Hans-Ulrich Schulz: Ein Sammler „mit Herz und Seele“ von historischen Postdokumenten

Seine Augen glänzen, wenn er über sein Hobby und seine Leidenschaft spricht. Dann findet er kaum ein Ende und weiß immer neue Geschichten zu erzählen. Hans-Ulrich Schulz (62) ist Mariendorfer mit Herz und Seele und hat sich mit Postdokumenten, wie historischen Briefen und Postkarten, und mit vielen historischen Zusammenhängen auseinandergesetzt. „Ich bin immer wieder fasziniert, wie vielfältig Philatelie ist,“ erzählt mit viel Temperament der agile Sammler.

Ein eingefleischter Mariendorfer „durch und durch“

Hans-Ulrich Schulz, alle Bekannte und Freunde nennen ihn nur Uli, ist in Berlin-Mariendorf aufgewachsen. Mittlerweile lebt er in der vierten Generation in seinem Ortsteil Mariendorf im Bezirk Tempelhof-Schöneberg von Berlin. Er arbeitet als Sozialarbeiter im bezirklichen Jugendamt und ist in seinem Job für die pädagogische Vernetzung in seinem Ortsteil zuständig. Hans Ulrich-Schulz kennt hier jeden Stein.

In seiner Freizeit hat Uli-Schulz noch nie Langeweile verspürt. Neben der Philatelie hat er bis vor einigen Jahren mit seiner Frau Romy auf vielen Turnieren getanzt. Aber auch jetzt begleitet er neben seinem Hobby noch Ferien-Zeltlager der Diakonie mit Kindern und Jugendlichen und ist dort für das Catering zuständig.

Wie die Sammelleidenschaft begann

Wie fing alles mit seinem Geschichtsinteresse an? Hans-Ulrich Schulz begleitete seinen Großvater, der eine Bäckerei und Konditrei mit Café in Mariendorf besaß, beim Ausfahren von Backwaren. Mit dem Roller war er viel im Stadtteil unterwegs und hatte sich schon in früher Kindheit für seinen Ortsteil und die Veränderungen interessiert. Seit dem 8. Lebensjahr sammelte Schulz Briefmarken. Ab circa 1980 wurde sein Interesse für Berliner Heimat- und Postgeschichte immer größer. Der Vorsitzende des Briefmarkenvereins brachte ihn auf die Idee: „Bau doch mal eine richtige Sammlung auf und schreibe etwas für den Ausstellungskatalog zur Geschichte des Flughafens Tempelhof.“ So fing alles an! Die Regale im Arbeitszimmer in seiner Mariendorfer Wohnung sind mittlerweile von oben bis unten mit Dokumenten und Literatur für seine Hintergrundrecherchen bestückt.

Uli Schulz, der mittlerweile nur noch Dokumente und keine Briefmarken mehr sammelt, hat eine umfangreiche Sammlung über Tempelhof, Mariendorf und Marienfelde mit Dokumenten, Ansichtskarten, Fotos und Briefen. Der Sammler hat keine elektronische Datenbank seiner Schätze, aber mit einem Griff findet er sich in seinen gut sortierten Ordnern sofort zurecht. So ganz nebenbei hat er bei seinen Recherchen einige Lücken in der Geschichtsschreibung füllen und auch fehlerhafte Hinweise in den Archiven aufdecken können.

Die Berliner Flughäfen, vom Zeppelin und der „Tante Ju“

Besonders interessiert sich Uli Schulz für die Postgeschichte der Berliner Flughäfen. Er hat spannende Postkarten, die die Geschichte vom Tempelhofer Feld zum Zentralflughafen erzählen. Ob Zeppeline oder die gute alte „Tante Ju“, das bekannte Flugzeug Ju 52 von Junkers, der Sammler kennt immer noch eine neue Geschichte.

Für Sammler ist es immer etwas ganz Besonderes, wenn die Briefmarken auf den Postkarten auf die Ansichtsseite geklebt wurden. Die „Franzosen“ und „Engländer“, wie sie bei den Sammlern genannt werden, sind so begehrt, weil Postkarten mit Wertzeichen auf der falschen Seite so selten tatsächlich verschickt und befördert wurden bzw. „gelaufen“ sind. Diese Karten werden deshalb so bezeichnet, weil sie in der Regel nur von Franzosen und Engländer verschickt wurden.

Aber Uli Schulz kann auch einiges zu den Pionierflügen nach China im Jahr 1931 erzählen, wo der Brief auch nur 11 Tage unterwegs war. Andere Storys weiß Schulz über die „Katapultbriefe“. In Katapultschiffen der Lufthansa wurden Briefe im südatlantischem Postverkehr vor dem Zweiten Weltkrieg befördert.

Ob die Beförderung mit der Rohrpost geschah, die natürlich auch zusätzliches Porto gekostet hat, der Transport im Zeppelin erfolgte oder andere Vorkommnisse passierten: Jeder Schritt in der Beförderung wurde mit Stempelaufdruck oder anderen Hinweisen genau dokumentiert und kann daher noch heute dem Experten viele Geschichten erzählen.

Die Crash-Post und der Cholerabrief

So ist die gerettete „Crash-Post“, zum Beispiel nach Flugzeugabstürzen, für den Sammler besonders interessant. Teilweise angekokelte Briefe zeugen von Tragödien und Geschichten, die hinter den Papierresten stehen.

Spannend ist auch der Cholerabrief aus dem Jahr 1831, der sich im Besitz des Mariendorfer Sammlers befindet. Dieser Brief wurde geräuchert, was man heute wiederum noch am Zangenabdruck erkennen kann. Für Uli Schulz ist auch ein Brief vom 31. August 1939 symbolisch, weil er einen Tag vor dem Beginn des 2. Weltkrieges von einer abgestürzten Ju 52 befördert wurde. Uli Schulz erzählt und erzählt und man kann stundenlang wie gebannt seinen Geschichten zuhören.

Über seine Sammelschwerpunkte hat er schon Bücher geschrieben, viele Vereine und Institutionen mit Veröffentlichungen und Vorträgen unterstützt und sich mit Erfolg an nationalen und internationalen Wettbewerben beteiligt. Mit Stolz präsentiert er seine bisherigen Auszeichnungen in der Vitrine im Arbeitszimmer.

Mit der Sammlung unterwegs bei Ausstellungen

Für Ausstellungen hat Uli Schulz einzelne Blätter zusammengestellt und Dokumente kombiniert, die eine besondere Geschichte erzählen und Geschichte in einem ganz neuen lebendigen Kontext erscheinen lassen. Der Mariendorfer hilft immer wieder gerne, wenn seine Fachkompetenz und seine Schätze gefragt sind. Sein Hobby ist nicht ganz billig. So sind 50 Euro für eine Karte schnell ausgegeben. Über Geld spricht Uli Schulz nicht so gerne, weil es ihm um die Sache geht. Aber erst kürzlich hat er eine Lücke in seiner Sammlung schließen können und hat dafür einige Tausend Euro für einen einzelnen Brief bezahlen müssen. Besonders stolz ist der Postgeschichtler auf seine lückenlose Sammlung historischer Telegram-Schmuckblätter von 1928 bis 1941.

Neue Sammelstücke bekommt er oft nur per Zufall, bei Auktionen, mit Hilfe der Internetsuche und, mittlerweile ganz selten, auf Flohmärkten. Oftmals gibt es nur noch wenige Exemplare. Es ist eine mühsame Sisyphos-Arbeit eine Lücke in der Sammlung zu schließen und manchmal hilft nur der Zufall.

Mit dem Sammler-Verein „Berliner Bär“ im Tempelhofer Hafen

Die Ausstellung zum 65. Geburtstag des Briefmarkensammlervereins Berliner Bär e. V. im Tempelhofer Hafen Anfang November 2012 hat der Sammler mit einigen Exponaten gerne unterstützt, obwohl er hier kein Mitglied ist.


Der Vorsitzende vom „Berliner Bär“, Franz-Josef Pütz (Foto: rechts neben U. Schulz), freut sich immer, wenn Uli Schulz sich beteiligt: „Wir halten immer ganz engen Kontakt.“ So konnte Schulz bei dieser gut besuchten Ausstellung auch wieder alte und neue Kontakte knüpfen.


Für die aktuelle Festschrift des Vereins hat Hans-Ulrich Schulz einen Text mit vielen Bildern und Dokumenten zum Thema „80 Jahr Post in der Mariendorfer Königstraße – vom Postamt zum Postbank-Finanzcenter (1932 bis 2012)“ beigesteuert.




Die Besucher hören Uli Schulz gebannt zu, wie er im Einkaufszentrum am Tempelhofer Hafen, vor den Geschäften, von seinen Exponaten berichtet. „Der kann spannend erzählen,“ war die begeisterte Anmerkung einer jüngeren Frau. „Mit dem Nachwuchs ist es in der Philatelie so eine Sache“ erzählt Schulz. Jüngere Leute kann man heute nicht für Briefmarken gewinnen: „Erst wenn die Menschen so um die Fünfzig sind, fangen sie an sich näher für die Heimatgeschichte zu interessieren.“ In der Jugend von Schulz konnte man noch gelegentlich mit seiner Briefmarkensammlung die Freundin beeindrucken. So hat Hans-Ulrich Schulz auch ein klein wenig seine Frau Romy mit der Sammelleidenschaft angesteckt. Sie hat bei der Ausstellung im Hafen auch eine eigene Vitrine zum Thema „Vom Schamanentanz zur Rumba“ mit Briefmarken zusammengestellt.

