Rocktreff in Mariendorf-Da wackeln die Wände!

Berlin-Mariendorf, 26. Juni 2011 Einmal im Jahr kracht es so richtig in Mariendorf. Hunderte jugendliche Rockfans, jede Menge Alt-Rocker und jung gebliebene Musikfans samt Familien treffen sich einmal im Jahr zum legendären Rocktreff. Mittlerweile kann der Veranstalter, das Jugendamt Tempelhof-Schöneberg, schon auf das 28. Rocktreffen dieser Art zurückblicken. Es fand nicht immer in Mariendorf statt, aber sehr oft.
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Hier am Rande des Volksparkes Mariendorf, wo sonst nur die Enten schnattern, wird im Fußballstadion eine große Bühne mit einer eigenen Zeltstadt aufgebaut. Rund 50 Ehrenamtliche beschäftigen sich eine ganze Woche damit, den vielen Bands und dem Publikum über drei Tage optimale Bedingungen zu bieten. Ein großes Dankeschön an die Helfer, denen das rockige Treiben aber auch sichtlich Spaß macht. Nur für das optimale Wetter kann die Rock-Ini Tempelhof und CPYE e.V., die Mitveranstalter des Musikspektakels, nicht immer sorgen. Jedenfalls am ersten Tag weinte Petrus zwischenzeitlich heftig. Wie der langjährige Veranstaltungskoordinator vom Jugendamt, Ed Koch, glaubhaft versicherte, lag es nicht an der erstklassigen Musik. Besonders begeisterte ihn die russische Folk-Rockband „Cosmonautix“, die mit rockigen Volksliedinterpretationen dem Publikum so richtig einheizten. Das Publikum hat dann zwischenzeitlich unter dem Tribünendach Schutz gesucht und auffällig viele Mitwirkende bevölkerten den etwas geschützten Backstagebereich. Die Veranstaltung eröffnete der Bezirksverordnetenvorsteher Rainer Kotecki (CDU) als Schirmherr des Festivals. Der Schirm konnte dann auch gut genutzt werden.
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Tag 2 vom Rocktreff ließ dann keine Wünsche an das Wetter offen. Schönes Wetter, nicht zu heiß und nicht zu kalt, hat sich eingestellt. Der Wettergott hat es mit den Tausenden Rockbegeisterten doch gut gemeint. Zum Abschlusstag wird noch mal ganz kräftig der Daumen gedrückt, damit die Musikveranstaltung, die auch bei den Bands sehr beliebt ist, nicht ins Wasser fällt. Am letzten Tag wird die Veranstalterin und Jugendstadträtin Angelika Schöttler (SPD) das Konzert besuchen.
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Seasons Inn
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Funkfragen
Die Veranstaltung wird auch von einer Vielzahl von Sponsoren gefördert, ohne die ein solcher Kraftakt nie möglich sein könnte. Die Bands spielen ohne Gage, viele Helfer sind unentgeltlich dabei, aber die Aufwendungen für eine riesige Bühne samt Technik sind immens, zumal die Veranstaltung für das Publikum nicht umsonst, aber kostenfrei ist.
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Als Trendfarbe kann man im Publikum bei der Bekleidung eindeutig schwarz ausmachen. Nicht nur die beliebten Rocktreff-T-Shirts sind schwarz, auch das rockige Lederoutfit mit Nieten ist bei vielen Musikfans dieses Festivals Pflicht. Das Alter im Publikum ist sicher nicht nur jugendlich, auch viele Rock-Omas und Rock-Opas kommen gerne nach Mariendorf, aber besonders durch die jüngeren Bands wird der Altersschnitt deutlich gesenkt. Für Statistikfans wäre es sicher eine große Freude, das Durchschnittsalter der Teilnehmer und die Anzahl der unzähligen Nieten (die an der Lederbekleidung) zu erheben.
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Für den Nachwuchs bei den Rockfans hat der stellvertretende Bezirksbürgermeister Dieter Hapel (CDU), der am zweiten Tag Gast der Veranstaltung war, die Gehörschutz-Zäpfchen angepriesen.
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Dieter Hapel verteil Gehörschutz für Kinder
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Christian Körper, Ed Koch, Dieter Hapel und Andi Kraft (v.lks.n.re.)
Jede Menge Sponsoren und wichtige und ganz wichtige Menschen aus der Bezirkspolitik besuchen jährlich das Event, das auch auf die wohlgesonnene politische Unterstützung angewiesen ist. Besonders beliebt ist bei den geladenen Gästen der VIP-Bereich, wo sich Ed Koch in seiner eigenen Art liebevoll den Besuchern annimmt. Als Rocktreffmoderatoren überbrücken Andie Kraft und Christian Körper launig die Umbaupausen.
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Seit Jahren sind auch schon die „Van-Drivers Berlin“ zu Besuch und zeigen gerne ihre individuellen fahrbaren Wohnzimmer.
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Leider hat mittlerweile das Spielfest, das gleichzeitig am Samstag und Sonntag Nachmittag stattfindet, nicht mehr wirklich den Namen verdient. Die Veranstalter suchen jedes Jahr händeringend freie Träger, Vereine, Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen und Kitas, die einige Angebote für die Kids auf die Beine stellen. Leider ließ das Engagement immer mehr nach. Erkennbar übriggeblieben ist noch eine große Hüpf-Rutschburg. Für Kinder sicher eine große Enttäuschung, wenn ihnen ein Spielfest versprochen wurde!Hier sollten sich alle bezirklichen Träger an die (eigene) Nase fassen, ob sie eine so große bezirkliche Veranstaltung im Regen stehenlassen sollten. So bleibt es dann aber auch für den Nachwuchs, dass sie in die Rockmusik eingeführt werden und dabei lernen, dass man sich bei lauter Musik die Ohren schützen sollte. Vielleicht träumt der eine und andere Dreikäsehoch davon, einmal selbst bei den Rocktreff-Helfern oder Bands mitwirken zu können.
Der Rocktreff hat sich als Großveranstaltung etabliert und ist aus dem bezirklichen Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken!

