Neuköllner Oper: BRACHLAND. Geschichten vom Nichts...ab Ende August 2010

BRACHLAND. Geschichten vom Nichts

von Matthias Rebstock, Tilman Rammstedt und Michael Emanuel Bauer

mit dem Ensemble leitundlause

Text: Tilman Rammstedt und Matthias Rebstock  Musik: Michael Emanuel Bauer  Inszenierung: Matthias Rebstock  Bühne: Sabine Hilscher, David Reuter, Sabine Beyerle  Kostüm: Sabine Hilscher  Projektionen: David Reuter, Sabine Beyerle  Elektronik: Hannes Strobl  Choreinstudierung: Matthias Bartsch  Dramaturgie: Bernhard Glocksin  Projektkoordination / Recherche: Anja Fiedler

 

Während in Berlins Mitte die letzten Brachflächen zugebaut werden und den Luftschlössern eines neuen, aufgeräumten Berlins Platz machen müssen, schrumpfen drum herum die Städte und lassen riesige urbane Brachflächen entstehen, werden ganze Dörfer von der Außenwelt abgehängt oder verschwinden ganz von der Landkarte. Die Ideologie des permanenten Wachstums weicht einer Kunst des Schrumpfens.

Im Zentrum des Abends steht der kleine Treck unerschrockener „Raumpioniere“, die der Stadt den Rücken kehren, um auf dem Land ihre Projekte zu verwirklichen. Sie denken urban, sind global vernetzt - und bringen die Bio-Produkte mit dem Auto aufs Land, weil es die dort nicht zu kaufen gibt. Die acht Performerinnen von leitundlause schlüpfen in unterschiedlichste Rollen, preisen als Maklerinnen Wohnprojekte an, agieren als Experten für Stadtplanung und ländliche Entwicklung, beschäftigen sich mit den Problemen der creatio ex nihilo, üben sich in Langeweile und Müßiggang, erfinden Projekte über Projekte und begeben sich so auf die Suche nach dem Modell für ein neues Leben.

Die Musik setzt an der romantischen Naturauffassung, die schon immer eine Projektion der Städter war, an und spannt von hier aus einen weiten Bogen, vom Pionierhaften in der Musik von Charles Ives und Morton Feldman über die musikalische Rhetorik des Neuen, etwa in der ‚Sinfonie aus der Neuen Welt’ oder der Werbemusik der 60er Jahre, bis hin zur Musik deutscher Westernfilme und neu arrangierter Songs.

Nach Geschichten aus dem Plänterwald und Referentinnen. Geschichten aus der zweiten Reihe bringen das Ensemble leitundlause und die Neuköllner Oper das Schlussstück ihrer gemeinsamen Berlin-Trilogie heraus, das diesmal die Entwicklung von Stadt und Land und das Leben nach dem Ende der Wachstumsgesellschaft unter die musiktheatrale Lupe nimmt.

Premiere...Donnerstag, 26. August 2010, 20.00 Uhr

 

Spieltermine:           26. und 28./29. August sowie 2.-5., 9.-12. und 16.-19. September 2010 um 20 Uhr                            

                                            Bauhausbühne (Dessau – Roßlau): 1. und 2. Oktober 2010 um 20 Uhr

Karten                     Neuköllner Oper: 9-21 Euro, Vorbestellung unter 030 / 68 89 07 77 oder tickets@neukoellneroper.de               

                                            sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen

                                            Bauhausbühne: 10, erm. 7 Euro, Vorbestellung unter 0340 / 6508 250    oder service@bauhaus-dessau.

neuköllner operKarl-Marx-Str. 131-133 • 12043 Berlin • Tel: 030/68 89 07-0 • Fax: 030/68 89 07 89 •

info@neukoellneroper.de www.neukoellneroper.de

 

 

Ein breites Bündnis von Demonstranten versuchte den Bundesparteitag von „Pro Deutschland“ im Rathaus Schöneberg zu verhindern!

