JUPPY ist 65 – Berlins berühmtester Kommunarde ist Rentner

 

Man kann es kaum glauben: Juppy ist 65 Jahre alt geworden und hat damit das reguläre Rentenalter erreicht. Aber der legendäre Chefkommunarde des Tempelhofer Kulturzentrums „ufa-Fabrik“, Juppy, der als Josef Becher 1948 in Trittenheim bei Trier geboren wurde, geht sicher nicht in den Ruhestand. „Denn Revoluzzer gehen nicht in Rente,“ sagt der Buchautor Daniel Gäsche. Juppy kann sein Alter selbst kaum glauben: „Das darf eigentlich nicht wahr sein, ich war doch gerade erst in der Pubertät."

Der Freigeist Juppy ist von der ufa-Fabrik nicht mehr wegzudenken. Egal, ob man eine Veranstaltung besucht oder nur im Café Olé einen Kaffee schlürft, Juppy ist mit seinem Zirkushund immer präsent. Sein Markenzeichen ist der schwarzer Hut, der nicht mehr von Juppy wegzudenken ist. Seine langen roten Locken wurden mittlerweile von einer eher grauen Haarpracht verdrängt.

Der Alt-68er Juppy besetzte am 9. Juni 1979 mit circa 100 Gleichgesinnten das ehemalige Gelände des Ufa-Filmkopier-Werkes an der Tempelhofer Viktoriastraße. Das rund 18.500 quadratmetergroße Grundstück, nördlich vom Teltow-Kanal, schien für die alternativen Freigeister ideal zu sein. Es gab im Bezirk und in Berlin parteiübergreifend einen großen Aufschrei und die Besetzung war sehr umstritten. Bezirksbürgermeister a. D. Dieter Hapel, damals Vorsitzender der Tempelhofer Jungen Union, sah es skeptisch, dass sich die Gruppe im bürgerlichen Tempelhof etabliert. Das ist aber alles Schnee von gestern! Dieter Hapel ist mit Juppy längst befreundet und die Wellen im politischen Raum glätteten sich ganz schnell. Juppy hatte nie Probleme auf konservative Politiker zuzugehen. Längst sind alle Stolz auf die ufa-Fabrik. Letztendlich handelt es sich um ein großes alternatives Unternehmen, dass neben den vielen Veranstaltungen auch das Nachbarschaftszentrum NUSZ beherbergt. Heute besteht das ufa-Fabrik-Unternehmen aus mehreren Vereinen und kleinen GmbH-Einheiten und hat einen langfristigen Pachtvertrag. Der scheinbar unverwüstliche Juppy immer an der Spitze als Markenzeichen und ufa-Fabrik-Ikone! "Wir sind so ähnlich wie eine amerikanische Holdinggesellschaft organisiert", erklärt Juppy gegenüber der Berliner Woche.


Juppy und der rbb-Moderator Daniel Gäsche haben sich 2005 für die Biografie „
Juppy – Aus dem Leben eines Revoluzzers“ zusammengetan. Juppy plaudert über seine Lebensgeschichte, vielen interessanten Erlebnissen und über Visionen. "Ein bisschen Schwejk, ein bisschen Hauptmann von Köpenick" charakterisiert Autor Daniel Gäsche Juppy. Und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit bedankte sich beim Revoluzzer Juppy mit den Worten: "Ohne dich und dein Engagement, deinen Enthusiasmus und deine Ideen, wäre aus der ufa-Fabrik wohl nicht solch ein einzigartiger Ort der Kultur, der Begegnung und des sozialen Miteinanders für Menschen aller Altersgruppen geworden.“  

2009, beim 30jährigen Jubiläum der ufa-Fabrik, betont Klaus Wowereit: Es war
sehr positiv, dass die damaligen alternativen Besetzer das Grundstück (erst mal) freiwillig geräumt haben, damit der Weg für den Abschluss von Nutzungsverträgen geschaffen war.“ Die Vorsitzende des Paritätischen Verbandes Prof. Barbara John sieht die ufaFabrik als das einzige gallische Dorf in Berlin: „Eure Stärke ist immer gewesen, dass ihr wild und mild zugleich seid“. Und Renate Künast von Bündnis 90 / Die Grünen spricht von einer Art Leuchtturm „Ihr ward von Anfang an Kosmopoliten!“ Multikulturimpresario Juppy, der mittlerweile bekannt ist wie ein bunter Hund, ist so eine Art Berliner Original geworden. Juppy selbst spricht von der ufa-Fabrik als „Land der begrenzten Unmöglichkeiten.“ 

Wir wünschen Juppy alles Gute, viel Kraft und jede Menge Gesundheit: „Bleib einfach Juppy!“

Thomas Moser

Wenn ich an Juppy denke… Aktuelle Stimmen von Weggefährten:

Daniel Gäsche hat die Biografie von Juppy geschrieben:

Wenn ich an Juppy denke, sehe ich ein kreatives Kind im Körper eines Mannes. Ein positiv Verrückter, der seine kleine Welt mit all' seinen Ideen nachhaltig verändert hat. Materielle Dinge sind ihm eher fremd.

Wir waren in Hongkong, Vietnam, Simbabwe und überall, wo wir auftauchten, war Juppy ein Phänomen für die Menschen.

Denn er ist ein Geschichtenerzähler, ein Träumer, manche würden ihn Spinner nennen. Ich sage: Spinn' weiter, Juppy, bleib' interessiert, bring' dich ein, zünde in den kommenden Jahren eine neue Kreativ-Rakete. Denn Revoluzzer gehen nicht in Rente... Alles Gute wünscht Dir Dein Freund Daniel.

Literaturtipp: Juppy – Aus dem Leben eines Revoluzzers. Militzke, Leipzig, 2005. ISBN 3-86189-730-X

Ed Koch und PaperPress haben die ufa-Fabrik von Anfang an begleitet:

1979, das war ein heißes Jahr. Im Schnarchbezirk Tempelhof passierte endlich mal etwas. Und paperpress war von Anfang an dabei. Die Morgenpost leistete sich damals noch einen eigenen Bezirksreporter für den Bezirk. Gert Hilde und ich waren ständig bei Juppy, Rudolf Brünger und den anderen und versorgten die Welt mit neuesten Informationen über die Besetzung. Ohne Handy, Tablett oder sonst was. Zur telefonischen Übermittlung des Textes für die Morgenpost nahm ich Gert Hilde mit zu mir ins Büro im nahe gelegenen Jugendfreizeitheim Mariendorf. Wenn das die CDU gewusst hätte. Juppy und seine Freunde haben sich durchgesetzt und durch Kreativität, Leistung und unternehmerisches Geschick überzeugt. Seit 35 Jahren! Ein Glück für Tempelhof, dieses ufa-Gelände und seine Besetzer.

http://www.paperpress.org

Henning Hamann, Seele vom Medienpoint Tempelhof und Nachbar von Juppy und der ufa-Fabrik

Er ist einer der letzten Originale. Wenn der ufa-Multikultur-Impresario Juppi mit seinem schwarzen Hut und "Bodyguard" Hund Willi durch die Straßen spaziert, wandern automatisch alle Augen zu dem stets in schwarz gekleideten 1,90 Meter ufa-Markenzeichen. Juppy, der Ex-Revoluzzer, dessen freundliches Lächeln gepaart mit seinem unerschöpflichen Fundus an Geschichten immer gute Laune verbreitet! Happy Birthday "altes Haus"...

www.kulturring.org Medienpoint Tempelhof, Werderstr. 13, 12105 Berlin

Juppy mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Senatorin Dilek Kolat und Melanie Kühnemann

Informationen zur ufaFabrik unter www.ufafabrik.de

Lichtenrader Magazin Nr. 12/2013


 
 

25 Jahre: Trommeln mit Terra Brasilis


November 2013
„Musikanten sind in der Stadt,“ heißt es in einem Lied von Reinhard Mey und dass man lieber die Gartentür zuschließt und die Wäsche wegnimmt. Wenn die Berlins bekannteste Samba-Gruppe Terra Brasilis unterwegs ist, tummeln sich die Fans vor den Bühnen.

