Ab 16.9.: Ton und Kirschen Theater in der ufaFabrik

Programm Feb – März 2006

 Berlin Premiere am Do, 16.9.2010 | Beginn: 20 Uhr

Ton und Kirschen Theater

KÖNIG UBU

Von Alfred Jarry

König Ubu, ordinär, feige und tückisch ist ein barockes Monster: die gewaltige Fleisch gewordene Lust am Fressen, Rauben und Morden, die sich schamlos zu sich selbst bekennt. Ubu ist das freigesetzte Ungeheuer, das im Menschen steckt.

Der Umgang mit Ubus, in welcher Maske sie auch auftreten, ist immer unbequem. Eher folgt man ihnen, als dass man sie bekämpft. Mit solchen absurden Pointen legt der Autor Alfred Jarry melancholische Gedanken nahe über die Verführbarkeit des Menschen durch das Ungeheuer, das ein Teil seiner selbst ist und dem er nur all zu gern gehorcht.

Alfred Jarry hat das Böse ins Groteske bis dorthin überzeichnet, wo das Grauen ins Gelächter umschlägt. Man kann Jarry’s UBU-Stücke auch als reine Groteske aufnehmen, als Spiel um des Spieles willen, als puren Quatsch über den man lacht – doch meint Jarry schon im Stück: ’Was die kleinen Kinder zum Lachen bringt, macht den großen Leuten Angst.`

Ein Demo zum Stück finden Sie hier: http://www.tonundkirschen.de/?page_id=161

Mehr zu Ton und Kirschen Theater: http://www.tonundkirschen.de

Regie: David Johnston, Margarete Biereye, Daisy Watkiss, Spiel: Margarete Biereye, David Garlick, Regis Gergouin, Thalia Heninger, Richard Henschel, Nelson Leon, David Johnston, Daisy Watkiss. Bühne: Daisy Watkiss, Regis Gergouin, Nelson Leon

Spielzeiten: Do-So, 16.9.-19.9 | Mi-So, 22.9.-26.9. Beginn: Mi-Sa 20 Uhr

Beginn: So,16 Uhr | Eintritt: 19,-, erm. 15,- Euro | Theatersaal

Pressestimmen:

„... hier sieht man die Magie des Theaters und auch seine Hand-Gemachtheit ganz offen vor sich (...) und wir bekommen die Chance auf einen seltenen Blick in das Innere einer fast anachronistischen Bilder-Maschine. rbb Kulturradio

“…Jedes dieser Bilder ist ein grandioses Gesamtkunstwerk, in dem vom Kostüm bis zur Choreografie der sich stets wandelnden Figuren zahllose, immer fantastischere Ideen zu einem bewegenden Theatertraum verschmelzen. ( …) Das Böses böse ist und Gutes gut, vermag natürlich auch anderes Theater zu vermitteln. Ton und Kirschen aber gelingt mit ihrem „König Ubu“ zudem das Wunder, selbst in etwas abgekühlten Seelen das Verlangen nach Sinn und wahrhaft Größerem, ja vielleicht sogar Göttlichem zu wecken.“ Märkische Allgemeine Zeitung, 03.05.2010

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