Neues von der Rating-Agentur

Arnulf Rating in der ufa-Fabrik

Berlin-Tempelhof, 18. Juli 2012 Der Kabarettist Arnulf Rating ist mit seinem „Stresstest-Mobil“ in Deutschland unterwegs. Mit dem neuen Programm „Stresstest Deutschland“ ist er in seiner Berliner Wahlheimat an zwei Tagen in der Tempelhofer ufa-Fabrik abgestiegen. Die Sommerbühne der ufa-Fabrik ist es dann doch nicht geworden, weil man die Stresstestbesucher vor den sommerlichen Eskapaden schützen wollte. So hat das Stresstest-Team kurz entschlossen seine Behandlung in den neuen großen Saal verlegt, der bis zum letzten Platz gefüllt war.

Der Mitbegründer der legendären Berliner Anarcho-Kabarett-Truppe „Die 3 Tornados“, Arnulf Rating, ist Kabarettist mit Laib und Seele und schlüpft gerne in andere Rollen. So hat Rating ein größeres Stresstest-Team an Bord seines Ex-Guido-Mobils. Dabei darf die beliebte Schwester Hedwig nicht fehlen. Die dralle rothaarige Schwester kann viel über die Sinnhaftigkeit eines Stresstestes erzählen: „Der Stresstest liefert Bemerkenswertes aus einem Land, wo die Aufzucht von Schweinen mehr abwirft als die Aufzucht von Kindern.“ Besonders bei ihren Geschichten rund um Liz Mohn und ihr Bertelsmann-Imperium blüht sie auf. Schwester Hedwig und Dr. Mabuse sind das medizinische Team, wenn es um die Fragen rund um die Finanz- und Eurokrise geht. Die älteste Rating-Agentur darf bei diesen Themen natürlich nicht fehlen.

Arnulf Rating hat ein schnelles fast atemloses Programm auf die Beine gestellt, das kein wichtiges gesellschaftliches Thema auslässt. Da darf schon mal gekalauert werden, wenn Ratings andere Protagonisten die Bühne betreten. Der Fahrer Kallkowski gibt Backstage-Einblicke, der Wutbürger und Stresstestgegner zeigt sich „flexibel“ angepasst und der Manager Fred Bertelmann kündigt das Stresstest-Team mit seiner neuen App. Angela Merkel und die wahren Angela Sisters sind genauso Mittelpunkt im Programm, wie Sarrazins neue Euro-Ergüsse, die Testosteronbremse von Schwester Hedwig und Ost-West-Schicklichkeiten.

Arnulf Rating ist wandelbar in seinen Rollen und begeistert sein anhängliches, etwas in die Jahre gekommenes, Publikum mit wechselnden Kostümen. Die zweite Programmhälfte und besonders die beliebte Presseschau wird noch begeisterter von seinen Fans aufgenommen. Arnulf Rating spielt bis zum letzten Schweißtropfen und kann seinen ganz persönlichen „Stresstest Deutschland“ nach zwei Stunden erfolgreich beenden. Arnulf Rating und seine Rating-Agentur gibt eine etwas andere und wohltuendere Einschätzung, als die drei großen Rating-Agenturen Standard & Poors, Moody’s und Fitch es für gewöhnlich tun: „Und das ist auch gut so!“ Meine Ratingbewertung für Rating: „AAA / Triple A“!

Und wer noch nicht genug von Arnulf Rating hat, der kann „Stresstest Deutschland“ auf der aktuellen Doppel-CD (ISBN 978-3-931265-92-2 / 18,90 Euro) hören.
Thomas Moser -BerLi-Press (http://www.berli-press.de)

Mit persönlichen Ergänzungen von Ed Koch: LINK


Arnulf Rating (Linn Marx)

Arnulf Rating bei einem der letzten Besuche in der ufa-Fabrik: http://weblog.thomasmoser-berlin.de/archive/2009/01/01/arnulf-rating-gibt-sein-letztes.htm

www.ufafabrik.de

www.rating.de

 

Controlling-Fachtag im Jugendamt bringt immer neue Erkenntnisse!

Die Leitungskräfte des Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg haben sich zu einem ganztägigen Controlling-Fachtag im Rathaus Schöneberg getroffen. Es passiert nicht so oft, dass sich alle Leitungskräfte gemeinsam so lange zusammensetzen können. Der Controlling-Fachtag ist im Jugendamt jedes Jahr etwas Besonderes. Bei dieser Gelegenheit wird die Arbeit des vergangenen Jahres ganz genau beleuchtet. Haushaltszahlen, Mengen, Fälle, die Entwicklung von Zahlen und die Qualität der Arbeit wird als Zusammenfassung nochmals bis in die Tiefe betrachtet. Das Jugendamt vergleicht sich mit anderen Jugendämtern und innerhalb des Bezirks werden mögliche unterschiedliche Entwicklungen in den sieben Regionen genau betrachtet und analysiert.