Thomas Moser (auch Fotos)–BerLi-Press (www.berli-press.de)

http://www.rocktreff.de

 

 

Die „Lovely Bastards“ eröffnen das Circus-Spektakel in der neuen Sommerbühne der ufa-FABRIK!

Berlin-Tempelhof, 23. Juni 2011 Die erste Bewährungsprobe hat das neue Sommerzelt der ufa-FABRIK in Tempelhof gut überstanden. Pünktlich zur Eröffnung des „Sunset Varieté“ ging ein Platzregen auf Berlin nieder. Die mutigen Besucher saßen dann aber im Trocknen und konnten sich auf die „Lovely Bastards“ mit dem Programm „Männer, Tiere, Attraktionen“ freuen.
Eine Neuauflage der legendären „Rat Pack“ konnte das Publikum erwarten, denn mit den drei Entertainern Jojo Weiß, dem „wilden Jongliervirtuosen“ Andreas Wessels und dem Comedian Daniel Reinsberg war eine abwechslungsreiche Show in die Tempelhofer Kulturoase gekommen. Das Ganze wurde von der international besetzten dreiköpfigen „Die schöne Band“ musikalisch abgerundet und veredelt.

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Foto: Janine Guldener
Tanzende Fässer und rockige Rhythmen eröffneten den Abend des Entertainer-Trios. Das Remmi-Demmi-Open wurde an der Tischtennisplatte eröffnet. Der lange Andreas Wessels zeigte seine Kunst an der Platte: einen Schmetterball mit Zungenschlag, Ping-Pong mit dem Kopf, der Sprung auf die Platte oder das Zeitlupenmatch mit Trick Siebzehn. Bei der Jonglage mit einer Unzahl von Tischtennisbällen hatte der Zuschauer immer die Sorge, dass sich der schlaksige Künstler am runden Zelluloid verschluckt. Aber auch mit den Softbällen bringt Andreas seilspringenderweise das Publikum zum Staunen. Besonders fasziniert die Zuschauer jedoch die brennende Zigaretten-Akrobatik.

