„FÜENF“-A-cappella-Musiker mit Stimmgewalt und viel Witz

Berlin-Tempelhof, 28. März 2012 Auf ihrer Deutschlandtournee sind sie in die Tempelhofer ufa-Fabrik gekommen: die temperamentvollen „FÜENF“-A-cappella-Musiker. Das Premierenpublikum ist in guter Stimmung und begeistert sich für die Songs der Musiker aus Schwaben. Als Beschreibung für ihre Stilrichtung haben sich die Sänger „A-Capolla-Pep“ gesetzt. Auf ihrer „Phase 6“ - Tour überzeugen die Sänger mit eigenen witzigen Texten, mit einer gut abgestimmten Bühnenperformance und vor allem mit fünf erstklassigen Männerstimmen. „Phase 6“ bezieht sich auf das 6. Album und der Hoffnung der Gruppe, nach einem bereits siebzehnjährigen künstlerischen Schaffen, auf eine „Wiederbegegnung mit dem 6. Element: dem Publikum.“
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Die Musiker kommen in der ufa-Fabrik sehr gut an, wenn sie heitere und ernste Themen musikalisch auf die Schippe nehmen. Für Instrumente ist kein Platz auf der Bühne; die Gruppe erzeugt ganz alleine mit ihren Mündern einen vollen Sound. Ob Kontrabass, E-Gitarre und Trompete: Es ist erstaunlich, was für ein Klangvolumen die umtriebigen Vokalkünstler mit ihrer selbst gemachten Musik erzeugen. Die Dieter-Bohlen-Superstar-Hymne „Denn vor allen Dingen, können wir nicht singen“ (den Schuh müssen sich die FÜENF wirklich nicht anziehen!) kommt genau so gut an, wie der witzige und stimmgewaltige „Major Tom“ oder die Hommage auf Roger Wittacker. Das besondere Highlight war dann aber der Hit-Mix mit „Horst“: Die Zuschauer erfahren bei dem Song, dass man ´Liebe´ gut mit ´Horst´ austauschen kann...!? Das Publikum lacht viel und singt, für Berliner Verhältnisse, begeistert mit! In der Programmankündigung heißt es: „Diese FÜENF versuchen nicht krampfhaft gechillt zu sein und dabei gleichzeitig verdammt stylish aufzutreten.“ … und das ist auch gut so!

In dem Musikprogramm kommen alle Sänger, in ihren speziellen Einzigartigkeiten, auf ihre Kosten und können ihre Qualitäten und Künste unter Beweis stellen. Ob als Cowboys, italienische Lover oder Versager („Wo ein Wille ist, ist auch ein Abgrund“): Die fünf Jungs sind einmalig! Die Texte sind sehr unterhaltsam und keineswegs platt, sie sind bissig, aber nicht verbissen! Das Wichtigste sind aber bei A-cappella nun einmal die Stimmen. Und diese Klangwerkzeuge von den FÜENF verzaubern die Zuhörer und versetzten sie in eine sechsdimensionale Musikwelt. Ein lustvoller musikalischer Abend mit Pfiff und Stimme, bei dem auch das Publikum voll und ganz auf seine Kosten kam!

Thomas Moser –BerLi-Press (www.berli-press.de)

http://www.fuenf.com

 

Frühlingserwachen im Britzer Garten +++ es grünt so grün...

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Fotos: BerLi-Press
 

Internationale Begegnung Türkei 2012

Auch im Sommer 2012 wird das Jugendamt Tempelhof-Schöneberg wieder einen Jugendaustausch mit der Türkei durchführen. Organisiert wird der Austausch vom Kinder - und Jugendzentrum  Burg in Berlin-Friedenau. Die Stationen der Reise werden auch in diesem Jahr die Städte Istanbul und Fethiye sein.

In Istanbul werden die Jugendlichen mit einem Straßenkinderprojekt zusammentreffen. In Fethiye  wird das Thema soziale und berufliche Integration im Vordergrund stehen. In Fethiye  ist auch wieder eine Umweltschutzaktivität geplant.

Die Reise in die Türkei wird vom 29.6.2012 bis 13. 07. 2012 stattfinden. 

Preis pro Person: 450 Euro.

Der Jugendaustausch steht unter dem Motto: “Gegen Rassismus, Intoleranz und Gewalt, für ein friedliches Miteinander der Kulturen – Soziale und berufliche Integration Jugendlicher in der Türkei und Berlin.“

Anmeldung und weitere Informationen:

Kinder- und Jugendzentrum Burg

Friedrich-Wilhelm-Platz 11
12161 Berlin
Tel 90277 – 6024
Fax 90277--7523
burg@sozkult.de
www.jugend-burg.de

 

Rassismus ist kein Randphänomen!

Ob in der Schule, am Arbeitsplatz oder bei der Wohnungssuche - Rassismus ist auch in Deutschland Alltag. Anlässlich des UN-Tags gegen Rassismus hat die Bürgermeisterin des Bezirks Tempelhof-Schöneberg, Frau Angelika Schöttler, als Zeichen ihrer Solidarität gemeinsam mit Mitgliedern des Bezirksamtes, der Integrationsbeauftragten des Bezirks und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fünf Minuten vor zwölf Luftballons, mit dem Schriftzug „Berlin gegen Rassismus“, in den Himmel steigen lassen.

Damit unterstützte sie den Aufruf "Handeln.Jetzt. Es ist 5 vor 12!" des Türkische Bundes Berlin-Brandenburg (TBB), der alle Demokratinnen und Demokraten zu lautstarken, 5-minütigen Protesten aufforderte.

"Die menschenfeindliche Mordserie der Zwickauer Terrorzelle hat uns auf dramatische Weise gezeigt, wozu Rassismus führen kann. Rassistischen, antisemitischen und antidemokratischen Tendenzen müssen wir Demokratinnen und Demokraten rechtzeitig entgegentreten. Gegen jegliche Formen von Rassismen im Alltag müssen wir aufstehen. Rassismus ist kein Randphänomen!“ betonte Angelika Schöttler.
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Mitglieder des Bezirksamtes und der Bezirksverordnetenversammlung lassen Luftballons als Zeichen gegen den Rassismus steigen.

