Konzert Orchester unter der Leitung des Dirigenten Jan Olberg erklingen die populärsten Werke des italienischen Komponisten Guiseppe Verdi zur 11. Veranstaltung von „Feuerblumen und Klassik Open Air" im Britzer Garten.

Unterstützt wird das Orchester vom Berliner Konzert Chor. Gemeinsam präsentieren die Musiker und Chorsänger unter anderem Stücke aus La Traviata, Nabucco und Aida.

Traditionell erklingt zum Abschluss des Konzertes die Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel. Dazu erleuchten am Himmel über dem Großen See die zauberhaftesten Farben und Formen durch das Höhenfeuerwerk, das zur Musik geschossen wird.

Die beliebte Veranstaltung „Feuerblumen und Klassik Open Air" im Britzer Garten war in den letzten Jahren stets ausverkauft - über 12.000 Besucher kamen zur Veranstaltung 2008. Deshalb beginnt der Vorverkauf für „Feuerblumen 2009" erneut bereits am 1. Dezember. Die Karten eignen sich bestimmt auch als schönes Weihnachtsgeschenk. Also: Karten jetzt sichern!

Die Veranstaltung wird präsentiert von radioBERLIN 88,8.

Eintrittskarten sind ab sofort (1.12.2008) an den Kassen des Britzer Gartens oder im Internet unter: http://www.gruen-berlin.de/service/TicketBestellen.php erhältlich.

Die Vorverkaufspreise für Sitzplätze reichen je nach Kategorie von 18,00 (Block C) bis 22,00 Euro (Block A); Eintrittskarten ohne Sitzplatz („Wiesenkarten") kosten im Vorverkauf 14,00 Euro.

Jahreskartenbesitzer (Jahreskarte 2009) erhalten auf alle Eintrittskartenkategorien 50 Prozent Rabatt!

Britzer Garten - www.britzer-garten.de

Sangerhauser Weg 1, 12349 Berlin

Eintrittspreis: 2,00 Euro, ermäßigt 1,00 Euro

Kassenöffnungszeiten:

November bis Februar täglich von 9:00 bis 16:00 Uhr

Eingänge:

Mohriner Allee                         U6 Bhf. Alt-Mariendorf / Bus 181

Buckower Damm             S/U-Bhf Hermannstraße / Bus M 44

Tauernallee und Sangerhauser Weg   

U6 Bhf. Alt Mariendorf / Bus 179

 

Musikkabarett „Alles aus Liebe" mit Stefan Jürgens



Der Schauspieler, Comedian und Musiker Stefan Jürgens feiert mit seinem neuen Programm in der Berliner ufa-fabrik die Deutschland-Premiere. Viele kennen Stefan Jürgens als den schrägen Nachrichtenmann aus der Kult-Comedy-Sendung „RTL-Samstag Nacht". Er war Tatort-Kommissar in Berlin, spielte in vielen Filmen und besucht als SOKO- Kommissar die Wohnzimmer vieler Fernsehzuschauer.

Was ist LIEBE? Transzendenz oder symbiotische Zweierbeziehung? 0der einfacher ausgedrückt: Ist es Liebe, wenn sie ihm die Flusen von der Jacke pickt? Oder er antwortet, wenn sie gefragt wird? Stefan Jürgens konfrontiert das Publikum mit Fragen wie: „Warst Du auch schon mal verliebt?" oder „Wann war Dein erster Sex?".

Jürgens beantwortet die Fragen der Geschlechter authentisch aus seiner männlichen Sicht mit Witz, Tiefgründigkeit, Melancholie, Nachdenklichkeit und viel Gefühl. Stefan Jürgens zeigt sich als guter Beobachter und Erzähler der kleinen und großen Schwächen beim Zusammenleben der Geschlechter. Er erzählt von Liebe, Liebschaften, Verliebtheiten oder der Sehnsucht danach. Mit seinen leisen Liedern dringt er dabei zauberhaft in die Gefühlswelt von Verliebten und Träumenden ein.

Das ganze ist in erster Linie ein wunderbar leises Musikprogramm mit schönen Liebesliedern. Und das wird von Stefan Jürgens und seiner Band überzeugend umgesetzt! Der Bühnensound ist außerordentlich stimmig, fast wie bei einer Studioaufnahme, inszeniert. Hier merkt man den Perfektionismus der Musiker. Besonders das Schlagzeug ist überzeugend mit den anderen Instrumenten abgemischt.

Die tiefsinnigen Gefühlstexte runden die perfekte Musikshow ab. Auf einen rockigen Sound muss man leider bei diesem Thema meistens verzichten. So freut man sich dann aber auch schon wieder auf das nächste Programm.

Jetzt aber ist Gefühl mit Witz angesagt. Und das dürfte vielen Frauen, aber auch Männern, gefallen.


Thomas Moser - BerLi-Press (http://www.berli-press.de) für http://www.lichtenrade-berlin.de


Besetzung: Stefan Jürgens, Piano, Vocals; Matthias Kahra, Guitar; Sascha Magister, Keyboard  und Johannes Maximilian Bendel, Drums.

http://www.stefanjuergens.com/

28.11.2008
 

Mehringhof-Theater und das Jahresendzeitprogramm

Ab Dienstag, dem 16.12 bis zum 21.12 und vom 26.12 bis zum 11.01  tägl. außer 05.01 um 20.00 Uhr, am  19.,20., 27. - 31.12 und 03., 04., 10., 11.01 zusätzlich um 16.00 Uhr ‚Das Jahresendzeitprogramm 2008' - unser kabarettistischer Jahresrückblick mit Bov Bjerg, Horst Evers, Hannes Heesch, Christoph Jungmann & Manfred Maurenbrecher: Bereits zum zwölften Mal freuen wir uns, Ihnen das Jahresendzeitteam mit seinem kabarettistischen Jahresrückblick präsentieren zu dürfen. Ein Programm, in dem nochmals die absolut relevanten Themen des vergangenen Jahres in bisher nicht bekannter Deutlichkeit beleuchtet werden. Die Top-Ereignissen aus Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft werden auf die Bühne gebracht und in rasiermesserscharfen Textbeiträgen sowie in perfekt durchchoreografierten Gesangseinlagen akribisch abgearbeitet. Wie auch in den vergangenen elf Jahren sind wir ganz besonders stolz auf die Gastgeberin des Abends: Bundeskanzlerin Angela Merkel, ihr zur Seite in diesem Jahr wieder Parteichef Franz Müntefering.

