Kinder und Jugendliche aus Tempelhof-Schöneberg machen wieder Politik!

Kinder- und Jugendparlament Tempelhof-Schöneberg konstituiert sich

Erwachsene planen, entscheiden und setzen sich für Kinder und Jugendliche durch. Kinder und Jugendliche sind jedoch selber Experten für ihre Interessen, Wünsche und Bedürfnisse! Deshalb ist von der BVV Tempelhof-Schöneberg vor einigen Jahren beschlossen worden, ein Kinder- und Jugendparlament im Bezirk einzurichten.

In diesem Parlament kommen Kinder und Jugendliche seit acht Jahren regelmäßig aus den Tempelhof-Schöneberger Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen zusammen, um Kommunalpolitik aktiv zu gestalten. Wann immer die Interessen von Kindern und Jugendlichen berührt werden, wird das Kinder- und Jugendparlament beteiligt. So z.B. bei der Ausstattung von Schulen und Freizeiteinrichtungen, der Gestaltung von Schulhöfen, dem Bau oder Umbau von Straßen, Spiel- und Sportplätzen, der Ausrichtung von Veranstaltungen und bei vielem mehr. Durch das Kinder- und Jugendparlament können Kinder und Jugendliche ihre Vorstellungen einbringen. Sie haben in allen Ausschüssen Mitspracherecht, wenn es um die Interessen von Kindern und Jugendlichen geht.

Und wer glaubt, das Politik machen langweilig ist, wird hier eines Besseren belehrt: denn neben den Plenarsitzungen werden regelmäßig Regionale Treffen mit Spielplatz- und/oder Freizeiteinrichtungstests, Grillnachmittage oder sogar Reisen angeboten. Sich einmischen soll eben auch Spaß machen!

Nach sechs erfolgreichen Wahlperioden, in denen bereits über 150 Anträge an die Bezirkspolitik gestellt worden sind und in denen sich  das Kinder- und Jugendparlament auf Reisen  länderübergreifend dargestellt hat, geht es nunmehr in die siebente Wahlperiode.

Das konstituierende Plenum mit den Vorstandswahlen für das Wahljahr 2013/2014 findet dann am Donnerstag, dem 9. November 2013 von 9.30h bis 13h im Rathaus Schöneberg – BVV-Saal statt. Zu dieser öffentlichen Sitzung, die alleine von den Kindern und Jugendlichen selber organisiert und geleitet wird,  sind natürlich auch alle anderen interessierten Menschen eingeladen. Auch wer einfach nur neugierig ist, wie Kinder- und Jugendbeteiligung im Bezirk funktioniert, ist herzlich eingeladen.

Der Bezirk freut sich wieder auf eine rege Beteiligung, denn nur mit vielen unterschiedlichen  Ideen können die jungen Bewohner/innen des Bezirkes mitgestalten und gesellschaftlich aktiv werden.

 

100 Jahre Rathaus Schöneberg:

Hochzeit, Schwarzmarkt und Randale

- Hundertjährige erzählen -

Das Rathaus Schöneberg wird 100 Jahre alt. In Tempelhof-Schöneberg leben fast 120 über 100 Jahre alte Frauen und Männer. Aus diesem Anlass entstand nach einer Idee der Stadträtin für Gesundheit, Soziales, Stadtentwicklung Dr. Sibyll Klotz die Idee für die Ausstellung "100 Jahre Rathaus Schöneberg: Hochzeit, Schwarzmarkt und Randale - Hundertjährige erzählen".

 

Eröffnung am Freitag, dem 1. November 2013 um 15.00 Uhr,

im Goldenen Saal des Rathauses Schöneberg,

John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin

 

In der Ausstellung werden acht Frauen und zwei Männer im Alter von 100 bis 105 in Form von Interviews und Fotos vorgestellt. Sie verfügen über eine ungeheure Lebenserfahrung. Humor, Unternehmungsgeist und Tatendrang kommen bis heute deutlich zum Vorschein. Es werden auch historische Fundstücke gezeigt, die ihr Leben maßgeblich bestimmt haben. Darunter sind so unterschiedliche Gegenstände wie eine ausgebrannte Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, eine Mao-Kappe, eine Siegermedaille von 1934 oder ein Zeugnis vom Reichsarbeitsdienst.