V.l.n.r.: Bezirksstadtrat Daniel Krüger, Bezirksstadträtin Jutta Kaddatz, Bezirksverordneter Christian Zander, Bezirksverordnetenvorsteherin Petra Dittmeyer, Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler
Foto:BATS

 

 

"Deutsche Sprache - schwere Sprache"

Luczak trifft sein amerikanisches Patenkind aus Marienfelde Der Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak (CDU) lud sein Patenkind, den 19-jährigen Eli Rucker aus den USA, sowie dessen deutsche Gastmutter, Susanne Baumgart-Uhl, in sein Bundestagsbüro ein. Rucker nimmt von Sommer 2011 bis 2012 am Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) des Bundestages teil und wohnt bei Familie Baumgart-Uhl in Marienfelde.
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Susanne Baumgart-Uhl,Eli Rucker,Dr. Jan-Marco Luczak MdB / Foto:Serena Klein
"Es gibt zwar ein Sprichwort: Deutsche Sprache - schwere Sprache", sagte Luczak lachend zu seinem Patenkind. "Aber du sprichst wirklich gut Deutsch." Mit der deutschen Sprache befasst Eli sich allerdings nicht erst seit seinem Aufenthalt in Berlin. Tatsächlich war es die Deutschlehrerin an seiner Highschool im Bundesstaat Winsconsin, die ihn auf das Austauschprogramm PPP aufmerksam machte. Eigentlich wollte Eli erst nach Köln - doch inzwischen ist er froh, in Berlin gelandet zu sein. "Ich mag Berlin sehr und sage es mit den Worten meiner Lehrerin für Politische Weltkunde - Berlin ist arm, aber sexy." Die Hauptstadt gefällt dem amerikanischen Austauschschüler inzwischen sogar so gut, dass er sich für einen Studienplatz in Berlin bewerben möchte. Lehrer für Deutsch und Englisch wäre sein Traumjob.

Gastmutter Susanne Baumgart-Uhl berichtete von Schwierigkeiten, die sie mit Austauschorganisationen früher hatte. Über "Youth for Understanding" (YFU), einer der größten und ältesten Austauschorganisationen, kann sie aber nur Gutes berichten. So kam Eli in die Familie. Dessen Eltern waren anfangs sehr besorgt. Noch nie zuvor selbst die USA verlassen gehabt, wussten sie wenig über das Land auf der anderen Seite des Atlantiks und schickten  daher "Care-Pakete" mit Deo und Rasierer an ihren Sohn, berichtet Baumgart-Uhl. Inzwischen wüssten sie aber, dass dafür keine Notwendigkeit besteht. "Solch ein Austauschprogramm hilft eben sehr die gegenseitigen Vorurteile abzubauen", sagt Luczak. "Es laufen in Deutschland nicht alle in Lederhosen herum", fügte er lachend hinzu.

Abschließend lobte der Bundestagsabgeordnete das ehrenamtliche Engagement der Familie Baumgart-Uhl. "Ich finde es wirklich gut, dass sie so engagiert sind" sagt er. "Wenn ich Ihnen und Eli jetzt oder in Zukunft helfen kann, tue ich das. Ehrenamtliches Engagement unterstütze ich immer gern!"

 

Heimathafen Neukölln…die Highlights im April

>> THEATER >>

Premiere: Zwei Krawatten, Arabqueen, Lila Risiko Schachmatt

>> AMÜSEMANG >>

Oktopus-Varieté, Neuköllner Weinsalong, Saalslam, „Ich hab den Groschenblues“, Die radioeins Radio Show

>> MUSIK >>

TV Noir, Laibach, Avitall, John Oates, Tucson Songs

>> LESUNGEN >>

Erika Mayr, Val McDermit, Max Goldt

>> SPIELPLAN April 2012 >> Kleiner Auszug

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ZWEI KRAWATTEN

Eine echte Berliner Revue

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Ein Stück echt Berliner Revuegeschichte im Heimathafen. Durch den Tausch seiner Krawatte landet der Kellner Jean unversehens in der Welt der Reichen und Mächtigen und wird hinweggespült bis in sein Sehnsuchtsland Amerika - immer verfolgt von seinem Berliner Mädel Trude, das ihn so einfach nicht an die reiche amerikanische Büchsenfleischerbin Mabel verlieren möchte. Es beginnt eine wilde Hatz durch New York, Chicago und Florida; bis Jean schließlich begreift, dass es besser ist, den ganzen Krempel hinzuschmeißen als im eigenen Erfolg zwischen Plastik Flamingos langsam dahinzudarben.

Zwei Krawatten ist musikalisches Revue-Sprech-Tanz-Theater auf Weltniveau zwischen Moonriver und YMCA, zwischen der verlorenen Sentimentalität der 20er Jahre und den lichttrunkenen Neonreklame-Cowboys von Las Vegas.

VON Georg Kaiser MUSIK Mischa Spoliansky

REGIE Andreas Merz

MIT Bärbel Bolle, Frank Büttner, Vlad Chiriac,, Alexander Ebeert, Funny Rose, Errol Shaker & die Showband: THE INCREDIBLE HERRENGEDECK

Zwei Krawatten

Premiere: Am 12. April 2012

weiter Termine: 14./ 15./ 22./ 27. April

und 01. / 09./ 10./ 11. Mai

> 20 Uhr im Saal

Eintritt: 18, erm. 12 Euro

2. NEUKÖLLNER WEINSALONG: ES BLUTET

Theater, Konferenz, Fest, Weinprobe

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"Er hat gesagt: das ist mein Blut, DAS IST MEIN BLUT hat der Jesus gesagt und es ist einfach mal offensichtlich, dass er da nicht den Wein in Blut verwandeln wollte, sondern sein Blut in Wein. In mich. Er konnte sich als weinwerdend dem flüssigen Produktiven annähern und damit dieser echt prekären Situation entkommen…" Das Abendmahl endlich aus der Sicht vom Rotwein erzählt; Karfreitag ist der 2. Neuköllner Weinsalong. Es geht in dieser zweiten Runde um die Magie temporärer Gemeinschaften – in Theatern, Schankstuben, Gottesdiensten, Tafelrunden, Szenebars. Beobachten und erleben wir Ausstrahlkräfte moderner Reliquien, Phänomene kreativer Bündelungen, bedrohliche Verdichtungen, heterogene Ansammlungen. Auf der Bühne spricht der Wein, aus dem Glas und als Performer, und formiert die Gemeinschaft unseres Neuköllner Abendmahls. In der Performance reißen Weine in ein kreatives Denkgelage über 2000 Jahre Abendmahlsgeschichte, um deren Spuren zwischen Facebook, und Weserstrasse neu zu erleben. In der Konferenz freuen wir uns, mit Theatermachern, Geistlichen und Barkeepern über die Konstruktion des Heiligen und seine gemeinschaftsstiftende Wirkung zu reden. Und am Ende feiern wir Ostern. VERKOSTET werden 4 Rotweine aus deutschen Anbaugebieten. Eine Reihe von www.weinkoerper.de und dem Heimathafen Neukölln