Da sich das Jugendamt als lernende Organisation versteht, ist es ständig bemüht, sich zu verbessern. Ende Mai führte daher der Controllingbereich des Jugendamtes das siebte Mal in Folge die jährliche Klausurtagung zur Vorstellung des Jahresberichtes durch. Alle Leitungskräfte der Abteilung erhielten, wie gewohnt in hoher Qualität, viele Informationen und dadurch neue Impulse, die diskutiert und in Maßnahmen auf den Weg gebracht wurden.

Aber der beste Jahresbericht hat keine Wirkung, wenn nicht auch im laufenden Jahr ständig auf neue Entwicklungen reagiert wird. So konnte das Jugendamt schon einiges erreichen und hat beispielsweise die Ausgabenentwicklung im stationären Bereich durch ein Bündel von Maßnahmen eindämmen können.

Das Jugendamt steht vor großen Aufgaben, damit der Bedarf nach mehr erzieherischen Hilfen und der Anstieg von Maßnahmen im Rahmen des Kinderschutzes noch finanzierbar bleiben. Eine Steuerung ist im Rahmen der Hilfen zur Erziehung nur bedingt möglich. Aber auch hier sucht das Jugendamt immer wieder Verbesserungsmöglichkeiten.

Die Berichte, Vorschläge und Maßnahmen des Controllings sorgen verständlicherweise bei den Jugendamtsmitarbeitern nicht nur für Entspannung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Regionalen Sozialdienst sehen sich dann manchmal mit Aufgaben belastet, die ihre „normale“ Arbeit erschweren. Die nicht geliebte Kosten-Leistungsrechung wird oft nur als notwendiges Übel angesehen. Daher ist es immer wieder ein Spagat, dass sinnvolle Controllingaspekte in die alltägliche Arbeit integriert werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort müssen schließlich, trotz immenser Arbeitsbelastung, die vielen Aspekte umsetzen. Und das ist, neben dem Umgang mit einer manchmal nicht ganz einfachen Klientel, eine große Herausforderung.

Das Jugendamt ist aber der festen Überzeugung: Alle leisten trotz der ständigen Arbeitsbelastungen Herausragendes. Das Controlling ist im Jugendamt ein fester Bestandteil und nicht mehr wegzudenken!

Thomas Moser/Dagmar Jotzo (Quelle KiTS-Aktuell Nr. 595 vom 10. Juli 2012/Jugendamt Tempelhof-Schöneberg)

 

Glückskekse erobern die Neuköllner Oper

Berlin-Neukölln, 5. Juli 2012 Wer hat nicht schon einen dieser sprachlich wirren Glückskeksweisheiten gelesen? Die Neuköllner Oper beamt seine Zuschauer in eine nicht immer glückliche Glückskekszukunft. Die „Chinesische Offenbachiade“ stellt im Studio der Neuköllner Oper eine chinesische Glückskeksfabrik im Jahr 2030 dar. Schwüle Luft, die die Premierengäste schon vor dem Musikabend ins Schwitzen brachte, war die authentische Kulisse für den „Aufstand der Glückskekse“.

Ein Fließband spuckt im Sekundentakt Glückskekspakete aus. Volksgenossen verpacken die kitschigen Glückskeksweisheiten. Die Monotonie ist körperlich zu spüren. Angetrieben vom Vorarbeiter und der Chefin, aufgeheizt mit platten politischen Parolen, müssen die Arbeiter immer mehr leisten: Immer schneller, keine Pausen, wenig Urlaub, keine Rechte. Hier werden Glückskekse produziert, aber die Arbeiter sind hier alles andere als happy. Und so kommt es, wie es kommen musste, Ma und Li begehren auf und entpuppen sich nach und nach als getarnte deutsche Gastarbeiter. Li singt von ihrer Verzweiflung und Sehnsucht: „Lange halte ich das Theater nicht mehr aus.“ Diese „Butterstinker“, wie man sie hier nennt, dürfen sich aber nicht wirklich zu erkennen geben. Unterstützung erhält der Aufstand dann unerwartet von der Fabrikchefin Ai. Aber da haben sie nicht mit Hung, dem Vorarbeiter, gerechnet. Der fährt alle Geschütze auf, um den Aufstand niederzuschlagen.

Foto: Neuköllner Oper
Die Original Operetten-Geschichte von Jacques Offenbachs „Ba-ta-clan“ wurde von Kriss Rudolph und Andrew Hannan in eine heutige persiflierte Zukunftsvorstellung transferiert. Im kleinen Neuköllner Studio ist das Fließband die Bühne. Die Texte sind witzig und amüsant. Sprachübungen zur Verbesserung des rollenden „R“ (Blaukraut bleibt Blaukraut) sollen die Integration erleichtern. Manchmal bleiben aber nur noch klischeehafte Kalauer und eine Schuhplattler-Glückskeksparade übrig. Die Weisheiten von Konfuzius werden genauso verwurstet, wie ein Rückblick auf den aktuellen EU-Rettungsschirm.

