Radio aus Buckow: „Peter´s Musicmix“ weltweit im Internet!

Berlin-Buckow Ein Radiostudio in einer Wohnung in Berlin-Buckow. Die Außenstelle von „Radio Landeck“ aus Hessen hat den Sitz des Studios in der Nähe der Gropius-Passagen im Neuköllner Süden. In einer kleinen Nebenstraße hat Peter Sturm sein Wohnzimmerstudio und produziert hier seine wöchentliche Sendung.
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Peter Sturm (63) will das etwas andere Radio! Der agile Radiomacher arbeitet als Computerbetreuer in einer mittelständigen Firma und will in seiner Freizeit einfach ehrliche Sendungen machen: „Ich will den Hörer nicht verschaukeln!“ Peter Sturm ärgert sich über die modernen Radiosender, die immer das Gleiche spielen und nicht auch mal zwischen den musikalischen Richtungen wechseln. Er liebt das Radio von früher, dass gerne auch klassische Stücke mit Popmusik und Wortbeiträgen kombiniert präsentierte.

Dem eher ruhigen Peter Sturm merkt man die Begeisterung beim Radiomachen an. Wenn er den Regler vom Mikrofon aufzieht ist er hochkonzentriert und doch auch locker bei seinen Wortbeiträgen. Der Britzer Moderator hat seine Sendung, die immer sonntags neu ins Internet gestellt wird, circa zwei Stunden vorbereitet. Er überlegt schon die ganze Woche, welche Musik er aus seinen Archiven rauskramen könnte. Neben moderner digitaler Rundfunktechnik hat Peter Sturm seine Musik als CD oder als Schallplatte in Vinyl gepresst. Die älteren Musikbestände sind liebevoll gepflegt. Da kann es zwar schon einmal kurz knistern, aber der Musikliebhaber achtet auch auf eine vernünftige Tonqualität für seine Hörer. Bei der Musik wird darauf geachtet, dass sie für die Jahreszeit passend ist. Ein sonniger Frühlingstag wird musikalisch bei Peter Sturm nicht so aussehen, wie eine Sendung am Totensonntag oder im Advent. Aber auch hier will der Internetradiomacher flexibel bleiben und sucht gute Übergänge für abwechslungsreiche Musik. Klassische Musik, Blues, Jazz und Popmusik sind für Sturm keine sich ausschließenden Musikrichtungen: Auf die richtige Mischung kommt es halt an.
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Bei der alten Standuhr wird das Pendel angehalten, damit die Uhr nicht schlägt. Das Telefon und sein Handy sind ausgeschaltet. In das Studio-Wohnzimmer ist die absolute Ruhe eingekehrt. Nur die modernen Musikmaschinen in der Schrankwand sind jetzt in Betrieb und eine Lampe über den Reglern spendet etwas Licht. Die ersten Musikstücke sind schon eingelegt und positioniert. Immer abwechselnd nutzt er den Schallplattenspieler, den Profi-CD-Player und den Laptop, damit er mühelos ohne Pause die Übergänge hinbekommt. Peter Sturm beginnt mit der Aufnahme seiner Sendung, die er live aufnimmt und auch später nicht mehr bearbeiten wird. Er setzt den Kopfhörer auf und spielt den ersten Jingle von „Radio Landeck – Studio Berlin“ ein.

Mit einer sonoren Stimme begrüßt der Hobby-Radiomacher seine Hörer und nimmt sie mit auf eine musikalische Reise, die mindestens eine Stunde dauert. Seine Texte sind für die Zuhörer wie die Erklärungen eines Reiseleiters. An seine eigene Mikrofonstimme hat sich Peter Sturm mittlerweile gewöhnt. Peter Sturm ist mit viel Spaß bei der Sache, aber keinesfalls flapsig: „Ich will nicht so fröhlich aufgesetzt wirken, wie es sonst heute oft im Radio ist.“

Manchmal bringt er in seiner Sendung Veranstaltungstipps unter, spricht von Geburtstagen der Musiker und erläutert Interessantes zu der gespielten Musik. Die Sendung beginnt mit eher getragenen Tönen, dann wird traditionelle Folkmusik von temperamentvollen klassischen Klängen abgelöst. Gerne bringt Peter Sturm seine geliebte Jazzmusik unter. Der rundfunkverrückte Sturm gönnt sich dann „Lemon Tree“ von Fools Garden, bevor er die etwas andere alpenländische Musik auflegt. Heute sind fast 80 Minuten Sendung zusammengekommen. Peter Sturm freut sich über Mail-Kontakte mit seinen Hörern, denn so ist er letztlich auch zum Radiomachen gekommen.