25 Jahre Terra Brasilis aus der Tempelhofer ufa-Fabrik, das ist schon wie ein kleines Wunder. Zum Jubiläum gaben die 15 Musiker alles, was in ihnen steckt. Mit vielen internationalen Gästen rockten sie an zwei Tagen die ufa-Fabrik.


Zuerst wurden unter dem Zelt die Ergebnisse eines dreitägigen Trommelworkshops präsentiert, an dem über 50 Musiker aus ganz Deutschland teilnahmen. Terra Brasilis lief an diesem Wochenende zur Hochform auf und begeisterte bei den Jubiläumskonzerten. Internationale Freunde der Gruppe begleiteten die begeisterten Trommler rund um den Gründer und musikalischen Kopf Manni Spaniol. Terra Brasilis war selbst schon in allen Herren Länder unterwegs. Spielfreude und eine hohe musikalische Qualität zeichnet die Gruppe aus, die 1988 gegründet wurde.


Ein rauschendes musikalisches Fest mit faszinierenden Trommelrhythmen wurde gefeiert. Die Gäste tanzten und ließen sich ganz schnell vom musikalischen Temperament mitreißen.

Ein gelungenes Fest der Sinne, das von der After-Show-Party mit Livemusik gekrönt wurde. Herzlichen Glückwunsch Terra Brasilis!

Thomas Moser (auch Fotos)

 

Der Verein Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde e. V. feiert 20-jähriges Jubiläum

Berlin, 14. November 2013 – Mit einem Festakt am 19. November 2013 erinnert der Verein zur Förderung der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde an die Gründung des einstigen Trägervereins der Gedenkstätte vor 20 Jahren. Im August 1993 öffnete die erste kleine Ausstellung der Gedenkstätte. Im November 1993 gründete sich der Verein Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde e. V., um die Ausstellung auf dem Gelände des ehemaligen Notaufnahmelagers zu betreiben und die Geschichte des Notaufnahmelagers und der deutsch-deutschen Fluchtbewegung zu erforschen, zu dokumentieren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zu den 17 Gründungsmitgliedern des Vereins gehörten damals ehemalige Flüchtlinge, Mitarbeiter des Notaufnahmelagers sowie interessierte Wissenschaftler.

Am 19. November 2013 um 19:00 Uhr werden Dirk Gerstle, Staatssekretär für Soziales des Landes Berlin, der Europaabgeordnete Michael Cramer und Frau Prof. Ingrid Stahmer bei einem Festakt an die Gründung des Vereins Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde e. V. vor 20 Jahren erinnern. Zu dem Ereignis hat der Verein ehemalige Flüchtlinge und Mitarbeiter des früheren Notaufnahmelagers sowie Wissenschaftler und Freunde der Erinnerungsstätte eingeladen.

Dem Verein ist es zu verdanken, dass die Erinnerungsstätte kontinuierlich weiterentwickelt worden ist. Harald Fiss, der heutige Ehrenvorsitzende des Fördervereins, hat den einstigen Trägerverein von 1995 bis 2007 geleitet. Er erinnert sich an die ersten Jahre: „Wir haben damals mit viel Engagement die erste Ausstellung betreut sowie die Grundlagen für die Forschung und die Sammlung der Erinnerungsstätte gelegt. Auch wenn die Ausstellung damals eher noch „handgestrickt“ war, wurde die Vereinsarbeit von der Öffentlichkeit schon intensiv wahrgenommen. 1998 wurde die Erinnerungsstätte in Marienfelde von der Enquete-Kommission „Überwindung der SED-Diktatur im Prozess der deutschen Einheit“ des Deutschen Bundestages als Gedenkstätte von gesamtstaatlicher Bedeutung eingestuft.“

Die erste Zeit war vor allem von ehrenamtlicher Tätigkeit geprägt. Erst als der Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen finanzielle Unterstützung gewährte, bekam die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde eine solide Basis. Führungsreferenten konnten eingestellt werden und die Kosten für die angemieteten Räume und die ersten Publikationen waren gedeckt. Am 14. April 2005, nach mehr als vierjähriger Vorbereitungszeit, wurde dann die Dauerausstellung „Flucht im geteilten Deutschland“ im Haupthaus des ehemaligen Notaufnahmelagers Marienfelde feierlich eröffnet. 2009 wurde die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde Teil der Stiftung Berliner Mauer, der damalige Trägerverein löste sich auf und der Förderverein gründete sich. „Der Förderverein ist der Erinnerungsstätte eng verbunden. Er initiierte Projekte wie die Errichtung der Stelen für Maueropfer an der Grenze zu Lichtenrade und fördert die Aktivitäten der Stiftung. So will er helfen, den Ort lebendig zu erhalten und auch attraktiv für junge Menschen zu machen“, erläutert Dr. Helge Heidemeyer, Vorsitzender des Fördervereins.

 

Facetten der Kunst

Ausstellung vom 20. November bis 14. Dezember 2013

198 Galerie in Tempelhof zeigt Werke verschiedener Künstler

Begleitende Veranstaltung: 20.11. 2013,19 Uhr, Jazzkonzert - Berlin Groove

Connection feat Mack Goldsbury

Zum Abschluss des Jahres zeigt die 198 Galerie in Tempelhof am Tempelhofer Damm 198 (direkt U-Bhf. Kaiserin-Augusta-Str., U6) in ihrer Ausstellung „Facetten der Kunst“ vom 20. November bis 14. Dezember 2013 Werke verschiedener Künstlerinnen und Künstler.

Es werden u.a. Arbeiten von Gerhard Axmann, Heike Bartsch, Georg Bartsch, Erich Büttner, James Clancy, Brigitte Czorny, Hans Dehlinger, Gerling Hentze, Wassily Heuschober, Fritz Kuhr, Frans Masereel, Chrisjo Schröder, Ekkehard Starcke, Jürgen Wagner und Sigrid Weise präsentiert. Erich Büttner (1889-1936) und Wassily Heuschober sind erstmals mit Werken in der 198 Galerie in Tempelhof vertreten.

„Facetten der Kunst“ zeigt Gemälde, Fotografien, Collagen, Skulpturen, Exlibris, Zeichnungen und Grafiken und damit die Vielgestaltigkeit künstlerischen Schaffens.

Als begleitende Veranstaltung steht am Mittwoch, dem 20.11. 2013, ab 19:00, ein Jazzkonzert der Berlin Groove Connection, verstärkt durch den bekannten US-amerikanischen Jazz-Saxophonisten Mack Goldsbury, auf dem Programm. Der Eintritt beträgt 12 Euro.

Ausstellungsdauer: 20. November bis 14. Dezember 2013

Begleitende Veranstaltung: Mittwoch, 20.11. 2013, 19 Uhr, Jazzkonzert - Berlin Groove Connection feat Mack Goldsbury

Öffnungszeiten der Galerie: Mi – Fr 15-19 Uhr, Sa 14-18 Uhr und nach Vereinbarung

Adresse: 198 Galerie in Tempelhof, Tempelhofer Damm 198 – im Hof, 12099 Berlin

Tel.: 030/91423821, 0173 3597166, e-mail: galerie198@gmx.de

Verkehrsverbindungen: U6 Kaiserin-Augusta-Straße, Bus 184, schräg gegenüber Karstadt

Die Galerie ist unter www.198Galerie.de auch im Internet vertreten.

Nächste Ausstellung mit Fotografien von Volker Wartmann vom 18. Januar bis 15. Februar 2013.

 

Rocktreff 2014+++Jetzt bewerben!!!

Es ist wieder soweit. Ab dem 11. November 2013 können sich Amateur-Bands der unterschiedlichsten Stilrichtungen der Rock-Musik für die Teilnahme am Rocktreff 2014 bewerben.

Aber Achtung! Es sind nur online-Anmeldungen möglich. Die Bearbeitung von Briefen, Fotos und zugesandten Musik-CDs ist für die ehrenamtlichen Macher des Rocktreffs nicht zu schaffen. In den letzten Jahren haben sich immer über 200 Bands, darunter auch einige aus ganz Deutschland und dem Rest der Welt beworben. Online können problemlos alle Angaben übermittelt werden, die erforderlich sind, und leichter bearbeitet werden.