 

Banken wackeln! Müssen die Manager jetzt unter Überbrückungskrediten schlafen?

Strümpfe werden knapp! Wohin mit dem Geld? Herrn Zumwinkel fragen?

Kurt Beck, der deutsche Obama: "Yes, mir könne!" Woran ist er gescheitert?

Roland Koch: ehrliche Haut und integrer Gegner von Andrea Ypsilanti! Wie konnte es soweit kommen?

Be Berlin! Be Tempelhof? Be Prenzlberg? Und wie gentrifiziere ich mich selbst?

Bäckereien wegen CERN in Sorge: Wie gefährlich ist der Teilchenbeschleuniger?

Helmut Schmidt wird 90: wann steigt der letzte Raucher in den Emissionshandel ein?

Angela und Franz kochen. Was brennt an?

Die Karten kosten auf allen Plätzen/an allen Tagen für 20.00 Uhr  € 20,-/15,- erm., für 16.00 Uhr  € 15,-/13,- erm. . Silvester: € 20,-

Vorankündigung: Vom 13.01 bis zum 24.01 jeweils Di - Sa um 20.00 Uhr  Zusatzvorstellungen von Fil - der feuchte Gebieter.

http://www.mehringhoftheater.de
Mehringhof-Theater
Gneisenaustr. 2a
10 961 Berlin-Kreuzberg
Telefon 030 / 691 50 99

25.11.2008

 

Piraten erobern die Neuköllner Oper: „PIRATEN. Die BeBerlinette"

Die Neuköllner Oper hat mit Musik, Schauspiel und viel Lust brillant das alternative und das reiche Berlin, zwischen Wagenburg und Zehlendorf, auf die Bühne gezaubert.

 

Das Werk rankt sich um die „Piraten", die in einer anarchischen, alternativen und punkigen Lebensform den Klassenkampf von ihrer schmuddeligen Wagenburg aus erproben. Der Babyklappenfund der Kommune Frederik wird volljährig und will die bürgerliche Welt in Zehlendorf kennenlernen und dort Karriere machen. Dabei trifft er auf die drei verwöhnten Zehlendorfer Töchter des Bauunternehmers Igor Zitsche, der den „Piraten" den Baugrund abjagen will. Bei der Geschichte steht dann auch ein V-Mann im Regen, die geliebte Mabel vollzieht mit Frederik im Rhythmus der Klänge den Geschlechtsakt und das Auf und Ab der Gefühle einer WG-Mutter führen dann letztlich doch zum Happyend zwischen den unterschiedlichen Berliner Kulturen.

Auch wenn im Stück der 29. Februar eines Schaltjahres ein wenig überstrapaziert wird, werden die Klischees der unterschiedlichen Berliner Welten spaßig und abwechslungsreich bedient. Die Schauspieler und Sänger liefern mit viel Freude eine beachtenswerte Leistung ab. Aris Sas, der Darsteller des Frederik, der Vater Rainer und die drei verzogenen Mädchen seien an dieser Stelle, wegen ihrer besonders beachtlichen gesanglichen und schauspielerischen Leistungen, hervorgehoben. Die gute Gesamtleistung des Ensembles rundet das positive Bild ab.

Die Inszenierung, die Kostüme, die Maske und die bemerkenswerte Choreografie haben dem Stück eine hervorragende Lebendigkeit verliehen.

Bei solchen Musicals hat natürlich die Musik einen wesentlichen Bestandteil. Das ganze Stück ist in wunderbar leichter und mitreißender Musik verpackt. Die Musik der „Piraten" verbindet spielerisch poppige Klänge mit jazzigen und volkstümlichen Elementen. Die Musik ist von der Band unter der musikalischen Leitung von Hans-Peter Kirchberg bravourös zur Geltung gebracht worden.

Die Uraufführung des Stückes hat, beim altersmäßig sehr gemischten Publikum, deutlich gezeigt, dass alle Zuschauer vom Stück, der Gesamtleistung des neun Personen umfassenden Ensembles und der Band begeistert waren. Der dauerhafte Abschlussapplaus und die Bravo-Rufe waren ein lautstarkes Zeugnis davon.

Thomas Moser, BerLi-Press (http://www.berli-press.de) für http://www.lichtenrade-berlin.de 


Ergänzende Hinweise zu den „Piraten, die BeBerlinette":
Mit den Piraten bringt die Neuköllner Oper einen sensationellen musikgeschichtlichen Fund ans Licht der Öffentlichkeit: die bisher verschollen geglaubte Berliner Fassung. Und damit den zweiten Teil der Trilogie aus gebotenem Anlass: BeBerlin - eine Stadt sucht ihre Leute. 

Ein neues Werk von Andreas Bisowski (Text), Arthur Sullivan (Musik) und Andreas Unsicker (Arrangements) nach den Piraten von Penzance von W. S. Gilbert und A. Sullivan

Musikal. Leitung: Hans-Peter Kirchberg / Alexander Klein · Inszenierung: Andreas Gergen · Bühne/Kostüm:

Andrea Nolte · Choreografie: Nini Stadlmann · Dramaturgie: Bernhard Glocksin

Spieltermine:  9., 11./12., 16.-19., 23.-26., 30./31. Oktober und 1./2., 6.-8., 13.-16., 19./20. November 2008, 20 Uhr

Spielort         neuköllner oper, Karl-Marx-Str. 131-133, 12043 Berlin

Verkehrsanbindung: U 7 - Karl-Marx-Straße, S 41/42/46/47 - Neukölln, Bus 104

Karten         9-21 Euro, Vorbestellung unter 030 / 6889 0777, unter tickets@neukoellneroper.de

sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen

neuköllner oper • Karl-Marx-Str. 131-133 • 12043 Berlin • Tel: 030/68 89 07-0 • Fax: 030/68 89 07 89 • info@neukoellneroper.de - http://www.neukoellneroper.de
10.10.2008

 

 

Zum dritten Mal „Dahlienfeuer" im Britzer Garten

Im Britzer Garten kann man wieder die Wunder der Natur genießen. Das "Dahlienfeuer" findet zum dritten Mal statt und stellt sich noch prächtiger denn je dar . Ein Besuch lohnt sich!!!

