„TEMPELHOF“ in Tempelhof gelandet – Sebastian Krumbiegel auf Tour

„TEMPELHOF“ in Tempelhof gelandet – Sebastian Krumbiegel auf Tour

Berlin-Tempelhof, 13.11.2010 Sebastian Krumbiegel und „Die feinen Herren“ stellen das TEMPELHOF-Album in der legendären ufa-Fabrik vor. Die Landung auf dem Tempelhofer Flughafen ist nach der Schließung des Airports nicht mehr möglich gewesen. Daher hat der „Prinz“ Sebastian Krumbiegel für die Vorstellung seines neuesten Werkes TEMPELHOF die Tempelhofer ufa-Fabrik als Startbahn gewählt.

Um es gleich vorwegzusagen, der Inhalt des Albums ist keine Hommage auf Tempelhof, sondern heißt nur deshalb so, weil das Werk in den kleinen aber sehr feinen Candy-Bomber-Studios, in den Katakomben des stillgelegten Flughafen Tempelhof, aufgenommen wurde und Krumbiegel, wie es in Presseinformationen heißt, schon als Kind mit einem Flughafenmodell von Tempelhof gespielt hatte. Mit der noch analogen Technik im Studio, dessen Herzstück das legendäre "München-Paris-Pult" von Telefunken bildet, hat schon Meisterdirigent Herbert von Karajan einen Großteil der Rundfunkaufnahmen mischen lassen. Die CD wurde im Studio live eingespielt.

Jetzt laufen aber die Turbinen in der ufa-Fabrik an, die Band geht in Startposition und Krumbiegel & Co heben ab.
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Pressefoto: Nilz Böhme
So wird im ersten Song „Sehnsucht“ gleich ein kraftvoller, aber auch gefühlvoller, Beat angeschlagen und beim Schließen der Augen kann sich der Zuhörer manchmal den Sound der legendären Beatles vorstellen. Der Abend wird eine Reise durch die verschiedensten musikalischen Stimmungen und Themen. Sebastian Krumbiegel, als Stimme der Prinzen bekannt geworden, stellt die „Genies seiner Band“ vor, wie der Songwriter die feinen Herren nennt. Mit den Musikern Max Fetzer (Gitarre), der mit seiner Lapsteel-Guitar sphärisch schwebende Sounds fabriziert, verbindet ihn eine ebenso langjährige Freundschaft wie mit Stephan Schulz (Bass) und Thomas Fietz (Schlagzeug), die eine herausragend gute Rhythmusgruppe bilden. Für vier Lieder auf der CD konnte noch Helmut Zerlett gewonnen werden, der mit seiner Kunst die „Harald-Schmidt-Show“ deutlich aufgewertet hat.

Krumbiegel singt über die „Zeitung“, die nichts wie die Wahrheit schreibt („…wo man manchmal aber nicht weiß, ob man lachen oder weinen muss…“). „Es wird wärmer“ erzählt gefühlvoll von der Stimmung zwischen Frühling und Klimawechsel. Auch werden von älteren Platten Songs ins Programm eingestreut: „Grenzenlos“ nimmt das Thema Kampf und Versöhnung der Völker und Religionen auf, wenn es heißt „Meine Nation sind die Liebenden.“ Krumbiegel will mit seinen Liedern Gefühle ausdrücken. Oft ist aber auch eine Botschaft enthalten. Der „erhobene Zeigefinger“ ist, wenn überhaupt, nur ganz dezent spürbar. In „Deine Meinung“ wird rockig die Frage nach Inhalten aufgeworfen. Besonders schön ist es, wenn diese Botschaft von allen verstanden wird. Einmal liegt dies an der Sprache, Krumbiegel singt natürlich deutsch, andererseits ist die ausgebildete Thomanerstimme (Krumbiegel hat im Leipziger Thomanerchor gesungen) eine Wohltat im allgemeinen Musikgenuschel von vielen Sängern. Sebastian Krumbiegel hat auch bei diesem Projekt seine unverkennbare Prinzenstimme. Bei dem etwas älteren Song „Keine Zeit“ geht auch „ohne Selbstmitleid“ die Post ab.

Von Rio Reiser wurde auf dem TEMPELHOF-Album „Sei mein Freund“ gecovert. Für Reiser-Fan Sebastian Krumbiegel ist es dann auch etwas Besonderes, da genau an dieser Stelle, im Theatersaal der ufa-Fabrik, der verstorbene Ausnahmemusiker Rio Reiser mit Ton-Stein-Scherben auf der Bühne stand. Der Song kommt gefühlvoll, in einem vollen Sound, beim Zuhörer an. Das stimmige Gitarrensolo und der sanfte Schlagzeugbeseneinsatz unterstreicht die Stimmung des Liedes. Im Blues-Sound wird das „Positiv Denken“ besungen.

Einige Songs der Band „Les Hommes Sauvages“ werden bei diesem Auftritt gespielt. In dieser Band spielt auch der Gitarrist Max Fetzer mit. Max Fetzer soll an dieser Stelle besonders hervorgehoben werden. Es ist beeindruckend, wie er seiner Gitarre die feinsten Sounds entlockt und man das Gefühl hat, dass er mit seiner „Geliebten“ verschmilzt. Bei „Die Nacht gehört uns“ bearbeitet Fetzer seine Lapsteel-Guitar wie im Rausch. Die Adrenalinspritze scheint jetzt seine volle Wirkung entfaltet zu haben. Auch der Bass heizt dem unendlichen Rhythmus an.

Mit dem Solo von Sebastian Krumbiegel „Das Schiff“ von „Die Art“ endet besinnlich ein wunderbarer Abend in Tempelhof mit TEMPELHOF. Das Flugzeug ist sicher gelandet.

Sebastian Krumbiegel und „Die Feinen Herren“ haben eine solide, natürliche und erstklassige Leistung geliefert. Das Publikum war rundum zufrieden und begeistert!

Thomas Moser –BerLi-Press (www.berli-press.de)

http://ufafabrik.de

http://www.sebastian-krumbiegel.de  und http://www.les-hommes-sauvages.org

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