2. Neuköllner Weinsalong

Am 06. April 2012 > 20 Uhr

Eintritt: 18 €, ermäßigt 15 €

(inkl. Verkostung von vier grandiosen Weinen)

SAALSALM

Neuköllner Poetry-Slam

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Jeden 3. Dienstag im Monat öffnet der Saal des Heimathafens seine Pforten für den größten Dichterwettstreit Neuköllns: 9 Poetinnen und Poeten bekommen jeweils 5n Minuten Zeit, um ihre selbstverfassten Texte vorzutragen. Danach stimmt das Publikum mittels Wahlchips ab, wer ins Finale kommt. – Ob Kurzgeschichte oder Rap, ob zartes Liebesgedicht oder zynische Stand-Up Nummer; alles ist erlaubt. Dem Gewinner oder der Gewinnerin winkt neben der Gunst des Publikums wahlweise eine Flasche Vodka oder ein Büchergutschein. Durch den Abend im prunkvollen Saal führen Tilman Birr und Maik Martschinkowsky.

Saalslam

Am 17. April 2012

> 20:30 Uhr im Saal

Eintritt: 5 Euro

DIE RADIOEINS RADIO SHOW

Live und mundgemacht

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Spot an - fürs Mikrofon! Zwei Stunden Sendezeit ohne Unterbrechung: Nachrichten, Verkehr, Werbung, alles live eingesprochen! Die einzige Radioshow Europas ist im Heimathafen vor Anker gegangen. Radioeins Moderator Andreas Müller begrüßt seine erlesenen Gäste und die Musiker des Abends im schönen Ballsaal - als Sendeleiterin steht ihm Britta Steffenhagen zur Seite. Radio kills the video star! Der Musik-Gast im April sind die bezaubernden Runaway-Brides - der überraschende Überraschungsgast bleibt natürlich bis zur letzten Minute ein großes ungelüftetes Geheimnis! Für den musikalischen Klebstoff und die Vertonung sämtlicher Showelemente sorgt der miniBEATclub mit Udo Schöbel an der Gitarre und Peter "Pete The Beat" Wehrmann als Beatbox an sämtlichen anderen Instrumenten. Außerdem sorgt PR Kantate für musikalisch hochwertige Einlagen und Kaminski on Air zieht Zuschauer wie Zuhörer mit seinem LIVE-Hörspiel in den Bann seines Mikrophons. Los geht es um 18:45 Uhr. Ab 19 Uhr wird die Show live im Radio übertragen.

Die radioeins Radio Show

Am 26. April > 19 Uhr

Eintritt: 10 Euro

… und noch viel, viel mehr… http://www.heimathafen-neukoelln.de

HEIMATHAFEN NEUKÖLLN 
im Saalbau Neukölln
Karl-Marx-Straße 141
12043 Berlin

> Ticket-Hotline Koka36: 030. 61 10 13 13
> Info 030. 56 82 13 33

 

 

23./24.3.: Eine Hommage an Ludwig Hirsch ... in der ufa-Fabrik

KONZERT

Martha Pfaffeneder & Paul Schwingenschloegl

Eine Hommage an Ludwig Hirsch

Schöner schwarzer Vogel, komm

Morbide Delikatessen aus Wien

Den zentralen Platz in diesem schaurig-schönen Programm nimmt der am 24.11.2011 verstorbene Ludwig Hirsch ein. Ludwig Hirsch hatte viele Gesichter, war Entertainer, Liedermacher, Geschichtenerzähler, Philosoph. In mehr als 30 Jahren schuf er unvergessliche Werke wie „Bis Ins Herz“, „In meiner Sprache“, „Perlen“ bis hin zum letzten Studioalbum „In Ewigkeit Damen“. Und natürlich „Komm großer schwarzer Vogel“, letztlich textliches Vorbild seines eigenen Sterbens.

Die Schauspielerin und Sängerin Martha Pfaffeneder und Paul Schwingenschloegl an Klavier und Trompete widmen sich in ihrem neuen Programm dem Tod und der Liebe. Neu interpretiert werden u. a. H.C. Artmann, Wolfgang Ambros (Es lebe der Zentralfriedhof) und Georg Danzer (Sado-Maso, Der Frauenmörder Wurm). Ebenso wenig fehlen der Lieder der jungen Wiener Chansonszene, Ernst Molden und Franz Morak. Freuen Sie sich auf einem bitterbösen, unterhaltsamen Abend mit schwarzem österreichischem Humor auf höchstem künstlerischem Niveau.

Weitere Informationen unter:

Fr+Sa 23.+24.3. | 20 Uhr | Varieté Salon

Eintritt: 16,-, erm. 13,- Euro

Im Varieté Salon der ufaFabrik Viktoriastr. 10-18 12105 Berlin

Direkt am Tempelhofer Damm, 1 Minute von der U6-Ullsteinstraße, Bus: M170, N6 und N 84

Zuschauer- & Ticket-Telefon 030 • 75 50 30

www.ufafabrik.de und http://www.marthapfaffeneder.com

 

Die Britzer Mühle erwacht...

Die Mühlensaison beginnt am 18. März 2012

- Besichtigung der Britzer Mühle und Brotverkauf -

- der Britzer Müller Verein freut sich auf viele Gäste -

Inmitten eines weitläufigen Obstgartens am Rand des Britzer Gartens ragt die 20 Meter hohe, zwölfeckige Galerie-Holländer-Windmühle auf, deren Ruten oder Flügel eine Spannweite von 25 Metern haben. Das heute unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde 1865 erbaut und bis zum Jahr 1936 mit Wind betrieben. Die Britzer Mühle ist eine der beiden letzten, nach ihrer Restaurierung anlässlich der Bundesgartenschau Berlin 1985 auch wieder voll funktionsfähigen Windmühlen im Berliner Stadtgebiet. Bei ausreichendem Wind wird in der Britzer Mühle gemahlen, ein beeindruckendes Schauspiel, dem Sie zusehen können. Das Mehl wird bei der „Mehlwurm-Bio-Bäckerei“ dann zu Brot verarbeitet.