...noch bis Mitte/Ende Oktober 2008!

- die Königin des Spätsommers und Herbstes gibt sich 10.000fach die Ehre

- Rekordversuch mit ‚Kalinka' gestartet

- Informationen über Dahlien auf großen Schautafeln

- Windobjekte aus Niedersachsen drehen sich im Wind


Fotos von Thomas Moser -BerLi-Press (www.berli-press.de)

Spätsommer, Herbst - das hat fast schon etwas Wehmütiges. Aber bevor das Blütenjahr im Britzer Garten wieder zu Ende geht, bündelt die Natur noch einmal alle Farben des Sommers in den abwechslungsreichen Blütenformen der Dahlien. Die bunten Mexikanerinnen erinnern an die leuchtenden Gewänder der Indiofrauen in Rot-, Pink-, Gelb- und Purpur-Tönen. Der Britzer Garten huldigt ihr zum dritten Mal mit einer umfangreichen Sonderschau. 10.000 Dahlien in 200 Sorten sind am Massiner Weg auf 2.200 qm zu bewundern - dort wo im Frühling „Tulipan im Britzer Garten" die Besucher erfreut. Anliegen der Gärtner ist es, die Dahlie in ihrer ganzen Vielfalt zu zeigen.

Ein Neuzugang wächst, und wächst, und wächst. ‚Kalinka', eine dunkelrot blühende Kaktus-Dahlie - gezüchtet von Gerhard Rabin - kann eine Höhe von über drei Metern erreichen. Die Rekordhöhe von 3,03 Metern erreichte die Dahlie in den Jahren 1996 und 1997 im Hamburger Dahliengarten und erhielt dafür einen Eintrag in das "Guiness-Buch der Rekorde" als höchste deutsche Dahlienzüchtung. „Vielleicht kann dieser Rekord ja im Britzer Garten in diesem Jahr übertroffen werden", hofft die Parkleiterin des Britzer Garten, Gabriele Kleuvers.

Eine Besonderheit innerhalb der Dahlien-Klassen stellen die Anemonen-und Seerosenförmigen, die Paeonienblütigen und Halskrausen Dahlien dar. Sie nehmen einen Platz zwischen einfachen und sehr stark gefüllten Blumen ein, wie dies bei den bekannteren Schmuck-Dahlien, den sog. Dekorativen und den Kaktus-Dahlien der Fall ist. Einer weiteren, sehr beliebten Klasse werden die Pompon- und die Ball-Dahlien zugerechnet, deren Blütenblätter stark tütenförmig eingerollt sind.

In allen Klassen sind alle Farben von weiß bis fast schwarz - außer blau - vertreten. Hübsch und interessant sind aber auch die mehrfarbigen Sorten. Oft sind die Blüten marmoriert, geflammt oder die Spitzen kontrastreich gefärbt.

Eine Informationsschau auf großen Schautafeln ergänzt entlang der Kastanienallee die Dahlienschau. Dort erfährt man Wissenswertes über die Herkunft der Dahlien, ihre Klassifizierung, die Verwendung von Dahlien im Garten, die Kultur und Pflege der Dahlien sowie deren Aufbau und Wuchs.

Über die Ausstellungsfläche verteilt in den Wiesenflächen am Rande der Dahlienbeete gibt es in diesem Jahr erneut eine Ausstellung von Windobjekten. Henning Greve und Elsa Töbelmann aus Syke (bei Bremen) waren schon einmal im Jahr 2004 mit ihren filigranen Windobjekten zu Gast im Britzer Garten. Seit 1998 fertigen sie ihre meisten Objekte aus Edelstahl für den Garten oder den öffentlichen Raum. Im Wind zeigen einige Objekte scheinbar einen Tanz von Luft- und Windgeistern. Aber bei aller Beweglichkeit und Veränderlichkeit behalten die filigranen Gebilde selbst bei stürmischem Wind eine poetische Ruhe. Die schwebenden Objekte bewegen sich noch leichter im Wind als die auf der Stange stehenden.

Eintritt Britzer Garten: 2,00 EUR, ermäßigt 1,00 EUR

Britzer Garten, Sangerhauser Weg 1, 12349 Berlin

Eingänge:

Mohriner Allee  -  U6 Bhf. Alt-Mariendorf / Bus 181

Buckower Damm    -    S/U-Bhf. Hermannstraße / Bus M 44

Tauernallee und Sangerhauser Weg  -   U6 Bhf. Alt-Mariendorf / Bus 179

20.09.2008
 

Feuerblumen und Klassik 2008 - 10. Jubiläum im Britzer Garten

Und wieder einmal, wie jedes Jahr, war es soweit: Das Feuerblumen und Klassik Open Air im Britzer Garten sollte am 30. August 2008 nun zum 10.Mal stattfinden. Alle Zeichen standen auf gut, nichts sprach dagegen, dass es ein wunderbarer Abend werden sollte, doch waren die Erwartungen aufgrund des Jubiläums nicht gerade gering.

 


Schon Stunden vor Konzertbeginn eine wundervolle Stimmung

Sehr pünktlich um 20 Uhr startete das Hauptprogramm. Es war ein erfrischend klarer und kühler Abend. Die Sonne war schon fast komplett untergetaucht und so hatte man einen tollen Blick auf den Himmel und die leuchtenden Sterne.

Die ersten Töne wurden in die kühle Abendluft geschickt, das Berliner KammerOrchester begann zu spielen. Das Publikum lauschte aufmerksam, ja beinahe andächtig. Igor Morosow sorgte mit seiner kompromisslos kräftigen Stimme für Begeisterung. Er vermochte es seine Stimme schnell auf einen beeindruckenden Pegel zu bringen, ohne jedoch jemals in ein Schreien oder eine Unsauberkeit zu gelangen. Es herrschte während des gesamten Konzertes immer eine entspannte, friedliche und fröhliche Stimmung. Die Menschen hatten sich reichlich Verpflegung, Decken und Stühle mitgebracht. Viele der Zuschauer konnte man dabei entdecken wie sie genüsslich einen Wein tranken, den reinen Klängen lauschten und in diesem Moment einfach voll und ganz zufrieden waren. Es war ein fast familiäres Gefühl. Mit einer derart entspannten Situation hatten wohl auch die Veranstalter gerechnet, denn die auf Konzerten so typischen bulligen Sicherheitsmänner suchte man nahezu vergebens. Für die Sicherheit und Ordnung sorgten junge, zierliche, hübsche Damen; deren Hauptaufgabe bestand darin dafür zu sorgen, dass jeder seinen Platz fand.