Der Motor der Radiomacher vom „Radio Landeck“ ist Hans-Karl Schmidt. Ein Urgestein des Rundfunks, der im HR 3 und auch bei Radio Luxemburg jahrelang hauptberuflich seiner Leidenschaft nachging. Diese Begeisterung hat er nie verloren und gründete dann das kostenfreie Internetradio. So schreibt das „Radio-Journal“ in einer aktuellen Ausgabe: „Mit 80 noch aktiv! Atze und Co wieder auf Sendung“.

Im HR 3 ist Peter Sturm dann auf besagten „Atze“ gestoßen. Sie mailten eine Zeit miteinander und dann bat ihn der Profi-Radiomacher, dass er ihn mal vertritt. Ganz schnell war klar, dass Peter Sturm das Potenzial für eine eigene Sendung hat. Dann begann er bald mit der Produktion seiner ersten eigenen Sendung im März 2011. So machen nun bei „Radio Landeck“ fünf Radio-Enthusiasten das etwas andere Radio. Ihr Programm beschreiben sie als „einen wohltuend anderen Musikmix aus Klassik, Pop und Schlager. Kombiniert mit Genres wie Filmmusik oder Lounge sind Musikmischung, redaktionelle Inhalte und Moderation darauf ausgelegt, unaufdringlich zu wirken. Radio Landeck ist damit ´anders´, ein Premium-Produkt für die positiven Töne, denen Sie als Hörer gern Ihr Gehör schenken.“

Die Sendungen in der Urlaubszeit werden vorproduziert. Selbstverständlich wird auch beim alten „Dampfradio“ daran gedacht, dass alles rechtlich einwandfrei ist. So werden natürlich die GEMA-Gebühren von den Hobbyradiomachern bezahlt. Wegen der Kosten freuen sich die fünf Herren mit den Radiostimmen über jede finanzielle Unterstützung von Firmen und von ihren Hörern.

Peter Sturm produziert seine Sendung in der Regel am Freitag. Mit „Bleiben sie gesund“ verabschiedet sich Peter Sturm von seinen Hörern, spielt den letzten Jingle ein und drückt dann die Stopptaste für das Ende der Aufnahme. Jetzt nimmt er den Kopfhörer ab und kann entspannt seinen Tee austrinken.
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Die ersten Ideen für seine Sendung in der nächsten Woche hat er schon Kopf. Der Radioliebhaber hat seine Passion gefunden und macht sein eigenes Radio für Alle, die noch individuell liebevoll gestaltete Sendungen mögen.

Mein Tipp: „Hören Sie ruhig mal rein, bei Atze, Matze, Johannes, Eberhard und Peter. Sie werden begeistert sein!“

„Radio Landeck“, auch für Berliner ein Genuss!

Thomas Moser –BerLi-Press(auch Fotos)- Der Artikel ist auch im Rudower Magazin (01/2012) erschienen.

http://www.radio-landeck.de

Direktlink zu Peter´s Musicmix: http://www.radio-landeck.de/peter.html

 

Neukölln wie es singt und lacht...

