Wladimir Kaminer: Ein literarisches Heimspiel vor begeistertem Publikum!

Berlin-Neukölln, 9. Dezember 2011 Wer will die Geschichte vom russischen Bären hören, der Fahrrad fährt? Der muss zur Lesung von Wladimir Kaminer gehen! Die Lesereise 2011 führte den Schriftsteller auch in seine Wahlheimatstadt Berlin. Wladimir Kaminer gibt sich die Ehre und wird im ausverkauften Neuköllner Heimathafen begeistert begrüßt. Hugendubel am Hermannplatz hat ihn eingeladen.

Das Berliner Bildungsbürgertum, vorwiegend das Weibliche, hat sich im Saalbau an der Karl-Marx-Straße zur lustvollen Lesung des Deutsch-Russen getroffen. Wer jemals schon eines seiner Bücher aufgeschlagen hat, konnte das pure sprachliche Vergnügen der Kurzgeschichten erleben. Ob „Russendisko“, sein erstes Buch, oder „Mein Leben im Schrebergarten“, Kaminer schaut den Menschen von Nebenan „auf die Schnauze“.
default
Foto: A. Walther
Wladimir Kaminer ist nicht nur mit dem Büchlein „Russendisko“ bekanntgeworden. Seine Leidenschaft ist die echte Russendisko, wo er einen Mix aus alter und neuer russischer poppiger Musik mit viel Temperament bietet. Seine CDs lassen wohl keinen Tanzmuffel auf dem Stuhl sitzen. Sein neuestes literarisches Werk heißt „Liebesgrüße aus Deutschland“. Hier überlegt Kaminer, wie andere Völker ohne den Begriff der „Einverständniserklärung“ auskommen oder schreibt beispielsweise über den deutschen Mann und über deutsche Möbel.

Unter dem Motto „Typisch deutsch und trotzdem lustig“ kann der Schriftsteller viel erzählen und hat dabei großes Verständnis für die Schrullen und Besonderheiten in seiner Wahlheimat. Was ist die Besonderheit von Wladimir Kaminer? Mit verschmitztem Hintersinn, vollem Körpereinsatz, angedachten Halbsätzen und Andeutungen erzählt er ironisch und hintersinnig. Seine Liebe zu Berlin kann man mit allen Fasern spüren und wird durch sein gebrochenes Deutsch mit russischem Akzent so richtig glaubwürdig. Aber wirklich beschreiben kann man Kaminer nur sehr unvollkommen; man sollte ihn einfach lesen!

Wladimir Kaminer ist 1967 in Moskau geboren, lebt seit 1990 im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg und ist die meiste Zeit mit Lesungen und Vorträgen, gerne auch mal weltweit, unterwegs. Kaminer erzählt vom Kirchentag in Dresden, wo er mit seiner Russendisko eingeladen wurde. Kaminer freut sich dort auf die vielen „Fandfinder“, die für Ordnung sorgen sollen, die sich dann doch als „Pfadfinder“ entpuppt haben.
default
Kaminer signiert seine Bücher (Foto: BerLi-Press)
Das Publikum lacht schon im Vorgriff auf angedeutete Gags. Seine Geschichten erzählen von Ehefrau Olga und den Schrebergartenerfahrungen, seinen Kindern im Schulbetrieb, dem Leben auf der Schönhauser Allee und den Kehrwochen der Berliner Schwaben. Das Publikum liebt Kaminer, liebt seine witzige und eher leise Art, wie er die Sachen des Alltags aufs Korn nimmt. Die Zuhörer tauchen in die Welt Kaminers ein, gehen mit ihm auf Reisen und erleben einen kurzweiligen unterhaltsamen Abend. Eine liebenswerte „One-Man-Show“ des literarischen Unterhalters Wladimir Kaminer!

Thomas Moser -BerLi-Press- (www.berli-press.de)

http://www.wladimirkaminer.de

http://www.russendisko.de

http://www.heimathafen-neukoelln.de

Bisher keine Kommentare vorhanden.

Eintrag kommentieren

Hier klicken um sich zum Kommentieren einzuloggen




Graphical Security Code


Über mich
Hier wird über die Nachbarn von Berlin-Lichtenrade berichtet und informiert
Mehr über mich
21Publish - Cooperative Publishing