Der Blick auf die Bühne. Eintrittskarten gab es schon lange nicht mehr

Silvia Weiss betrat die Bühne: Ihre Stimme ertönte klar und sanft und doch unglaublich kraftvoll. Im Duett mit Herrn Morosow zeigte sie, dass sie ihm durchaus ebenbürtig ist. Die Pianistin Sibylle Briner überzeugte durch hohe Fingerfertigkeit und ihr sehr lebendiges Spiel. Das gesamte Berliner KammerOrchester legte eine tadellose Vorführung hin.

Das Programm war sehr geprägt durch die zahlreichen Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart. Höhepunkte waren ein Stück aus der Zauberflöte (Vogelfänger) und natürlich die amüsante orchestrale Version von Die Berliner Luft, wo selbst das so gesittet wirkende Publikum fröhlich mitpfiff.
Das Berliner KammerOrchester spielt in sinfonischer Besetzung die Mozart-Gala

Das Orchester wurde mit lautem Beifall verabschiedet und dann ging der Donner richtig los. Wundervolle Feuerblumen verzierten den nächtlichen Himmel. Während das Orchester weiterspielte erstrahlte ein herrlich farbenfrohes, kreatives und energetisches Feuerwerk. Großes Lob an den Pyrotechniker. Es war vielleicht ein nicht besonders langes Feuerwerk und auch nicht das größte von allen, aber es gehörte wohl zweifellos zu einem der schönsten feurigen Kunstwerke die je gemalt wurden.

Ein rundum gelungener Abend, der die hohen Erwartungen mit Leichtigkeit übertraf.
Das Feuerwerk zur Feuerwerksmusik von Händel. Jedes Jahr ein Genuss

Felix Moser - BerLi-Press (http://www.berli-press.de ) für http://www.lichtenrade-berlin.de

Fotoauswahl von Felix Moser-2008 (1-3), Thomas Moser aus 2007 (4)

31.08.2008
 

Arnulf Rating gibt sein Letztes

oder: Tempelhof wird zum Seniorenheim

Arnulf Rating, Kabarettist und Mitbegründer der legendären Berliner Anarcho-Kabarett-Truppe „Die drei Tornados", gibt in der ufa-fabrik in Berlin-Tempelhof mit dem Programm „Reich ins Heim" Ende Juni 2007 seine Abschiedsvorstellung.

Tempelhof ist für Rating der Ort, wo der Bär steppt, der Flughafen geschlossen wird und wo man sich gut zur Ruhe setzen kann. „Hier könnte man gut alt werden! Die Leute sehen hier auch schon alt aus!" In der Programmankündigung heißt es: „Die Deutschen werden alt. Sie kriegen kaum noch Kinder, jammern viel und neigen auch politisch schon mal zur Inkontinenz."
„Können wir nun in Tempelhof in Ruhe alt werden?" fragt Rating und malt die Version aus, wenn der Ortsteil 2009 polnisch ist und dann die Kaschinski-Brothers herrschen. In einer Talkshow versuchen Experten zu klären, ob Tempelhof eine Zukunft hat und wenn ja, warum? So fallen auch die vielen Löcher in den Straßen auf. „Tempelhof entwickelt sich behutsam von Pflegestufe I zu Pflegestufe III." Anderseits kann man vielleicht Tempelhof als „Location" auch nach vorne puschen, aber so, dass es die Mutti aus Lichtenrade auch versteht? Im Level 2 könnte ein Festival mit Carolin Reiber und Pastor Fliege veranstaltet werden, damit man sich dann im Jahr 2024 für die „Olympic-Games-Tempelhof" bewerben kann. Ist „Tempelhof" anderswo überhaupt bekannt oder ist dahinter nur ein Regalsystem von Ikea zu vermuten? Der Vertreter der Grünen setzt sich für ein Heim mit emanzipierten Senioren ein und sieht für den Aufbau eines Rudi-Dutschke-Heimes Finanzierungsmöglichkeiten durch Spenden mit einer Überflutung des Stadtteils. Die ufa-fabrik kann dann zum „Roll-In-Kukident-Shopping-Center" werden und bei Beate Uhse werden Thrombosestrümpfe für die „Ü80-Party" gekauft.

Der Kabarettist beginnt seinen schnellen Ritt durch die Politik bei der beliebtesten Politikerin in Deutschland, der „Heiligen vom Damm" und erzählt begeistert, wie sie die „K-Gruppe" Koch, Kanter und Kohl platt gemacht hat.
Papst Benedikt („Wir sind der Papst") kann dann auch als Poster in der Jugendzeitschrift „BRAVO" bewundert werden. So hat das deutsche Volk endlich einen Popstar, der älter als die Rolling Stones ist!
Themen wie Gammelfleisch, Chinas Hinrichtungen und den Organhandel, Sicherheit der Rente, der neue Schriftzug von Hertha BSC mit „DB" und den verspäteten Spielzügen, Parteienfinanzierung, über Dieter Bohlen, der das Brett vor dem Kopf bereits im Namen hat, die Vertreter der katholische Kirche und ihre Moral und die Sendung mit der „Grauen Maus" von Sabine Christiansen werden aufgegriffen.
Besondere Aufmerksamkeit erhält Arnulf Rating, wie er in einer Realsatire die Überschriften der „BILD"-Zeitung betrachtet.

Rating lässt mit seinem „Schandmaul" ein Feuerwerk der spitzen Satire steigen und wechselt gekonnt, schnell und witzig die Rollen. Herzhaftes Lachen seines Publikums ist dem Kabarettisten garantiert, auch wenn einem das Lachen manchmal im Halse stecken bleibt.
Ein langanhaltender kraftvoller Applaus verabschiedet den locker scharfzüngigen Arnulf Rating. Arnulf Rating hat in seinem letzten Auftritt für sein Programm „Reich ins Heim" wirklich das Letzte für Tempelhof gegeben. Die Zuschauer sind fröhlich, beschwingt und blicken optimistisch in die Zukunft.
Die Open-Air-Sommerbühne der ufa-fabrik ist damit eröffnet!