Berlin-Schöneberg 17. Juli 2010

Am heutigen Samstag fand der Bundesparteitag der als rechtspopulistisch und islamkritisch geltenden Gruppierung Bewegung „Pro Deutschland“ im Rathaus Schöneberg statt. Dies sollte auch der Startschuss für den Berliner Ableger „Pro Berlin“ im Hinblick auf die Senatswahlen 2011 sein.
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Das Bezirksamt musste nach der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes Räume für diese Gruppierung zur Verfügung stellen. Ein breites Bündnis von Demokraten, demokratischen Parteien und Gewerkschaften haben sich getroffen, um den Zugang zum Rathaus Schöneberg zu blockieren. Es kamen einige Hundert Menschen und versuchten die Zugänge rund um das Rathaus dicht zu machen.
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Die Einsatzeinheiten der Polizei haben versucht den Teilnehmern des Parteitages Zugang zu verschaffen. In der Salzburger- /Ecke Badenschen Straße verhinderten Demonstranten u.a. mit einer Sitzblockade den Zugang einiger „Pro Deutschland“-Aktivisten.
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Im Tagespiegel heiß es dazu: “In der Salzburger Straße standen sechs Parteitagsdelegierte dicht gedrängt an einer Hauswand. Um sie zu schützen, setzte die Polizei auch Pfeffergas ein.“ Nach längerer Zeit brachte sie die Polizei dann in Mannschaftswagen von diesem Ort weg. Weiter führt der Tagesspiegel aus: “Einer der unter Polizeischutz ins Rathaus begleiteten Rechten ist der in Zehlendorf lebende schwedische Millionär Patrik Brinkman. Verfassungsschützern galt der Ex-Anhänger der rechtsextremen Deutschen Volksunion lange als treibender Mann hinter „Pro Deutschland“. Ein Podiumssprecher der Gegendemonstration verwies auf die Gefahr der Gruppierung, die als „ganz normale Menschen in grauen Anzügen und nicht in Springerstiefeln daherkommen.“
In der Präambel des Programms von „Pro Deutschland“ heißt es „Die Bürgerbewegung pro Deutschland versteht sich als politische Vereinigung von Menschen, die den abendländischen Charakter Deutschlands bewahren wollen.“ In ihrem Programm wird das härte Durchgreifen gegen integratitionsunwillige Ausländer gefordert und immer wieder wird der „Law and Order“-Staat gefordert. Der multikulturellen Gesellschaft wird das Scheitern bescheinigt.
Viele Demonstranten forderten lautstark „Nazis raus!“ Dem Vernehmen nach wurden zwei Demonstranten wegen Verstoßes gegen das Vermummungsverbot vorübergehend in Gewahrsam genommen. Zwei Polizisten seien leicht verletzt worden, hätten aber weiter ihren Dienst versehen können. Die Demonstrationen verliefen ansonsten weitestgehend friedlich.
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Auch Klaus Wowereit hatte zu der Kundgebung aufgerufen. Er wurde jedoch nicht unter den Teilnehmern gesehen. Gesichtet wurden, zumindest zeitweise, Vertreter aller Parteien und auch Stadträte aller Parteien des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg. Die  SPD, Die Grünen und Die Linke waren mit Parteiständen vertreten. Die Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert (SPD) nahm auch an der Kundgebung teil. Der bekannte Dr. Motte -Techno-Diskjockey- versuchte Blumen an die Polizei zu verteilen (2 letztes Foto).

Thomas Moser (auch Fotos)  –BerLi-Press- www.berli-press.de

Auf der Website der SPD-Tempelhof-Schöneberg heißt es u.a.:

Kein Fußbreit den RassistInnen – kein Bundesparteitag von „Pro Deutschland“ im Rathaus Schöneberg!

„Hierzu hat der Landesparteitag der SPD am 26.06.2010 beschlossen:

„Unter dem Deckmantel von Islamkritik, Frauen- und BürgerInnenrechten versucht die selbst ernannte Bürgerbewegung „pro Deutschland“ einen rassistischen Konsens in Berlin gesellschaftsfähig zu machen. „pro Deutschland“ – eine Koalition aus „geläuterten Nazis“, RassistInnen und SozialdarwinistInnen – will ihren Ableger „pro Berlin“ bei ihrem Bundesparteitag in Berlin am 17. Juli in Startposition für die Abgeordnetenhauswahl 2011 bringen. Zusammen mit rassistischen Parteien wie Vlaams Beelang, Lega Nord, FPÖ sowie in einer Reihe im Pax Europa, anderen Pro- Bewegungen und Freien Wählervereinigen, mit MoscheegegnerInnen wie der Interessengemeinschaft Pankow- Heinersdorf Bürger (IPAHB) hetzen sie gegen MigrantInnen und fantasieren den Untergang des „christlich- jüdischen Abendlandes“ durch eine „schleichende Islamisierung“ Europas herbei. Ihr Konstrukt eines exklusiv „christlich- jüdischen Abendlandes“ zielt mit rassistischen Argumenten darauf ab, über das Feindbild Islam, MigrantInnen auszugrenzen. Sozioökonomische und politische Aspekte werden als kaum zu überwindende kulturelle Modelle verschleiert und der Islam als eine Art Vehikel benutzt, um soziale Ausgrenzung, Diskriminierung und Sicherheitswahn mit dem Grundrechteabbau zu legitimieren. Wir nehmen die Propaganda der RassistInnen als das was sie ist: einen gezielten Angriff auf ein gleichberechtigtes Zusammenleben aller Menschen – unabhängig von Religion und Herkunft. Solcherlei Angriffe werden wir als SPD niemals dulden. Deshalb rufen wir die Mitglieder unserer Partei sowie die Bürgerinnen und Bürger Berlins dazu auf, sich am 17. Juli gemeinsam mit uns am Rathaus Schöneberg gegen die Versammlung „pro Deutschland“ zu stellen. Kein Platz für RassistInnen – weder in Schöneberg, noch anderswo.“