Historische Kalender für das Jahr 2013 und kein bisschen Langeweile!

Für das Jahr 2013 hat Hans-Ulrich Schulz wieder zwei schöne Kalender mit historischen Postkarten rausgebracht. In einem Kalender hat sich der Sammler „Tempelhof und seine Vororte in alten Ansichten“ vorgenommen und der zweite Kalender hat den Titel „Gruß aus den Lüften - Berliner Luftfahrt in alten Ansichten“ bekommen. Diese drucktechnisch hochwertigen Kalender waren für jeweils nur 12 Euro in Tempelhofer Buchhandlungen und im Fliegerladen am ehemaligen Flughafen Tempelhof erhältlich. (Direktkontakt zum Morgana-Verlag www.berliner-kiez-kalender.de ).Mittlerweile gibt es schon viele Kalender-Fans, die Hans-Ulrich Schulz wohl auch im nächsten Jahr nicht enttäuschen wird.

Hans-Ulrich Schulz hat sich noch viele Projekte vorgenommen und ist der vollen Überzeugung, dass es sich auch später als Rentner nicht langweilen wird. Wir sind uns da auch ganz sicher! Uli Schulz wird noch viele Spuren in der Tempelhofer und Mariendorfer Geschichte hinterlassen!

Thomas Moser (auch alle Fotos)
Hier noch Fotos von der Ausstellung:




 

Die Rixdorfer Perlen verteidigen Neukölln

Im Heimathafen Neukölln haben die Rixdorfer Perlen das Publikum so richtig aufgemischt und angeheizt. Der Heimathafen, dessen Bühne erst kürzlich unter einem Brand leiden musste, wurde „Zum feuchten Eck an der Sonnenallee.“ In einer urigen Berliner Eck-Kneipe verteidigen die Rixdorfer Perlen ihr Neukölln. In der Neu-Berliner Posse, mit neuen Schoten, Songs und Schnäpperken für alle, geht es sehr gefühlvoll und turbulent zu!

(Foto: Verena Eidel / Heimathafen Neukölln)
Auch Neukölln befindet sich im Wandel, so ist jedenfalls die Befürchtung im sehr unterhaltsamen Bühnenstück im Herzen von Rixdorf. Der gewissenlose Großinvestor Klauke, der Donald Trump aus Lichterfelde, ist auf Beutefang im trendigsten Stadtbezirk der Welt. Für sein bahnbrechendes neues Gastronomie-Konzept will er die traditionelle Altberliner Kneipe „Zum Feuchten Eck" aufkaufen. Doch die Besitzerin Marianne Koschlewsky und ihre zwei Freundinnen Jule und Mieze wissen sich mit Hilfe von Stammgast Ritchie und Rechtsanwalt Dr. Fiedler zu wehren. Bis ihnen eine schreckliche Entdeckung zum Verhängnis wird!

Im bunten Theaterstück haben die Rixdorfer Perlen diesmal männliche Bühnengäste zugelassen, die sich wunderbar in das Perlen-Genre einpassen.

Eingängige Gassenhauermusik eröffnete das Theaterstück. Coole und freche Sprüche, in denen die Rixdorfer Perlen auch immer gerne aktuelle Entwicklungen aufnehmen, wurden begeistert vom Premierenpublikum gefeiert. Die längste Sylvesterparty der Stadt wird nun einmal im „Feuchten Eck“ gefeiert. „Hoppla, jetzt komm ich“ singt der Spekulant. Bei Mizi´s Einlage „Allein, ich will nicht mehr allein sein“ kann man schon Gänsehaut spüren. Die musikalischen Soli sind passgenau auf die Künstler ausgerichtet. Zwischen Klamauk, Gänsehaut, Musical und Kabarett ist das neue Stück der Rixdorfer Perlen angesiedelt. Ein wahre Freude für Neukölln- und Berlin-Liebhaber!

Schon im Januar 2013 war die Premiere dieses herrlichen Bühnenstückes. Wir freuen uns schon jetzt auf die Wiederaufnahme des Stückes und auf neue Rixdorfer Geschichten mit den drei Perlen!

Wir drücken dem Heimathafen alle Daumen, dass bald die Brandschäden beseitigt sind. Die kleine Bühne war vom Brand auch nicht betroffen und wird unverändert bespielt. Für Veranstaltungen im großen Saal sollte man sich vorher erkundigen, wo gegebenenfalls die Ausweichspielorte zu finden sind.

Thomas Moser

Von: Den Rixdorfer Perlen, Olaf Kosert und Julia von Schacky

Mit: Inka Löwendorf, Johanna Morsch, Britta Steffenhagen, Alexander Ebeert, PR Kantate, Jörg Koslowsky und Andreas Frakowiak

Musikalische Leitung: Felix Raffel

Regie: Nicole Oder /Julia von Schacky

Gefördert von der Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten

Unterstützt von Dinamix und Holz Possling

http://www.heimathafen-neukoelln.de

Telefon 030 - 56 82 13 33

 

Einladung von der Galerie 198 in Tempelhof

Sehr geehrte Kunstinteressierte,

Wir möchten Sie auf die neue Ausstellung in der 198 Galerie in Tempelhof hinweisen und Sie zur Vernissage am Samstag, dem 2. März 2013, von 16-20 Uhr, einladen.

In der Ausstellung „Irreführung“ zeigt die Galerie 198 am Tempelhofer Damm 198 (direkt U-Bhf. Kaiserin-Augusta-Str., U6) Werke des Künstlers Thomas Wagner.

Thomas Wagner, als Musiker auch unter dem Namen T.W.Blum bekannt, studierte zunächst an der Kunsthochschule in Weißensee und ab 1991 an der HdK Berlin (heute UdK), deren Meisterschüler er ist. Wagner arbeitet als freier bildender Künstler, Grafiker und Musiker, daneben aber auch als Dozent für Kunst, Grafik- und Sounddesign.

In der Ausstellung IRREFÜHRUNG wird die Bandbreite seiner malerischen Arbeiten gezeigt. Neben Bildern, die das Figurative mit dem Informellen verknüpfen und sowohl (Stadt-)landschaften als auch Menschen zu ihren Themen zählen, findet sich auch rein Abstraktes. Zugleich aber zeigt die Ausstellung auch Arbeiten, denen Porträtfotografien der Berliner Fotografin Caroline Wagner, der Schwester des Künstlers, zu Grunde liegen. Auf zumeist sehr großformatigen Leinwänden lässt Thomas Wagner in Acryl, Öl oder Mischtechnik durch das Überlagern von verschiedenen Bildebenen und Materialien eine ganz eigene räumliche Tiefe entstehen.

Thomas Wagner hatte zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen. In Berlin stellte er z.B. in der Galerie Nothelfer und der Galerie Giesler aus. Der Maler Thomas Wagner ist zugleich Musiker. Als T.W.Blum lässt er in Performances und Konzerten Musik, Videoprojektionen und Malerei zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen. Den Musiker Thomas Wagner können Sie im Konzert am 23. März in der Galerie (siehe Hinweis unten) erleben.

Die Ausstellung läuft vom 2. bis zum 30. März 2013.

Zur Vernissage am Samstag, dem 2. März 2013, von 16-20 Uhr, spielt das Jazz-Duo Rudy Redl (Piano) und Reiner Hess (Saxophon).

Wir würden uns sehr freuen, Sie zur Vernissage oder bei einem Besuch der Ausstellung begrüßen zu dürfen. Alle übrigen Informationen zu den Öffnungszeiten der Galerie etc. finden Sie auf der als Attachement beigefügten Einladungspostkarte, weitere Informationen zur Ausstellung und zu den Künstlern können Sie der ebenfalls beigefügten Pressemitteilung entnehmen.

Es wäre schön, wenn Sie vielleicht auch anderen von der Ausstellung erzählen würden.

Hinweis: Am Samstag, dem 23. März 2013 um 19 Uhr, veranstaltet die 198 Galerie in Tempelhof während der Ausstellung ein Konzert. Julia Dimitroff (Cello) und T.W.Blum (Guitar, Electronic) präsentieren ihr Programm Lucifer and me. Der Eintritt ist frei.



 

FOLK & WELTMUSIK IN DER ALTEN BAHNHOFSHALLE FRIEDENAU

Bahnhofstr. 4a-d / 12159 Berlin-Friedenau / am S-Bhf Friedenau / Einlass 19:15 Uhr
Vorbestellungen unter Tel. 030-8560 4818 oder über
www.acoustic-concerts.de 
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Freitag 01. März / 20:00 Uhr / Eintritt 12,- / erm. 8,- €
IMPULS TRIO (DK) - New Folk aus Dänemark
Kristian Bugge - Geige
Jesper Vinther - Akkordeon
John Bæk - Gitarre / Mandoline / Gesang

Jesper Vinther, Akkordeonist der in Berlin bereits mehrfach aufgetreten dänischen Gruppe PHØNIX, stellt sein neues Trio vor. Folk aus Dänemark, traditionelle Themen auf erfrischende Weise neu interpretiert und eigene Kompositionen der beteiligten Musiker stehen auf dem Programm. Die Debut-CD des Trios war in Dänemark als Folk-CD 2011 nominiert.