In diesem Jahr gibt es zur Mühlensaisoneröffnung erstmals ein kleines Fest am 24. März (Samstag) von 11:00 bis 16:00 Uhr. Geboten werden an diesem Tag Mühlenführungen gegen eine Spende, Brot- und Mehlverkauf, selbstge­backener Kuchen, frische Waffeln und Quarkstullen mit Schnittlauch sowie kalte und warme Getränke. Der Steinbackofen wird angeheizt und die Kinder können darin Kuchen in kleinen Tontöpfchen backen. Auch im Bastelangebot: Windrädchen am Stöckchen.

Der Britzer Müller Verein bietet bis Anfang November 2012 Führungen für Schulklassen, Kita-Gruppen (ab 4 Jahre) und andere Interessierte. Eine Führung durch das technische Baudenkmal ist ein lehrreiches und kurz­weiliges Vergnügen. Müller Josef nimmt ab sofort Terminwünsche entgegen. Die Telefonnummer lautet: 030/604 20 57.

Es gibt aber auch ständige Führungsangebote zu feststehenden Zeiten: sonn- und feiertags (stündlich) von 11 bis 16 Uhr.

Der Brotverkauf startet am Freitag, 16. März 2012 von 11.00 bis 16.00 Uhr und am Samstag, 17. März von 11.00 bis 16.00 Uhr und wird ebenfalls bis Anfang November durchgeführt: normalerweise freitags von 12.00 bis 17.00 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags von 11.00 bis 16.00 Uhr.

Preise Führung:

pro Kind (6 bis 14 Jahre) 1,50 €, Erwachsene 3,00 €, ermäßigt 2,50 €

Familienkarte 6,50 €

Die Britzer-Garten-Jahreskartenbesitzer 2012 haben freien Eintritt!

Vorschau:

28. Mai, Pfingst-Montag (11 – 16 Uhr) Deutscher Mühlentag an der Britzer Mühle

Das 5. Britzer Mühlenfest findet in diesem Jahr am 2. und 3. Juni statt.

 

A-CAPPELLA Die füenf

Phase 6

Fünf Stimmakrobaten mit der Lizenz zum Lachen

Fünf Ausnahmesänger, von denen jeder einzelne mit einem anarchischen Sinn für Humor und einem glücklichen Händchen für Ohrwürmer und halsbrecherische Arrangements ausgestattet wurde. Mit diesen Gaben konnten die füenf in den Jahren ihres Bestehens weit über 1000 Mal das Land in Ekstase versetzen. Und tatsächlich, schon ist es passiert: Die füenf sind 16!
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Vokal unerbittlich auf der Höhe, schlagen sie mit ihrer „Phase 6“-Tour ein neues Kapitel auf - ohne Instrumente, versteht sich. Aber keine Angst vor der ominösen Zahl sechs: Die füenf haben weder Zuwachs bekommen, noch spielen sie ihre unleugbare erotische Anziehungskraft aus.

In ihrer 6. Bühnenperformance präsentieren sie schlichtweg die Songs ihres 6. Albums – und freuen sich auf die Widerbegegnung mit dem 6. Element: dem Publikum. Neu ist die zunehmende Kompromisslosigkeit, die sich nach sechzehn Bühnenjahren bei den füenf Bauchmusikern eingestellt hat: Auf Ihrem aktuellen Album setzen sie ganz und ausschließlich auf Selbstgemachtes: Die zwanzig griffigen eigenen Songs demonstrieren die wahre Stärke dieser markanten Stimmen, Komponisten, Texter und Leadsänger. Greifen sie doch sowohl aktuell Brisantes auf als auch ewig schwelende

Gefühlszustände, skurrile Vorstellungen und Nonsens zur Krisenbewältigung. So widmen sie sich unter anderem der berüchtigten deutschen Gründlichkeit und dem Kontrollwahn. Kopfkino, Dauergrinsern, Kuschelrock und ähnlich neurotische Themen führen erfrischend weit weg vom

Mainstream. Obwohl es manchmal auch einfach nur ums Essen geht. Die altersweisen füenf haben jedem, der es hören will, etwas zu sagen und schrecken auch nicht davor zurück, dies zu tun. Nicht umsonst haben sich die Herren in sechzehn Jahren zielstrebiger Kleinarbeit auch Feinde

geschaffen. Gott sei Dank.

Mehr Informationen finden Sie auch unter: http://www.fuenf.com

Spieltermine: Mi-Sa, 28.3. – 31.3. Beginn: 20 Uhr

Berliner Premiere Mittwoch, 28.3. 2012 Beginn: 20 Uhr

Eintritt: Eintritt: 17,-, erm. 14,- Euro Stud. 12,- Euro

Im Varieté Salon der ufaFabrik Viktoriastr. 10-18 12105 Berlin

Direkt am Tempelhofer Damm, 1 Minute von der U6-Ullsteinstraße, Bus: M170, N6 und N 84

Zuschauer- & Ticket-Telefon 030 • 75 50 30 www.ufafabrik.de

 

Wochenende im Britzer Garten

Der Frühling kommt!

Begrüßen Sie ihn am Wochenende im Britzer Garten

Ob der Frühling und das Sonnenlicht die Hormone und die Leidenschaft ankurbelt und die so genannten Frühlingsgefühle, darüber wird in der Wissenschaft gestritten. Unstreitbar allerdings ist, dass der Frühling die Natur um uns herum in den schönsten Farben und Tönen leuchten lässt. Die Berliner können dies bei einem Spaziergang im Britzer Garten erleben und ganz nebenbei ist Bewegung an der frischen Luft die beste Medizin gegen die Frühjahrsmüdigkeit.