Die meisten der Interviewten haben eine Verbindung zum Rathaus Schöneberg: sie waren bei politischen Großereignissen dabei wie der Kennedy-Rede, trafen sich zum Rendezvous im Rathauskeller und einer davon hat dort sogar 1941 geheiratet.

Die Zahl der Hundertjährigen hat sich in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt. Hochaltrige sind heute geistig und körperlich fitter im Vergleich zu den früheren Generationen. 52 Prozent der Hundertjährigen haben keine oder nur geringe geistige Einschränkungen. 2001 lag diese Zahl noch bei 41 Prozent. Fast 60 Prozent der Hundertjährigen leben in Privathaushalten. Doch sind sie in der Öffentlichkeit kaum zu sehen.

„Mir ist es wichtig die Hundertjährigen stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen und deutlich zu machen, dass das Alter trotz gesundheitlicher Einschränkungen viele positive Seiten hat.“ sagte Frau Dr. Klotz anlässlich der Ausstellung.

„Wenn wir mal hundert werden sollten, dann bestehe ich aber darauf, dass wir im Rathaus in der ersten Reihe sitzen“, sagte Herr S., der am Tag der Grundsteinlegung des Rathauses am 26. Mai 1911 geboren wurde, vor fast 40 Jahren. Er ist leider gestorben, aber seine 101-jährige Frau und die anderen Hundertjährigen werden am
1. November in der ersten Reihe sitzen und von der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und der Stadträtin Frau Dr. Klotz begrüßt werden.

Die Ausstellung ist bis zum 15. Dezember im Foyer zu sehen.

Es erscheint ein Ausstellungskatalog.

Im Rahmen der Ausstellung:

Montag, 11.11.2013, um 15 Uhr, im Goldenen Saal im Rathaus Schöneberg

„Wissenschaft trifft Hundertjährige - Altern und Würde“

Gesund altern − geht das? Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, Charité Berlin.

Ergebnisse der Zweiten Heidelberger Hundertjährigen-Studie: Prof. Dr. Daniela Jopp, Studienleiterin (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und Fordham University, Bronx, New York / USA).

Anschließend Diskussion mit Dr. Sibyll Klotz, Bezirksstadträtin für Gesundheit, Soziales, Stadtentwicklung und Vertreter/innen der Geriatrisch-Gerontopsychiatrischen Verbünde. Moderation: Dr. Adelheid Müller-Lissner, Wissenschaftsjournalistin

 

Medienpoint: 90 Jahre Berlin-Tempelhof


Medienpoint in der Werderstraße 13, 12105 Berlin (nahe ufa-Fabrik)

 

Georg Zinner geht in den Ruhestand

Am 31. Dezember endet nach 35 Jahren eine beispiellose Tätigkeit eines Mannes in einem Sozialunternehmen. Mit Superlativen soll man möglichst nicht inflationär umgehen, ohne Übertreibung kann man jedoch sagen, dass beim Nachbarschaftsheim Schöneberg eine Ära zu Ende geht, nämlich die des Georg Zinner. Das NBHS und er waren immer eine Einheit. Und, auch das muss ohne Pathos erlaubt sein zu sagen: ohne Georg Zinner wäre das NBHS nicht das, was es heute ist.


Georg Zinner ist, noch ein Superlativ, ein Urgestein. Sozialarbeiter, auch Geschäftsführer von Sozialunternehmen, kleiden sich gern uniformmäßig, Jeans, Schlabberjacket, offenes Hemd. Zinner würde vermutlich nicht einmal in der Freizeit so rumlaufen. Wer ihn zum ersten Mal begegnet und nicht weiß, wer er ist, rät jeden Beruf, nur nicht den des Geschäftsführers eines der bedeutendsten Sozialunternehmen dieser Stadt. Stets korrekt gekleidet, ruhig und bescheiden, unaufdringlich und oft so leise sprechend, dass man schon genau hinhören muss, um ihn zu verstehen. Dazu häufig ein Blick, der fast Mitleid erregt, weil er immer ein wenig traurig dreinschaut. Doch dann und wann durchstreift ein Lächeln seine Gesichtszüge und man merkt, der Mann ist alles andere als traurig, nur konzentriert auf sein Gegenüber. Was er erreicht hat, und das kann sich sehen lassen, hat er mit dieser ruhigen Art erreicht. Sicherlich kann er auch anders, denn die Sozialbranche ist kein Kuschelzoo. Hier geht es um Millionen und um viel Verantwortung für Menschen, ob Mitarbeiter oder Klienten, und um viele Einrichtungen.