Hörprobe: http://soundcloud.com/johnbaekdk/sets/impuls-trio-set1
Webseite: www.impulstrio.dk/______________________________________________________________________
Sonntag 17. März / 20:00 Uhr / Eintritt 12,- / erm. 8,- €
AMY UND DIE HILFSSHERIFFS - Western Swing
Amy Green - Gesang
Rolf Sudmann - Liuquin / Peter-Kraus-Gitarre
Martin Klingeberg - Yodel / Gitarre / Trompete
Jan Roder - Kontrabass
Michael Griener – Löffel / Narrenzepter

Amy Green, gebürtige Kalifonierin, hat sich all die herrlich sentimentalen, manchmal augenzwinkernd ironischen Songs musikalischer Titanen wie Hank Williams, Patsy Cline, Johnny Cash, Tex Ritter u.a. bereits mit der Muttermilch zu Eigen gemacht. Die besten Songs aus diesem reichen Fundus gehören zu Amys Repertoire. Dazu kommen Folksongs und eigene Texte und Melodien, die diese Tradition fortsetzen.Auf Schritt und Ritt begleitet wird Amy von den Hilfssheriffs: vier Berliner Jazzmusiker sorgen für frischen Wind in der Country-Szene. Amy & Die Hilfssheriffs machen den aufregend neuen Sound, der auch dem letzten Country-Muffel in den Sattel hilft.

Hörprobe: www.myspace.com/amydiehilfssheriffs

und sonst:
Freitag 15.03.13 / 20:00 Uhr / VVK 10,- / AK 12,-
KULTRAUM KLEINMACHNOW
14532 Kleinmachnow / Kapuzinerweg 16
www.kult-raum.de
WASTELAND GREEN - Acoustic Songs
erstmals im Quartett mit Jaspar Libuda am Kontrabass!
www.wastelandgreen.de
www.reverbnation.com/wastelandgreen
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Samstag 23.03.13 / 20:00 Uhr
CELTIC COTTAGE
12163 Berlin-Steglitz / Markelstr. 13
www.celtic-cottage.de

HOT STRING QUINTETT - Bluegrass & Western Swing
www.hotstrings.com

 

Das Gartenjahr 2012 am Offenen Ganztagsbetrieb der Grundschule auf dem Tempelhofer Feld

Neben unserem Schulburghäuschen befand sich eine unansehnliche brache Fläche. Kinder und Erzieher der OGB Schulburg, einer Einrichtung des Nachbarschaftszentrums ufafabrik, wollten das ändern. Hier der Bericht der Gartenbeauftragten Marleen Pohlmann über das erfolgreiche Projekt auf dem Gelände der Grundschule auf dem Tempelhofer Feld.

Wir konnten zum Glück etliche Pflanzen und Wegsteine aus dem alten Schulgarten vor dem Bagger retten und damit eine kleine Gartenecke mit einer Kräuterschnecke und einigen Hochbeeten anlegen. Wir waren überaus erfreut, finanzielle Unterstützung von der Berliner Bürgerstiftung „Kleebergs Kräutergarten für Berliner Schulen“ (www.kleebergskraeutergaerten.de) zu erhalten. Viele Eltern und Kollegen unterstützten uns mit Sachspenden wie Erde, Sträucher, Blumen und Beeren.

Mit großem Eifer begannen wir im März auf unserer Fensterbank Sonnenblumen, Tomaten, Kürbisse und verschiedene Kräuter vorzuziehen. Im April bereiteten wir draußen das Gelände für die Pflanzungen vor. Auf der kahlen Fläche neben der Schulburg 1 wurden mit Hilfe der Kinder neue Beete und Hochbeete angelegt. Viele Kinder waren jedes Mal sehr begeistert, wenn die Schaufeln und die Schubkarre herausgeholt wurden, und wollten sofort helfen den Garten mitzugestalten.

Neben Graben waren Gießen und Ernten die beliebtesten Tätigkeiten der Kinder. Zum Unkraut zupfen war allerdings etwas Motivierung nötig. Alles, was mit Schneiden zu tun hatte, wurde gerne übernommen, beispielsweise Sträucher beschneiden, den Rasen stutzen und Kräuter ernten. Natürlich wurden die frischen Kräuter auch gern gegessen. Schnittlauch, Kapuzinerkresse und Colakraut waren die beliebtesten Kräuter der Kinder, gefolgt von Fenchelkraut und Sauerampfer.

Schnittlauch war so beliebt, das er neu gepflanzt nur eine Lebensdauer von ein paar Tagen hatte. Einige Kinder wollten oft Tee aufgebrüht bekommen, nachdem sie die Kräuter selbstständig gesammelt hatten. Sie wählten häufig eine Mischung aus Brennnessel, Pfefferminze und Zitronenmelisse.

Wir haben auch Gemüse wie Radieschen, Kürbisse, Salat, Kohlrabi und Tomaten gepflanzt, welche geerntet und gemeinsam gegessen wurden.

Unseren Kräutergarten nutzten tagtäglich viele Kinder und auch einige KollegInnen. Sie naschten von den verschiedenen Kräutern und peppten ihre Schulbrote auf. Es wurden selbst kreierte „Parfums“ hergestellt und einige Kinder stellten sich gegenseitig ihre favorisierten Kräuter vor.

Die Kinder kümmerten sich täglich um die Pflanzen, es wurde gegossen, gepflegt und geerntet. Der Garten steht jeden Tag für jedes Kind offen. Er ist nicht eingezäunt, weshalb er auch gerne als Rückzugsort oder Platz für ruhige Spiele genutzt wird.

Es gab sehr viel positive Resonanz von den Eltern und Kindern. Alle waren sehr begeistert von unserer Idee und der Umsetzung. Wir bekamen viel Lob wie „Toll, dass aus einer Brache solch eine grüne Oase entstanden ist.“.

Es gab natürlich auch die eine oder andere Schwierigkeit beim Aufbau des Kräutergartens. So hatten wir zunächst keine geeigneten Steine für die Umrandung der Hochbeete. Nach einigem Suchen und Grübeln entschieden wir uns für eine Holzumrandung, welche dann schnell aufgebaut war. In den Sommerferien stürzte ein großer Ast direkt auf unsere schönen Tomaten, weshalb wir leider nur einen kleinen, unversehrten Teil ernten konnten. Ein dauerhaftes Problem unserer Einrichtung ist der häufige und unerklärliche Verlust von Werkzeugen, sowie der Verschleiß durch die vielen mitwirkenden Kinder.

Im Frühjahr 2013 werden wir wieder viele neue Kräuter pflanzen, welche die Kinder bisher noch nicht kennen, damit sie Neues erfahren und entdecken können. Außerdem soll der angrenzende Zaun komplett mit Wein und Weiden begrünt werden.

Wir freuen uns alle schon auf Frühjahr. (Quelle: NUSZ)

 

23.2.: Poetische Führung

Vormärz –

die Zeichen des Neuen entdecken

Poetische Führung

 über den Friedhof der Brüder Grimm

mit Gerhard Moses Heß

Der März steht vor der Tür – Schneeglöckchen, Krokus und Winterling sind Vorboten des Frühlings. Vorboten waren auch die Dichter des Vormärz:

Vorboten der Märzrevolution von 1948, die sich dieses Jahr zum 165. Mal jährt.

Viele der literarischen und politischen Vorkämpfer und Vorboten eines demokratischen Deutschland sind auf unserem Friedhof begraben:

Sie warten noch immer auf angemessene Würdigung, einige sind fast vergessen…

Sonnabend, 23. Februar, 14 Uhr

Alter St.-Matthäus-Kirchhof, Großgörschenstr.12-14

U Yorckstraße, S Yorckstraße/Großgörschenstraße, Treffpunkt am Friedhofseingang,

Teilnahme kostenlos, Unkostenbeitrag erwünscht

Anmeldung nicht erforderlich (Gruppenführungen nach Vereinbarung)

Nähere Informationen: Tel. 0163 / 34 17 053

 

Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde - Jubiläum

Vorbereitungen zum Jubiläum "60 Jahre Notaufnahmelager Marienfelde" in vollem Gang

Berlin, 19. Februar 2013 – Am 14. April 1953 eröffneten der damalige Bundespräsident Theodor Heuss und Berlins Regierender Bürgermeister Ernst Reuter feierlich das Notaufnahmelager Marienfelde. Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde begeht den 60. Jahrestag dieses historischen Ereignisses mit einem aufwändigen 4-tägigen Veranstaltungsprogramm. Höhepunkt der Feierlichkeiten wird der Festakt am 14. April 2013 in Anwesenheit von Bundespräsident Joachim Gauck und von Bürgermeister und Senator für Inneres und Sport von Berlin Frank Henkel sein. Die Vorbereitungen dazu sind in vollem Gang.