 

Im Tempelhofer Park startet das „radioeins Rollfeld“

 

...ein Trainingstreff für Skater, initiiert von SCC-Skating, rbb und die Grün Berlin GmbH

SCC-Skating, radioeins und Grün Berlin und bringen den Feierabend ins Rollen! Ab dem 19. Juli sind alle Skater, Roller und Blader immer montags eingeladen, unter professioneller Anleitung von Trainern des SCC durch den Tempelhofer Park zu gleiten.

Einsteiger können richtig skaten lernen. Alle, die schon etwas mehr Erfahrung haben, sind zu einem gemeinsamen Training eingeladen, gute Tipps gibt es inklusive. Die Teilnahme am Trainingstreff ist kostenfrei, es können vor Ort sogar Helme und Skates geliehen werden (auf dem radioeins Rollfeld besteht Helmpflicht). Für Marathonskater ist die gemeinsame Vorbereitung auf den weltweit größten Skatermarathon, den 37. real,- BERLIN-MARATHON am 25. September 2010 das Ziel.

Das „radioeins Rollfeld“ findet vom 19. Juli bis zum 20. September immer montags zwischen 18 - 20 Uhr statt. Treffpunkt ist in der Nähe des Biergartens im Norden des Tempelhofer Parks. Der nächstgelegene Eingang ist der Haupteingang Columbiadamm.

Weitere Informationen finden Sie unter www.scc-skating.com oder unter www.gruen-berlin.de.

 

VibeZ – Tanz, Theater, Akrobatik Open Air in der ufaFabrik

Zur Eröffnung der Open-Air-Saison bietet die ufaFabrik mit „VibeZ“ (sprich Vaibs) eine frische und moderne Show junger Künstler aus Berlin. Sie kommen aus Asien, der Karibik, Südamerika, Europa und haben sich in Berlin getroffen. Unter dem Motto: „Sieben Tänzer und Akrobaten tanzen das Lebensgefühl junger Großstädter“ zeigen die Künstler mit viel Temperament und Einfühlungsvermögen ihre Tanz- und Akrobatikeinlagen.

In der Show in der ufaFabrik faszinierten nun 8 junge Menschen, 2 Frauen und 6 Männer mit vielen Tempi-Wechsel das Publikum. „Dynamik, Atmosphäre, Stimmungen - VibeZ ist eine urbane, junge Show, energiegeladen, poetisch, furios“ heißt es in der Programmankündigung. Die Erwartungen werden alle erfüllt!

Es ist schön mit anzusehen, wie die Künstlerinnern und Künstler erfrischend, witzig und fast frech ihre verschiedensten Künste darbieten. Treffend wird das Programm beschreiben: „Tanzend, wirbelnd, in einer mitreißenden Komposition aus Technik und Sinnlichkeit, ausdrucksstarken Luftdarbietungen und kraftvoller Akrobatik entwickeln die jungen Künstler Szenen alltäglicher Begebenheiten. Ihre Themen sind die Hektik der Großstadt, Konflikte und Gewalt ebenso wie Spaß und Leidenschaft.“

Die manchmal experimentelle Musik spricht eher das junge Publikum an. Alle Zuschauer, ob jung oder alt, lassen sich aber von den anspruchsvollen und lebensbejahenden Darbietungen in den Bann ziehen: „VibeZ bietet hochwertige Tanzkunst und jede Menge Spaß an Bewegung!“ Mit einer gelungenen Kombination von Breakdance, Pantomime, Akrobatik, HipHop, Beatboxing und Seiltanz begeistern die jungen Künstler das Premierenpublikum in der bis zum letzten Platz gefüllten Arena in Berlin-Tempelhof. Bei hochsommerlichen Temperaturen ist der ufaFabrik mit „VíbeZ“ ein guter Open-Air-Auftakt gelungen.

