Jede Menge MedienPoint-Ankündigungen...

Zum 80. Geburtstag:

Dieter Hallervorden

Hommage im MedienPoint Tempelhof

vom 03. - 10. September 2015.

 Früher war er DIDI und auf Witze spezialisiert. Heute ist er ein grandioser Schauspieler der mit „Sein letztes Rennen“ und vor allem mit „Honig im Kopf“ Filme der Sonderklasse, sprich Oscar-Kategorie, ablieferte und so ganz „nebenbei“ mit seinen ersparten „Groschen“ die Wühlmäuse am Theo und das Steglitzer Schlosspark-Theater wieder zum Erlebnistempel katapultierte. Er weiß was er will und er hatte auch ein glückliches Händchen für seine risikovollen Pläne.

Foto: Thomas Moser
Es gibt Menschen, die plapperten noch jahrelang Didi-Dialoge nach; sie bestellten „eine Flasche Pommes", lachten über den Sketch mit der „Kuh Elsa" und riefen „Palim-Palim!" in die Runde. Das war lustig gemeint, hat inzwischen Kult-Status, erreichte aber nie die Komik des Erfinders.

Der Lebensweg des Dieter Hallervorden ist eng verbunden mit dem politischen Kabarett „Die Wühlmäuse", das er anfangs mehrmals vor dem Ruin bewahrte. Der Durchbruch kam dann aber mit der Sendung „Nonstop Nonsens" in der ARD, die auch aus einem Kabarettabend heraus entstand. "Wir haben einfach mal einen Abend rumgeblödelt - dass daraus ein Riesending werden würde, hätte ich nie gedacht“, so Hallervorden.

Dass er im zarten Alter von 79 Jahren beim Dreh von „Honig im Kopf“ zu Höchstform aufläuft, mit der ebenfalls brillanten Til Schweiger-Tochter Emma, hat seine Kritiker verstummen lassen.

 70. + 100. Geburtstag:

„Der Kaiser + der Mann mit der Mütze”

Hommage im MedienPoint Tempelhof

vom 10. - 23. September 2015.

Denke ich an Helmut Schön, dann tauchen sofort zwei Dinge vor meinem geistigen Auge auf.

Zum Einen: Der Song zum Abschied des langen, knorrigen Sachsen - "Der Mann mit der Mütze geht nach Haus', die lange Zeit des Langen, sie ist aus" - gesungen von Udo Jürgens.

Es bleibt unvergessen, wie Schön, ohne Mütze, im blauen Anzug und bunt gescheckter Krawatte, in der ersten Zuschauerreihe feuchte Augen bekam, als Jürgens ihm das Lied -sein Lied- in einer Fernsehsendung zum Abschied 1978 live präsentierte.

Zum Anderen: Die "modische" weiße adidas-Jacke - eine Mischung aus Jacket und Trainingsjacke- und der Rollkragenpullover - Fashion-Chic der 70er Jahre, Dinge, die für mich untrennbar mit Helmut Schön zusammen gehören.

1974 WM-Triumph - Deutschland schlägt die Niederlande im Finale von München: Mein Vater zündet Raketen auf dem Balkon, ich bin sechs Jahre alt.

Alle reden von Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Paul Breitner - doch der Mann, der die deutsche Nationalmannschaft zum WM-Sieg geführt hat, bleibt bescheiden im Hintergrund.

General mit Herz, Boss, der Nachfolger des legendären Sepp Herberger: Zu verdanken haben wir den Titel Trainer Helmut Schön - dem Dresdner. Er ging als bisher erfolgreichster Bundestrainer der Nationalmannschaft in die Geschichte ein: EM-Titel 72, WM-Titel 74, Vize-Europameister 76.

Dass Schön als Bundestrainer den Nationalspielern viele Freiräume und Mitspracherechte einräumte, statt ihnen starre taktische Maßregeln vorzugeben, sehen viele als seine herausragende Leistung an, denn so ließ er Freiräume, die Spieler wie Franz Beckenbauer für ihre Kreativität benötigten.

Die hohe Spielkunst, den Spaß am Beruf, all' das gab er weiter an seine Mannschaft, das übertrug sich und das fand wohl die höchste Stufe an Schönheit in zwei unvergesslichen Spielen: Dem 3 zu 2 im WM-Viertelfinale 1970 in Mexiko gegen England.

„‚Phantastisch! Unglaublich! Wundervoll! Außergewöhnlich!‘ Welches Wort beschreibt am besten den Sieg Deutschlands über eine wunderbare englische Mannschaft! Wir überlassen Ihnen die Wahl“, so lautete der Kommentar von Frankreichs L’Équipe.