Es war der massenhafte Zustrom von Flüchtlingen aus der DDR, der vor 60 Jahren zum Neubau eines zentralen Notaufnahmelagers in West-Berlin führte. Bis zum Ende der DDR 1990 passierten 1,35 Millionen DDR-Flüchtlinge und Übersiedler sowie von 1962 bis 2010 rund 96.000 Aussiedler dieses schmale „Tor zur Freiheit“. Bis heute ist das ehemalige Notaufnahmelager Marienfelde ein lebendiger Ort der Migration. Seit Dezember 2010 werden die Gebäude vom Internationalen Bund im Auftrag des Landes Berlin als Übergangswohnheim für Flüchtlinge und Asylbewerber genutzt. Zudem hat die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde hier ihren Sitz.

Als Höhepunkt des vielfältigen Programms würdigen Bundespräsident Joachim Gauck und Bürgermeister und Senator für Inneres und Sport von Berlin Frank Henkel am 14. April 2013 die zentrale Bedeutung des Ortes für die deutsch-deutsche und die Migrations-Geschichte der Stadt in einem Festakt.

Am 11. April 2013 startet das Programm mit einer Abendveranstaltung zum Thema „Menschen im Übergang. Flucht, Migration und Integration gestern und heute“. Nach einem Vortrag von Prof. Dr. Jochen Oltmer (IMIS Osnabrück) diskutieren Autoren, Politiker, Historiker und Zeitzeugen über Flucht, Migration und Integrationsprozesse nach 1945. Auf dem Podium nehmen u.a. Berlins Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, und die Schriftstellerinnen Merle Hilbk und Susanne Schädlich Platz.

Am 12. April 2013 lädt die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde zum Symposium „Flüchtlingslager im Nachkriegsdeutschland“ ein. In drei Sektionen widmen sich Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen den Themen „Flüchtlingslager während des Kalten Krieges“, „Stadt, Land und Lager“ sowie „Lager als Erinnerungsorte“. Ziel der wissenschaftlichen Tagung ist es, aktuelle Forschungsergebnisse zu Lagern im Kontext des Kalten Krieges zu diskutieren und den Stand der Umgestaltung ehemaliger Lager zu Erinnerungsorten und Museen darzustellen.

Am Abend stellt die Stiftung Berliner Mauer ihre neue Publikation „Befragung - Überprüfung – Kontrolle: Die Aufnahme von DDR-Flüchtlingen in West-Berlin bis 1961“ vor, die von dem Historiker Keith Allen erarbeitet wurde. Der Autor beschäftigt sich darin mit den politischen Befragungen der Flüchtlinge durch die westlichen Geheimdienste und untersucht die Rolle der Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit (KgU) sowie des Untersuchungsausschusses freiheitlicher Juristen (UfJ) im Aufnahmeverfahren. So erschließt er eine neue, akteursbezogene Perspektive auf das Thema Flucht im geteilten Deutschland.

Am 13. April 2013 lädt die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde zu einer besonderen Bustour ein. Die Historikerin Katharina Hochmuth führt Interessierte unter dem Motto „Verschwunden und Vergessen“ zu ausgewählten früheren Standorten von Flüchtlingslagern, Behörden und Abflugbaracken in der Stadt. Dort, wo die Orte aus dem Stadtbild verschwunden sind, veranschaulichen Fotos und Filme, was hier einst existierte.

 

Tolle Auszeichnungen für junge Redakteure

Mit großer Freude hat die Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Jutta Kaddatz, die schönen Erfolge von vier Tempelhof-Schöneberger Schulen beim Schülerzeitungswettbewerb 2012/13 zur Kenntnis genommen.

Dabei belegte die Georg-von-Giesche-Schule mit ihrer Zeitung Voilà den ersten Platz in der Kategorie Sekundarschulen und die Redaktion YoYo der Finow-Grundschule erhielt einen Extrapreis für crossmedia-les Arbeiten.

Gleich zwei Preise heimste das Rückert-Gymnasium ein. Prämiert wurde die Redaktion von Rückenwind  zum Thema „Wertschätzung in der Schule“ und auch der Musikpreis „Hier spielt die Musik“ ging an Rückenwind.

Auch die Zeitung readme eck vom Eckener-Gymnasium in Mariendorf erhielt den Sonderpreis „Wertschätzung in der Schule“.

Als kleine Anerkennung lädt die Stadträtin, Frau Kaddatz, die jungen Zeitungsmacher zu einem kleinen Empfang am 4. März 2013 ins Rathaus Schöneberg ein.

 

Kinderkonzert: Kontrabass trifft Piccolo

Die Dezentrale Kulturarbeit Tempelhof-Schöneberg lädt Kinder ab 5 Jahren, ihre Eltern und Freunde am Sonntag, dem 17.02.2013, um 16 Uhr zu einem Kinderkonzert in den Willy-Brandt-Saal im Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin, ein.

Auf dem Programm steht Benjamin Brittens „The Young Person’s Guide to the Orchestra“, moderiert von Sarah Willis, gespielt vom Berliner Sibelius Orchester unter der Leitung von Stanley Dodds.

Ein Sinfonieorchester mit Streichern, Holz- und Blechbläsern, Schlagwerk und Harfe bietet schon einen beeindruckenden Anblick – vor allem für Kinder! Und wenn es dann auch noch zu spielen beginnt…

Jedes Instrument für sich hat seinen ganz eigenen Charakter, von der behäbigen Tuba bis zur flink piepsenden Piccolo-Flöte. So unterschiedlich die Instrumente in Größe und Form aussehen, so verschieden klingen sie auch. Benjamin Brittens „The Young Person’s Guide to the Orchestra“ stellt sie alle erst einzeln in abwechslungsreichen Variationen vor und lässt sie am Schluss in einer großen Fuge zusammenspielen. Begleitet und erläutert durch die Moderatorin – Sarah Willis ist selbst Hornistin bei den Berliner Philharmonikern – führt das Stück sein junges Publikum auf eine spannende Reise durch die Welt der Instrumente.

Der Eintritt ist frei. (Spenden sind erwünscht.)

 Da das Platzangebot begrenzt ist, bitten wir vorab um Anmeldung unter Angabe der Personenanzahl bis zum 14. Februar unter kinderkonzert@sibeliusorchester.de. Bestellte Karten müssen bis spätestens eine halbe Stunde vor Konzertbeginn abgeholt werden. 

Kontakt:

Berliner Sibelius Orchester e.V.

kinderkonzert@sibeliusorchester.de

www.berliner-sibelius-orchester.de

 

Anträge jetzt! ... auf Kulturförderung im Bezirk Tempelhof-Schöneberg

Für das Jahr 2013 stehen wieder Kultur-Projektförderungsmittel des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg zur Verfügung und können noch bis zum 03.04.2013 beantragt werden.

Dieser Aufruf richtet sich an alle Künstlerinnen und Künstler – Einzelpersonen genauso wie freie Gruppen: es können für kulturelle Projekte Fördermittel beantragt werden! Grundsätzlich sind Projekte aus allen kulturellen Sparten zugelassen und erwünscht.

Der innovative Gedanke steht hierbei im Vordergrund. Grundlegende Bedingungen sind: die Projekte hat es im Vorfeld noch nicht gegeben oder sind noch nicht begonnen worden, die Uraufführung / Präsentation findet im Bezirk Tempelhof-Schöneberg in der 2. Jahreshälfte statt (Spielstättenbescheinigung) und die Antragsteller sind Einzelpersonen, keine Vereine, Kirchengemeinden oder soziokulturelle Projekte.

Es können leider keine Zuschüsse für laufende Kosten (z.B. Miete) und keine institutionelle Förderung von Kulturgruppen gewährt werden. Ausgeschlossen sind auch Zuschüsse für die verbesserte Ausstattung von Kulturräumen und Materialkosten für Künstler. Es werden vor allen Dingen Honorare gefördert.

Der Tempelhof-Schöneberger Kulturbeirat spricht der Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Jutta Kaddatz, Empfehlungen über die Vergabe der Fördermittel aus.

Die Antragsfrist für das Jahr 2013 endet am 03.04.2013

(Projektbeginn ab II. Jahreshälfte)

Weitere Informationen und das Antragsformular finden Sie bitte unter

www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/organisationseinheit/bildung-kultur/kult.html

 

Neuköllner Oper: Neuköllateralschaden

Eine Kiezkantate

Szenen von Uta Bierbaum, Alexander Capistran und Felix Kracke

Komposition: Vivan und Ketan Bhatti

Regie: Mona Kraushaar

Dramaturgie, Projektentwicklung: Bernhard Glocksin

Bühne: Aleksandra Pavlovic

Kostüm: Nini von Selzam

Uraufführung 27. Februar

Durch die Nacht mit Feridun Zaimoglu“ stand am Beginn: sechs Autorinnen und Autoren durchstreifen Neukölln, gemeinsam mit Zaimoglu, dem Spezialisten für literarische Recherchen hart an der Bordsteinkante. Was sie sehen, in Szene setzen, mit Musik verbinden und selbst performen, ergibt ( im letzten Oktober) eine rasante Uraufführung als Abschluss eines ungewöhnlichen Autoren-Workshops von Neuköllner Oper und Heinrich-Böll-Stiftung. Nun haben wir drei der sechs AutorInnen gebeten, ihre Kiez-Recherchen fortzusetzen und auch diesmal wieder selber zu spielen: Shortcuts von Einhörner und Biertrinkern, Security und Kliniken, Uschi, Bolle, Heinz B. und natürlich Gott dem Allmächtigen. Die Neukölln-Kiezkantate fährt volles Tempo in einer spontanen, kaum geprobten Mischung aus szenischer Lesung, Musiktheater und Performance. Mit Uta Bierbaum, Alexander Capistran, Felix Kracke (Text und Spiel); Julia Gámez Martin, Kristofer Benn (Gesang), Tobias Bartholmeß (Musik).