Der Frühling naht und der Britzer Garten erwacht erneut aus einem Winterschlaf. Deutlich zu vernehmen ist das für die Besucher des Gartens an den Stimmen der Vogelwelt. Dabei ist der Übergang von der kalten zur wärmeren Jahreszeit, in der die Natur zu neuem Leben erwacht, fließend. Wenn die Schneeglöckchen blühen, singen schon Rotkehlchen, Amsel, Zaunkönig, Kleiber, Kohl- und Blaumeise. Auch die Singdrossel zeigt mit lautem Gesang an, wo sie ihr Brutrevier errichten will.

Zu den ersten Frühlingsboten im Britzer Garten gehören die Schneeglöckchen, Krokusse, Blausternchen und der „Schneeglanz“, die kleinen blassblauen Sternhyzinthen. Die Leberblümchen beginnen zu blühen und auch schon die ersten kleinen Irisblüten wurden gesichtet. Wenn die Temperaturen steigen, werden auch die ersten Hyazinthen, Narzissen, Primeln und Buschwindröschen im Britzer Garten am Wochenende zu blühen beginnen.

Auch die Baumblüte, wenn häufig auch unscheinbar, hat ihren Reiz. Neben der Kornelkirsche mit ihren kleinen gelben Blüten, sehen besonders auch die kleinen roten Blütchen des Zuckerahorns in der Nähe der „Riesenturner-Schaukeln“ interessant aus.
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Eintritt in den Britzer Garten: Erwachsene 2,00 €, ermäßigt 1,00 €

Britzer Garten (www.britzer-garten.de)

Eingänge:

Mohriner Allee à U6 Bhf. Alt-Mariendorf / Bus 181

Buckower Damm à S/U-Bhf Hermannstraße / Bus M 44

Tauernallee und Sangerhauser Weg à U6 Bhf. Alt Mariendorf/ Bus 179

 

Ein guter Mensch ... an der Gustiv-Heinemann-Gesamtschule

Wenn eine Veranstaltungsreihe regelmäßig neue Projekte hervorbringt, besteht die Gefahr einer gewissen routinemäßigen Gewöhnung. Dabei verliert man die besondere Wertschätzung, die jedes einzelne Vorhaben verdient, leicht aus den Augen. Deshalb ist es wichtig, die Ereignisse durchzunummerieren. Und eine besondere Zahl bietet dann den Anlass, auf das Geleistete mit Respekt und Anerkennung zurückzublicken.

Die Gustav-Heinemann-Schule hat ein großes Problem. Sie muss immer wieder ihrem guten Ruf gerecht werden und darf nie müde werden, neue Projekte zu kreieren. Das ist nicht einfach. Von Anfang an war und ist sie mehr als nur eine Gesamtschule, auch wenn sie sich heute „Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe“ nennen muss. Dem langjährigen Schulleiter Karl Pentzliehn ist es immer wieder gelungen, prominente Zeitgenossen aus Politik und Kultur in sein Haus zu bringen. Die Schulklassengespräche wurden regelmäßig im RIAS übertragen. Aufbau und Pflege von internationalen Kontakten, ist ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit. Japanisch wurde in Berlin zuerst an der GHO unterrichtet. Und natürlich empfing man Besuch aus Japan und reiste dorthin.

Ein weiteres Schmuckstück im Katalog der Marienfelder Schule, deren Originalgebäude dem Asbest zum Opfer fiel, und deren Ersatzbau kurz vor der Grenze zu Brandenburg liegt, ist das Theaterspielen. Von 1984 bis heute fanden 50 Inszenierungen statt. Von „Biedermann und die Brandstifter“ über „Die Physiker“, den „Jagdszenen aus Niederbayern“, „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“, „Die zwölf Geschworenen“, bis hin zu Brechts „Der gute Menschen von Sezuan“, um nur einige der bekanntesten Werke zu nennen. Natürlich gab es auch Kabarett und andere heitere Unterhaltung.

In Anwesenheit des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD), früherer Schulleiter und Schulräte und natürlich Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler gelangte die 50ste Inszenierung auf die Bühne. 46 Theaterbegeisterte Menschen auf, vor und hinter der Bühne sind im Programmheft aufgelistet. Und was diese in dem knapp zweistündigen Stück vollbringen, verdient höchstes Lob und Anerkennung. Die Professionalität der jungen Künstler ist fast schon erschreckend. Textsicher absolvieren sie die oft komplizierten Dialoge und brillieren mit großartiger Mimik und Gestik. Brecht? „Der gute Menschen von Sezuan“? Freitagabend nach einer langen Arbeitswoche! Hoffentlich nicke ich nicht ein, war meine größte Sorge. Diese stieg noch an, als man mich in die erste Reihe platzierte, in der man nun wirklich keine Konditionsschwäche zeigen darf. Die Sorgen waren völlig unbegründet. Selbst als die Luft im Saal immer dicker wurde, schaute ich gebannt auf das spannende Geschehen auf der Bühne, und zwar hellwach. Nur das minimalistische Bühnenbild aus hinlänglich bekannten Schulmöbeln erinnerte daran, dass man sich in einer Bildungseinrichtung befand. „Gut zu sein bedarf es wenig?“ titelte das Stück nach Brechts gutem Menschen von Sezuan. Das Fragezeichen ist berechtigt. Denn es bedarf sehr viel, gut zu sein. Die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler der aktuellen Abi-Klassen haben es bewiesen. Im Stück geht es um den ewigen Konflikt zwischen Gut und Böse. Beide kommen ohneeinander nicht aus. „Kann man gut sein und gleichzeitig menschenwürdig leben?“ Diese Frage stellte sich Bertold Brecht in seinem 1943 in Zürich uraufgeführten Stück. Mitreißend wurde die Kernfrage inszeniert und dargestellt.

Die Dialoge waren teilweise deftig, so wie man sie auch auf Schulhöfen mithören kann. Schließlich ist Brechts Heldin eine Prostituierte, die von drei Göttern als gut eingestuft wurde. Und in dem Milieu ist die Sprache oft nicht stubenrein. Eine kleine Hip-Hop-Einlage, vorgetragen vom, wertet man die Begeisterung der weiblichen Gäste richtig, sexiest Schüler der GHO, sorgte für Stimmung im Saal. Die gut gebauten Jungs durften auch mal ihr T-Shirt ausziehen und zeigen, dass sie auch im Sportunterricht etwas drauf haben, und die Reize der jungen Damen wurden auch nicht versteckt. Zwei von ihnen, die Prostituierte darzustellen hatten, schlenderten zwischen erster Reihe und dem Bühnenrand hin und her und es kam, wie es kommen musste, eine setzte sich mit den Worten „Na Süßer, was machst Du denn hier?“ auf den Schoß von Klaus Wowereit, der solche Situationen allerdings grandios meistert.