Eine weihnachtliche Revue mit den Rixdorfer Perlen

Sie scheinen schon Kult zu sein: die drei Damen füllen den großen Saal des Heimathafens Neukölln bis auf den letzten Platz, sogar die Empore ist dicht besetzt mit Zuschauern. Als sich der Vorhang öffnet, präsentiert sich dem Publikum eine zugemüllte Bühne, auf der allerlei Gerümpel zu sehen ist, das im Laufe des Abends noch zum Einsatz kommen soll.
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Plakat: Heimathafen
Die Rixdorfer Perlen, das sind Britta Steffenhagen, Rundfunkjournalistin bei Radio Eins vom rbb, die Schauspielerin Inka Löwendorf und die Schauspielerin und Sängerin Johanna Morsch. Schon seit 2007 treten die drei unter diesem Namen mit Bühnenprogrammen im Heimathafen Neukölln auf, es rankt sich eine richtige Geschichte um das Trio aus dem Neuköllner Kiez, an die auch an diesem Abend in einem Video erinnert wird, das unter anderem vorgeführt wird.

Thema des Abends ist das nahende Weihnachtsfest und es werden auch weihnachtliche Lieder gesungen, wobei die Texte mitunter stark verändert sind. So heißt denn das Programm auch „Schuss mit Lametta“, die dicht an der Bühne sitzenden Zuschauer werden dann auch schon mal mit glitzerndem Konfetti – nicht mit Lametta – überschüttet. Am Flügel werden die Perlen von Felix Raffel, einem examinierten Pianisten und Filmkomponisten, begleitet. Der bekommt im Laufe des Abends auch noch Gelegenheit, in einem furiosen Klaviersolo seine Virtuosität präsentieren zu können.

Das Publikum darf natürlich auch mitspielen: beim „Weihnachtsraten“ muss z. B. einer durchlöcherten Müllschuppe, einem Stück bemaltem Linoleum oder einem „Herzschrittmacher“  ein Anwendungszweck zugeordnet werden. Die drei Gewinner werden schließlich auf die Bühne gebeten und für ihre phantasiereichen Antworten mit „wertvollen“ Geschenken belohnt.

Zwischendurch werden Lästereien losgelassen – mal Witze auf Stammtischniveau, mal Lästereien über die Generation „Apotheken Umschau“ – oder aber Scherze über Probleme beim Aufbau von IKEA–Möbeln.

Es wird auch noch „richtig“ weihnachtlich als das Publikum mit den Rixdorfer Perlen zusammen das Lied „Kling, Glöckchen...“ anstimmen darf – ja es wird sogar ein interaktives Spiel daraus, indem sich Frauen und Männer mit dem Singen von bestimmten Textpassagen abwechseln dürfen; da kommt im Saal eine fröhliche Stimmung auf.

Einen kitschigen – weihnachtlich, versöhnlichen – Abschluss findet der Abend, als Johanna Morsch das Ave Maria von Schubert sind. Durchaus gekonnt, wenn auch nicht ganz sauber intoniert. Nach zwei Zugaben werden die Rixdorfer Perlen mit ihrem glänzenden Pianisten vom Publikum entlassen.

Bleibt zum Schluss noch zu erwähnen, dass es um die Akustik im Heimathafen Neukölln nicht zum Besten bestellt ist. Die Akteure sollten dies bei ihrer Darbietung mehr beachten und langsamer und deutlicher sprechen.

Bernhard Husch für BerLi-Press (www.berli-press.de)

 

Kinder- und Jugendparlament Tempelhof-Schöneberg startet Kindercent-Aktion des Deutschen Kinderhilfswerkes e.V.

Kurz vor den Weihnachtsferien beginnt das Kinder- und Jugendparlament Tempelhof-Schöneberg die Sammelaktion KINDERCENT des Deutschen Kinderhilfswerkes. Über 120 junge Parlamentarier aus Schulen und Freizeiteinrichtungen des Bezirkes sammeln in den Regionalen Arbeitsgemeinschaften für einen guten Zweck. Der gute Zweck wurde von den Mitgliedern des Parlamentes natürlich selber bestimmt: alle Erlöse sollen in jeweils eine Jugendeinrichtung des Bezirkes gehen, die es dann für die Verbesserung ihres Angebotes verwenden kann. Was genau eine Verbesserung darstellt, bestimmen die Jugendlichen natürlich selber. Denn sie genau wissen, was gut für sie ist.