Spieltermine: 27.Februar und 7. – 9.,14., 22. März 2013, 20 Uhr

Spielort: NEUKÖLLNER OPER, Studio

Tickets: EUR 14 / 7 unter tickets@neukoellneroper.de sowie 030 - 6889 0777

NEUKÖLLNER OPER • Karl-Marx-Str. 131-133 • 12043 Berlin • Tel: 030/68 89 07-0 • www.neukoellneroper.de

 

Helga Goetze (1922 – 2008) – die Tabubrecherin

Salon  der Erinnerung

für Menschen, die unvergessen sind:

 Lesung, Bilder, Musik, Gespräch

 Eine Veranstaltungsreihe des Fördervereins EFEU

 mit Gerhard Moses Heß und Gästen

 Eintritt frei, Spenden willkommen:

 im Café finovo, Alter St.-Matthäus-Kirchhof

 Großgörschenstr.12-14  (U Yorckstraße, S Yorckstr./Großgörschenstraße)

Samstag, 16. Februar, 14 Uhr

Helga Goetze (1922 – 2008)

die Tabubrecherin

Würdigung zu ihrem 5. Todestag

Als Gäste:

Antonia Hillebrand (Enkelin von Helga Goetze),

Ana von Keitz, Nina Pohl

 Ein kleines Grab auf unserem Friedhof mit einer Figurine von Ana von Keitz erinnert an eine Frau, die mit  46 Jahren, nachdem sie als treusorgende Ehefrau und Mutter 7 Kinder großgezogen hatte, ein neues Leben begann:

Von BILD bald als „Deutschlands Supersau“ abgestempelt, stritt sie unermüdlich für eine befreite Sexualität und für die Friedensbewegung, sie schrieb unzählige Gedichte und hinterließ eine Fülle einzigartiger gestickter Wandbilder.

 Texte & Gedichte von Helga Goetze, gepaart mit eigener erotischer Poesie, trägt die vorpommersche Poetin  Nina Pohl vor. Ein Besuch bei Helga Goetze mit anregender Unterhaltung und "Verschwesterung" blieb Nina Pohl lebhaft in Erinnerung. Die Erfahrungen beider Frauen ähneln sich. Das Thema Selbstbefreiung als Frau zieht sich als roter Faden durch ihr Leben. Aus dieser Begeisterung heraus ergibt sich nun diese Lesung, die beider Lebens- und Liebeserfahrungen auf wundersame Weise verknüpft.

 

Seniorenvertretung würdigt bürgerschaftliches Engagement in Marienfelde

Die Seniorenvertretung informiert:

Das Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum Marienfelde-Süd e.V. im Alten Waschhaus in der Waldsassener Str. 40a war dieses Mal das Ziel der Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg im Rahmen ihrer Kontaktpflege mit den sozialen Einrichtungen im Bezirk.

Die Seniorenvertreter, die sich im gesetzlichen Auftrag für die Interessen und Belange der älteren Generation einsetzen, bezeichneten den nachhaltigen Beitrag des Zentrums unter der ehrenamtlichen Leitung von Helmut Füstmann als besonders vorzeigbar und beispielgebend für eine positive Stadtteilentwicklung. „In diesem Umfeld braucht sich niemand abgehängt zu fühlen oder zu meinen, er würde den Anschluss verlieren“, betonte Manfred Kohler, der Vorsitzende der Seniorenvertretung. Es sei bewundernswert, so Kohler weiter, wie es der Leitung des Zentrums immer wieder gelinge, Programme zur Förderung der Nachbarschaft und speziell auch zur Aktivierung der sozialen Integration von Migrantinnen und Migranten neu aufzulegen. Damit werde auch ein nachhaltiger Beitrag zum besseren Zusammenleben der Kulturen geleistet. Das breit gefächerte Vereinsangebot an die Bewohner richte sich zudem nicht nur an die ältere Generation, sondern biete auch jüngeren Personen Gelegenheit zur aktiven Freizeitgestaltung und gebe damit allen Altersgruppen die Möglichkeit zur positiven Gestaltung der Nachbarschaft.

Das Fazit der Seniorenvertretung: Die aktive ehrenamtliche Mitwirkung der Bewohner und speziell der älteren Generation bei der Gestaltung des sozialen und kulturellen Wohnumfeldes ist eine Chance, die noch viel mehr genutzt werden sollte.

Die Seniorenvertretung will bei ihrer künftigen Arbeit dieses ehrenamtliche Engagement noch weiter befördern.

 

16.2.: NABU-Naturschutzstation Marienfelde lädt zum Natur-Aktiv-Tag

Mensch – tue was

Egal ob klirrend kalt oder regnerisch mild – in der Natur ist dies die Zeit in der sich Naturliebhaber zu handfesten Ereignissen draußen treffen. Am 16.02.2013 geht es zwischen 10 bis 14 Uhr um die Pflege und Entwicklung von attraktiven und strukturreichen Lebensräumen im Freizeitpark Marienfelde.

Im Freizeitpark Marienfelde gibt es eigentlich immer etwas zu tun. Auf dem ehemaligen Müllkippenstandort hat sich über viele Jahre Natur aus zweiter Hand entwickelt. Nachdem sich seit dieser Zeit unter anderem Tierarten, wie Moorfrosch, Knoblauchkröte und Zauneidechse, sowie Wechselkröte und Kammmolch das Areal zurückerobert haben, wollen Naturschützer die Gelegenheit nutzen, diese Arten zu unterstützen und ihre Biotope aufwerten.

Vor allem die JuniorRanger „Die Zwiebelfrösche“ haben sich dies auf ihre Fahne geschrieben.

Helfende Hände gerne gesehen

Der NABU-Mitarbeiter und Naturranger Björn Lindner leitet die Gruppe von freiwilligen Helfern an und informiert interessierte Gäste über die Maßnahmen in der Natur- und Landschaftspflege, die Entwicklungsziele und den Nutzen für die Biotope. Natürlich sind neben den Junioren auch alle anderen helfenden Hände zur Unterstützung willkommen. „Bitte denken Sie daran, dass Sie für den Einsatz feste Schuhe und Arbeitshandschuhe dabei haben“, erinnert Lindner und ergänzt: „Wir haben zwar auch eigenes Werkzeug in begrenzter Stückzahl vor Ort. Wir würden uns aber darüber freuen, wenn Helfer noch Astscheren, Handsägen, Spaten oder Schaufeln mitbringen würden.“

Hintergrundinformationen:

Die Wechselkröte steht in Deutschland auf der Roten Liste, gilt als gefährdet und ist eine der streng zu schützenden Arten. Die Wechselkröte leidet häufig unter dem Fehlen oder zu raschen Austrocknen ihrer Laichgewässer. Auch verträgt sie es nicht, wenn ihre Biotope durch Büsche beschattet werden. Ihre Bestände sind in Deutschland häufig von der Rekultivierung von Brachen für landwirtschaftliche Zwecke bedroht. Im Freizeitpark Marienfelde kommt eine kleine Population vor, deren Fortbestehen durch Hilfsmaßnahmen geschützt werden soll.

Was?

Natur-Aktiv-Tag „Mensch – tue was“

Wann?

16. Februar 2013, von 10 bis 14 Uhr

Wo?

Treffpunkt ist das Ranger-Haus im Freizeitpark Marienfelde (Pavillon am Diedersdorfer Weg in der Nähe vom Parkplatz)

 

Heimathafen Neukölln

HADDA – IHR LEBEN EINE GRENZÜBESCHREITUNG

Neu in der Reihe LILA RISIKO SCHACHMATT

Von Jaouad Essounani (Marokko) & Ensemble

Eine Frau, ein Land, viele Stimmen. Hadda lebt die Schizophrenie der marokkanischen Identität, sie hat die Gewalt der neuen Männlichkeit ständig zwischen ihren Beinen, und entwirrt die Rituale und kolonialistisch-verdrehten Koran-Verse ihrer Berber-Kindheit. Sie liebt Marxisten und Imame, liest ihre Bücher, und überlebt die willkürliche Folter ihrer Systeme. Sie hört alle schwören auf deren Auslegungen - der Geschichte, Religion und des idealen Staates. Sie handelt und spiegelt so naiv-poetisch den suchenden, findenden Menschen in dieser Galaxie von Manipulation, Korruption und Ausgrenzung.