Anmeldebeschluss ist Freitag, der 28. Februar 2014 (Mitternacht).

Der 31. Rocktreff findet am Wochenende vor Beginn der Sommerferien statt:

Freitag, 4. Juli 2014, von 18.00 bis 23.00 Uhr

Samstag, 5. Juli 2014, von 16.00 bis 23.00 Uhr

Sonntag, 6. Juli 2014, von 16.00 bis 20.00 Uhr

„Der Rocktreff im kommenden Jahr ist wieder ein ganz besonderes Ereignis“, sagt Veranstaltungskoordinator Ed Koch, „nachdem wir in diesem Jahr den 30sten Rocktreff bei strahlendem Sonnenschein erleben durften, werden es 2014 genau 30 Jahr her sein, dass an der selben Stelle Rocktreff Nr. 1 stattfand.“ Und diese Stelle heißt: Fußballstadion im Volkspark Mariendorf, Eingang über Prühßstraße 90/Ecke Andlauer Weg.

Und natürlich ist der Eintritt wie von Anfang an frei.

Am Samstag und Sonntag wartet auch wieder das Spielfest auf seine kleinen und großen Besucher – an beiden Tagen von 12.00 bis 18.00 Uhr, ebenfalls bei freiem Eintritt.

Weitere Informationen und Anmeldung für den Rocktreff unter

www.rocktreff.de

Die Ausschreibung zur Teilnahme von Angebotsständen

 

Ein Orchester erfindet das Orchester neu

Dieser Abend reißt bestimmt jeden vom Hocker, ob Klasik-Fan, Big-Band-Frak oder einfach Rythmus-Freund - hier bekommt jeder sein Fett weg - und das nicht zu knapp!

DAS ANDROMEDA MEGA EXPRESS ORCHESTRA 

> am 25. November 2013 um 21:00 Uhr im Heimathafen Neukölln

Das Berliner Andromeda Mega Express Orchestra ist ein Hybrid aus Big Band, Kammerensemble und Prog-Rock-Orchester ein Ereignis, das Erwartungen und Gewohnheiten durcheinanderwirbelt und neu ordnet.

Es besteht aus 18 jungen Musikern unterschiedlichster musikalischer und kultureller Herkunft. Gegründet 2006, spielt diese außergewöhnliche Formation Kompositionen des Ensembleleiters und Saxophonisten Daniel Glatzel. "Seine Musik passt in keine Schublade, changiert zwischen Jazz und Neuer Musik mit kräftigen Griffen in die traditionelle Zitatenkiste, voll verblüffender, verrückter Wendungen und von erfrischender Ironie" (nmz).

Im Mai 2012 erschien das zweite Album BUM BUM (alien transistor) und wurde von Publikum und Presse begeistert aufgenommen. „Bei einigen der Stücke läuft das so: Kaum hat uns ein Groove, eine Tonfolge, eine Harmonik gepackt, wirft eine Stimme aus einer ganz anderen Klangwelt uns wieder aus der Bahn. Zur musikhistorischen Einordnung des eben gehörten bleibt keine Zeit, denn das Orchester schraubt sich in Schwindel erregende Höhen. Lustgewinn durch Überforderung.“ (Guido Möbius)

 

Kommunales Familienbüro

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg und der Berliner Beirat für Familienfragen diskutieren darüber, wie die Berliner Verwaltung serviceorientierter und familienfreundlicher werden kann. Das kommunale Familienbüro ist dabei Modell und Diskussionsvorlage.

Mit der Entwicklung so genannet „Bürgerzentren“ ist Berlin auf dem Weg, das Serviceangebot der bezirklichen Bürgerämter auch für familienbezogene Leistungen zu erhöhen. In der Veranstaltung „Guter Service für alle Familien.

Das kommunale Familienbüro“ am 7. November 2013, im Goldenen Saal des Schöneberger Rathauses, wurde diskutiert, inwieweit sich an diese Entwicklung anknüpfen lässt, um die Verwaltung serviceorientiert für die Familien in Berlin zu öffnen.

Dr. Alexandra Krause, DeutscherVerein für öffentliche und private Fürsorge e.V., verwies zu Anfang auf die Bandbreite kommunaler Familienbüros, die bereits in anderen Kommunen in Deutschland existieren: Zentrale Aufgabe ist es, Familien zu Angeboten der Verwaltung, aber auch Freier Träger (z.B. Beratungsstellen) zu lotsen.

Gleichzeitig können Familienbüros aber auch Schaufenster für kommunale Familienpolitik sein und somit Inputgeber für die Politik. Beeindruckend stellte Dr. Cornelia Pauschek (rechts), Leiterin des Familieninfobüros Leipzig, ihr Modell vor: Nahezu alle Familien erhalten bei der standesamtlichen Anmeldung ihrer Kinder einen Gutschein für ein Willkommenspaket, welches sie sich dann im Familieninfobüro abholen können. Unter anderem beinhaltet dies eine Jahreskarte für den öffentlichen Nahverkehr für ein Elternteil mit Kind, aber auch viele Informationen über die Angebote in der Stadt. Darüber hinaus veranstaltet das Büro Informationsabende, z.B. zum Elterngeld, welchen regelmäßig von über 100 Menschen besucht werden.

Georg Zinner, Geschäftsführer des Nachbarschaftsheims Schöneberg, erweiterte anschließend das Blickfeld: Familien suchen nicht nur nach Ordnung und Beratung zu den Leistungen, die sie bei öffentlichen Stellen beantragen können. Sie suchen Begleitung auch in Erziehungs- und Bildungsfragen. Nachbarschaftsheime sind dabei die richtigen Ansprechpartner, die ein umfassendes Angebot „aus einer Hand“ und über Generationen hinweg bieten können.

In der Abschlussdiskussion stellten sich Beatrix Schwarze, Geschäftsführerin des Vereins Familiengerechte Kommune e.V., Andreas Statzkowski, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Oliver Schworck, Stadtrat für Jugend, Ordnung und Bürgerdienste in Tempelhof-Schöneberg, Thomas Härtel, Staatssekretär a.D., Vorsitzender des Berliner Beirats für Familienfragen und Renate Wilkening, (Geschäftsführerin des Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrums in der ufaFabrik e.V. der Frage, was notwendig ist, um ein solches kommunales Familienbüro auch in Berlin Wirklichkeit werden zu lassen. Dabei wurde deutlich, dass

· Familien nicht nur nach Beratungsleistungen zu Antragsverfahren suchen, sondern, gerade in einer Stadt wie Berlin, in der die traditionelle Großfamilie nur noch selten Halt geben kann, ebenso die Begleitung der Familien in allen Fragen des Familienalltags von Anfang an gefragt ist.

· die Verwaltung bei der Entwicklung von bürgernahen Angeboten, wie z.B. dem „Bürgerzentrum“, den engen Austausch mit Kooperationspartnern suchen sollten, wie mit Familien- Nachbarschafts- und Bürgerzentren. Diese wissen sehr genau, was Familien bewegt und was sie von der Verwaltung erwarten.

· sowohl die Familien selbst, als auch die Mitarbeitenden der Verwaltungen von Anfang an den Planungen beteiligt werden müssen.

Der Berliner Beirat für Familienfragen ist ein von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft berufenes, aber unabhängiges Gremium, um den Senat ressortübergreifend in allen familienpolitischen Fragen zu beraten. Der Beirat spricht dafür mit vielen Familien in Berlin, führt Fachveranstaltungen durch und erstellt einmal in der Legislaturperiode einen Familienbericht für das Land Berlin. Der aktuelle Bericht „Zusammenleben in Berlin“ erschien 2011, aktuell wird der nächste Bericht für 2015 vorbereitet.