Werfen wir wenige Wochen vor dem Ende der beruflichen Tätigkeit des Georg Zinner einen Blick auf ihn und sein Nachbarschaftsheim.

Zinner ist gelernter Bankkaufmann, Dipl.-Sozialarbeiter und Dipl.-Soziologe. Seinen Berufsweg beschreibt er wie folgt:

„In gewisser Weise früh beeinflusst und später begleitet von ehrenamtlicher, gesellschaftspolitisch geprägter Arbeit: als Kind und Jugendlicher Mitarbeit in der Landwirtschaft auf dem elterlichen Hof, als Jugendlicher ehrenamtliches Engagement bei der KLJB (Katholische Landjugendbewegung),

1964 bis 1966 Ausbildung zum Bankkaufmann, bis 1967 Bankkaufmann, 1967 bis 1968 Diözesansekretär des BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) der Diözese Eichstätt, 1968 bis 1971 Studium der Sozialarbeit in München mit diversen Praktika in der Pflege, Obdachlosenarbeit und Gemeinwesenarbeit in München und Freiburg, 1971 bis 1972 Berufspraktikum im Sozialamt und Jugendamt (Altenarbeit, Obdachlosenarbeit, Familienfürsorge) im Bezirksamt Neukölln, 1972 bis 1975 Sozialarbeiter in der Familienfürsorge (heute: Allgemeiner Sozialer Dienst) des Jugendamtes Neukölln.

1975 bis 1978 Studium der Soziologie an der FU Berlin, 1974 bis 1985 Lehrbeauftragter an der Alice-Salomon-Hochschule (damals FHSS), 1983 bis 1985 nebenberuflicher Geschäftsführer von SEKIS Berlin

1976 bis 1980 Engagement gegen die Berufsverbote (Mitbegründer des Komitees gegen Berufsverbote an der FHSS, heute Alice-Salomon-Hochschule), seit 1979 Mitglied des Vorstandes des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, LV Berlin e.V.; von 1979 bis 1985 als stv. Vorsitzender, von 1985 bis 1994 als Vorsitzender und seit 2003 wieder als stv. Vorsitzender. Darüber hinaus von 1987 bis 2003 verschiedene Funktionen beim Paritätischen Gesamtverband, u.a. im Vorstand, im Beirat, in der Paritätischen Akademie, seit 2001 Mitglied im Vorstand des Verbandes für sozial-kulturelle Arbeit e.V., seit 2005 dessen Vorsitzender.“

Seit 1978 ist Georg Zinner Geschäftsführer des Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V.  und zusätzlich seit 2003 Geschäftsführer der Nachbarschaftsheim Schöneberg Pflegerische Dienste gGmbH.

Schauen wir uns nun, nach dem Lebensweg von Georg Zinner die Entwicklung des NBHS während seiner Geschäftsführertätigkeit an.


Ein paar Zahlen: 1978 waren weniger als 10 Mitarbeiter/innen beschäftigt.  Aktuell sind es rund 900 Mitarbeiter/innen in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen, dazu rund 300 freie Mitarbeiter/innen (sog. Honorarkräfte) und, beim NBHS engagieren sich ca. 1.700 ehrenamtliche Mitarbeiter/innen.

Aktuell betreut das Unternehmen rund 75 Einrichtungen und Projekte. 1977 betrug der Umsatz, von DM umgerechnet 200.000 Euro. Der Jahresabschluss 2012 weist folgende Jahresumsatzzahlen aus: Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V.: 26, 3 Mio. Euro. Nachbarschaftsheim Schöneberg Pflegerische Dienste gGmbH: 6,35 Mio Euro. Zusammengenommen gut 32 Millionen Euro.

