Petersburger Nacht im Britzer Garten

Feuerblumen und Klassik Open Air „St. Petersburger Nacht“
Ein Bericht von Thomas Moser

Berlin-Britz, 21.8.2010 Das beliebte Konzert „Feuerblumen und Klassik Open Air“ im Britzer Garten bildete im Jubiläumsjahr des Erholungsparkes eines der Höhepunkte! Der Britzer Garten, der für die Bundesgartenschau 1985 aus dem Nichts bzw. nur aus Feldern aus dem Boden gestampft wurde, hatte in diesem Jahr schon viele Programmhöhepunkte. Das Konzert war mit 12.000 Gästen auch im 12. Jahr ausverkauft. Die Konzertreihe mit Feuerwerk soll, wie der Veranstalter im Vorfeld ankündigte, zum 25. Geburtstag des Britzer Gartens „eine besondere festliche Note erhalten.“ Diese Ankündigung wurde dann auch im Verlaufe des Abends mit Leben gefüllt! Rechtzeitig ist dafür auch der Sommer nach Berlin zurückgekehrt.
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Neben einer größeren Zahl von gesonderten Sitzplätzen vor der Bühne ist die Familienveranstaltung wieder davon geprägt, dass der Großteil der Gäste auf mitgebrachten Gartenstühlen oder Decken die Veranstaltung verfolgt. Die Gäste sind mit großen Picknickkörben und üppig gefüllten Campingtischen ausgestattet. Fast kann man sagen, dass einige auf dem Drachenhügel campieren. Bei diesem Konzert treffen sich ganze Familien und große Freundeskreise! Schon frühzeitig, vor Beginn des Konzertes, ist hier kaum noch ein Durchkommen möglich. Auf der Rasenfläche des Hügels hat der geneigte Klassik-Picknick-Fan einen herrlichen Blick auf die Bühne, den dahinter liegenden See und somit auch auf das abschließende Feuerwerk.
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Im Vorprogramm bot das Trio Beaufort, im gleisenden Abendlicht, einen außergewöhnlichen Hörgenuss. Das Trio hat sich im Frühjahr 2004 zusammengefunden und vereint drei hervorragende Kammermusiker der Berliner Musikszene in der klassischen Besetzung mit Oboe, Klarinette und Fagott. Die Namensgebung, eine Anlehnung an die nach Sir Francis Beaufort benannte Windstärkeskala, versinnbildlicht die Bandbreite seiner kammermusikalischen Klangvielfalt und Virtuosität: „von leise säuselnd bis stürmisch bewegt.“ Diese besondere künstlerische Qualität hatte es an diesem Abend schwer, sich auch bis zu den Wiesenplätzen rumzusprechen. Die zarten Töne kamen kaum bis in die letzten Reihen und wurden nicht wahrgenommen. So ließen sich die meisten Zuhörer, zumindestens auf der Wiese, auch bei ihren Gesprächen nicht stören.
Bei dieser Veranstaltung steht nun mal eindeutig der Erlebnischarakter im Vordergrund, was auch gut so ist. So frönte man auch, wie jedes Jahr, das jährliche „Huh-Huh“-Rufen. Einer suchenden Person soll der Standort des Rufers signalisiert werden und die meisten Gäste der Wiesenplätze stimmen in ein gemeinschaftliches „Huh-Huh“ ein. Überflüssig und ärgerlich war dies dann beim Vorprogramm.
Dieses schöne Konzert im Britzer Garten ist von der Akustik und von der Intensität nicht mit Konzertsälen und Arenen zu vergleichen. Aber der Reiz dieser Veranstaltung ist die familiäre Atmosphäre in einer schönen Landschaft.
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Die Aufmerksamkeit steigerte sich dann deutlich im Hauptprogramm. In romantischer Parkatmosphäre spielt die „Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg“ unter Leitung von Juri Gilbo. In sinfonischer Besetzung wurden unter dem Motto „St. Petersburger Nacht“ die populärsten Werke russischer Komponisten zur 12. Veranstaltung von „Feuerblumen und Klassik Open Air“ im Britzer Garten gespielt. Im Programm stand Rimsky-Korsakov, Tschaikowsky, Glinka und Borodin. In den lauten Passagen wurde die Kraft dieses erstklassigen Orchesters spürbar. Bei den Szenen aus Schwanensee konnten sich die Gäste in besonderer Weise, an diesem besonderen Ort, mit der Natur verbunden fühlen. Zum Orchester heißt es in der Ankündigung treffend: „Sein außergewöhnlich breit gefächertes Repertoire, das vom Barock bis zur Moderne reicht, hat es zu einem der gefragtesten Kammerorchester Europas gemacht. Aufgrund seiner viel beachteten Virtuosität und kultivierten Klangkultur arbeitet das Orchester regelmäßig mit internationalen Stars.“
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Traditionell erklingt zum Abschluss des Konzertes die Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel. Dazu leuchten am Himmel über dem See zauberhafte Farben und Formen. Das fulminante Höhenfeuerwerk beschließt den Abend. Das Feuerwerk in diesem Jubiläumsjahr kann dann tatsächlich als außergewöhnlich imposant und wunderbar komponiert bewertet werden. Die „Potsdamer Feuerwerk GmbH“ hat hier ganze Arbeit geleistet!
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Besonders hervorzuheben ist in diesem Jahr das erweiterte Sicherheitskonzept des Veranstalters. Es war wesentlich mehr Sicherheitspersonal sichtbar und die Wege zu den Ausgängen und die großen Wegweiser waren im Dunkeln gut beleuchtet und lesbar. Die Steuerung der Zuschauerströme, getrennt nach Sitz- und Wiesenplätzen, kann auch als gelungen bewertet werden.

Eine rundum wundervolle Veranstaltung!

ToM –BerLi-Press (www.berli-press.de) -auch Fotos-

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