Quelle KiTS Aktuell Nr. 758

 

ab 20.11. Comedy-Mix in der ufa-Fabrik

Berliner Premiere Mi, 20.11.2013 20 Uhr

COMEDY

EINE SCHÖNE BESCHERUNG

Ein himmlischer Mix

Mit Bert Rex (Moderation)und seinen Gästen: Timo Wopp,

Hans Hermann Thielke, Cloozy, Birgit Breuer, Masud, C. Heiland

Bert Rex moderiert die erste Staffel der neuen himmlischen Comedy-Mix-Show in der ufaFabrik. Bert Rex ist Comedian, Taschenspieler, Zauberkünstler und Manipulator in einer Person eben eine Nummer für sich. Er beherrscht das Spiel mit der Untertreibung genau so perfekt wie die Zauberkunst und Wortakrobatik. Dabei ist er einfach urkomisch mit seiner staubtrockenen und unbeholfenen Art. Gekonnt bescheidenen Auftritte entwickeln sich zu ausgefeilten Pointen und werden für den verblüfften Gast zum unvermuteten Höhepunkt. Effektvolle Zauberkunst mit Ringen, Seilen und Tüchern würzt der Tausendsassa geschickt mit Spitzfindigkeiten und unterschwelligem Humor, untermalt durch kleine sprachliche Schnitzer.

1956 in Bad Frankenhausen geboren wurde er -so gibt er selbst an -1973 mit dem „magischen“ Virus angesteckt. Diese Infektion legte dann den Grundstein für seine weitere Karriere. Seit 1982 widmet er sich voll und ganz der Zauberei und startet ab 1992 schließlich auch als Conférencier durch. Seit dem feiert er Erfolge in renommierten Häusern wie z. B. den GOP`s Hannover, Essen und Bad Oyenhausen, dem Friedrichsbau in Stuttgart im Admiralspalast Berlin, dem Wintergarten. Mehr Infos auch unter: www.bertrex.de

Line-up

20.11. Bert Rex, Timo Wopp, C.Heiland

21.11. Bert Rex, Timo Wopp, Cloozy (als Vorstandssekretärin Helga Raspel)

22.11. Bert Rex, Masud, Cloozy (als Vorstandssekretärin Helga Raspel)

23.11. Bert Rex, Masud, Cloozy (als Vorstandssekretärin Helga Raspel)

27.11. Bert Rex, Timo Wopp, Hans Hermann Thielke

28.11. Bert Rex, Timo Wopp, Hans Hermann Thielke

04.12. Bert Rex, C.Heiland, Birgit Breuer.

Infos zu den einzelnen Künstlern finden Sie auch auf

www.ufafabrik.de/spielplan

Spieltermine: Mi –Sa, 20.- 23.11. Mi + Do, 27.+28.11. Mi, 4.12. Beginn: 20Uhr, Eintritt: 19,-, erm. 16,- Euro, Stud. 12,- (nur VVK)

Im Theatersaal der ufaFabrik Viktoriastr. 10-18 12105 Berlin

Direkt am Tempelhofer Damm, 1 Minute von der U6-Ullsteinstraße, Bus: M170, N6 und N 84

Zuschauer- & Ticket-Telefon 030 • 75 50 30 www.ufafabrik.de

 

Internationaler Kulturlustgarten 2014 an neuem Standort

In der 30-jährigen Erfolgsgeschichte des Internationalen Kulturlustgartens soll im nächsten Jahr eine neue Seite aufgeschlagen werden. 2014 wird der internationale Kulturlustgarten auf dem Gelände der Trabrennbahn Mariendorf stattfinden!

Ziel ist es, Kultur und Sport einander näher zu bringen. Die Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport freut sich außerordentlich, mit dem Trabrennverein Mariendorf einen Kooperationspartner gewonnen zu haben, der sich gemeinsam mit dem Bezirksamt dieser Herausforderung stellt. Der 31. Internationale Kulturlustgarten wird vom 29. Mai bis zum 1. Juni 2014 den zahlreichen Besuchern in neuem Ambiente ein vielseitiges Angebot unter dem Motto „Kultur trifft Sport“ darbieten können.

Bezirksstadträtin und stellv. Bezirksbürgermeisterin Jutta Kaddatz
sowie der Geschäftsführer des Trabrenn-Vereins Mariendorf, Andreas Haase, freuen sich auf die gemeinsame Arbeit und besiegelten dies mit kräftigem Händedruck.

Das Gartendenkmal Volkspark Mariendorf wurde in den vergangenen Jahren von einer steigenden, zuletzt gut 5-stelligen, Besucherzahl belastet und würde nicht mehr im bisherigen Umfang genutzt werden können. Der Charakter der Veranstaltung und das umfangreiche Angebot wären über das vertretbare Maß hinaus beeinträchtigt worden.
Foto: BA T-S

 

Auftaktveranstaltung zu „CrossKultur“

- 5. Interkulturelles Kulturfestival in Tempelhof- Schöneberg -

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und die Bezirkstadträtin für Bildung, Kultur und Schule Jutta Kaddatz, werden am

 

16. November um 18 Uhr

im Goldenen Saal des Rathaus Schöneberg,

John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin

 

feierlich die Veranstaltungsreihe „CrossKultur 2013“ eröffnen.

Die Initiatorinnen der Veranstaltungsreihe CrossKultur, die Fachbereichsleiterin Kunst, Kultur und Museen Petra Zwaka und die Integrationsbeauftragte Gabriele Gün Tank führen durch den Abend.

CrossKultur 2013 wird fünf Jahre alt und feiert damit ein kleines Jubiläum. Heute ist CrossKultur fester Bestandteil der Kultur- und Bildungsarbeit im Bezirk. So vielfältig wie unser Bezirk sind auch dieses Jahr wieder die zahlreichen Beiträge des Programms, die zwischen dem Tag der Toleranz, am 16. November und dem Internationalen Tag der Migranten, am 18. Dezember 2013, an 16 Orten des Bezirks geboten werden. 

Musik-, Film-, Theater- und Tanzveranstaltungen, Lesungen, Ausstellungen, Workshops, Diskussionen, Seminare und Feste – Programmatisch wurde konsequent der Ansatz weiterverfolgt, den überkommenen „Ethnoblick“ hinter sich zu lassen und der Vielfalt von kulturellen Ausdrucksformen nachzuspüren. Es geht um „Heimat“ und „Identität“, aber auch um „wings“ und “roots“, um das Überschreiten von Grenzen, um nationale Zuschreibungen oder zugetragene Nationalitäten, um das „Weißsein“ und den alltäglichen Rassismus und Positionen in und zur deutschen Gesellschaft.

Die Programmhefte liegen in den Bürgerämtern, den Bibliotheken und vielen weiteren Einrichtung des Bezirks aus.

 

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler verleiht Ehrenamtskarten

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wird Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler am Dienstag den 12. November 2013 von 16.30-18.30 Uhr im Rathaus Schöneberg, Theodor-Heuss-Saal sich bei 50 Bewohnerinnen und Bewohnern des Bezirks für ihr langjähriges Engagement mit der Verleihung der Ehrenamtskarte bedanken.

Gemeinsam mit der stellvertretenden Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung, Martina Zander-Rade und der Stadträtin für Gesundheit, Soziales und Stadtentwicklung, Dr. Sibyll Klotz überreicht sie die Ehrenamtskarten.

Die Ehrenamtlichen sind seit vielen Jahren in der Quartiersarbeit Schöneberg –Nord tätig und setzen sich aktiv zum Wohl vieler Bürgerinnen und Bürger in ihrem Kiez ein. Zu den vielfältigen Engagementfeldern gehören die langjährige Arbeit im Quartiersrat, im Vergabebeirat oder im Mieterbeirat.

Aber auch die Ehrenamtlichen des Pestalozzi-Föbel-Hauses die im Nachbarschaftszentrum Steinmetzstraße oder des Familientreffpunktes Kurmärkische Straße eingesetzt sind, können sich über eine Ehrung freuen. An diesem Tag bedankt sich der Bezirk ebenso bei Ehrenamtlichen des Treff 62 und der Villa Schöneberg.

Mit der Ehrenamtskarte können die Karteninhaber verbilligt in Museen, Konzerte und ins Theater gehen bzw. erhalten bei den Kooperationspartnern Rabatte auf die Eintrittspreise. Mit der Ehrenamtskarte möchte das Land Berlin außergewöhnliches Engagement würdigen und anerkennen.