Antworte mir, ich verlasse jetzt ihre Welt, eure Welt, ich habe mir immer vorgestellt, wie du sitzt da oben…wie auf Zuckerwatte, auf Rauschebärten aus Zuckerwatte. Mir hat nie jemand so einen Zuckerwatterauschebart angeboten … seltsam, in einem Land, wo es von Rauschebärten nur so wimmelt…Ich weiß, dass es bei dir immer schön ist, bei dir gibt’s keine Grenzen und kein Ende… Ich komme, ich nehme diesen Bus zu dir…

Autor Jaouad Essounani prangert an, dass der Koran von allen -im arabischen wie nichtarabischen Raum-  benutzt und die Schrift verschleiert wird, um Machtverhältnisse zu beeinflussen. Dies führe zur Verrohung des Zusammenlebens in islamisch-geprägten Ländern und zur Radikalisierung zwischen Gesellschaften. So fordert er die Eigenverantwortung jedes Einzelnen im Umgang mit Gott, ohne Gott und miteinander ein: Lest selbst! Der junge Autor findet einen aufreibenden, zum Teil grotesken Ton, um in der Frau Hadda beispielhaft das Schicksal Marokkos mit all seinen gewaltsamen Wandlungen aufzuzeigen. Gleichzeitig verweist er auf andere islamisch-geprägte Gesellschaften und ihre spannungsreiche Wechselwirkung untereinander und mit westlichen Ländern.

Regie: Lydia Ziemke & Ensemble/ Produktionsleitung: Aliki Schäfer & Nadja Hermann/ Bühne und Kostüme: Claire Schirck/ Regieassistenz: Matin Soofipoor/ Produktionsassistenz: Hedra Youkhana/ Bühne & Kostümassistenz: Anna Genitilini/ Hospitanz: Johanna Schütt/ Ton & Musik: Houwaida Goulli & Jacob Suske/ Mit Alois Reinhardt, Javeh Asefdjah, Houwaida Goulli

Premiere am 20. Februar 2013

Vorstellungen am 22./23.02. und 01./03./06. 03. und 22./23.03.

 

15.2.: Seniorenmesse in Schöneberg

Die Seniorenarbeit Tempelhof-Schöneberg lädt ein:

5. Seniorenmesse im Rathaus Schöneberg

Am Freitag, dem 15. Februar 2013 findet in der Zeit von 10.00 bis 16.00 Uhr zum
fünften Mal die
Seniorenmesse in der Brandenburghalle, dem BVV-Saal, dem
Theodor-Heuss-Saal und dem Willy-Brandt-Saal des Rathauses Schöneberg,
John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin, statt.

Die Bezirksstadträtin für Gesundheit, Soziales, Stadtentwicklung, Frau Dr. Sibyll Klotz, wird gegen 11:30 Uhr die Aussteller und Besucher/-innen der Messe begrüßen.

Erstmals werden in diesem Jahr im BVV-Saal Vorträge zu seniorenrelevanten Themen angeboten. Die Verbraucherzentrale wird über „Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL-Leistungen) in Arztpraxen“ sowie zum Thema „Fit im Alter – Gesund essen, besser leben“ berichten. Der Pflegestützpunkt Tempelhof-Schöneberg, Reinhardstraße wird einen Überblick über Wohnmöglichkeiten im Alter geben und ein Hörgeräteakkustiker wird offene Fragen zum Thema „Wege und Möglichkeiten zum besseren Hören“ beantworten.

Neben ca. 60 Informationsständen zu den Themen Freizeit, Bildung und Wohnen informieren Reiseveranstalter über seniorengerechte Tagesfahrten. Ferner wird das Ehrenamtsbüro des Bezirks Beratungen zur ehrenamtlichen Tätigkeit, auch im Seniorenbereich, anbieten.

Der beliebte „Ratgeber für Senioren 2013 – Gemeinsam in die Zukunft“, in dem unter anderem die Veranstaltungen und Angebote der Seniorenarbeit des Bezirkes im Jahr 2013 vorgestellt werden, wird hier erstmals zu erhalten sein.

Die Altenpfleger/-innen  der Seniorenfreizeitstätten werden im Willy-Brandt-Saal mit selbstgefertigten Köstlichkeiten zu günstigen Preisen für das leibliche Wohl sorgen.

Es wird ein abwechslungsreiches Programm mit der Band „Petticoat“, dem Trio Scho und dem „Allesredner“ Herrn Arnold Böswetter geboten. Neben der Möglichkeit zur Entspannung und netten Gesprächen, sorgt eine Tanzanimation der Vorthaler Tanzschule auch für entsprechende „Bewegungsmöglichkeiten“ und der Chor der Freude regt zum Mitsingen an.

Nähere Information erhalten Sie Montag, Dienstag und Donnerstag, von 9.00 bis 12.30 Uhr bei der Seniorenarbeit im Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, Zimmer 221, 2. Etage oder unter der Telefonnummer 90277-8793.

 

ufa-Fabrik: KABARETT Fatih Çevikkollu

FATIH unser! - Erlösung leicht gemacht

War es nur ein Traum oder tatsächlich Realität? Fatih Cevikkollu weiß es selbst nicht so genau, dabei hatte es sich so echt, so real angefühlt. Der Autounfall, die Schwerelosigkeit, das helle Licht und dann das…

Nichts!? Licht und Nichts kannte Fatih bis dahin nur aus seinem Kühlschrank, aber hier ist es wärmer und hier soll man die Ewigkeit absitzen? Nein, auf keinen Fall, da hat der liebe Gott die Rechnung ohne Fatih gemacht.

Der ergreift seine Gelegenheit und stellt dem Big Boss die Fragen aller Fragen: Kommt nach dem Genuss die Reue oder ist es eher umgekehrt, kommt am Ende die große Bestrafung für ein Leben voller Laster und Sünden, oder lacht sich dann einer nur kaputt, weil man das Beste ganz fromm verpasst hat? Fatih Çevikkollu bringt es geradewegs auf den Punkt. Charmant und direkt, mit einer gehörigen Prise Selbstironie kommentiert er aktuelle gesellschaftliche und politische Themen, räumt auf mit Stammtisch-Klischees.

Sein Platz ist zwischen allen Stühlen: „Ich sehe aus wie Ali, aber ich spreche wie Hans“, sagt Fatih Cevikkollu. Er ist Deutscher, Türke, Kölner. Ein Moslem, geboren in einem katholischen Krankenhaus, Sohn eines türkischen Fabrikarbeiters. Von Beruf ist er Kabarettist.

Nach zwei erfolgreichen und mehrfach preisgekrönten Programmen „Fatihland“ und „Komm zu Fatih!“ kommt Fatih Çevikkollu nun mit seinem aktuellen Kabarettprogramm nach Berlin.

Voller Selbstironie wechselt er zwischen den Themen, schlüpft in verschiede Rollen. Eben war er noch bei Helmut Schmidts Denkpausen in Liveinterviews, schon spricht er über Rösler, Atomausstieg, die Automafia in Köln, die abgründigen Leiden eines jungen Vaters und die Absurditäten digitaler Sozialer Netzwerke. Seine Soloprogramme stellen die richtigen Fragen zur richtigen Zeit. Mit viel Erfolg, denn Cevikkollu beantwortet sie unterhaltsam und ohne erhobenen Zeigefinger.

Scharfzüngig, witzig, zeitgemäß - und mit viel Herz trifft er genau die Richtigen!

Spieltermine:

Mi - Sa, 20.-24.2. Beginn: 20 Uhr

Eintritt: 19-, erm. 15,- Euro Stud. 12,-

Im Varieté Salon der ufaFabrik Viktoriastr. 10-18 12105 Berlin

Direkt am Tempelhofer Damm, 1 Minute von der U6-Ullsteinstraße, Bus: M170, N6 und N 84

Zuschauer- & Ticket-Telefon 030 • 75 50 30

www.ufafabrik.de

 

20 Jahre JugendkunstschuleTempelhof-Schöneberg

Eine der ersten Jugendkunstschulen Berlins feiert Jubiläum mit einer Ausstellung im Haus am Kleistpark

In der Ausstellung zum 20-jährigen Jubiläum der Jugendkunstschule Tempelhof-Schöneberg präsentieren Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 3 und 20 Jahren ihre Werke, die sie in Schulklassenprojekten oder in ihrer Freizeit unter Anleitung von Kunstpädagoginnen und Kunstpädagogen sowie Künstler/innen hergestellt haben. Zu sehen sind mehr als 200 Arbeiten, darunter großformatige Malerei, Zeichnungen, Plastiken und Objekte aus Holz, Keramik und Stoff. Es ist ein Querschnitt der umfangreichen künstlerischen Produktion, die in den letzten 6 Monaten in der Jugendkunstschule (JuKS) stattgefunden hat. Alle Arbeiten überzeugen durch ihre kreative Lebendigkeit.

Mehr als eintausend Projekte und Kurse für Kinder und Jugendliche fanden in den letzten zwanzig Jahren in den Ateliers und Werkstätten der Jugendkunstschule in der ehemaligen Feuerwache an der Martin-Luther-Strasse statt. Hinzu kommen rund 800 Klassen aus Grund- und Oberschulen, die an Schulvormittagen in der JuKS gearbeitet haben. Vielen Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichsten kulturellen und sozialen Hintergründen wurde so die Möglichkeit geboten, ihre Fähigkeiten zu entwickeln.