Insgesamt gesehen, ein hervorragender Abend, der – ich wiederhole mich – große Anerkennung verdient.
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Nach dem Stück, dem Jubiläum angemessen, gab es noch ein paar Reden, vom Schulleiter Carsten Hintze (Foto links), von Klaus Wowereit (rechts) und von Karl Pentzliehn (Mitte). Auch diese zollten den Machern des Stückes großen Respekt. Abgeschlossen wurde die Jubiläumsinszenierung mit einem Feuerwerk auf dem Schulhof. Anmerkung: gut gefallen hat mir, dass in einer Zeit, in der es um Schnäppchen und Einladungen hier und da geht, man zwar seine Ehrenkarten für die Veranstaltung vorher telefonisch reservieren lassen konnte, sie aber bei der Entgegennahme bezahlen musste. Sechs Euro sind ein äußerst fairer Preis, ich hätte auch mehr bezahlt.

Nicht nur, aber auch die 50ste Inszenierung wurde an diesem Abend gefeiert, auch das Feuerwerk war ein Highlight des Abends, aber, es gab noch etwas anderes, was einer ausführlichen Würdigung bedarf. Jürgen Müller. Wer ist Jürgen Müller? Karl Pentzliehn hat uns dazu einen Text geschickt, den wir gern – in leicht überarbeiteter Form - veröffentlichen möchten. Teile dieses Textes hat Karl Pentzliehn bei der Veranstaltung vorgetragen.

Jürgen Müller absolvierte von 1983 bis 1985 seine Ausbildung zum Lehrer mit einem Wahlfach (Deutsch) an der GHO. Nach dem zweiten Staatsexamen arbeitete er wegen eines Einstellungsstopps zunächst als Animateur für ein Reiseunternehmen in Spanien. Da er aber bereits während seiner Ausbildung durch Kompetenz, Kreativität und besonderes Engagement aufgefallen war – u.a. inszenierte er mit der von ihm geleiteten Arbeitsgemeinschaft drei Theaterstücke und präsentierte aus Anlass eines Schuljubiläums zudem ein Kabarett – setzte der damalige Volksbildungsstadtrat von Tempelhof, Klaus Wowereit, nach einer Unterschriftenaktion von Schülerinnen und Schülern im Jahre 1986, gegen Widerstände des Personalrats seine Einstellung durch.

Seit dem ist Jürgen Müller durchgehend an der Heinemann-Gesamtschule beschäftigt. Er unterrichtet Deutsch und Englisch, sein Markenzeichen aber ist das Fach Darstellendes Spiel geworden. Hier hat er einen eigenen Fachbereich aufgebaut und im Jahre 1991 auch die amtliche Lehrbefähigung erworben. Mit jahrgangsübergreifenden Arbeitsgemeinschaften, mit Wahlpflicht- und Oberstufenkursen hat "Theater-Müller" jetzt 50 Stücke auf die Bühne gebracht und der Schule zu einem Profil verholfen, das sie vielleicht auch als Heimstatt des Theaters ausweist. Drei weitere Stücke von ihm sind übrigens bereits für 2012 und 2013 fest terminiert.

Dabei ist Jürgen Müllers eigener Spielplan breit angelegt, reicht vom Drama über das Lustspiel bis zum Kabarett, zum Theatersport und zum Krimidinner. Einige Aufführungen haben kraft ihrer künstlerischen Qualität und wohl auch wegen ihrer politischen Implikationen den Weg aus der Schule heraus - ja weit über Berlin hinaus - gefunden. Hier ist zuvörderst „Das Tagebuch der Anne Frank" zu nennen. Es wurde im Berliner Centrum Judaikum, aber eben auch in Bonn, Magdeburg und vor allem in Posen gezeigt.

Die Aufführung im dortigen, vollbesetzten Teatr Polski - vermittelt durch die Posener Partner-schule - wird Augenzeugen unvergesslich bleiben. Ein ohnehin hoch sensibles Publikum, das zudem durch eine gemeinsame Ausstellung beider Schulen unter dem Titel „Deutsche und Polen, verwandter als manchem gefällt" an die leidvolle Geschichte beider Völker erinnert worden war, folgte der Aufführung atemlos, schien am Ende ergriffen und verstört, löste sich nach minutenlangem Schweigen mit Tränen aus seiner Erstarrung.

Einzelne Besucher gaben sich damals als Posener Juden zu erkennen, artikulierten Überraschung, dass eine deutsche Schule ein solches Stück aufführe und deuteten an, dass Antisemitismus in Polen lange tabuisiert worden sei und in Teilen vielleicht noch immer der Aufarbeitung bedürfe.

Weit über Posen hinaus führte Jürgen Müller eine andere Inszenierung. Nachdem Schüler und Lehrer der Partnerschule in Sydney, Australien, diverse Aufführungen von ihm in Berlin erlebt hatten, wurde er vom Leiter der SCECGS-Redlands-School eingeladen, seine meisterhafte Berliner Präsentation des „Arturo Ui" auch mit australischen Schülern einzustudieren und in Sydney vorzustellen. Im Rahmen eines Lehreraustausches unterrichtete er daraufhin im Jahre 1999 für vier Monate in der australischen Metropole und führte „The Resistible Rise of Arturo Ui" zu einem großen Erfolg.

Der Tagesspiegel berichtet über die Berlinale unter der Überschrift „Unsere Besten" heißen: „Hass, Eidinger, Harfouch, Gedeck - Das deutsche Kino hat inzwischen viele große Stars." Ich erwähne diesen Beitrag nicht, weil Jürgen Müller etwa annähme, er habe Lars Eidinger den Weg zu einer großen Karriere gewiesen; ein bisschen stolz aber sind wir schon, dass Lars jahrelang in Jürgen Müllers Theatertruppe mitgewirkt hat und in der schon erwähnten Inszenierung des Arturo Ui die Hauptrolle spielte.