Bezirksbürgermeisterin Schöttler würdigt das langjährige Engagement der Bürgerinnen und Bürger: „ Dieser nicht selbstverständliche Einsatz stärkt das lebendige Miteinander und fördert das gute Zusammenleben in unserem Bezirk.“

Freiwilliges Engagement im Bezirk wird vom Bezirksamt weiterhin gefördert und mit dem Ehrenamtsbüro auch nachhaltig unterstützt.

 

Tempelhof-Schöneberg: Kinder- und Jugendparlament konstituierte sich

Am Donnerstag, dem 24. Oktober 2013, hat sich das mit über 170 Mitgliedern bislang größte Kinder- und Jugendparlament in Tempelhof-Schöneberg für die Wahlperiode 2013/2014 konstituiert.

„Um 8 Uhr haben sich die Vorstandsmitglieder zur Vorbereitung getroffen. Wir haben die Stellwände für die Gruppenarbeiten vorbereitet und das Büffet und den Eingangsbereich aufgebaut. Dann gab es noch mal eine Besprechung, wie der Tag verlaufen soll. Ab 8.45 Uhr kamen dann auch die ersten neuen Mitglieder an. Die mussten sich in Listen eintragen und nach den Regionen sortieren. Einige wurden von Eltern oder Lehrer/innen begleitet, andere kamen mit Freundinnen oder Freunden an.

Dann eröffnete der Vorstandsvorsitzende, Uzair Hussain, die Sitzung und begrüßte die neuen KJP-Mitglieder und die anwesenden Gäste. Diesmal haben BVV-Vorsteherin Petra Dittmeyer Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Bezirksstadträtin Dr. Sibyll Klotz und Jugendstadtrat Oliver Schworck Begrüßungsreden gehalten und auf die vergangenen Erfolge des Kinder- und Jugendparlamentes verwiesen. Auch auf die Wichtigkeit der Beteiligung von jungen Menschen wurde sehr intensiv eingegangen. Als weitere Gäste waren Vertreter/innen aus den Fraktionen und aus dem Jugendamt anwesend.

Im Anschluss wurde dann der KJP-Film gezeigt, der davon handelt, wie wichtig Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen sind und wie man sich auch als Kind und Jugendlicher einmischen kann.

Dann wurden alle KJP-Mitglieder in fünf Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe konnte zu einer Infostation gehen, in der wichtige Dinge zur Arbeit im Kinder- und Jugendparlament erklärt wurden. Diese Gruppen wurden fast alle von den amtierenden Vorstandsmitgliedern geleitet; eine Gruppe wurde von Stadtrat Oliver Schworck persönlich geleitet. Und so konnte man einen richtigen Politiker mal nicht nur zuhören, sondern gleich direkte Fragen stellen.

Jede Gruppe hatte dann zehn Minuten an einer Station und konnte dann zur nächsten gehen. Insgesamt waren dann alle Gruppen eine Stunde im Rathaus unterwegs und haben so die wichtigsten Dinge über Politik und das KJP erfahren.

Nach einer Pause am Büffet ging es dann in den Regionalen Arbeitsgemeinschaften weiter.

Eine Gruppe war so groß, dass sie in den Park ausweichen mussten. Da aber die Sonne schien, war das kein Problem. Dort haben sich die „Kleingruppen“ untereinander kennen gelernt, Regeln für die Zusammenarbeit aufgestellt, diskutiert, was man so erreichen will und Termine festgelegt. Schließlich bekamen auch alle, die schon im vergangenen Jahr dabei waren, eine Urkunde über die gute Arbeit, die vom Stadtrat mit grüner Farbe unterschrieben war.

Wieder im Rathaus waren dann noch alle zusammen, es wurden Fotos gemacht, noch mal organisatorisches erklärt und dann wurden alle gegen 13 Uhr verabschiedet.

Die neuen Vorstandsvorsitzenden werden innerhalb zwei Wochen nach dem Plenum gewählt.

Und dann kann die Arbeit richtig losgehen!“

Ein Bericht der Vorstandsmitglieder

Quelle KiTS aktuell Nr. 753

 

 

Poetische Führung zum Volkstrauertag

Sonntag, 17. November, 11 Uhr:

Poetische Führung zum Volkstrauertag:   

über den Friedhof der Brüder Grimm

Alter St.-Matthäus-Kirchhof

Großgörschenstr. 12-14 , S Yorckstraße/Großgörschenstraße, U Yorckstraße

Unkostenbeitrag 5,- €,   Anmeldung nicht erforderlich

Nähere Informationen:  Tel. 0163 / 34 17 053, Gerhard Moses Heß

Der Volkstrauertag soll an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen erinnern. Doch leider wird er immer wieder missbraucht zu Heldenverehrung, Kriegsverherrlichung und Kriegshetze, anstatt Verständigung, Versöhnung und Frieden zu fördern.

Auf unserem Alten Matthäus-Kirchhof liegen viele Opfer von Krieg und Gewalt, aber auch viele hochrangige Militärs. An ihren Gräbern wollen wir an ihr Leben und Sterben erinnern und mit Gedichten und Geschichten nach Wegen suchen zu einem Leben ohne Krieg und Gewalt.

Nächste Poetische Führung am 1. Dezember:

 „Lieber ein Licht anzünden als über die finstere Zeit jammern“

Gruppenführungen nach Vereinbarung.

Eine Veranstaltung des Fördervereins EFEU e.V.     www.efeu-ev.de

 

 

Klassenfahrt nach Transsilvanien

50 Kinder der Offenen Ganztagsbetreuung an der Tempelherren Grundschule in Tempelhof fiebern dem 14. November aufgeregt und erwartungsvoll entgegen.

Seit Wochen wird geprobt, gewerkelt, gesungen und getanzt für die Uraufführung des Grusicals "Klassenfahrt nach Transsilvanien".

Träger der OGB ist das Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum in der ufafabrik, dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genauso viel Engagement mitbringen wie die mitwirkenden Schülerinnen und Schüler. Neben dem Unterricht wird in den großen Pausen und am Nachmittag von allen Beteiligten viel Zeit und Leidenschaft in das Projekt investiert.

Der Horterzieher und Musiker Nils Bruhns ist Autor und Komponist des Stücks. Außer ihm ist das gesamte Team eingebunden, denn auch Bühnenbild, Kostüme und Maske werden mit den Kindern erarbeitet. Alle Mitwirkenden wünschen sich ein ausverkauftes Haus, um sich künstlerisch einem großen Publikum zu präsentieren.

Die Aufführungen finden statt am 14. und 15.11.2013 jeweils um 18:30 in der Aula der Tempelherren Grundschule, Boelckestr. 58-60,12101 Berlin, Einlass ist ab 18:00.

Der Eintritt kostet 2€, Kartenvorverkauf am Empfang in der OGB.

 

 

Nov. 2013: Hänsel und Gretel in der ufa-Fabrik

Wiederaufnahme

Mit teilweise neuer Besetzung.

OPER für KINDER

Hänsel und Gretel

Ein musikalisches Märchen nach Engelbert Humperdinck

Inszeniert von der „Märchenhaften Operncompagnie“ Hänsel und Gretel

 „Kann man Himbeeren und Brezeln von der Leinwand pflücken?“

„Ja! Und wie das geht, könnt ihr hier miterleben.“ Das wohl bekannteste Märchen unseres Kulturkreises wurde als Oper ein großer Erfolg und verzückte Generationen von Kindern mit einem Genre, das sonst eher Erwachsenen vorbehalten ist. Die Märchenhafte Operncompagnie hat ich des Meisterwerks angenommen und lädt Jung und Alt ein, die Geschichte neu zu erleben.

Vier Opernsängerinnen- und Sänger, ein Pianist und eine Erzählerin spielen, singen und erzählen die Handlung in einer modern visualisierten Interpretation. Die Akteure interagieren vor aber auch mit einem digitalen Bühnenbild, das für die verschieden Szenen liebevoll handgezeichnete und computeranimierte Bilder ( wie Stube, Wald, Nacht etc.) bereithält.