Auf die Frage nach ein paar besonderen Ereignissen, an die sich Georg Zinner gern erinnert, sagte er uns:  

„Ich zähle einige Ereignisse auf: den existenzsichernden Erwerb des Gebäudes in der Fregestraße 53 mit Unterstützung der Lotto-Stiftung, den Besuch des damaligen Gesundheits- und Sozialsenators Ulf Fink, etwa 1982, der als erster maßgeblicher Politiker verstanden hat, welche Potentiale der Arbeitsansatz der Nachbarschaftsheime bietet und mit dem sich eine darauf folgende enge Zusammenarbeit zugunsten aller Berliner Nachbarschaftsheime entwickelte. Ferner: die Überlassung des Hauses Holsteinische Straße 30 durch das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg für die Nutzung als Nachbarschaftshaus, die Etablierung eines umfassenden Pflegenetzwerkes, beginnend mit der Gründung der Sozialstation Friedenau in der Cranachstraße 7 im Jahr 1983 und mit dem Höhepunkten der Eröffnung des Hospizes in der erworbenen Stadtvilla in 2003 und des Gemeinschafts- und Tagespflegehauses in der Cherusker Str.28 vor vier Jahren, die Ausrichtung des Weltkongresses der Nachbarschaftsheime Ende der achtziger Jahre in Berlin, zusammen mit dem PFH und unsere Besuche in New Yorker Nachbar-schaftsheimen und unsere großen Ehrenamtsfeste im Rathaus Schöneberg.“

Auf welche Projekte sind Sie besonders stolz? 

Georg Zinner: „Unsere wundervollen Kulturprojekte, wie Theater der Erfahrungen und Werkstatt der alten Talente, sowie unsere Chöre. Unsere Integrations-, heute Inklusionsarbeit in den Kindertagesstätten und Ganztagsbetreuungen und ganz be-sonders in den Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, verbunden mit viel Musik und Theater, unsere vielen Ehrenamtsprojekte von den Besuchsdiensten bis zur Stadtteilzeitung, von den Singepaten  in den Kitas bis zu den ehrenamtlichen Betreuern, von den Schülerpaten bis zu Mitarbeitern im Kulturcafé, unsere sehr gut funktionierende Zusammenarbeit mit vielen Schulen, unsere breit angelegten Angebote für junge Familien in der Familienbildung, in den Kitas und in den Freizeiteinrichtungen, unsere Fähigkeit, zu kooperieren und mit vielen Bürgern und Institutionen zusammen zu arbeiten, auch mit Politik und Verwaltung, und uns weiter zu entwickeln auf die vielen uns übertragenen (zuvor meist öffentlichen) Einrichtungen, deren Mitarbeiter/innen sich bei uns wohlfühlen und auf die inzwischen durchweg sanierten und gut ausgestatteten  Gebäude und Freiflächen auf unsere zumeist hoch engagierten Mitarbeiter/innen und ihr breit gestreutes Können überhaupt, auch auf die, die viel Leitungsverantwortung übernommen haben, auf meine Geschäftsführerkolleginnen und auf einen Vorstand, mit dem eine einmalige Zusammenarbeit möglich war (und ist).“

Gab es auch Rückschläge und negative Erlebnisse? 

Georg Zinner: „Naja, an meinem zweiten Arbeitstag kam die Kündigung der damaligen Räume in der Rembrandtstraße 8/Menzelstraße 1– im Nachhinein ein Glücksfall, der mich dazu bewog, nach eigenen Räumen zu schauen (Stichwort: Unabhängigkeit, die mir immer wichtig war). Das manchmal schwer verständliche Misstrauen, das uns lange entgegenschlug, auch aus Politik und Ämtern – heute ist das vorbei und wir alle haben verstanden, dass wir uns gegenseitig brauchen um eine bestmögliche Infrastruktur und gute Angebote für die Bürger/innen zu schaffen.

