Kiezgeschichten aus dem Kiez

Berlin-Tempelhof, April 2012 Die sprechende Echse erobert die Tempelhofer ufa-Fabrik und präsentiert einen „Echt Berliner Mix“ an Kiezgeschichten. „Die Echse“ ist der Comedian und Puppenspieler Michael Hatzius, der als „Jens Schirmer“ durch den Abend führt. Die Kunstfigur „Jens Schirmer“ sorgt sich als durchgeknallter Brandschutzbeauftragter um das Wohl der Besucher. Als Klugscheißer, Esoteriker, Choleriker und Moderator führt er witzig, bissig und unterhaltsam durch den Abend und präsentiert die weiteren Kiezgeschichten-Gastgeber auf der Bühne. In die Tempelhofer Kulturoase hat Michael Hatzius drei Künstlerkollegen mitgebracht.

Nils Heinirch hat den Leuten aufs Maul geschaut, Alltäglichkeiten beobachtet und mit spitzer Feder zu Papier gebracht. Nils Heinrich entfacht ein wahres kabarettistisches Wort-Witz-Gewitter. Immer atemloser wird der Künstler, wenn er so richtig in Schwung gekommen ist. Die Fränkischen Nachrichten schreiben passend: „Nils Heinrich besitzt einige im zeitgenössischen Kabarett selten gewordene Gaben, nämlich echten Humor, Mutterwitz und die aus innerer Überlegenheit gespeiste Gabe zur Selbstverspottung, die einen eigentlich erst recht befähigt, auch über andere und das Leben generell zu spotten und zu lästern.“ So hat Nils Heinrich auch sein druckfrisches Buch „Irgendwo muss man ja wohnen“, mit spritzigen Kurzgeschichten und anderen Überraschungen, mitgebracht.

Anton Grübener hat seinen ganz eigenen Humor. Der „Vortragskünstler der neuen alten Schule“ macht den Humor aus der Zukunft, der sich nicht immer ganz leicht und schnell erschließt. Er sagt selbst von sich: „Seine staksige, leicht psychotische Bühnenfigur bedient kaum eine der üblichen Publikumserwartungen.“ Es gibt bei dem Wortspieler keinen roten Faden, sondern wie er sagt eher einen „roten Teppich“. Sein langsamer, aber fein-bewusster Humor spricht von der Frühlingsdepression und den praktischen Vorteilen, wenn man aus einer Mücke einen Elefanten macht.

Jens Heinrich Claasen´s Welt ist das Klavier und der spöttige Gesang. Die etwas verklemmte Bühnenfigur geht auf die Bühne, damit er nicht alleine ist („Oh, ist der süüüüüüüß“ fordert der Künstler vom weiblichen Publikum ein). Jens Heinrich singt den Tine-Wittler-Song (für RTL-Muffel: die „Dicke“, die als RTL-Wohnexpertin „Einsatz in 4 Wänden“ präsentiert) und träumt nur davon, dass er Künstler mit einem Bausparvertrag und einer 40-Stunden-Woche wird. Claasen sucht einfach nur Kontakt: „Egal ob Mann oder Frau, ich möchte einfach nicht mehr alleine sein.“
default
Foto: promo / "Die Echse" Michael Hatzius
Die Krönung des Abends ist dann zweifelsohne „Die Echse“, wenn sie –kunstvoll zum Leben erweckt von Michael Hatzius- die Bühne und das Publikum erobert. Die fast menschengroße Echse zeigt den Zuschauern, wie eine Puppe erst so richtig lebendig wird. Es stört kein bisschen, dass Michael Hatzius immer zu sehen ist, weil er schon nach kurzer Zeit nicht mehr wahrgenommen wird und das Publikum in die Echsenwelt versinken kann. Da klingt es dann fast liebevoll, wenn „Die Echse“ das Publikum veräppelt: „Ich habe Tinnitus im Auge, ich sehe nur Pfeifen!“ Anrührend komisch und lebensnah verzaubert die Echse das etwas dröge Tempelhofer Publikum am Premierenabend.

Ein schöner Kiezabend mit abwechslungsreichen und interessanten Gästen!

Thomas Moser –BerLi-Press (www.berli-press.de)

Noch bis zum 8. APRIL 2012!!!

http://www.michaelhatzius.com

http://www.nils-heinrich.de

http://www.anton-gruebener.de

http://www.jensclaassen.de

http://www.ufafabrik.de

Bisher keine Kommentare vorhanden.

Eintrag kommentieren

Hier klicken um sich zum Kommentieren einzuloggen




Graphical Security Code


Über mich
Hier wird über die Nachbarn von Berlin-Lichtenrade berichtet und informiert
Mehr über mich
21Publish - Cooperative Publishing