In dieser Inszenierung voller Poesie und Magie erstrahlen Humperdincks bekannte Kinderlieder „Suse, liebe Suse, was raschelt im Stroh“ oder „Brüderchen, komm tanz mit mir“ in einem ganz neuen Licht. So kann es geschehen, dass plötzlich ein animierter Vogel auf Gretels Arm entlang hüpft oder Hänsel Himbeeren aus dem digitalen Strauch zu pflücken scheint ... . Lassen Sie sich verzaubern, und gehen Sie Hand in Hand mit Hänsel und Gretel auf ein Abenteuer!

„Unser Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen einen Zugang zur Kunstform Oper zu ermöglichen und den Erwachsenen einen unterhaltsamen Opernbesuch zu bieten. Die Verquickung von menschlichem Bühnenspiel und künstlichem Bühnenbild spricht die Sehgewohnheiten der medial geprägten Kinder und Zuschauer an, und eröffnet besonders Kindern einen unerwarteten Zugang zur klassischen Kulturform der Oper“, sagt Gunda Aurich die Regisseurin. (Spieldauer: 60 Min)

Die Künstler:

Hänsel: Yvonne Zeuge, Gretel: Norina Kutz,

Hexe und Mutter: Tersia Potgieter, Vater: Thomas Schumann, Erzählerin: Gunda Aurich, Pianist: Jens Holzkamp/ Nico Stabel,

Regie: Gunda Aurich, Bühnenbild: Tina Zimmermann.

Tina Zimmermann gestaltete als freischaffende Medienkünstlerin auch das Videobühnenbild der Operninszenierung „ Die Zauberflöte in der U-Bahn“. Für die Inszenierung von Hänsel und Gretel entwickelte sie ein Videokonzept, in dem handgezeichnete und computeranimierte Bühnenbilder

Für Kinder von 4 bis 12 J.

Spieltermine: So, 17.11. Sa+So, 23.+24.11. So, 1.12. Beginn: 16 Uhr

Eintritt: Erwachsene 12,- Kinder 8,- Euro

Im Varieté Salon der ufaFabrik Viktoriastr. 10-18 12105 Berlin

Direkt am Tempelhofer Damm, 1 Minute von der U6-Ullsteinstraße, Bus 170, 174, N76 und N 84

Zuschauer- & Kartentelefon 030 • 75 50 30 www.ufafabrik.de

 

Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

1. "Nepomuck und Bärlihupf: Fluchtgeschichten für Kinder (9 - 13 Jahre)" Kostenlose Kinderführung

Termin: So, 10. November 2013 Start 14:00 Uhr
Ort: Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde
, Marienfelder Allee 66/80, 12277 Berlin

Warum sind Menschen aus der DDR in die Bundesrepublik geflohen? Auf welchen Wegen ist ihnen die Flucht von einem Teil Deutschlands in den anderen gelungen? Wie haben sich Kinder gefühlt, die ihr Zuhause und ihre Freunde verlassen mussten? Die beiden Stofftiere Nepomuck und Bärlihupf, die in der Ausstellung der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde zu sehen sind, haben zwei Kinder auf ihrem Weg in den Westen begleitet und können von den damaligen Ereignissen erzählen. In der Ausstellung lassen sich viele weitere Objekte und Geschichten entdecken, anhand derer die Kinder den Lebenswegen von Flüchtlingen nachspüren können.

Dauer: 1 Stunde. Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten: Tel: 030 / 75 00 84 00 oder per E-Mail an info-enm@stiftung-berliner-mauer.de
Weiterer Termin 2013: 15.12.2013 um 14:00 Uhr

2. "Ich war nie einer von euch!" Der Künstler Rainer Bonar zwischen Ost und West. - ERÖFFNUNG DER SONDERAUSSTELLUNG
Termin: Do, 28. November 2013 19:00 Uhr
Ort: Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde
, Marienfelder Allee 66/80, 12277 Berlin

Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde würdigt Rainer Bonar mit ihrer Sonderausstellung als einen unangepassten Künstler, dessen Werk den Ikarus Mythos aufgreift und damit ein zentrales Motiv der Kunst im geteilten Deutschland repräsentiert. Sie rückt den unbekannten Nachlass dieses vielseitigen Künstlers ins Zentrum.

In der Ausstellung werden ausgewählte Bilder, Graphiken und Fotos des Künstlers gezeigt. Rainer Bonars Werk steht im Spannungsfeld von künstlerischer Freiheit und staatlicher Kontrolle in der DDR sowie für Ausreise und Neuanfang in West-Berlin.

Der Eintritt ist frei.

 

Nov. 2013.: Comedy-Mix in der ufa-Fabrik

COMEDY

EINE SCHÖNE BESCHERUNG

Ein himmlischer Mix

Mit Bert Rex, Tiomo Wopp und weitere Gäste

Bert Rex moderiert die erstes Staffel der neuen himmlischen Comedy-Mixshow in der ufaFabrik.

Bert Rex ist Comedian, Taschenspieler, Zauberkünstler und Manipulator in einer Person -

eben eine Nummer für sich. Er beherrscht das Spiel mit der Untertreibung genau so perfekt wie die Zauberkunst und Wortakrobatik. Dabei ist er einfach urkomisch mit seiner staubtrockenen und unbeholfenen Art.

Seine gekonnt bescheidenen Auftritte entwickeln sich zu verblüffend ausgefeilten Pointen und werden für den ein oder anderen Gast zum unvermuteten Höhepunkt. Effektvolle klassische Zauberstücke mit Ringen, Seilen und Tüchern würzt er geschickt mit Spitzfindigkeiten und unterschwelligem Humor, untermalt durch kleine sprachliche Schnitzer.

1956 in Bad Frankenhausen geboren wurde er - so gibt er selbst an - 1973 mit dem „magischen“ Virus angesteckt. Diese Infektion legte dann den Grundstein für seine weitere Karriere. Seit 1982 widmet er sich voll und ganz der Zauberei und startet ab 1992 schließlich auch als Conférencier durch. Seit dem feiert er Erfolge in renommierten Häusern wie z. B. den GOP`s Hannover, Essen und Bad Oyenhausen, dem Friedrichsbau in Stuttgart im Admiralspalast Berlin, dem Wintergarten.

Mehr Infos auch

unter: www.bertrex.de

Weitere Gäste sind: Timo Wopp ( 20.+21. sowie

26./ 27,+30.11.) http://www.timowopp.de ,

C. Heiland (20.11.) http://www.c-heiland.de

Cloozy 21., 22. und 23.11.) http://www.cloozy.de ,

Masud (22.+ 23.11) http://www.masud-comedy.com

Mi –Sa, 20. - 23.11. Beginn: 20Uhr, Mi +Do, 27. +28.11. Beginn: 20 Uhr Mi, 2.14. Beginn: 20 Uhr

Eintritt: 19,-, erm. 16,- Euro, Stud. 12,- (nur VVK)

Im Theatersaal der ufaFabrik Viktoriastr. 10-18 12105 Berlin

Direkt am Tempelhofer Damm, 1 Minute von der U6-Ullsteinstraße, Bus: M170, N6 und N 84

Zuschauer- & Ticket-Telefon 030 • 75 50 30 www.ufafabrik.de

 

Schuldnerberatung jetzt auch telefonisch möglich

Die Verbrauchenzentrale Berlin, die für das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg die Schuldner- und Insolvenzberatung durchführt, bietet bis zum Jahresende ein zusätzliches telefonisches Beratungsangebot.

Verschuldete Tempelhof-Schönebergerinnen und Tempelhof-Schöneberger können sich unter der Service-Hotline 030/214 85-180 montags und donnerstags von 10 bis 13 Uhr Hilfe zum Ortstarif holen.

Sibyll Klotz, Bezirksstadträtin für Gesundheit, Soziales, Stadtentwicklung begrüßt dieses zusätzliche Angebot und lobt nochmals die bereits seit 15 Jahren gut funktionierende Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale.

 

MUSIK Terra Brasilis - 25 Jahre on stage! ... in der ufa-Fabrik

Ein rauschendes Fest: Zwei Konzerte und viele Special Guests

Zum Jubiläum geben Terra Brasilis zwei Konzerte mit 15 Musikern und vielen Gästen und Überraschungen.