Gerne hätte ich das Konzept der „Bürgerschule“ im Rahmen eines Modellprojektes umgesetzt. Wenn uns das gelungen wäre, hätte die Gesellschaft eine Alternative zu den immer problematischer werden Dualismus der öffentlichen und privaten Schule.

Die kleinteilige, kurzfristige und verbürokratisierte Förderpolitik in der sozialen Arbeit, die uns unendlich Kraft und Nerven kostet und eine einzige Misstrauenserklärung an unsere umsichtigen, verantwortungsbewussten und fähigen Mitarbeiter/innen in der Verwaltung ist und Bürgerengagement nicht honoriert sondern konterkariert. Hier habe ich – ergebnislos – viel Zeit und Kraft investiert und die führenden Politiker unserer Stadt haben auch im Ansatz nicht verstanden, welchen Schaden und welches Unheil diese Interesselosigkeit an einem zum Teil auch von fehlender fachlicher Führung bestimmten Verhalten mancher Verwaltungen dies bewirkt – in Berlin gibt es hier kafkaeske Zustände – nicht in den Bezirken, das will ich ausdrücklich betonen.

Ich wünschte, die verantwortlichen Politiker, Abgeordnete und Senatoren, würden sich Zeit nehmen zum Studium von Max Weber und Franz Kafka, um zu verstehen, wie sehr hier eigentlich vernünftige Mechanismen zu Zerstörungskräften werden, die einer Gesellschaft nachhaltigen Schaden zufügen können. Übrigens: auf eine andere Art auch in der Schullandschaft der Stadt erkennbar.

Das mit den Stichwörtern „Qualitätsmanagement“ oder „Evaluation“ betriebene – inzwischen sogar weitgehend gesetzlich vorgeschriebene und institutionalisierte Misstrauen gegen zumeist gut qualifizierte und hoch motivierte Mitarbeiter/innen etwa in der Pflege oder in den geförderten Projekten, die alles oder jedes dokumentieren müssen – so lässt sich am Ende eine ganze Gesellschaft von der Papierform täuschen.“

Wer folgt Georg Zinner auf den Chefposten? 

„Bianca Thiede und Franziska Lichtenstein sind meine Nachfolgerinnen, die das Nachbarschaftsheim gemeinsam und gewiss gekonnt und erfolgreich führen werden. Mit beiden arbeite ich schon über viele Jahre in verschiedenen Funktionen zusammen und ich bin ihnen dankbar dafür, dass sie diese – ich weiß es – anstrengende und natürlich auch belastende Aufgabe übernehmen. Sie sind ja schon jetzt Geschäftsführerinnen für den Verein und die gGmbH, haben viel Erfahrung im Nachbarschaftsheim (und davor auch schon anderweitig) gesammelt. – Und, wir haben die letzten Jahre das Nachbarschaftsheim schon zusammen verantwortet und geführt – es gibt also keinen Bruch in der Kontinuität sondern eine Fortführung der bisherigen Geschäftspolitik.“

Welche weitere Entwicklung wünschen Sie dem NBHS!  

Georg Zinner: „Gerne möchte ich, dass es gelingt, das Vorhandene in seiner Qualität zu erhalten und fortzuentwickeln und die freundliche Grundstimmung und Haltung der Zusammenarbeit zwischen allen Mitarbeiter/innen und den Gremien zu erhalten. Die gewonnene (relative) Unabhängigkeit durch eine seriöse und solide Geschäftspolitik des Trägers sollte erhalten bleiben, weil sie die eigene Handlungsfähigkeit zur Weiterentwicklung und die Fähigkeit zur Kooperation, der Zusammenarbeit mit unseren Partnern sichert und den Mitarbeitern die Gewissheit eines sicheren Arbeitsplatzes bietet.

Wir sollten weiterhin stark auf die Potentiale und Fähigkeit unserer Mitarbeiter/innen und die der Bürger/innen setzen und darauf, dass ihre Wünsche und Ideen bestimmend sind für bürgernahe und optimale Dienstleistungen und im ständigen Gespräch bleiben mit Politik und Verwaltung, aber auch mit allen anderen Institutionen im Stadtteil und die Zusammenarbeit, z.B. mit den Schulen, weiter ausbauen.“

Was muss in den nächsten Jahren in Angriff genommen und umgesetzt werden? 