Andrew Hannan hat sehr gelungen die Musik für eine zweimanualige Konzertorgel arrangiert und greift auch höchstpersönlich in die Tasten. Der Bariton Dejan Brkic spielt den autoritären Vorarbeiter Hung und die Chefin Ai wird von Nini Stadlmann interpretiert. Die Arbeiterin Li, Sopranistin Alexandra Schmidt, verbündet sich mit Ma, Nicolas Heiber, der den zweiten Arbeiter singt und spielt. „Der Aufstand der Glückskekse“ ist eine zauberhaft lebendige und unterhaltsame Operette. Die gesangliche Leistungen des gesamten Ensembles überzeugen - ohne Ausnahme! Die Freude und der Spaß am Spiel blitzen den Sängerinnen und Sängern aus den Augen. Und das ist es dann auch, was bei dem sechzigminütigen Vergnügen mehr als überzeugt.

Das Singspiel der Neuköllner Oper ist kurzweilige Unterhaltung auf hohem gesanglichen Niveau, aber manchmal halt auch so ein bisschen Klamauk und Kindergeburtstag.

Thomas Moser - BerLi-Press

„Aufstand der Glückskekse“

eine chinesische Offenbachiade von Kriss Rudolph und Andrew Hannan

Musikalische Leitung: Andrew Hannan
Inszenierung: Gustav Rueb
Choreographie: Nini Stadlmann
Ausstattung: Alexandre Corazzola
Dramaturgie: Bernhard Glocksin

Spieltermine: 5./6., 12.-15., 19.-22.,26.-29. Juli und 2. – 5., 8., 12. August, jeweils 20 Uhr

http://www.neukoellneroper.de

 

Witzige Wortspielereien und ein luftiges Varieté

Der Sommer ist da: In der Tempelhofer ufa-Fabrik ist wieder Sunset Varieté im überdachten Sommergarten angesagt. Der wuschelige Wortakrobat Marcus Jeroch, ein Stammgast der Tempelhofer Kulturoase, hat zu seinem „SchlagWort XL“-Programm eingeladen. Der Untertitel „Wortakrobat trifft Luftskulpturen" lässt ein luftiges Vergnügen erwarten.

Die Programmankündigung hat nicht zu viel versprochen: „…ein Programm, das auf unterschiedlichste Weisen Luftskulpturen formt, gegensätzlich, verwandt, verwoben.....ein kleines Varieté oder ein großes Kleinkunst-Spektakel!“

Die Sängerin Bella Nugent eröffnet den Abend. Mit ihren südafrikanischen und irischen Wurzeln trifft sie immer den richtigen Ton und passt hervorragend in das Gesamtkunstwerk der Show. Eine tolle Sängerin!

In der Kombination des Wortekünstlers Jeroch mit dem Multi-Trommler-Percussion-Meister Schroeder entsteht ein wahres Hörspiel aller Sinne.

Alle Varietéteile verbinden sich zu etwas ganz Großem. Der Zauselkopf Marcus Jeroch jongliert mit Worten, dem ganzen Körper und auch tatsächlich mit Bällen. Die sprachlichen Verdrehungen sind genial. Egal, ob er Buchstaben aus dem Alphabet verschwinden lässt, die wahre Bedeutung von „Ma-ma“ und „Pa-pa“ erklärt oder „Dorn-röschen“ interpretiert, es ist immer lustvoller Wortspaß der Extraklasse! Der ein bisschen verrückte Multikünstler Jeroch kann aber auch seinen Körper wie ein Gummi-Mensch verbiegen und hat seine Jonglagekunst mit Bällen vervollkommnet. Unterstützt wird er in diesem Kunstbereich diesmal von einem Künstlerpärchen, dass gefühlvoll als Partnerpräsentation Keulen schwingen lässt. Der weibliche Part zaubert eine exzellente Diabolo-Nummer auf die Bühne.

Das Besondere in diesem Programm ist, dass alle einzelnen Teile liebevoll zusammenschmelzen. Für die luftige Einlage sorgt Tanja Stolting, die mit einer märchenhaften Luftakrobatik an Tuch und Trapez wundervolle Bilder in die Luft zeichnet, fast wie ein Fabelwesen zieht sie ihre Kreise: „ein echtes Pendant zu Jerochs skurrilen, mitunter surrealen Wortverdrehungen.“

Schlagzeuger Schroeder ist als Zauberer der Töne ein Meister der besonders kreativen und leisen Programmteile. Die abschließende „Wassermusik“, im wahrsten Sinne der Wortes, ist der krönende Abschluss einer circa neunzigminütigen Veranstaltung. Das Publikum war bei der Berlin-Premiere begeistert! In der Programmankündigung heißt es (man kann es nicht besser ausdrücken): „In diesem Jahr nun setzen sie ihre Worte – und Klangeskapaden in einer Reihe von Projekten in Beziehung zu anderen Künstlern, anderen Kunstformen.“ Die Idee ist perfekt aufgegangen! Es ist ein Programm mit weltstädtischem Niveau entstanden!

Thomas Moser –BerLi-Press

www.ufafabrik.de

Spieltermine: Fr+Sa, 29.+30.6., Mi-Sa, 4.-7.7., Do-Sa, 12.- 14. 7.

Beginn: 20 Uhr, Eintritt: Eintritt: 19,-, erm. 15,- Euro Stud. 12,- (nur VVK)

 
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