Thomas Moser BerLi-Press für www.lichtenrade-berlin.de

www.rating.de
www.ufafabrik.de

01.07.2007
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Plakat von Seyfried mit Unterschrift von Arnulf Rating  
 

Tango für die ganze Familie

Argentinischer Tango vom Trio "StazoMayor"

Luis Stazo, der Gründer des Tango-Trios „StazoMayor", komponiert gerne für seine Lieben in der Familie einen Tango. Luis Stazo lässt das Berliner Publikum in der ufa-fabrik an den eigenen und fremden, aber neu arrangierten, Werken vom argentinischen Tango teilhaben.
Der Theatersaal im Tempelhofer Internationalen Kultur Centrum ist an diesem schwülen Sommerabend fast bis zum letzten Platz gefüllt. Der grauhaarige rüstige Stazo spielt „Milonga" oder Walzer auf einem Bandoneon, ein sogenanntes Handzuginstrument, das mit Knöpfen an den Stirnseiten bestückt ist. Das Bandoneon hat große Popularität mit der Entwicklung des „Tango Argentino" erlangt. In Europa ist dieses Instrument durch das leichter spielbare Akkordeon abgelöst worden.
Stazo ist schon seit Jahren international unterwegs und in der Tangowelt als „Altmeister des Tangos" bekannt. Coco Nelegatti, als erfahrender Gitarrist, setzt virtuos die Themen um und übersetzt auch witzig die liebevollen spanischen Anmerkungen des Meisters. Das Trio wird vervollständigt von Kaspar Domke, einen jungen talentierten Musiker, der streichend und zupfend die Werke mit seinem Kontrabass betont.
Die Stücke sind sentimental und temperamentvoll, heißen „Don Juan" oder „Linda" und beschreiben schwarze Augen oder weiße Täubchen. Das Blut kam den aufmerksamen Zuhörern nicht nur von den Außentemperaturen zum kochen. Begeistert feiert das Publikum das Trio. Luis Stazo, der seit 2005 ständig in Berlin lebt, freut sich über die ungeteilte positive Resonanz der Gäste.

Thomas Moser - BerLi-Press für www.lichtenrade-berlin.de


Ausführliche Informationen:
www.ufafabrik.de
www.stazomayor.de

16.06.2007
 

Vorschlag für „fourschlag" - Musik Comedy in der ufa-fabrik

Drei freakige Herrn mit Federkopfschmuck betreten Samba trommelnd die Bühne der ufa-fabrik. Die Schlagzeugergruppe lädt unter dem Motto: „Rhythmus trifft Komik" zu ihrem neuen Programm „Schamm" ein. Die aufmerksamen Zuhörer fühlen sich in Marathonzeiten mit fetzigen Trommelgruppen versetzt.

Alles wird bei den adrett gekleideten Anzugträgern zu Schlaginstrumenten. Die Triangel, der Holzstuhl, Schirm und Banane sind nur einige der benutzten „Instrumente".
Mit ganzem Körpereinsatz und einer humorvollen Mimik und Gestik schaffen die drei Künstler es immer wieder wahre Begeisterungsstürme beim Publikum auszulösen. Da können sogar drei Triangeln einheizen! Auch werden die meisten Körperteile zur Perkussionfläche und zum Klangkörper. Flamenco wird auf Konservendosen tanzend dargeboten, Hüpfbälle und Mülltüten werden zum Schlagzeug und Plastikröhren werden zum australischen Didgeridoo.
Alles wird mit schweißtreibender Kraft der Hände und Füße, teilweise mit Mikrofonverstärkung, betrieben. Was manchmal so leichtfüßig und zufällig aussieht, ist perfekte zeitliche Abstimmung und gekonntes Taktgefühl.
Auch machen die drei Künstler aus Berlin keinen Halt vor einer „Taschenlampen-Light-Show" im dunklen Saal. Hier wird beeindruckend die wahre meisterschaftliche Abstimmung und Harmonie deutlich. Das sehr gemischte Publikum hatte einen wundervollen Abend.

Thomas Moser -BerLi-Press-Pressedienst Lichtenrade für www.lichtenrade-berlin.de

Infos auch unter www.fourschlag.de oder www.ufafabrik.de
 
04.05.2007

 

 

Neuköllner Oper feiert Zigeunerhochzeit

Zigeunerhochzeit im multikulturellen Neukölln! „Aleko-Die Zigeunerhochzeit" ist eine Oper in einem Akt von Sergej Rachmaninow, seine erste Oper, und wird in diesen Tagen von der Neuköllner Kulturstätte gefeiert.

Dabei spielt es diesmal keine Rolle, ob nur „politisch korrekte" Formulierungen für Sinti und Roma verwandt werden. Es soll einfach gefeiert werden und Aleko, der nicht alleine feiern will, lädt ein. Dafür hat er acht Musiker und acht Sänger eingeladen.

Der „Opernsaal" in der Neuköllner Karl-Marx-Straße hat sich verwandelt in ein Hochzeitszelt. Mitten im Raum sind kreuzförmig lange Tische, man könnte auch Laufstege sagen, aufgebaut. Diese Art der Bühnentechnik lässt viele Gäste hautnah am turbulenten Geschehen teilhaben.

Künstler empfangen freundlich die Gäste. Im Hintergrund spielt eine „Zigeunerkapelle" temperamentvolle Musik. Die Klischees von einer bevorstehenden Zigeunerhochzeit werden gekonnt liebevoll bedient.

Aber jetzt beginnt die Hochzeit! Die Kapelle wird zum Orchester und die Beteiligten der Hochzeit werden zu Sängerinnen und Sänger, die mit viel Einfühlungsvermögen kraftvoll ihre Stimmen erklingen lassen. Liebe, Triebe und Schmerz, alles was zu einer echten Oper gehört, kann erlebt werden. Für den Klassikliebhaber hörenswert! Für den Liebhaber der etwas leichteren Kost sorgt die kurzweilige Inszenierung. Eine Zuschauerin berichtet später: „Es hat mir sehr gut gefallen, aber ich habe mir etwas eher Operettenhaftes vorgestellt!"