Georg Zinner: „Wir müssen unsere internen Strukturen immer wieder den gewachsenen Anforderungen anpassen. Wir müssen, Auflage, des Amtsgerichtes, unsere Einrichtungen in eine andere Rechtsform überführen. Wie das genau aussehen wird, diskutieren wir gerade. Wir müssen neue, noch nicht ganz abgerundete Projekte weiter etablieren, wie etwa unsere hausinterne Fortbildungsinstitution. Und wie in der Vergangenheit, wir müssen die Aufgaben und Projekte, die von intern und von extern auf uns zukommen, gut bearbeiten und bewältigen. Ich bin nicht der Meinung, dass wir uns die Aufgaben suchen müssen, aber einer, der denkt, wenn sie dann an uns herangetragen oder offensichtlich werden, dann sollen wir dazu in der Lage sein, diese zu bewältigen.“

Was macht Georg Zinner, wenn er morgens nicht mehr in die Holsteinische Straße fährt? 

Georg Zinner: „Da ich, wie der Interviewer auch, noch nicht auf Rente war, kann ich da keine so genaue Auskunft geben. Es beschäftigt mich und ich bin selbst gespannt darauf, was mir dann so einfällt. Eines erhoffe ich mir aber schon: ein Leben ohne diesen massiven Termin- und Zeitdruck, dazu manchen schönen Ausflug ins engere oder weitere Umland per Fahrrad (auch mit der Gruppe, die jetzt schon immer fährt, nur noch meistens ohne mich!). Ein paar mehr Fahrten nach Bayern und zu Freunden. Und uneingeschränkte Lesezeit. Also, mal sehen. Wenn es nicht klappt, setze ich auf meine Frau, die gerade ihren Ruhestand einübt.“

Ist eine weitere Verbundenheit mit dem NBHS geplant, z.B. ehrenamtlich im Vorstand oder als Berater oder bei Projekten? 

Georg Zinner: „Dem Nachbarschaftsheim werde ich natürlich verbunden bleiben. Über Inhalt und Form der Mitarbeit wird gerade zwischen den Beteiligten gesprochen.“

Wir wünschen Georg Zinner für seinen weiteren Lebensweg alles Gute, vor allem eine stabile Gesundheit.

Das Gespräch mit Georg Zinner führte Ed Koch (Quelle: KiTS-Zeitung vom Jugendamt Tempelhof-Schöneberg) 

Alle Infos über das Nachbarschaftsheim Schöneberg unter www.nbhs.de

Auch ich wünsche einen wunderschönen und gesunden Ruhestand! Th. Moser

Fotos: Thomas Moser

 

 

 

Deutsch-Polnische Jugendbegegnung in Tempelhof-Schöneberg

- Partnerstädte Koszalin und Werra-Meissner-Kreis zu Gast im Bezirk -

Auf Einladung von Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler verbrachten 17 Jugendliche und ihre Betreuerinnen aus den Partnerstädten Koszalin (Polen) und dem Werra-Meissner-Kreis eine erlebnisreiche Woche im Bezirk. Mit dabei waren auch Schülerinnen der Carl-Zeiss-Oberschule von Tempelhof-Schöneberg.

Unter dem Motto „Let’s come together and create our future! – Youth participation on local level” befassten sie sich in intensiven Workshops mit der internationalen Beteiligungskultur. Der Vergleich zwischen der Jugendpartizipation in Deutschland und in Polen war dabei für beide Seiten sehr interessant. Besuche beim Straßensozialarbeitsträger Gangway e. V., dem Youth Leader Magazine und dem Europäischem Freiwilligendienst sowie dem Eckener Gymnasium rundeten die Begegnung ab.

Foto: BA T-S
Auf dem abschließenden Empfang für die Jugendlichen im Rathaus Schöneberg hob Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler den großen Stellenwert der 14 Städtepartnerschaften im Bezirk hervor. Bei dieser Begegnung war es vor allem darauf angekommen, das Interesse für unser Nachbarland Polen zu vertiefen und das gegenseitige Verständnis füreinander weiter zu fördern

 

 
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