Dass es unserem Mitarbeiterteam aus Kunstpädagogen und Künstlern nun schon seit zwanzig Jahren gelingt, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene darin zu unterstützen, ihre Freude an der künstlerischen Arbeit zu entfalten, gibt uns die Motivation und Energie, diesen Ort weiterzuentwickeln und im Dialog mit unseren Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern auch immer wieder Neues zu probieren, so Wilfried Müller-Maurer, der Leiter der Institution.

Kontakt: HAUS am KLEISTPARK, Grunewaldstraße 6 7, 10823 Berlin

19.01. - 10.02.2013, Mo bis Fr 09.00 18.0 Uhr, Sa/ So 10.00 18.00 Uhr, Eintritt frei

www.hausamkleistpark.de, www.juks-ts.de

 

KABARETT Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie

MitternachtSpaghetti

Die feinen Zwischentöne sind die Paradedisziplin der beiden Fensterbank-Philosophen aus Hannover. Wo sich Liebeslieder und schwarzer Humor begegnen, wo bissige Gesellschaftskritik auf skurrilen Schabernack trifft, dort kochen Wiebke Eymess und Friedolin Müller MitternachtSpaghetti und machen die Nacht zu ihrem Tag.

Oberflächlich betrachtet geht es in ihrem preisgekrönten Programm um Liebe.

Zu Tintenfischen zum Beispiel, zum Essen, zur Provinz oder zum Reißverschlussprinzip auf deutschen Autobahnen. Und es geht auch um die Liebe zweier Großstadtneurotiker in einer zunehmend komplexen Welt. Eymess und Müller haben eine eigene Bühnenstreitkultur entwickelt, mit Gedankensprüngen und abenteuerlichen Assoziationsketten. Bei ihren entwaffnend komischen, nächtlichen Diskussionen und Dichterwettkämpfen auf ihrer Fensterbank kam das Duo auch zu seinem nahe liegenden Namen „Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie.“

Und so jubeln die beiden Fensterbankphilosophen mit ihrer so unverschämt entspannt wirkenden Art scheinbar harmlosen Themen ganz und gar nicht harmlose Pointen unter. Dazu spielen sie Gitarre und Ukulele, und singen sprachjonglierende Lieder. Und wenn das Publikum mitfiebert, ob nun Telemann oder Thälmann Namensgeber der DDR-Jugendorganisation war und dabei noch Richard Wagner und Dr. Oetker herhalten müssen, dann weiß man: Nie haben Missverständnisse mehr Spaß gemacht! Seit 2008 ist das Duo in deutschen Landen unterwegs. Mittlerweile sind auch die Fachleute hellhörig geworden und haben den beiden einige Preise verliehen: u. a. den Münchner Kabarett Kaktus 2009, die St. Ingberter Pfanne 2010 und 2011 den hölzernen Stuttgarter Besen.

Wiebke Eymess kommt aus Hannover, ist Autorin deprimierender Kurzgeschichten und passionierte Pastaköchin. Nach Fremdsprachenkorrespondentin, Journalistin und Dozentin hörte sie endlich auf ihre Eltern und macht etwas Anständiges: Kabarett. Die anderen 50 Prozent des Duos (also gut die Hälfte) bestehen aus Fridolin Müller, in Hannover geboren und freiwillig dorthin zurückgekehrt. Ein sympathischer Klugscheißer, Anachronist seiner Zeit und die Antwort auf die Frage „Ja“.

Ein wunderbarer Kabarettabend mit einem Paar- kein

Beziehungskistenkabarett! http://www.aufderfensterbank.de

Spieltermine: Mi-Sa, 13.2. – 16.2. Beginn: 20 Uhr

Eintritt: Eintritt: 17,-, erm. 15,- Euro Stud. 12,- Euro

Im Varieté Salon der ufaFabrik Viktoriastr. 10-18 12105 Berlin

Direkt am Tempelhofer Damm, 1 Minute von der U6-Ullsteinstraße, Bus: M170, N6 und N 84 Zuschauer- & Ticket-Telefon 030 • 75 50 30

www.ufafabrik.de

 

Psychose-Seminar Tempelhof 1. Semester 18.2. - 10.6.2013

Sie sind herzlich eingeladen, müssen aber nicht regelmäßig teilnehmen.

Schauen Sie einfach mal vorbei.

Besonders Angehörige und professionelle BegleiterInnen möchten wir zu einem Besuch einladen, da diese oft in der Minderheit sind.

Das Seminar ist eine Austauschform aus 3 Blickwinkeln für Psychoseerfahrene, Angehörige und professionelle BegleiterInnen (Trialog).

Erfahrungen austauschen, Hintergründe aufzeigen, Sicherheit gewinnen

Psychosen stellen für alle Beteiligten eine ungewöhnlich belastende Erfahrung dar.

Das trialogische Psychoseseminar gibt eine Möglichkeit sich über Erfahrungen mit Psychose bei sich selbst oder bei anderen auseinander zu setzen.

Die eigene Wahrnehmung wird oftmals zur einzig gültigen Realität. Das führt zu Verwicklungen und macht das gegenseitige Verstehen schwer.

Termine und Themen:

18.02.2013 Erklärungsmodelle für Psychose

04.03.2013 Arbeitsmöglichkeiten und Psychose?

18.03.2013 Diagnose, Stigmatisierung und Selbstbild

01.04.2013 Ostermontag fällt aus

15.04.2013 Psychose und Aggression

29.04.2013 Psychose und andere Erkrankungen

13.05.2013 Krisenbewältigung

27.05.2013 Psychose und Schuld

10.06.2013 Bedeutung und Wichtigkeit von Sport und Ernährung

Der nächste Zyklus beginnt am 02.09.2013.

Psychoseseminare sind Gesprächsforen und Expertenrunden, deren Kerngedanke eine gleichberechtigte Verständigung über Psychosen ist - letztlich mit dem Ziel, ein besseres, ganzheitliches Verständnis für Psychosen zu entwickeln und damit auch die Arbeit der Psychiatrie zu verändern.

Experten sind im Sinne von Psychoseseminaren die Menschen, die selbst eine Psychose erlebt haben, Psychose-Erfahrene; ihre Angehörigen, die eine Psychose in der Regel aus nächster Nähe miterlebt haben; sowie Professionelle, die beruflich in der Psychiatrie mit Menschen mit Psychosen arbeiten.

In Psychoseseminaren können diese unterschiedlichen Sichtweisen und Erfahrungen zur Sprache kommen und gleichberechtigt nebeneinander stehen.

Angestrebt wird eine offene, ehrliche, zwanglose Atmosphäre der Verständigung, des Respekts vor dem Gegenüber, der Ermutigung zur Übernahme von Verantwortung für sich selbst, des gemeinsamen Lernens.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten dadurch neue Einblicke in das Erleben anderer und lernen somit mehr über das Phänomen Psychose.

Internetforum: www.trialog-psychoseseminar.de

Uhrzeit: 18.00 – 20.00 Uhr mit Pause

Ort: Café Aurel Alt-Tempelhof 28 12103 Berlin

Hofbausaal hinter dem Café (Zugang durch die linke Tür neben dem Café)

Verkehrsverbindung: U-Bahn: Alt-Tempelhof (U6), Bus: M46, 140,184, 246

Kontakt: Kontakt- und Beratungsstelle „Die Kurve GmbH“, Tel: 030/74 00 63 14

Wechselnde Moderation

 

„Gutes tun und darüber reden“

Bundesweiter Medienworkshop der Jugendämter im Rathaus Schöneberg

Berlin-Schöneberg, 31. Januar 2013 Seit 2011 sind die Jugendämter in eigener Sache bundesweit im Rahmen der Aktionswochen „Das Jugendamt - Unterstützung die ankommt“ unterwegs. Zum Thema Medienarbeit fand nun im Rathaus Schöneberg ein Workshop statt.

Vertreter aus verschiedenen Jugendämtern aus dem Bundesgebiet kamen in Berlin zusammen. Der Jugendamtsdirektor von Tempelhof-Schöneberg, Wolfgang Mohns, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops.


Das wichtigste Ziel des Workshops war der Erfahrungsaustausch im Zusammenhang mit der Kampagne und der professionellen Umgang mit der Presse.

Die Jugendämter haben in der Öffentlichkeit und in den Medien einerseits oft das Bild der „Kinderwegnehmbehörde“, andererseits wird ihnen vorgeworfen, dass sie zu spät intervenieren. Was stimmt denn? Welche Aufgaben haben denn die Jugendämter noch? Eines ist sicher. Die Jugendämter haben in der Vergangenheit zu wenig offensiv ihre Leistungen und Kompetenzen der Öffentlichkeit vermittelt. Die Kampagne der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter unterstützt Jugendämter bei der Öffentlichkeitsarbeit und ruft schon zum zweiten Mal zu bundesweiten Aktionswochen auf.