Bei dieser Hochzeit muss die Braut Zemfira auch auf kein Geschenk verzichten. Kaffeemaschine, Pizzaofen, Toaster und Kühlschrank sind natürlich auch vertreten. Der Liebhaber der Braut wird als Tanzbär verkleidet hereingeführt und brennt dann mit ihr durch. Theatralisch will er „Noch einmal küssen". Und es kommt wie es kommen muss! Ein Knall ertönt. Der Bräutigam erschießt die Braut und den Liebhaber. Der Liebhaber besingt verzweifelt seinen Tod: „Ich sterbe".

Auch diesmal hat die Neuköllner Oper für einen kurzweiligen entspannenden Abend gesorgt. Das Haus wird schon seit Jahren betrieben und gibt auch jüngeren Künstlern eine Chance ihr Können darzubieten.


Thomas Moser
„BerLi-Press" für www.lichtenrade-berlin.de

Mehr Informationen unter  www.neukoellneroper.de 

02.02.2007
 

Cluburlaub in der ufa-fabrik - "Echt puffig"!

Die sommerlichen Temperaturen sind wieder erträglich. Das ist die Hoch-Zeit für die Open-Air-Bühne in der ufa-fabrik! Animation pur und das in der alternativen ufa-fabrik? Wer das noch nicht erlebt hat, muss unbedingt die neue Show im Sunset Varieté besuchen. Flitterwochen sind im Ferienclub angesagt und alle machen mit. Auch die machen mit, die schon einmal durch eigene Erlebnisse eines Cluburlaubes total verschreckt wurden.

Der „Käpt´n" und Chefanimateur Marcello Castronari mit seiner Crew versteht es, das Publikum von der ersten Minute an richtig heiß zu machen und findet alles immer „unheimlich puffig".

Robert Woitas, als frisch vermählter Gatte, beansprucht die Lachmuskeln mit seinem Wortwitz bis zum äußersten. Selbst wenn es nur so „kalauert", seine Gags wirken nicht nur platt, sondern kommen spritzig über die Rampe. Das ganze Premierenpublikum kreischt und ist begeistert. Er versteht es aber auch, selbst die Club-Mediation zum Erlebnis werden zu lassen. Sein angetrautes Honeymoon-Glück Dorice Arsenopoulou zelebriert am Vertikalseil in luftiger Höhe tollkühne Akrobatik und kann nicht nur das „kleine pfiffige Frauchen" überzeugend darstellen.

Wenn Kurzweil einen Namen hätte, wäre dieser sicherlich „Sunset Varité"! Die einzelnen Acts waren ganz natürlich und überzeugend in die Rahmenhandlung der Flitterwochen im Clubhotel eingebunden. Lutz und Moritz, die Jungs von der Rezeption, jonglierten mit Keulen, Flaschen und Cocktails. Der Page, ein wahrer Künstler mit dem Diabolo, Jewels Good, als schlafwandelnde Urlauberin, schluckt Schwert und Kleiderbügel, Tobias Wegner auf dem Trampolin zeigt wie man richtig schwimmt und Elena Tsoukanova kann die Hula-Hoop-Reifen bezaubernd in Schwingungen versetzen. Das ganze wird gekrönt durch launige aber auch jazzige Musik  unter Leitung von Castronari, der nicht nur moderiert, sondern auch mit Robert Woitas und Dorice Arsenopoulou die Idee dieses Programms hatte und auch Regie führt. „Es stimmt alles!", war in der Pause an der Bar zu hören.

Die Jongleure verteilen Ihre Cocktails im Publikum und ein letztes tanzendes Schlußbild mit allen Mitwirkenden ist zu sehen. Als die Show zu Ende ist wird kein trübsinniges Gesicht mehr entdeckt und jede Müdigkeit scheint wie weggeblasen.

Sunset Varité hat hundertprozentig überzeugt und kann ohne Einschränkung empfohlen werden! „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie aber bitte Ihren Arzt oder Apotheker!"

 

Thomas Moser - Pressedienst Lichtenrade (Text und Fotos)

03.08.2006

 

 

Schwäbisch für Anfänger und Fortgeschrittene

Musik-Kabarett in der Tempelhofer ufa-fabrik ist nicht´s außergewöhnliches. Texte die ein hochdeutschsprechender Mensch gar nicht oder nur manchmal versteht sind jedoch sicherlich selten.
Der Wahlberliner Mic Schall tritt mit dem Programm „Das große Schwabensolo-Songs für Schwaben und Mitfühlende" an und begeistert Schwaben und andere Musikfreunde. Die besonderen Feinheiten der schwäbischen Texte sind nur vom schwäbischen Publikum, dass durchaus auch vertreten ist, identifizierbar. Da wundert sich mancher „Hochdeutschtler", worüber da gerade gelacht wird. Schwäbische Lebensart wird mit einer tief verwurzelten Heimatliebe aufs Korn genommen.
Aber das wirklich bestimmende ist die meist mitreißende Musik und eine gut ausgebildete Stimme von Mic Schall. Schall erzählt und singt von der Lebensart der Schwaben. „Schaff was!", „Luscht haben", aber auch die „Spüle von Karin" vermitteln Weisheiten über ein Leben von Schwaben. Aber auch die sprichwörtliche Sparsamkeit der Schwaben wird aufs Korn genommen: „Kann nix wegschmeise, muß i aufhebe". Die Nicht-Schwaben erhalten eine Unterweisung in Schwäbisch und lernen so den tieferen Sinn von „Rad ra dra" (Fahrrad runter tragen) zu verstehen.
Die Berliner Gäste werden entschädigt, als die „Lobgesänge" über den Heimatbezirkes Moabit erklingen. Die musikalische Reise tritt Schall dann von Stuttgart („Bei uns Dahoim"), wo „das Schätzle a Plätzle auf de Luftmaträtzle" hat , über China (gesprochen Kina), Brasilien mit seinem Samba und Russland an. Sprachlicher Witz und perfekte Musik, dass ist das Rezept von Schall mit seinem Pianisten.
Die fetzigste Zulage, eine Interpretation von Nina Hagens Song „Du hast den Farbfilm vergessen", begeistert das Publikum. Am Schluss ruft Schall, der mit seinem ersten Soloprogramm den Gästen zwei Stunden Entspannung brachte noch ein fröhliches „Adele" zu!
Der Besuch lohnt sich!

