Lovesick in der Neuköllner Oper
Uraufführung am 11. März 2010
Lovesick in der Neuköllner Oper
Ein Taumel von Sommer Ulrickson und Moritz Gagern
Inszenierung: Sommer Ulrickson Musik: Moritz Gagern Choreographie: Sommer Ulrickson und wee dance company Ausstattung: Alexander Polzin, Nicola Minssen, Musikalische Einstudierung: Jens Karsten Stoll ʝ Dramaturgie: Bernhard Glocksin
„Wie die meisten Krankheiten kann sich das Syndrom in leichter, mittelschwerer oder schwerer Form manifestieren. Es kann akut oder chronisch verlaufen. Es kann spontan auftreten und spontan wieder ausheilen. Es kann aber auch einen fatalen Verlauf nehmen.“ (Dr. Kaspar Wolfensberger, Psychiater)
Sie war perfekt ausgebildet: eine ausgewiesene Spezialistin in elektronischer Kriegsführung mit einem Master in Luftfahrt - und einem Diplom in Raumfahrttechnik. Nach zwei Jahren harter Ausbildung bestieg sie die Fähre ins All am 4. Juli 2006. Als Astronautin war sie mit hochkomplexen Aufgaben befasst, Probleme gab es keine. Und dennoch war ihr erster auch ihr letzter Raumflug - Lisa Nowak unterlag an unerwarteter Front: Verheiratet und Mutter von drei Kindern, verliebte sie sich in einen Astronautenkollegen, der zudem eine Liebesbeziehung zu einer weiteren Kollegin unterhielt.
Liebeskrank, mit Pfefferspray in der Tasche und auf eine Nonstop – Tour eingerichtet fuhr Lisa Nowak ihrer Konkurrentin 1500 km ohne Pause hinterher und wurde nach ihrer gewaltsamen Attacke auf USAF-Captain Shipman verhaftet.
Ein Spezialistenteam um Sommer Ulrickson und die wee dance company haben sich einer vollkommen unterschätzten menschlichen Fehlbildung angenommen, der in medizinischen Lehrbüchern und philosophischen Traktaten beschriebenen Krankheit der Liebe.
Mit Musik und neuen Liedern von Moritz Gagern, die das ganze Spektrum liebeskranker Musik vom Choral bis zum zeitgenössischen Song aufgreifen, begeben sich drei singende Tänzer und zwei tanzende Sängerinnen auf eine körperlich-musikalische Entdeckungsreise in die Gefahrenzone der größten denkbaren Pandemie, die unsere Spezies zu dem macht, was wir sind. Vermutlich.
Uraufführung Donnerstag, 11. März 2010, 20.00 Uhr
Spieltermine 11.,13.,14.,18. – 21.,25./26. März sowie 1.-3. April, 20 Uhr sowie auf dem internationalen Festival „OpenOp“ am 17. und 18. April, jeweils um 21 Uhr
Spielort neuköllner oper, Karl-Marx-Str. 131-133, 12043 Berlin
Verkehrsanbindung: U 7 - Karl-Marx-Straße, S 41/42/46/47 – Neukölln, Bus 104
Karten 9-21 Euro, Vorbestellung unter 030 / 6889 0777, unter tickets@neukoellneroper.de
sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen
neuköllner oper • Karl-Marx-Str. 131-133 • 12043 Berlin • Tel: 030/68 89 07-0 • Fax: 030/68 89 07 89 •
info@neukoellneroper.de www.neukoellneroper.de
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