Als Medienexperten unterstützten die langjährige PR-Beraterin Christina Ernst und Diplom-Journalist Falk Wellmann (beide von „neues handeln GmbH“) den Workshop. Als Einstieg wurde der Erfolg der Aktionswochen 2011 beleuchtet. Anhand von konkreten Beispielen aus den Print- und Onlinemedien, sowie aus Hörfunk und Fernsehbeiträgen, wurde deutlich, worauf im Umgang mit Medienvertretern zu achten ist. In Arbeitsgruppen wurden Ideen für die Aktionswochen 2013 entwickelt.

Im Juni 2013 stehen die bundesweiten Aktionswochen unter dem Motto: „Das sind uns die Kinder wert!“ Konkrete Themen gibt es genug. Ob im Tagesbetreuungsbereich (Ausbau U3), bei den frühen Hilfen oder im Jugendschutz. Die Themen liegen auf der Straße und können auch für die Medien interessant gestaltet werden.

Anhand von Themenbeispielen versuchten die Teilnehmer die „fiktive“ Redaktion, die von den anderen Seminarbesuchern und der Seminarleitung gespielt wurde, von ihren Themen zu überzeugen. „Da kam man schon ins Schwitzen, als die Redaktion an einigen Stellen nachbohrte“, weiß ein Teilnehmer zu berichten.

Ein rundum gelungener Workshop, der den Teilnehmern viel Möglichkeit zum Austausch gab und eine kleine Ahnung vermittelte, was in den Köpfen von Redakteuren vorgeht. Auch waren sich die Teilnehmer einig, dass die Jugendämter „Gutes tun und auch darüber reden sollten.“


Besonders beeindruckend fanden die Teilnehmer dann den Rundgang durch einige Räume des Rathauses Schöneberg. Barbara Feller von der Pressestelle vermittelte einen guten Eindruck und Überblick über die schönsten historischen Räumlichkeiten und die kleinen Geschichten am Rande.

Die Seminarteilnehmer wünschten sich noch einen weiteren Workshop, der sich mit den Umgang bei krisenhaften Entwicklungen auseinandersetzt.

Berliner Ansprechpartner und Koordinatoren für „Unterstützung, die ankommt“ ist die Friedenauer Regionalleiterin Dagmar Jotzo (Tel.: 90 277-3494) und Joachim Gröschke (Tel.: 9277-5287) aus der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft.

Thomas Moser

 http://www.unterstuetzung-die-ankommt.de

Fotos: Jotzo/Moser

Quelle: KiTS aktuell Nr. 647 vom 2.2.2013 vom Jugendamt Tempelhof-Schöneberg

 

Eine kleine Tradition

Fachtag im Jugendamt über vorurteilsbewusstes Handeln

Einmal jährlich treffen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Regionalen Sozialdienstes (RSD) des Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg. "Diese kleine Tradition", wie es der Jugendstadtrat Oliver Schworck (SPD) nennt, greift jährlich unterschiedliche Themen auf. Als Thema des Tages wurde "Vorurteilsbewusstes fachliches Handeln" gewählt. Circa 60 Beschäftigte haben sich zum überregionalen Fachaustausch im großen Willy-Brandt-Saal im Rathaus Schöneberg eingefunden.

Mal etwas ganz anderes: Mädchentheater

Als etwas anderen Einstieg hat die Mädchentheatergruppe, die "Mädelz Pinkies" vom Café Pink "Mädchen, die die Welt bewegen" präsentiert.

Elf Mädchen, im Alter von 12 bis 15 Jahren, erzählten von ihren Fragen, Ängsten und Sorgen. Unter Leitung der Regisseurin und Pädagogin Tillma Meyer spielten die agilen Mädchen wortgewaltig gegen die schwierigen Akustikverhältnisse des Raumes an. Die Jugendamtsbeschäftigten waren begeistert von der Aufführung und den wunderbaren Kostümen. "Das war mal das positive Ergebnis ganz praktischer Jugendhilfe," ist der Leiter des Jugendamtes, Wolfgang Mohns, begeistert. Ein kräftiger Schlussapplaus war der Lohn für die sehr gelungene Theateraufführung.

Bezirksstadtrat Schworck, auch noch zuständig für die Bereiche Ordnung, Bürgerdienste und Umwelt, fand das Theaterstück einen "gelungenen Einstieg."

Ein Eingangsreferat zum Auftakt

Für Schworck hat die Art und Weise der Kommunikation im Jugendamt auch Vorbildcharakter für die anderen Amtsbereiche.

Den fachlichen Einstieg für den Fachtag bildete ein Eingangsreferat der Diplompädagogin Petra Wagner. Das Thema "Vorurteilsbewusstes Handeln, was kann das sein?" gab einen guten Einblick in das Thema.

Deutlich machte Petra Wagner, dass es nicht um „vorurteilsfrei“ geht, denn das wäre eine Illusion. Schwerpunkt der Sichtweise war der Bereich der Tagesbetreuung. Wagner weiß zu berichten, dass bereits im 3. Lebensjahr Kinder Vor-Urteile äußern. Interessant waren die kleinen Bildbeispiele, die den Zuhörern schnell deutlich machen, welche stereotypen Darstellungen von Menschen in unseren Köpfen fest verankert sind. Vorurteile sind andererseits für Kinder auch wichtig, damit aus den Werturteilen über Menschen Kinder ihr Selbstbild und ihr Bild der Anderen entwickeln können. Für das fachliche Handeln folgt ein Motto: „Vielfalt respektieren, Ausgrenzung widerstehen.“ Damit ist gemeint, dass vorhandene Unterschiede wahrgenommen und gewertschätzt werden und Einseitigkeit, Abwertung, Ausgrenzung, Diskriminierung erkannt und widersprochen werden sollte. Petra Wagner hat die Leitung des bundesweiten Projektes "Kinderwelten" der Internationalen Akademie INA gGmbH (Institut für den Situationsansatz).

Was soll der Fachtag bewirken?

Jugendamtsleiter Wolfgang Mohns sieht die Unterschiedlichkeit und Gemeinsamkeit zwischen den Regionen als das Oberthema des Tages.

Das Jugendamt Tempelhof-Schöneberg ist in sieben Regionen organisiert. Die Durchführung des Fachtages war Wunsch der Beschäftigten im RSD.


Für Jugendamtsleiter Mohns soll der Fachtag der Verständigung, dem besseren Kennenlernen und den Besonderheiten der einzelnen Regionen dienen. "Es geht um regionales Bewusstsein oder bezirkliche Einheit, Einheitsbrei oder kieznahes Handeln. Ist das überhaupt ein Gegensatz?" fragt sich Wolfgang Mohns. Für den Jugendamtsleiter ist aber auch das direkte Miteinander und der Austausch über die aus dem RSD eingebrachten Themen sehr wichtig.


In Arbeitsgruppen wurden, in verschiedenen Konstellationen, die Themen behandelt.
Mit einem Gongschlag eröffnet der Moderator Matthias Brandl vom Sozialpädagogischen Institut Berlin-Brandenburg die jeweiligen Gesprächsrunden. Das Motto von Matthias Brandl: "Vergiss, dass ich ein anderer Mensch bin und in einer anderen Region arbeite... und vergiss es nicht." Im Vormittagsaustausch ging es, in regional gemischten Gruppen, um die Wahrnehmungen von Gemeinsamkeiten und Unterschieden in den Regionen.

Nach der verdienten Mittagspause wurden, unter dem Grundthema des Tages, konkrete Themenfelder erörtert. Es ging um den Austausch über die „Fallunspezifische Arbeit“, den Fallbesprechungen, das Kinderschutzverfahren und den Krisendienst.

Es wurde angeregt diskutiert und viele Kolleginnen und Kollegen lernten sich das erste Mal kennen.

Ein gelungener Fachtag!

Dieser Fachtag kann eindeutig als gelungen bezeichnet werden! Die Kolleginnen und Kollegen sind ein ganzes Stück näher zusammen gerutscht und haben sich selbst und ihre "Vorurteile" etwas näher kennengelernt. An einem Tisch war man sich einig, dass die Erkenntnisse und der Austausch an diesem Tag auch in der alltäglichen praktischen Arbeit helfen kann.

Moderator Brandl, der die Fäden stets gut zusammenknüpfte, fand den "interregionalen Tag" sehr spannend und hofft, dass die RSD-Mitarbeiter etwas Positives mitnehmen konnten.

Jugendamtsleiter Wolfgang Mohns nimmt jedenfalls die vielen Hinweise und Anregungen mit. Ihm ist bewusst, dass sich die Kollegen teilweise die Zeit für den Fachtag abknapsen mussten. Wolfgang Mohns schaut optimistisch in die Zukunft und spricht von einem erfolgreichen Fachtag!

Thomas Moser/BA T-S (auch Fotos)

Quelle: KiTS aktuell Nr. 646 vom 1.2.2013 vom Jugendamt Tempelhof-Schöneberg

http://www.cafepink.de/cafe.html

http://www.tillma-meyer.de/tillma-meyer.de/Home.html

http://www.ina-fu.org/ista/content/zertifikate/personenatlas/wagner_petra.pdf

 
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