Der lässige Ventriloquist Daniel Reinsberg erweckte seinen Pinguin zum Leben. Die Bauchrednernummer war eine liebevolle und witzige Darbietung, wobei kaum ein Auge trocken blieb. Daniel ließ aber auch im lebendigen Puppenspiel zwei Besucher aus dem Publikum mit seiner Anleitung singen. Ganz leise und emotional hat dann der Künstler Reinsberg das Lied der Seiltänzerin „Hin und Her“ mit seiner Fingerfigur dargeboten.

Der langjährige Freund der ufa-FABRIK, der quirlige Jojo Weiß, ist auf den internationalen Bühnen zu Hause. Hier präsentiert er die kleinste Posaune der Welt und intoniert mit seiner Handtrompete „My Way.“ Der wandelnde Vogelkäfig im Dialog mit den echten Vögeln rund um die Freilichtbühne, das war schon etwas ganz Besonderes!

Rauchende Fässer, tanzende Seile, rappende Clowns und eine singende Säge bilden den Abschluss einer knallig und lauten, gefühlvollen und leisen Circus-Show. Der Abend hat eine wunderbare Show geboten, die allzeit ein ausverkauftes ufa-FABRIK-Zelt verdient hat. Die stets perfekte musikalische Begleitung erfreute mit rockigen Elementen jenseits vom bekannten Circus-Klischee. Diese ausgewogene Show der „Lovely Bastards“ gibt sich noch bis zum 9. Juli in der ufa-FABRIK in Tempelhof die Ehre. Nichts wie hin!

Thomas Moser -BerLi-Press (www.berli-press.de) für www.lichtenrade-berlin.de

www.ufafabrik.de

Mi-Sa, 22.6 - 9.7.

Beginn: 20:30 Uhr

Eintritt: 19,-, erm.15,- Euro

Open Air Bühne

 

Sonnenwende im Britzer Garten

Auch in diesem Jahr feierte der Britzer Garten den (fast) längsten Tag des Jahres mit einem unterhaltsamen Sonnenwendkulturabend, der von einem Höhenfeuerwerk gekrönt wurde. Rund um den „Großen See“ im Britzer Garten gruppietren sich Kunst- und Kulturdarbie­tungen.
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Poppige und unterhaltsame Musik gab es den ganzen Abend über auf der See­bühne mit „The Beez“ und „Di grine Kuzine“. Der Festplatz am See wurde vom Duo Dolak mit finnischem Tango und französischen Muzetten bespielt.
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An der großen Spiel- und Liegewiese brachten „Schrebers Erben“ mit artistischen und komödiantischen Einlagen das Publikum zum Staunen. Das Ensemble Kechio musizierte und tanzte dort temperamentvoll den Flamenco.
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Auf einem Boot am Kalenderplatz wurde der italienische Sommer lebendig und von einem Bassbarriton entzückt besungen. Das Trio La bella musica sorgte mit Mandolinenklängen aus Napoli für dolce vita am Steg des Kalenderplatzes.
Die Besucher trafen auf den Wegen auch Wassergeister, sommerliche Waldwesen und sich liebende Pantomimen.
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Am Abend wurde der „Große See“ auf eine besondere Weise in den Mittelpunkt gerückt. Gegen 22.45 Uhr startete ein musikalisches Höhenfeuerwerk, das sich im Glanz des Wassers vielfach spiegelte.
Fotos: Thomas Moser -BerLi-Press-
 

Das neue ufa-FABRIK-Sommerzelt!