Lars ist nicht der einzige Schüler, der von Jürgen Müller für die Schauspielerei als Beruf begeistert wurde. Am 9. Januar 2012 hat Der Tagesspiegel Tobias Wollschläger abgebildet, der in diesen Tagen in der „Brotfabrik am Caligariplatz" Michael Klemms Theaterstück „The Joker" inszeniert und dazu die Hauptrolle spielt. Auch Tobias ist bei Jürgen Müller „in die Lehre gegangen". Weitere ehemalige Schüler und Schülerinnen haben sich auf den Weg zur Bühne gemacht.

Weniger sichtbar, vielleicht aber noch gewichtiger ist ein anderes Phänomen. Jürgen Müller gelang es immer wieder, auch Schülerinnen und Schüler auf die Bühne zu bringen, die nach den Beurteilungsmustern der Schule nicht zu den „Leistungsträgern" zählten, die als Spätaussiedler und Migranten mit sprachlichen Defiziten rangen, deren Selbstvertrauen ob ihrer sozialen Herkunft oder körperlicher Benachteiligungen wenig ausgeprägt war, die auch Regeln verletzten und „aneckten". Ihre Verpflichtung auf Textsicherheit, auf die Übernahme und Interpretation ich-fremder Rollen, die Einbindung in das Uhrwerk der zeitintensiven, außerunterrichtlichen Proben-pläne und die wechselseitige, personale Abhängigkeit während der Aufführungen disziplinierten sie; der Mut, auf offener Bühne vor Mitschülern, Lehrern, Eltern und anderen Gästen zu agieren, gar zu tanzen und zu singen, der Beifall, der ihre Leistung belohnte, verliehen ihnen Flügel, stärkten das Selbstwertgefühl und integrierten weit mehr als Ermahnung und Belehrung im Jahrgangsausschuss.

Natürlich ist Jürgen Müllers Arbeit an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule eng mit seinen Unterrichtsfächern, vor allem aber mit seiner Theaterarbeit verknüpft, und doch lässt sie sich nicht auf sie beschränken. Er hat immer eine Perspektive gesucht, die über den Marienfelder Kirchturm hinausweist. Er hat Schulpartnerschaften mit Sydney und mit Chiang Mai initiiert und betreut, er hat Konzerte von hundertköpfigen australischen Schulorchestern in Berlin organisiert, hat Klassen- und Kursfahrten nach Malad City (USA) und nach Waikiki (Hawaii) begleitet. Von 1988 bis 2008 hat er jeweils 14 Tage seiner Sommerferien als Sprachreise-Begleiter von 45 bis 90 Heinemann-Schülern in England und Irland verbracht! Und wenn eine Schülerin oder ein Schüler eine solche Fahrt nicht finanzieren konnte, hat Jürgen Müller nach anderen Quellen geforscht und dabei sein eigenes Portemonnaie nicht geschont.

Dass er Außergewöhnliches leistete und dabei gravierender, lang anhaltender, nicht heilbarer Krankheit trotzte, das sei mit Demut hinzugefügt.

Text über Jürgen Müller: Karl Pentzliehn

Einleitender Text: Ed Koch

Quelle: Paperpress www.paperpress.org  

 

 

LILA RISIKO SCHACHMATT

Deutsche Erstaufführungen aus Syrien, Palästina und Marokko mitten in Neukölln

Eine Kooperation zwischen suite42 und Heimathafen Neukölln

Kunst und Umbruch in der Arabischen Welt - Theater, Lesungen, Diskussionen

Ausgehend von zeitgenössischer arabischer Dramatik vertieft sich das Format LILA RISIKO

SCHACHMATT in Vielfalt und Vertrautheiten einer Region im Umbruch.

VERANSTALTUNGSREIHE

vom 9.-18. März begegnen wir Macher_innen und Beobachter_innen poetisch provokanter und akut politisierter arabischer Kunst- und Kulturproduktion. Gemeinsam mit ihnen klicken wir uns durch Profilbilder einer Generation, deren Horizont längst ein weltweit ausgestrahlter ist. Neben dem Theaterbesuch bieten Vorträge, Lesungen und Diskussionen Einblicke in Facetten aktueller arabischer Kunst- und Kulturproduktion.

Wir freuen uns am Wochenende des 16.-18.März die drei Autoren der Stücke aus Marokko, Palästina und Syrien im Heimathafen begrüßen zu können.

Nach der Vorstellung findet jeweils ein Publikumsgespräch in Anwesenheit des Autors statt.

Sa. 10.März, 17:30Uhr

Spoken Wor(l)ds #1: Mehr oder weniger junge syrische Lyrik

mit revolutionären Drehungen und Wendungen

Präsentiert in einer arabisch-deutschen Lesung von Sandra Hetzl und Fares Albahra. Ausgewählte Gedichte zeitgenössischer syrischer Autoren beleuchten soziale und politische Aspekte syrischer Realitäten, die unter anderem zur jetzigen Situation geführt haben. Auf verschiedenen Ebenen kreisen sie um den syrischen Menschen und die Revolution und bieten direkte, emotionale Zugänge.

Sa. 17. März, 16Uhr

Regisseurin Lydia Ziemke teilt im Vortrag Theater- und Kulturproduktion in arabischen Ländern ihre Einblicke in junge arabische Theaterszenen in Libanon, Syrien, Palästina, Jordanien und Marokko.

18Uhr

Der Abend ist der Arbeit des jungen syrischen Theatermachers und Autors Mohammed Al Attar gewidmet. Lydia Ziemkes Inszenierung von Rückzug wird an diesem Tag mit der Präsentation eines neuen Textes ergänzt:

19.30Uhr

Und jetzt bitte direkt in die Kamera. Eine szenische Lesung, eingerichtet von Nora Haakh. In Al Attars neuestem Stück sammelt eine junge Amateur-Dokumentarfilmerin Aussagen junger Syrer über ihre Misshandlungen im Gefängnis und schwankt dabei zwischen moralischem Anspruch, Schuldgefühl und Voyeurismus. Welchen Beitrag müssen, welchen können Kulturschaffende zu den derzeitigen gesellschaftlichen Umwälzungen leisten? Anschließend findet ein Publikumsgespräch in Anwesenheit des Autors statt.