Der Ehrengast des Jubiläums ist Mestre Memeu Nunes, Cheftrommler der Gruppe Olodum aus Salvador da Bahia.Olodum wurde weltweit bekannt wurde durch die Zusammenarbeit mit Paul Simon ( Obvious Child ) und Michael Jackson ( They don´t really care about us )in den Neunzigern. Terra Brasilis gelten als glänzender Beweis für die Vitalität der deutschen Sambaszene und genießen seit ihrer Gründung in der ufaFabrik Erfolge im In- und Ausland. Doch nicht nur das, die gestanden Musiker fördern seit etlichen Jahren junge Musikertalente. Heute drehen die Power- Percussionisten selbst wieder einmal so richtig auf.

Mit Lateinamerikanischen Rhythmen, ausgefeilten Percussionarrangements, furiosen Trommelgewittern, Gitarre und Keyboard versprühen 15 Musiker und Gäste einen Sound voll mitreißender Energie und purer Lebenslust. Terra Brasilis waren auf vielen internationalen Festivals zu Gast, bereisten Europa, Asien, Japan, Hongkong und Korea. Sie spielten auf zahlreichen Groß- und Kulturveranstaltungen und haben sich mit ihrem vielseitigen Repertoire weltweit einen Namen gemacht. Nicht die Scorpions waren es, die als erste westliche Band 1989, noch vor dem Fall der Mauer, live auf dem Roten Platz in Moskau spielten, es war Terra Brasilis.

Inspiriert durch Kontakte zu brasilianischen Gruppen wie „Olodum“, „Baticum“, „Maracatu Nacao Pernambuco“ und „Afro Reggae“ legt Terra Brasilis immer Wert darauf, eigenständige Arrangements und Kompositionen zu entwickeln. Bereits 1994 stellte die Gruppe beim Sambafestival in Coburg ein authentisches Repertoire vor, das die Jury im Wettbewerb dazu veranlasste Terra Brasilis zur besten Deutschen Sambaband zu wählen. 1996 gehörten sie zu den Pionieren des „Karneval der Kulturen“, gemeinsam mit der Gruppe „Olodum“ aus Salvador da Bahia in Brasilien.

Frei von jeglichen Berührungsängsten spielte Terra Brasilis als erste Liveband auf der „Love Parade“ und begleitete dem Umzug 1994 und 1995 auf dem Kurfürstendamm. Gegründet wurde die 15-köpfige Gruppe unter der Leitung von Manni Spaniol 1988 in der ufaFabrik, wo die Band bis heute beheimatet ist. Die Ursprünge gehen jedoch zurück bis ins Jahr 1986. Damals entstand der Kontakt zu Dudu Tucci, der zusammen mit Manni Spaniol, die erste Terra Brasilis Formation gründete. Diese Gruppe löste sich 1988 auf. Viele der damaligen Musiker sind heute selbst Band-leader in Sambaoder Perkussion- Projekten.

Im April 1988 formierte sich unter der Leitung von Manni Spaniol und unter Beibehaltung des Namens Terra Brasilis die Gruppe, die bis heute als die Sambaband der ufaFabrik bekannt ist. Innovative Spielfreude und Offenheit machen vielfältige Verbindungen zu Musikern anderer Sparten möglich. So entstanden Projekte mit DJs, Rockmusikern, House und Techno. 2000 folgte die Teilnahme an der Popkomm mit der Gruppe „Neues Glas aus alten Scherben“. Mit „Terra Experience“, einer Fusion aus dem House - Techno Projekt „Lab“ und sechs Terra Brasilis Musikern gaben sie im gleichen Jahr ein Konzert im Club „Oxymoron“. Zu koreanischen Musikern wie dem Trommelmeister Kim Duk Soo und seiner „SamulNori Hannuri Performing Arts Troupe“ entwickelte sich eine künstlerische und freundschaftliche Beziehung, die bis heute gemeinsame Projekte in Seoul und in Berlin ermöglicht.

www.terrabrasils.de

Fr, 15.11. Beginn: 20Uhr

Terra Brasilis Special Guests: Bloco Explosao mit Record Release ihrer neuen CD

Sa, 16.11. Beginn: 20 Uhr

Terra Brasilis und Gäste Aftershowparty mit Livemusik

Eintritt: 15,-, erm. 12,- Euro

Im Theatersaal der ufaFabrik Viktoriastr. 10-18 12105 Berlin

Direkt am Tempelhofer Damm, 1 Minute von der U6-Ullsteinstraße, Bus: M170, N6 und N 84

Zuschauer- & Ticket-Telefon 030 • 75 50 30 www.ufafabrik.de   

 

Gedenkveranstaltung, Vortrag und Führung zur "Kristallnacht"

       Einzigartig in Berlin ist der „Salon der Erinnerung“,

       der mit Lesungen, Fotos, Musik und Gesprächen an Menschen erinnert,

      die auf dem Alten Matthäus-Kirchhof begraben sind –

      mögen sie nun berühmt oder nur wenigen bekannt sein

Gerhard Moses Heß, Tel. 0163 / 34 17 053

Sonntag, 10. November , 11 Uhr:

Salon der Erinnerung:

 mit Gerhard Moses Heß und Gästen

Gedenkveranstaltung zur „Reichskristallnacht“:

Suche nach Professor Morgenstern

im Café finovo, Alter St.Matthäus-Kirchhof

Großgörschenstr.12 (U Yorckstr., S Yorckstr./Großgörschenstr.)       

Otto Morgenstern war evangelischer Religionslehrer, stellvertretender Schulleiter des Schillergymnasiums und 13 Jahre lang Bezirksverordneter in Steglitz sowie Mitbegründer des Schloßparktheaters und der Deutschen Oper. Nach den Nürnberger Gesetzen aber galt Morgenstern als Jude, und nach der Pogromnacht vom 9. November 38 wurde der 78jährige zur Arbeit als Straßenkehrer gezwungen. Im November 42 wurde er zusammen mit seinen zwei betagten Schwestern Martha und Elisabeth nach Theresienstadt deportiert. Eine Inschrift auf unserem Friedhof erinnert an die ermordeten Geschwister.

Prof. Morgenstern hatte Hunderte begeisterte Schüler, er hatte viele Freunde in der Kirchengemeinde und im Kulturleben – doch niemand hat ihm geholfen, niemand will sich an ihn erinnern. Warum? 

Angestoßen durch unseren Salon vor einem Jahr, haben Friederike Hechler und Dr. Gerd Kley nachgeforscht und werden uns über ihre Ergebnisse berichten.

 Eine Veranstaltung des Fördervereins EFEU  

www.efeu-ev.de

 

 

GREEN BUDDY AWARD 2013

Preisverleihung im Audimax des EUREF Campus

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und die Wirtschaftsförderung verliehen gestern Abend in Kooperation mit der Buddy Bear Berlin GmbH und der BerlinPartner für Wirtschaft und Technologie GmbH zum dritten Mal den GREEN BUDDY AWARD im Audimax des EUREF Campus.

Mit dem Preis wurden drei Unternehmen aus Tempelhof-Schöneberg ausgezeichnet, für die Ökologie und Nachhaltigkeit Teil der eigenen Unternehmensphilosophie sind und die sich durch beispielhafte Initiative um eine nachhaltige Entwicklung verdient gemacht haben.

In Anerkennung dieses ökologisch verantwortungsvollen unternehmerischen Handelns und dem damit verbundenen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz ging der GREEN BUDDY AWARD 2013:

In der Kategorie Energetische Gebäudesanierung/Ökologisches Bauen an INDIA-DREUSICKE Berlin. Das kunststoffverarbeitende Unternehmen hat im Frühjahr 2012 ein neues Produktionsgebäude in Betrieb genommen: Die 0-Energiefabrik gewinnt Produktionswärme zurück für Heizung und Warmwasserbereitung, ein Regenwassertank ermöglicht Grauwassernutzung und Wärmespeicherung, eine adaptive Lichtsteuerung reduziert den Stromverbrauch und ein Mühlenkonzept sorgt für einen geringeren Granulatverbrauch bei der Produktion. Erreicht werden Energieeinsparungen, eine ressourcenschonende Produktion und die Steigerung von Umweltbewusstsein im Unternehmen.