Und natürlich im sogenannten "Jahrhundertspiel im Aztekenstadion beim 3:4 gegen Italien - ein Drama, ein Festival der Offensivspiels. Franz Beckenbauer spielte in diesem Halbfinale mit einer ausgerenkten Schulter, den verletzten Arm dabei in einer Schlinge tragend.

An dieses Spiel wird mit einer Gedenktafel erinnert. Deutschland wurde WM-Dritter und Beckenbauer hat die Weltmeisterschaft in Mexiko bis heute in guter Erinnerung behalten:

"Mexiko 1970 war eine herrliche Weltmeisterschaft. Es war noch nicht so fanatisch, noch nicht so von Sicherheit eingepfercht, man konnte noch tun und lassen, was man will. Wir hatten nur einen Polizisten, der mit einem Gewehr vor dem Eingang saß und das ganze Gelände bewacht hat. So etwas ist natürlich heute undenkbar. Damals ging es halt einfach noch ungezwungen zu. Die Spiele damals in Mexiko waren farbig. Das Land hat gelacht und der Fussball hat getanzt".

1974 schlug dann seine große Stunde. Beckenbauer spielte jetzt auch in der Nationalmannschaft auf der Position, die er mit seiner Spielweise revolutionierte - als Libero hinter der Abwehr. Von hier aus organisierte er das Offensivspiel der Mannschaft und schaltete sich immer wieder in die Angriffe ein. Er war der Kapitän, der verlängerte Arm von Helmut Schön auf dem Spielfeld, das Gehirn der Mannschaft. Schön und Beckenbauer - ein kongeniales Duo - freiheitsliebend, Lust am Spiel, keine Taktikfanatiker.

Als sein Musterschüler Franz Beckenbauer 1977 nach Amerika auswanderte, ging für Bundestrainer Helmut Schön die heile Welt des Fußballs zu Ende. Für den 16maligen Nationalspieler des Dresdner SC bedeutete die Hinwendung Beckenbauers zum "Firlefanz", wie Schön den kommerzialisierten Fußball nannte, die größte Enttäuschung seiner Karriere. Vieles von dieser Philosophie führte Beckenbauer fort, trat in die Fußstapfen des Sachsen, als er 1990 den WM-Titel in Italien als Teamchef holte.

Beckenbauer - "Lichtgestalt“, „Kaiser", "Medienfigur", "Glückskind" - zuletzt schwer vom Schicksal getroffen, als einer seiner Söhne starb. Beckenbauer, der "Macher" des "Sommermärchens 2006", ein Mann, der auch mal völlig mit seinen Äußerungen danebenliegt, wie sein Urteil über die Arbeitsbedingungen in Katar zeigten: „Also, ich hab noch keinen einzigen Sklaven in Katar gesehen. Die laufen alle frei rum."

Beckenbauer - "Jahrhundertspieler", auf einer Stufe mit Pele und Maradona, eine "Marke", so bekannt wie "Coca Cola". Beurteilt man ihn nach dem, was er besonders gut konnte, dem Fußballspielen, bleibt nur ein Wort: "Genial".

Die neue Generation der Nationalmannschaft schickt sich seit 2006 an, an diese großen Zeiten und die Spiel-Philosophie von Helmut Schön und seinem Lieblingsspieler Franz Beckenbauer anzuknüpfen:

Erfolgreich UND schön.

Jogi Löw wandelt mit dem WM-Titelgewinn 2014 in Brasilien auf den Spuren des Langen, des Großen Helmut Schön.

Am 15. September wäre Helmut Schön 100 Jahre alt geworden. Sein Grab befindet sich auf dem Nordfriedhof in Wiesbaden.                

DANIEL GÄSCHE

 Zum 75. Geburtstag:

JOHN LENNON

Hommage im MedienPoint Tempelhof

vom 23. September - 8. Oktober 2015.

 „Was denn, schon wieder die BEATLES“, werden einige sagen. Aber weit gefehlt. Henning Hamann: „Es geht hier um das Gesamtkunstwerk JOHN LENNON. Natürlich gehört auch die Beatles-Zeit dazu, aber LENNON hat mehr zu bieten. Allein seine politischen & religiösen Aussagen haben brisante Sprengkraft, wie z.B.:

„Das Christentum wird verschwinden. Darüber brauche ich nichts zu sagen. Ich habe Recht und es wird sich zeigen, dass ich Recht habe. Im Moment sind wir beliebter als Jesus Christus."