Berlin-Tempelhof, 16. Juni 2011 Die alternative Kulturstätte ufa-FABRIK ist ein kunterbunter Lebensraum, der vor 32 Jahren entstanden ist. Von den friedlichen Grundstücksbesetzern zu einem engagierten Kulturbetrieb, das war ein langer Weg. Nun wurde eine neue Sommerspielstätte eingeweiht. Das alte Dach war morsch und löchrig und hatte ausgedient. Nun steht ein größeres wunderschönes Zelt für die vielen Sommeraktivitäten zur Verfügung. Regen und Sturm kann den Besuchern der ufa-FABRIK nichts mehr anhaben! Heute fand die feierliche Eröffnung der Sommerbühne statt.
Multikulturimpresario Juppy moderierte die Auftaktveranstaltung und wurde dabei den ganzen Abend musikalisch von Terra Brasilis, ein Ur-Gewächs der ufa-FABRIK, und den kambodschanischen Musikerfreunden Sony Thet und Kheav Sothan unterstützt. Eine wunderbare Kombination von klassischer Musik mit exotischen Wurzeln und gefühlvoll temperamentvoller Samba-Trommel-Begleitung!
Juppy sprach von der ufa-FABRIK als „Land der begrenzten Unmöglichkeiten.“
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Der ufa-FABRIK-Mitbegründer Rudolf Brünger, sonst eher im Hintergrund, ist für die Umbauten die treibende Kraft. Brünger erzählt, dass weitere umfangreiche Baumaßnahmen die ufa-FABRIK noch bis zum Ende des Jahres als Großbaustelle erscheinen lassen werden. Gleich neben dem Sommerzelt wird der große Saal umgebaut und die Räumlichkeiten erweitert und modernisiert. Den Millionenbetrag konnte die ufa-FABRIK nur mit kräftiger Unterstützung stemmen. So waren die EU- und Lottomittel die wichtigsten Quellen für das Großvorhaben der Kulturfabrik.
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Die wichtigsten Unterstützer des ufa-FABRIK-Lebensraumes haben sich als Festredner angesagt. Der Vorsitzende des Vorstandes der Stiftung Zukunft Berlin, Senator a.D. Volker Hassemer, hat die Entwicklung dieses „wunderbaren ökologischen Gewächses“ von Anfang an verfolgt. Seine Festrede wurde eine schelmisch hintersinnige und philosophische Betrachtung von den „Unkraut-Anfängen“ der ufa-FABRIK, die dann als „Spontanvegetation“ eine ganz andere Bedeutung bekam, hin zum heutigen Kulturbetrieb. Die Beschreibung der botanischen Entwicklung konnte man auch gut auf die Altbarden der FABRIK ummünzen. Den Neu-ufa-FABRIKlern wurden so einige Dinge mit auf den zukünftigen Weg gegeben. Der freundliche Unterstützer des Kulturbetriebes, der Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten André Schmitz, konnte dann seine Dankesworte kurz und „knackig“ halten. Selbst das etablierte Goetheinstitut dankte für die gute Zusammenarbeit in ausländischen Projekten mit dem Kindercircus. Der Kindercircus, der an diesem Ort auch seine Heimstatt hat, feiert Anfang September das 25. Berliner Kinder-Circus-Festival.
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So präsentierten die Kids und Jugendlichen ihr beeindruckendes Können gleich auf der Bühne. Kunstvolle Akrobatik der „Rapsody in green“, weit weg von den oftmals gesehen Kinderdarbietungen, präsentiert Teile ihres Programms.
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Die „Malos“ zeigten ein frisches buntes Jonglagetreiben, wo Bälle, Äpfel, Ringe und Keulen durch die Lüfte flogen. Mit weiblicher Unterstützung sang Juppy einen eigenen Song für den Nachwuchs: „Das ist die Zukunft!“
Katharina Joumana und ihr Ensemble zeigten temperamentvollen vibrierenden Bauchtanz von besonderer Güte. Das Publikum in der neuen Arena war begeistert von den kunstvollen Darbietungen. Der Komiker und Entertainer Jojo Weiß, auch ein Freund des Hauses, gab einen komischen Überblick über die Baumaßnahmen und intonierte mit seiner Handtrompete „My Way.“ Auf der ufa-FABRIK-Sommerbühne ist der internationale Künstler in Kürze mit den „Lovely Bastards“ -Circus Remmi Demmi- mit dem Programm „Männer, Tiere, Attraktionen" zu sehen (22.6. bis 9.7.2011).
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Zum Schlussbild hauchte ein junger Sänger dem legendären Rio-Reiser-Song „Mein Name ist Mensch“, zusammen mit den Trommlern von Terra Brasils, neues Leben ein.
Die Zukunft macht in der ufa-FABRIK keinen Halt! Das „Unkraut“ hat sich zur wunderbaren bunten Wiese mit den schönsten Blumen entwickelt und ist dabei immer authentisch geblieben. Der ufa-FABRIK weiterhin alles Gute!

Thomas Moser (auch Fotos)-BerLi-Press (www.berli-press.de)

www.ufafabrik.de

 
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