Diese Aktion soll nicht nur Selbstzweck sein, sondern soll vor allem das Kinderrecht auf Freizeit und die Kinderrechte im Allgemeinen in die Öffentlichkeit bringen. Durch diese Aktion soll auch gezeigt werden, dass Kinder und Jugendliche gut ausgestattete Freizeittreffs nach der Schule brauchen. Auch die  Politik soll aufgerufen werden, alle Freizeittreffs so zu finanzieren, damit Kinder und Jugendliche ihre Freizeit so verbringen können, dass sie sich wohlfühlen und Zeit sinnvoll und kreativ verbringen können. Die Kindercents können natürlich nicht alle Wünsche und Forderungen der Freizeitclubbesucher/innen erfüllen, sie zeigen aber, dass sich Kinder und Jugendliche engagieren, um ihre Rechte einzufordern.

„Kindercent bietet Kindern die Möglichkeit, sich offiziell für etwas einzusetzen, das sie gut finden, sei es Tierschutz, Seniorenhilfe oder Unterstützung für kranke Menschen. Durch die Auseinandersetzung mit ihrem Thema und durch die Überzeugungsarbeit, die sie leisten, um Erwachsene dafür zu gewinnen, eignen sich die Kinder wichtige soziale Kompetenzen an“, erklärt Dr. Heide-Rose Brückner, Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderhilfswerkes.

            Infos:

                        Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

                               Kinder- und Jugendparlament

                               Rathaus Friedenau * Breslauer Platz 1 * 10820 Berlin

                               Telefon: 01522-255 40 42

                               Oliver Schmidt

                               www.kjp-ts.de * info@kjp-ts.de

Weitere Information unter www.dkhw.de/kindercent.                                                   

 

Nachbarschaftszentrum ufafabrik+++Ort des Lernens und der Inklusion

Inklusion bedeutet Dazugehörigkeit, Einbeziehung.

Die UN-Behindertenrechtskonvention fordert die Umsetzung des Inklusionsgedankens von Menschen mit Behinderungen. Der Inklusionsgedanke fördert gesellschaftliche Veränderungen und versteht darunter keine neuen Angebote zu schaffen, sondern Menschen mit Lernschwierigkeiten in bestehende Angebote einzubeziehen und nicht zu separieren.

Das Pilotprojekt „Tempelhof Inklusiv“, eine Kooperation des Paritätischen Wohlfahrtverbands, des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg und des Nachbarschaftszentrums ufafabrik, sollte dazu beitragen, Erkenntnisse über Angebote mit Menschen für Lernschwierigkeiten zu erlangen.
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Das Nachbarschaftszentrum ufafabrik öffnete verschiedene Kurse für Menschen mit Lernschwierigkeiten.  Dr. Monika Seifert und Studierende der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin begleiteten das Projekt wissenschaftlich. Alle Teilnehmer, Kursleiter sowie betreuende Personen wurden im Anschluss eingehend nach ihren Erfahrungen befragt.

Die Ergebnisse wurden am 08.12.2011 im Rahmen einer Veranstaltung im Familientreffpunkt des Nachbarschaftszentrums in der ufafabrik dem Fachpublikum vorgestellt. Dazu hatten die Geschäftsführerinnen des NUSZ Renate Wilkening und Sigrid Zwicker eingeladen die Moderation übernahm Katharina Gerlach (radioBERLIN 88,8).
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Die Stadträtin Dr. Sybill Klotz sprach sehr anerkennend und wertschätzend über die ufafabrik und das Nachbarschaftszentrum als Ort der Begegnung und des gesellschaftlichen Wandels.

Dr. Monika Seifert präsentierte die Ergebnisse. Die Erfahrungen der Projektbeteiligten sind durchweg positiv. Obwohl die KursleiterInnen über keine fundierte Ausbildung in Bezug auf Menschen mit Lernschwierigkeiten verfügten, stellten sie sich schnell und ohne Schwierigkeiten auf ihre neue Situation ein. Auch die KursteilnehmerInnen fühlten sich in den Gruppen gut aufgehoben.