In der Kategorie Produktion/Produktionsnahe Dienstleistungen: an Hans Timm Fensterbau GmbH & Co. KG für die Initiierung, Entwicklung und langjährige Umsetzung von Techniken zur Runderneuerung von Holzkastenfenstern. Timm Fensterbau setzt Maßstäbe beim gebrauchstauglichen, energieeffizienten sowie nachhaltigen Erhalt von historischer Bausubstanz. Gewonnene Erkenntnisse aus der Arbeit von Timm Fensterbau und der dort angesiedelten Forschung sind heute in Leitfäden von Fachverbänden und in Richtlinien von Denkmalschützern verankert. Runderneuerte Kastenfenster schaffen ein ideales Raumklima und verhindern Bauschäden. Bei einer Fensterfläche von ca. 2,4 qm wird durch Isolierverglasung der Wärmeverlust reduziert, so dass maximal eine 68%-ige Reduktion der CO2 Emission erreicht werden kann.

In der Kategorie Innovation an –InnoZ- Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel GmbH. Mitten in Berlin am Schöneberger Gasometer wird CO2 freier Strom erzeugt und über ein intelligentes Netz den „Micro Smart Grid“ verteilt. Ein integriertes, öffentlich zugängliches Carsharing mit Elektrofahrzeugen ermöglicht die Zwischenspeicherung von „grünem Strom“. Durch den MSG wurden in einem Jahr 50.000 kWh regenerativer Strom gewonnen. Dies entspricht einem Deckungsbedarf des EUREF-Geländes mit lokalem Strom von 25% und einer CO2-Einsparung von 30 Tonnen. InnoZ bringt Energie- und Verkehrswende zusammen und ist bundes- und europaweit einzigartig. InnoZ arbeitet, auch international, mit seinen Partnern an der gesamten „Wertschöpfungskette des Wissens“ von der Idee über Konzeption und Erprobung bis zum Regelbetrieb.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und Dr. Klaus Herlitz, Geschäftsführer der Buddy Bear Berlin GmbH
„Umweltbewusste Strategien einzelner Unternehmerinnen und Unternehmer fördern die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Tempelhof-Schöneberg“ so Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler.
Fotos/Text: BA Temp-Schbg

 

Erinnerungen an Loriot zum 90sten Geburtstag

Ausstellung im MedienPoint, Werderstraße 13, 12105 Berlin, Montag bis Freitag 9.00 bis 18 Uhr, Eintritt frei


Er war einer der beliebtesten Deutschen und größten Unterhalter: Der Humorist Vicco von Bülow alias Loriot. Am 12. November wäre er 90 Jahre geworden.

Grund genug für das MedienPoint-Team um Frontmann Henning Hamann für drei Wochen in eine Loriot-Mania zu verfallen. Aber genau genommen ist selbige bereits vor 10 Wochen ausgebrochen, als Hamann das MP-Team mit seiner Idee begeisterte. "Wir müssen unbedingt etwas über Loriot zum 90. Geburtstag machen. Wie wäre es mit Badewanne oder das legendäre Sofa im Schaufenster", so Hamann.

Sofort kam der Einwand von Chefhandwerker Horst Lindstedt, „warum nicht BEIDES". Mit seinem leichtfertigen Beides-Vorschlag hatte Lindstedt sich ein riesiges Problem geschaffen, welches er zwar penibel meisterte, aber kein zweites Mal angehen würde. Das Sofa wurde mit jeder Rundung originalgetreu nachgebaut und sogar noch entsprechend mit Polsterung und Stoff versehen.


Auch die Badewanne aus dem legendären Sketch „die Ente bleibt draußen" wurde mit echten Wasserhähnen zum zweiten Prunkstück im MedienPojnt Schaufenster. Stammkundin Angelika Winter ist auch über die neue Ausstellung begeistert: „Es macht hier doppelt Spaß nach Büchern zu stöbern, die kleinen Ausstellungen sind eine Wucht".

Und Spaziergänger Thilo Haberl (mit Hund Rex): „Bei dem schönen Schaufenster macht Gassi gehen noch mehr Freude."

Das soziale Projekt in der Tempelhofer Werderstr. 13, nahe der ufa-Fabrik, beweist wieder einmal, wie es mit einfachen Mitteln möglich ist, einen optischen Leckerbissen zu einem aktuellem Thema zu präsentieren.

Der kleine unscheinbare Laden mitten im Tempelhofer Kiez ist in den letzten drei Jahren zu einer wahren Ideen-Schmiede geworden. Ideengeber Henning Hamann und seine beiden „Architekten" Horst Lindstedt und Tibor Loibl begeistern inzwischen mit ihren Themen-Ausstellungen alle drei Wochen die Tempelhofer Literatursuchenden.

Foto: Horst Lindstedt und Henning Hamann mit den berühmten Exponaten.

Der 1923 in Brandenburg an der Havel geborene Bülow galt als einer der vielseitigsten deutschen Künstler. Er betätigte sich als Karikaturist, Schauspieler und Regisseur und etablierte sich als einer der wichtigsten deutschen Humoristen in Literatur, Fernsehen, Theater und Film.

Zuletzt lebte von Bülow zurückgezogen in seinem Haus am Starnberger See.

Loriots zahlreiche Szenen voller Sprachwitz und Pointen sind legendär, etwa die Szene mit der "Nudel im Gesicht" beim verpatzten Rendezvous, der missglückte Auftritt des "Lottogewinners Erwin Lindemann" oder die Cartoons "Herren im Bad" und "Das Frühstücksei". Auch seine beiden Kinofilme "Ödipussi" (1988) und "Pappa ante Portas" (1991) begeisterten Millionen Menschen.

Loriot wurde zunächst mit Zeitschriften-Cartoons und Knollennasenmännchen bekannt. Später kamen die Fernseh-Sketche, etwa in der ARD-Serie Loriot I-VI (Erstausstrahlung 1976-1979), hinzu. In Sketchen wie über die "Familie Hoppenstedt" trat Loriot meist selbst als wandlungsfähiger Schauspieler hervor, oft mit seiner bereits 2007 verstorbenen Kollegin Evelyn Hamann.

Loriot schrieb legendäre Dialoge von Männern und Frauen, die seiner schlitzohrigen Meinung nach überhaupt nicht zusammenpassen, etwa über das weich- oder hartgekochte Frühstücksei.

Außerdem machte er den vielleicht bekanntesten Rentner und Lottomillionär der Fernsehgeschichte unsterblich: Erwin Lindemann (vom Schauspieler Heinz Meier dargestellt), der "seit 66 Jahren" Rentner ist und vor einem Fernsehteam völlig verwirrt seinen Plan verkündet, mit seiner Tochter und dem Papst eine Herrenboutique in Wuppertal zu eröffnen.

Foto: MedienPoint Stammgast Wolfgang Spranger, Chef des Volksparks Lichtenrade, ist begeistert von der Ausstellung.

Auf jeden Fall war Loriot, der sich nach dem französischen Wort für das Wappentier seiner Familie benannte (loriot = Pirol), einer der populärsten Deutschen. In Umfragen nach der Beliebtheit kam er regelmäßig auf einen der vordersten

Plätze. Im Jahr 2007 landete er bei der ZDF-Sendung "Unsere Besten - Komiker & Co" auf Platz eins.

Der Künstler erhielt zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen, darunter den Deutschen Filmpreis, den Deutschen Kleinkunstpreis, die Goldene Kamera, den Karl-Valentin-Orden, den Wilhelm-Busch-Preis und den Ernst-Lubitsch-Preis. Loriot war Mitglied der Berliner Akademie der Künste und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Manche nannten den aus dem Brandenburgischen stammenden Offizierssohn, dessen Vorfahren am Hof von Friedrich dem Großen verkehrten, auch den "Karl Valentin des Cartoons und der Fernsehunterhaltung" oder "Deutschlands komischste Figur".

Danke Loriot

Quelle: www.paperpress-newsletter.de – Nr. 499 B – 01.11.2013

Loriot-Text (aus verschiedenen Quellen):

Fotos: Ed Koch

 
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