Thomas Moser -Pressedienst Lichtenrade
14.09.2006
 

Shakespeare aus dem Rahmen gefallen

Besonders an den warmen Sommerabenden ist der Sommergarten der ufa-fabrik in der Tempelhofer Viktoriastraße sehr beliebt. Die bunte Altersmischung bei der neuen Premiere wird besonders dadurch geprägt, dass zwei Schulklassen in Berlin zu Besuch sind und dabei Shakespeare mal etwas anders genießen wollen.

Der Freiburger Kabarettist, Pantomime und Schauspieler Bernd Lafrenz hat sich schon acht mal an Shakepeare, den er auch sehr verehrt, herangewagt. Nach seinem Erfolg im letzten Jahr mit „Romeo & Julia - frei nach Shakespeare", ist er nun das zweite Mal diesmal mit neuem Programm zu seiner Berlinpremiere  „Ein Sommernachtstraum - frei nach Shakespeare" in der ufa-fabrik. Lafrenz als exzellenter Shakespeare-Kenner versteht es mit minimalem Bühnenbild die Zuschauer mit Wort und Bild zu fesseln.

Auch die junge Frau aus dem Publikum die zugibt, dass sie von Shakepeare noch nichts gelesen oder gesehen hat, ist begeistert: „Ein Stück das über 400 Jahre alt ist kann ja immer noch interessant und witzig sein!"

Tatsächlich schafft es der geborene Kieler, dass wichtige Literatur verständlich wird für jeden Zuschauer. In dieser alten Liebesgeschichte steht Athen Kopf, die Figuren treten aus den Rahmen und sprengen diesen auch zeitweise und erzählen eine Geschichte von Hochzeit und Liebe, der widerspenstigen Hermia, die doch Lysander liebt, die jedoch Demetrius versprochen ist, den wiederum die schöne Helena begehrt. Er versteht auch das Publikum einzubeziehen, um das Markttreiben in Athen nachvollziehbar zu machen. Die Rahmen sind  bei Lafrenz gleichzeitig Bühnenbild und die Chance zum schnellen Rollenwechsel.

Shakespeare wird vom Künstler mit einer Leichtigkeit, Humor und großer Ausdruckskraft dargeboten, die das zuhören nicht langweilig macht.

Übersetzt könnte man auch sagen, ein Besuch lohnt sich und ist wie ein guter, alter Wein, der aber noch die nötige Spritzigkeit aufweist.

 

Thomas Moser 19. Juli 2006

 

Wer Stimme hören will, geht zu Annette Kruhl

Im Sommer kehrt wieder Leben in die Tempelhofer „ufa-fabrik" ein. In der Viktoriastraße in Tempelhof, direkt am Teltowkanal hinter dem Finanzamt, findet man die Kulturinstitution des Bezirkes.

Menschen sitzen in lauer Abendluft im Restaurant, trinken ihr Bier und essen ein kleines Häppchen. Die Spatzen haben auch ihre Freude an den Speisen. Um acht Uhr kommt Bewegung in den Garten.

Die Premiere von Annette Kruhl beginnt gleich. Das Programm kündigt Musikkabarett an. „Frauen sind auch nicht besser", heißt das neue Solo-Programm.

Die „Frau am Klavier" beginnt mit Power und hält dies den ganzen Abend durch. Die Kraft der Stimme, wie eine Röhre, dringt durch Mark und Bein. Lieder und Chansons ohne Ende. Die meisten Füße wippen mit. Meisten laute, aber auch  gefühlvolle leise Töne sind zu hören.

Mit ausschließlich eigenen Texten ist der Abend bestückt. „Wer ist weniger doof? Frau oder Mann?" - Annette Kruhl versucht eine Antwort zu finden. Aber Kruhl stellt auch „Untersuchungen" an, wie man vom Namen der Kinder auf die Eltern schließen kann.

Wie ein Wasserfall, ohne Punkt und Komma, kann die Ostwestfälin über Kommunikationsprobleme im Alltag berichten und schwärmt von bayerischen Männern: „Vital, brutal und potent". Die „Rolle der Mutter" und die Bahn-Auskunft sind weitere Themen. „Bunt wie der Alltag halt ist" schwärmt ein Besucher.

Ein Energiebündel war auf der Bühne im gemütlichen Wolfgang-Neuss-Salon zu sehen. Die Wahlberlinerin schafft es, dass die letzte Frühjahrsmüdigkeit aus den Knochen vertrieben wird!

 

Thomas Moser (Online-Pressedienst-Lichtenrade für www.lichtenrade-berlin.de)

  

Wer mehr wissen möchte:

www.annettekruhl.de und www.ufafabrik.de

11.05.2006
 

Sondergastspiel von Murat Topal in der ufa-fabrik

„Herr Topal, Sie wollen doch noch was werden!?"

... so hört sich der Vorgesetze von Polizist Murat Topal an!

Murat Topal gibt sich in der ufa-fabrik die Ehre mit „Getürkte Fälle"

Die Kurzbiografie könnte sich so lesen:

Murat Topal, 1975 geboren, Neuköllner -spricht aber trotzdem einwandfrei deutsch, Türkischer Vater, Deutsche Mutter, ein „wirklicher" Polizist im „normalen" Leben in Kreuzberg (z.Zt. freigestellt), Comedy-Durchstarter seit 2004 eher 2005, Gastauftritte im TV, so richtig mit eigener Show in der Tempelhofer „ufa-fabrik" -6 Wochen ausverkauft- ins Geschäft gekommen, Tourneen durch Deutschland und jetzt eine Woche noch mal in der „ufa-fabrik" und bald im „Quatsch-Comedy-Club"

 

Wer oder was ist Topal?

Topal, ein eher ruhiger und liebenswerter Mensch und Polizist, kann sich wunderbar in die unterschiedlichsten Rollen begeben: als Rapper, Breakdancer und Bauchtänzerin mit echten körperlichen Fähigkeiten, als Norddeutscher und Bayer, als Nachbar vor dem Türspion oder türkischer Hausmeister und Gemüsehändler, als den Berliner Typen Pausulke, den Flugbegleiter der besonderen Art, Undercover im Tanzlokal, in Texas oder Russland im Austauschprogramm oder in der Karibik im Urlaub oder, oder...