Thomas Moser –BerLi-Press (www.berli-press.de)

Die Tänzer: Cem Özdemir aka Jimmy, Alessandro Di Sazio aka Dro, Jerome Granzow aka J, Déborah Dorzil aka Daybee, Daniela Kahl aka Dany Der Musiker: Neves aka Neves Die Akrobaten: Angel Caycedo aka Angelito (Seilartist),  Tim Schneider aka Tim (Tuchakrobat und Tänzer)

Regie: Maximilian Rambaek

Produktion: Cem „Jimmy“ Özdemir und Reinhard Bichsel

Link:
http://www.youtube.com/watch?v=nzbX9fCiXH4

Mi-Sa, 14.-17.7.,  Di, 27.7. Do-Sa, 29.-31.7.
Beginn: 20:30
Eintritt: 19,-/15,-
Open-Air-Bühne im überdachten Sommergarten

www.ufafabrik.de

Ein weiterer Premierenbericht von Paper Press:
http://www.paperpress.org/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=1207&mode=thread&order=0&thold=0

 

ufaFabrik: Kiezgeschichten - Ein echt Berliner Mix

Programm Feb – März 2006

 

 Im Rahmen des SunsetFestivals präsentiert die ufaFabrik in Berlin-Tempelhof vom 4.8. bis 28.8.

Kiezgeschichten - Ein echt Berliner Mix

Mit: Murat Topal, Kay Ray, Sammy Tavalis, Evi & das Tier, Timo Wopp, Nils Heinrich, Nikolic und AssDur

Eine Liebeserklärung an die Stadt!
 Mi-Sa, 4.-28.8.Beginn: 20:30 Uhr | Eintritt: 19,-, erm. 15,- Euro

Open-Air-Bühne im überdachten Sommergarten

Neue Kiezgeschichtengehen in Serie! Neun Comedians präsentieren einen bunten Reigen schräger Kiezhelden, urkomischer Begebenheiten und echtem Berliner Mutterwitz.

Wenn der Berliner von seiner Stadt spricht, dann spricht er in Wirklichkeit von seinem Kiez. Denn der Kiez und dessen Eckkneipe ist des Berliners angestammter und natürlicher Lebensraum. Hier ballen sich alle Schrulligkeiten und Seltsamkeiten dieser Welt – inklusive die der Nachbarn und Familienmitglieder. Nur sich selbst hält der Berliner Kiezbewohner stets für völlig normal.

Neue Kiezgeschichten Open-Air im lauschigen Sommergarten - Eine Liebeserklärung an die Stadt!

Mi-Sa, 4.-28.8. | Beginn: 20:30 Uhr | Eintritt: 19,-, erm. 15,- Euro | Open-Air-Bühne im überdachten Sommergarten

Line up:

4.8.: Kay Ray, Murat Topal, Sammy Tavalis, Evi & das Tier

5.8.: Kay Ray, Murat Topal, Sammy Tavalis, Evi & das Tier

6.8.: Kay Ray, Murat Topal, Sammy Tavalis, Evi & das Tier

7.8.: Kay Ray, Murat Topal, Nikolic, Evi & das Tier

11.8.: Kay Ray, Murat Topal, Sammy Tavalis, Timo Wopp

12.8.: Kay Ray, Murat Topal, Sammy Tavalis, Timo Wopp

13.8.: Kay Ray, Murat Topal, Nikolic, Timo Wopp

14.8.: Kay Ray, Murat Topal, Nikolic, Timo Wopp

18.8.: Kay Ray, Murat Topal, Nikolic, Nils Heinrich

19.8.: Kay Ray, Murat Topal, Sammy Tavalis, Nils Heinrich

20.8.: Kay Ray, Nikolic, Sammy Tavalis, Nils Heinrich

21.8.: Kay Ray, Nikolic, Timo Wopp, Nils Heinrich

25.8.: Murat Topal, Nikolic, Sammy Tavalis, AssDur

26.8.: Kay Ray, Murat Topal, Sammy Tavalis, AssDur

27.8.: Kay Ray, Murat Topal, Sammy Tavalis, AssDur

28.8.: Timo Wopp, Murat Topal, Nikolic, AssDur

www.ufafabrik.de

 

Tine Kindermann – Volkslieder „schamlos schön“ in der ufaFabrik

Berlin-Tempelhof 5. Juli 2010

„Schamlos schön“ - Deutsche Lieder aus fünf Jahrhunderten

Nach dem Folk- und Weltmusikfestival in Rudolstadt gab Tine Kindermann ihr erstes und (leider) einziges umjubeltes „Schamlos schön“ - Berlinkonzert in der ufaFabrik.