Im Anschluss moderierte Katharina Gerlach eine offene Gesprächsrunde. Hier war ausreichend Zeit und Raum, die Informationen und Erfahrungen zu den Angeboten des Nachbarschaftszentrums, aber auch allgemein rund um das Thema Inklusion zu erörtern. Franziska Schneider, Bezirksbeauftragte für Menschen mit Behinderung legte sehr überzeugend und engagiert dar, welche Rolle sie und das Bezirksamt bei der Umsetzung des Themas Inklusion übernehmen. Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen in das Leben im Bezirk einzubeziehen. Dafür sollen sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bezirksamtes sensibilisiert werden.

Dr. Gabriele Schlimper, Leiterin der Geschäftsstelle Bezirke, berichtete aus der Sicht des Paritätischen Wohlfahrtverbands Berlin. Sie und Reinald Purmann, Referent Behindertenhilfe begleiteten „Tempelhof Inklusiv“ mit großem Engagement und Begeisterung. Zwei Teilnehmerinnen erzählten ihre persönlichen Erfahrungen den interessierten Gästen.

Werner Wiartalla, der auf dem ufa-Gelände Ökotouren inklusiv anbietet, machte deutlich, dass das Wort Inklusion nur ein neuer Begriff ist für das, was die ufaFabrik in ihrem 30jährigen Bestehen schon immer getan hat: alle Menschen einbeziehen, für „Tempelhof Inklusiv“ also die besten Bedingungen. Die erfolgreiche Durchführung und die guten Erfahrungen sollen andere Einrichtungen ermuntern, ähnliche Angebote in ihre Programme aufzunehmen. So lässt sich der Inklusionsgedanke weitertragen und Normalität im Alltag werden.
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Zur Unterhaltung der Gäste trug die in der ufaFabrik beheimatete Sambagruppe mit ihren mitreißenden südamerikanischen Rhythmen bei.

Für das Nachbarschaftszentrum ist klar: es geht auf jeden Fall weiter.

Die Anregungen der Projektbeteiligten wurden aufgenommen, und weitere Kurse werden inklusiv geöffnet. Improvisationstheater und PEKIP Kurse laufen bereits, andere werden in Kürze folgen.

Der informative Nachmittag fand einen harmonischen Ausklang mit Gesprächen bei Essen und Trinken.

(Bericht NUSZ; Fotos Nachbarschaftszentrum ufaFabrik: Christophe Gateau)

 

Wladimir Kaminer: Ein literarisches Heimspiel vor begeistertem Publikum!

Berlin-Neukölln, 9. Dezember 2011 Wer will die Geschichte vom russischen Bären hören, der Fahrrad fährt? Der muss zur Lesung von Wladimir Kaminer gehen! Die Lesereise 2011 führte den Schriftsteller auch in seine Wahlheimatstadt Berlin. Wladimir Kaminer gibt sich die Ehre und wird im ausverkauften Neuköllner Heimathafen begeistert begrüßt. Hugendubel am Hermannplatz hat ihn eingeladen.

Das Berliner Bildungsbürgertum, vorwiegend das Weibliche, hat sich im Saalbau an der Karl-Marx-Straße zur lustvollen Lesung des Deutsch-Russen getroffen. Wer jemals schon eines seiner Bücher aufgeschlagen hat, konnte das pure sprachliche Vergnügen der Kurzgeschichten erleben. Ob „Russendisko“, sein erstes Buch, oder „Mein Leben im Schrebergarten“, Kaminer schaut den Menschen von Nebenan „auf die Schnauze“.
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Foto: A. Walther
Wladimir Kaminer ist nicht nur mit dem Büchlein „Russendisko“ bekanntgeworden. Seine Leidenschaft ist die echte Russendisko, wo er einen Mix aus alter und neuer russischer poppiger Musik mit viel Temperament bietet. Seine CDs lassen wohl keinen Tanzmuffel auf dem Stuhl sitzen. Sein neuestes literarisches Werk heißt „Liebesgrüße aus Deutschland“. Hier überlegt Kaminer, wie andere Völker ohne den Begriff der „Einverständniserklärung“ auskommen oder schreibt beispielsweise über den deutschen Mann und über deutsche Möbel.