Topal trifft immer den richtigen Ton, aber auch die richtigen Zwischentöne. Murat Topal hat  den Menschen genau auf das „Maul" geschaut!

Sprüche wie „Döner mach schöner" und „Keine Rinder beim Inder" mögen zwar ein wenig platt sein, aber platt ist doch auch mal schön! Sicherlich ist Topal nicht für intelligente Hochgeister der Überflieger, aber sein Humor ist grundsolide und bodenständig!  Deutsch-Türkisches solides Comedy! Von Topal wird man sicherlich noch einiges (sicherlich gutes) hören.

Für seine Mutter ist es immer noch ein Wunder, dass der schüchterne Junge von früher jetzt ein Comedian ist und hunderte Zuschauer unterhält, erzählt Topal in einem Interview. Die Zuschauer haben jedenfalls ihre Freude daran!

Thomas Moser -Online Pressedienst Lichtenrade-

 www.lichtenrade-berlin.de

04.05.2006
 

Die Swing-Ladies in der ufa-fabrik

Die ufa-fabrik lädt ein und Alle kommen. Das künstlerische Programm kann sich mal wieder sehen lassen. So laden bis zum 25.Februar die Swing-Ladies Frollein Sutter und Frollein Richter im Varietésalon zu einen "Liederabend" der besonderen Art ein. Mit blauen Perücken erobern sie die Herzen des Publikums.

Gabi Sutter, die Schauspielerin, Sängerin und Komikerin, bringt mit witzigen Texten aus eigener Feder das Publikum zum schmunzeln. Eine Dame im Publikum raunt zu ihrer Begleitung so etwas wie "Männerfeindlich". Die anwesenden Männer scheinen es eher gelassen und ausgelassen hinzunehmen. Aber wer näher hinhört bekommt sowieso mit, dass der kritische Blick auf die Männer wie ein Spiegel für die Frauen ist. Hier bekommt jede und jeder sein Fett weg!

Neben witzigen Ausführungen zum „IKEA-Syndrom" (braune Strechcordhose, Holzfällerhemd und Feinrippunterhose), gibt es auch ein abwechslungsreiches Liederprogramm. Im Ruhrpott-Platt wird da die „Wanne-Eickel-Matrone" vorgestellt, der Fußpilz (Originalsong: „Fever") des Traumlovers gehuldigt und der "Fremde in der Nacht ("Die Wampe und dein Doppelkinn und selbst das volle Haar ist hin") besungen. Wenn der Gesang der Sutter zur Röhre wird sieht man, welche Kapazitäten in ihr stecken. Gabi Sutter´s Vita umfasst ein faszinierendes Spektrum, welches die Mitwirkung bei Film und Fernsehen, in Musicals und seit dem Jahr 2000 auch etliche eigene Produktionen sowie diverse Bucherscheinungen und vieles andere umfasst.

Die Pianistin Nicolette Richter bleibt anfangs still im Hintergrund. Diese Coolness gepaart mit schelmigen Augenaufschlag setzt Richter jedoch gezielt und wirkungsvoll ein. Zu wahrer Größe entwickeln sich die Beiden, wenn das gemeinsame Spiel und der Gesang miteinander eine besondere Qualität und Heiterkeit vermittelt. So kann man dann beim Song „Hallo Sandmann" ein kräftiges Kribbeln spüren, dass dann fast zur Gänsehaut wird.

Hier hat sich ein schönes Bühnenpaar gefunden, die Beide auch für sich allein schon sehenswert sind. Ein schöner Abend!

 

Online-Pressedienst-Lichtenrade/Thomas Moser


Ufa-fabrik, Viktoriastraße 10/18, 12105 Berlin (U Ullsteinstraße) Tel: 75 50 30

Mittwoch bis Samstag, 1. bis 25.2., Beginn jeweils um 20.30 Uhr; Mi und Do, 11 €, Fr und Sa 14 €, erm. 12 € (Varietésalon)

www.gabi-sutter.de

www.ufafabrik.de

02.02.2006
 

Steuerfahnder Siegmund von Treiber in der ufa-fabrik

Der Steuerfahnder Siegmund von Treiber möchte den Steuersumpf der ufa-fabrik-Besucher durch die Beanspruchung der Lachmuskeln austrocknen.

Dies ist in vollem Umfang gelungen! Der Abend war ein grandioser Erfolg!

Der Comedian Chin Meyer, bekannt von „Pump Duck and Circumstance", stellt den Steuerfahnder dar.

Treiber klärt umfänglich und mit viel Humor über Steuern auf. Mit scharfer Zunge, aber intelligentem Witz, nimmt er alles auf die Schippe, was das Thema bietet. Er stellt Passiv-Raucher als Steuerhinterzieher dar und kann sich eine Razzia durchaus als Event vorstellen. Aber auch Kampfjets der Bundeswehr bei der Schwanensuche zur Bekämpfung der Vogelgrippe sind in Treibers Vorstellungswelt. Der neue Papst („Seppel I"), genervt von den Schwulen die er gerne exkommunizieren würde, hätte dann wohl aber Probleme. „70% aller katholischen Gemeinden hätten dann keinen Priester mehr" lästert Treiber.

Das Publikum wird an vielen Stellen unverkrampft einbezogen. Es entsteht keine Minute der langen Weile. Doch erstaunt ist man dann, wenn der trockene Finanzbeamte anfängt zu singen. Dies ist durchaus ein Ohrenschmaus.

Die Glanzleistung des Programms ist aber die Improvisation. Er lässt sich zu Themen Stichworte geben und verpackt diese in ein durchaus niveauvolles Lied. Auch die Stilrichtung für das Lied wird ihm zugerufen. So kann der Besucher Chin Meyer und seinen Pianisten bei Musik- und Wortimprovisationen zum Beispiel beim Jazz erleben.

Eine gute Empfehlung ohne Einschränkung!

Der Ort für dieses Programm konnte auch nicht besser gewählt sein. Das Finanzamt Tempelhof befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft der ufa-fabrik.

Online-Pressedienst-Lichtenrade/Thomas Moser


http://www.chin-meyer.de/

www.ufafabrik.de

23.02.2006
 
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