Die Berlinerin lebt seit 15 Jahren als bildende Künstlerin in New York und hat sich mit Installationen von deutschen Volkssagen und Grimm’schen Märchen beschäftigt. In ihrem neuen Projekt nähert sie sich dem Thema musikalisch: „Ich hatte keine andere Wahl. Die Lieder arbeiten in mir.“

Das Konzert und die CD sind eine ganz besondere Volksliederinterpretation. Tine Kindermann schafft es mit klarem Gesang die Lieder, die oft vom Tod und von Liebe handeln, auf eine erdverbundene, ergreifende, aber auch schnörkellose Art, neu zu erschaffen. Das Ganze ist dann eingepackt in bemerkenswerte Arrangements von Frank London. „Es geht ein dunkle Wolk herein”, “Ich hab die Nacht geträumet”, “Es ist ein Schnitter heißt der Tod”, nicht umsonst haben diese Lieder die Jahrhunderte überdauert.

Das Besondere an dieser kunstvollen Darstellung ist die sensible Instrumentierung und Begleitung durch einige der besten zeitgenössischen New Yorker Musiker. Im Konzert ist die Bandbesetzung mit Gitarre und Bass leicht anders besetzt. Hier konnte besonders Brandon Seabrook mit seiner extravaganten Spielweise beeindruckend überzeugen. Es ist eine Wonne mit anzusehen, wir er in der Musik aufgeht und mit der Gitarre und dem Banjo verschmilzt. Ein besonderer Gitarrist der Spitzenklasse! Frank London am Keyboard und Trompete setzt humorvoll und innovativ alle Sinne für sein zauberhaftes musikalisches Spiel ein. London erzeugt mit Stimme, Instrument und Technik sphärische Klänge mit Tiefgang. Tine Kindermann singt manchmal zusammen mit dem Musiker Lorin Sklamberg, manchmal lässt sie die Singende Säge ertönen. Jeder Musiker der Band ist an seinem Instrument eine Virtuose.

Die Auswahl der eher traurigen Lieder passt vielleicht eher in kalte Winterabende. Aber auch an diesem wundervollen Sommerabend ist es gelungen, mit der Besonderheit der Interpretation nachdenkliche, aber auch immer heitere Gefühle zu erzeugen. Die Lieder sind traurig und hoffnungsfroh, beruhigend und gleichzeitig anregend. Es wird ein neuer Volksliedsound mit Ohrwurmqualität erzeugt!

Die Musik ist ein einziges „schamlos schönes“ künstlerisch wertvolles und experimentelles Instrumentalspiel. Die „schamlos schönen“ Volkslieder haben ihren Kitsch verloren und sind zu einem Gesamtkunstwerk, mit gut hörbaren avantgardistischen Zügen, geworden. Durch die besonderen Instrumentalinterpretationen wurden die Volkslieder zu neuen Klangkunstwerken! Ein Konzert, das die Besucher begeistert hat und Lust auf diese und vielleicht bald neue CD´s von Tine Kindermann macht!

Thomas Moser –BerLi-Press (www.berli-press.de)

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Tine Kindermann Foto: Lloyd Wolf

Tourbesetzung

Tine Kindermann: Gesang und Singende Säge

Frank London: Harmonium und Keyboard

Lorin Sklamberg: Akkordeon, Keyboard, Gitarre akustisch und Gesang

Brandon Seabrook: Gitarre, E und akustisch

Pablo Aslan: Bass

CD-Besetzung:

Aufgenommen wurde Schamlos Schön mit einer Band, die sich wie ein Who is Who der New Yorker Downtown Musikszene liest: Marc Ribot und Greg Cohen an Gitarre und Bass (Tom Waits Band), Glenn Patscha (Ollabelle) am Keyboard, Spinett und Harmonium, Lorin Sklamberg von den Klezmatics oder Frank London, der die CD produzierte. Im Mittelpunkt der Produktion steht Tine Kindermann, eine deutsche Künstlerin und Musikerin, die mit diesem Programm erstmals als Sängerin in Erscheinung tritt.

CD erschien im September 2008 bei Oriente Musik: http://www.oriente.de

Hörprobe von Tine Kindermann: http://www.tinekindermann.com/music.html

 
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