So 18. März, 16:30Uhr

In der Podiumsdiskussion die Ironie der Geschichte stellen sich die Autoren Jaouad Essounani aus Marokko, Imad Farajin aus Palästina und Mohammed Al Attar aus Syrien zusammen mit der Regisseurin Lydia Ziemke die Frage, in welche Richtung sich gegenwärtig Poesie, Protest und Performance in der arabischen Welt entwickeln.

Sa, 10.3./ So, 18.3. / Mi, 18.4. / Do, 19.4. / Fr, 20.4.

Lila Risiko Schachmatt geht in die zweite Runde und präsentiert eine Weltpremiere: das neue Stück des marokkanischen Theatermachers und Autors Jaouad Essounani (Premiere am 24.2.). Als Katastrophenvariante von Forrest Gump durchstolpert der junge Hassan unter der Königsherrschaft von Hassan II eine rasante Revue kollektiver Risiken. Er erlebt nicht die Sternstunden seiner Generation, sondern wird mit den typischen Gefahren konfrontiert, denen man als junger Nordafrikaner in den letzten 20 Jahre ausgesetzt ist - besonders, wenn es einen nach Europa zieht.

Nach der Vorstellung am So. 18.3. findet ein Publikumsgespräch in Anwesenheit des

Autors statt.

www.suite42.org          /            www.heimathafen-neukoelln.de

 

Frühlingserwachen im Britzer Garten

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Foto: ToM-BerLi-Press
 

Kinder- und Jugendparlament

Tempelhof-Schöneberg als Experte der Kinderkommission des Deutschen Bundestages

Für die kommende Sitzung der Kinderkommission des Deutschen Bundestages ist das Kinder- und Jugendparlament Tempelhof-Schöneberg eingeladen worden, als Experte und Sachverständigengremium zum Thema „Jugendliche gestalten Freizeit“ zu reden.

Am Mittwoch, dem 7.3.2012, tagt die Kinderkommission des Deutschen Bundestages zum Thema „Jugendliche gestalten Freizeit“. Das Kinder- und Jugendparlament Tempelhof-Schöneberg ist von der Vorsitzenden der Kinderkommission, Nicole Bracht-Bendt MdB, eingeladen worden, als Sachverständigengremium ein Statement abzugeben und sich den Fragen der Abgeordneten des Bundesministeriums für Familie, Jugend und Frauen zu stellen.

Die Jugendlichen sollen konkret darauf eingehen, wie die Beschlüsse des Kinder- und Jugendparlamentes in die Entscheidungen der Bezirksverwaltung eingehen und welche Entscheidungsbefugnisse es hat.

Wichtigstes Ziel dieser Sitzung ist es, zu erfahren in welchen Bereichen der Gesetzgeber noch tätig werden muss, um die aktive Teilhabe und die Selbstbestimmung Jugendlicher weiter zu fördern.

Die weiteren Sachverständigen für diese Sitzung sind: Matthias Köpke (Servicestelle Jugendbeteiligung e.V., Youth Bank) und Dr. Michael Freitag ("Lernen vor Ort" – Fachamt Sozialraummanagement, Bezirksamt Eimsbüttel).

Das Kinder- und Jugendparlament Tempelhof-Schöneberg ist stolz darauf, zum wiederholten Male als Expertengremium der Kinderkommisson zu fungieren und zu zeigen, dass Kinder- und Jugendbeteiligung funktioniert, wenn alle an einem Strang ziehen.

 

BERLINER LEBEN in der Neuköllner Oper

freizügig nach Offenbach

von Hendrik Müller, Barbara Rucha und Kriss Rudolph

Arrangements / Komposition: Barbara Rucha · Text: Kriss Rudolph

Musikalische Leitung: Hans-Peter Kirchberg · Inszenierung: Hendrik Müller · Choreographie: Juliane Hollerbach · Bühne: Michael Köpke · Kostüm: Sara Kittelmann · Dramaturgie: Bernhard Glocksin

Nofretete, Goldelse, Angela Merkel. In Berlin wimmelt es von alten Frauen. Das ist soweit schön und gut. Aber was die Touristen am Ende des Tages interessiert, und was nur die Hauptstadt hat, ist: keine Sperrstunde. Nachts ist Berlin nicht nur sexy, sondern zur Abwechslung auch mal reich: an Möglichkeiten, sich zu amüsieren und sich im Strudel zu verlieren. Gut, vielleicht nicht mehr in Prenzlauer Berg, wo Clubs und Bars reihenweise abwandern. Sicher aber in Kreuzkölln, wohin es ein solventes ausländisches Touristenpaar verschlägt, weil es einem Berliner Szene-Helden auf den Leim geht. Seine marode Abriss-WG verkauft er ihnen als High-End-Trendhotel, den Blick passgenau auf seine Geldbörse und ihr Hinterteil fixiert. Als allerdings Berlins nächtliche Clubkönigin Rosetta die Szene aufmischt, kommt alles anders als geplant. Du bist so wunderbar Berlin... Echt?

Was passt besser auf diese Stadt, die ab jetzt bitte „sexy bleiben und reicher werden“ soll, als Offenbachs Pariser Leben? Ob wir wirklich gerne so cool, weltoffen, abgefahren, kreativ, sexy und trotz allem reichlich arm sind - egal! So lange sie uns weltweit lieben, die Touristen, so lange die Sonne über Berghain, Admiralsbrücke und Fernsehturm aufgeht und man sich seinen Clubbesuch noch leisten kann, so lange spielen wir eben ...Berliner Leben.

Spieltermine 15., 17./18., 22.-24. und 28.-31. März sowie 1., 5.-8., 13./14. 20.-22. und 26./27. April 2012, 20 Uhr

Spielort NEUKÖLLNER OPER, Karl-Marx-Str. 131-133, 12043 Berlin

Verkehrsanbindung: U 7 - Karl-Marx-Straße, S 41/42/46/47 – Neukölln, Bus 104

Karten 9-24 Euro, Vorbestellung unter 030 / 6889 0777, unter tickets@neukoellneroper.de

sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen

NEUKÖLLNER OPER • Karl-Marx-Str. 131-133 • 12043 Berlin • Tel: 030/68 89 07-0 • Fax: 030/68 89 07 89 • info@neukoellneroper.de

www.neukoellneroper.de

 
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