Unter dem Motto „Typisch deutsch und trotzdem lustig“ kann der Schriftsteller viel erzählen und hat dabei großes Verständnis für die Schrullen und Besonderheiten in seiner Wahlheimat. Was ist die Besonderheit von Wladimir Kaminer? Mit verschmitztem Hintersinn, vollem Körpereinsatz, angedachten Halbsätzen und Andeutungen erzählt er ironisch und hintersinnig. Seine Liebe zu Berlin kann man mit allen Fasern spüren und wird durch sein gebrochenes Deutsch mit russischem Akzent so richtig glaubwürdig. Aber wirklich beschreiben kann man Kaminer nur sehr unvollkommen; man sollte ihn einfach lesen!

Wladimir Kaminer ist 1967 in Moskau geboren, lebt seit 1990 im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg und ist die meiste Zeit mit Lesungen und Vorträgen, gerne auch mal weltweit, unterwegs. Kaminer erzählt vom Kirchentag in Dresden, wo er mit seiner Russendisko eingeladen wurde. Kaminer freut sich dort auf die vielen „Fandfinder“, die für Ordnung sorgen sollen, die sich dann doch als „Pfadfinder“ entpuppt haben.
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Kaminer signiert seine Bücher (Foto: BerLi-Press)
Das Publikum lacht schon im Vorgriff auf angedeutete Gags. Seine Geschichten erzählen von Ehefrau Olga und den Schrebergartenerfahrungen, seinen Kindern im Schulbetrieb, dem Leben auf der Schönhauser Allee und den Kehrwochen der Berliner Schwaben. Das Publikum liebt Kaminer, liebt seine witzige und eher leise Art, wie er die Sachen des Alltags aufs Korn nimmt. Die Zuhörer tauchen in die Welt Kaminers ein, gehen mit ihm auf Reisen und erleben einen kurzweiligen unterhaltsamen Abend. Eine liebenswerte „One-Man-Show“ des literarischen Unterhalters Wladimir Kaminer!

Thomas Moser -BerLi-Press- (www.berli-press.de)

http://www.wladimirkaminer.de

http://www.russendisko.de

http://www.heimathafen-neukoelln.de

 

Furioser Vorverkaufsstart im Britzer Garten

- Am ersten Verkaufstag wurden bereits 1.000 von 12.000 Tickets für Feuerblumen und Klassik Open Air 2012 verkauft –

- Bis Sonntag-Abend (4.12.2011) kamen über das Wochenende weitere 600 verkaufte Tickets dazu -

Bereits 30 Minuten vor Kassenöffnung standen am 1. Dezember die ersten Besucher an den Kassen des Britzer Gartens, um die Ersten in der Schlange zu sein. Den Ticketkäufern ging es insbesondere darum, die besten Plätze in den vorderen Sitzblöcken zu erwerben.

Viele kaufen die Feuerblumen-Eintrittskarten für den 25. August 2012 aber auch als beliebtes Weihnachtsgeschenk.

Im Jahr 2012 präsentiert der Britzer Garten das große Open-Air-Konzert mit fulminantem Höhenfeuerwerk unter dem Motto „Slawische Tänze“.

Am Samstag, den 25. August 2012 um 19.30 Uhr erleben 12.000 Gäste einen Konzertsommerabend mit einem internationalen Orchester aus Tschechien:

Die „Nordböhmische Philharmonie Teplice“ unter der Leitung von Roland Mell spielt Meisterwerke der Klassik im Britzer Garten.

Eintrittskarten sind seit dem 1. Dezember 2011 an den Kassen des Britzer Gartens, an Theaterkassen oder anderen Vorverkaufsstellen (provided by TIXOO.com) sowie im Internet unter: www.gruen-berlin.de/service/web-shop/ erhältlich.

Vorverkaufspreise:

Sitzplätze (je nach Kategorie A, B, C oder D): zwischen 24,00 € und 30,00 EUR
Wiesenplätze: 16,00 €

Jahreskartenbesitzer (Jahreskarte 2012) erhalten auf alle Eintrittskartenkategorien 50 % Rabatt.

 
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