Diese Worte Lennons schlagen in den USA im Sommer 1966 ein wie eine Bombe. Zum ersten Mal in ihrer Karriere müssen sich die Beatles mit harscher Kritik, gar mit Hass auseinandersetzen. Die Spannungen zwischen JOHN LENNON und dem Rest der BEATLES, schon seit einiger Zeit unterschwellig vorhanden, steigen rasch an. Es ist der Anfang vom Ende der BEATLES.

Im Jahre 1968 nimmt LENNON mit dem Song „Revolution" politisch Stellung: Ja, ich bin für Revolutionen, aber gegen Gewalt. Für Aufregung sorgt er kurz danach mit dem Album „Two Virgins," weniger wegen des Inhalts, eine in einer Nacht erzeugte Collage aus elektronischen Klängen und Gekreische ONOs, sondern wegen des Covers, auf dem das Paar stehend, umarmt, in die Kamera schauend und splitternackt abgelichtet ist.

Ihre unangekündigte Hochzeit auf Gibraltar im März 1969 repräsentiert die endgültige Wende. Ihre Flitterwochen werden zu einem medialen Ereignis: Im Bett sitzend veranstalten sie in verschiedenen Städten „Bed-Ins," mit denen sie für den Weltfrieden werben wollen. Von der Presse umzingelt, kommt in Montreal das Lied „Give Peace a Chance" zustande, das zur Hymne der Friedensbewegung wird und LENNON zu einer ihrer Hauptfiguren kürt. Der erste Auftritt der PLASTIC ONO BAND in Toronto im September bedeutet das faktische Ende der BEATLES - auch wenn die offizielle Bekanntgabe erst einige Monate später erfolgte.

„Das MedienPoint-Tempelhof-Schaufenster wird wieder ein Eye-Catcher“, verspricht Henning Hamann.

 FASZINATION BERLIN

Eine kleine Ausstellung zum Thema BERLIN

vom 3. September - 8. Oktober 2015.

Und alle Berlin-Exponate werden danach verlost!

„Berlin ist eine Reise wert“, oder „Ich hab noch einen Koffer in Berlin“, oder „Berlin-die ganze Welt in einer Stadt“ und viele mehr.

Keine andere Stadt in Europa hat mehr Anziehungskraft als BERLIN, die weltoffene Stadt mit überraschend viel Wasser, Wald und kesser Berliner Schnauze.

Der MedienPoint Tempelhof hat sich die Mühe gemacht, alles nur Machbare mit dem Namen BERLIN ranzuschaffen, bekanntes und viel Unbekanntes. Lassen Sie sich überraschen.

Nach Ausstellungsende werden ALLE Exponate verlost. Fordern Sie Ihr Glück heraus!

Der MedienPoint Tempelhof ist ein soziales Projekt des Kulturring in Berlin e.V.

MedienPoint Tempelhof,

Werderstr. 13, 12105 Berlin-Tempelhof, nahe UFA-Fabrik.

Montag - Freitag 10-18 (außer Feiertage)

 

MedienPoint Tempelhof - Hommage an Ingrid Bergman zum 100.

"INGRID BERGMAN zum 100. Geburtstag”

Hommage im MedienPoint Tempelhof

 vom 27. August bis zum 3. September 2015

Ingrid Bergman, dreifache Oscar-Preisträgerin, gilt als eine der bedeutendsten und populärsten Schauspielerinnen der Filmgeschichte. Das American Film Institute wählte Ingrid Bergman auf den vierten Platz der größten amerikanischen Filmschauspielerinnen des 20. Jahrhunderts.

Durch den großen Erfolg mit dem Film Intermezzo (1936) wurde Hollywood auf sie aufmerksam. Als sie nach einem in Deutschland für die UFA gedrehten Film (Die 4 Gesellen) 1938, u. a. auf Betreiben von David O. Selznick, in die USA ging, war Ingrid Bergman in Schweden bereits ein Star. Die junge Schwedin konnte das amerikanische Publikum vor allem durch ihre „Natürlichkeit“, mit der sie sich ganz wesentlich von den amerikanischen Filmstars abhob, für sich einnehmen. Recht häufig in ihrer Filmkarriere kam es zu Streitigkeiten mit den Produzenten oder Regisseuren, da sie z. B. ohne Make-up spielen (was die Natürlichkeit unterstützen sollte) oder eine andere Rolle im Film übernehmen wollte.

Eine ihrer bekanntesten Rollen spielte sie 1942 als Ilsa Lund an der Seite von Humphrey Bogart in der US-Produktion Casablanca des Regisseurs Michael Curtiz. 1949 drehte Bergman mit Roberto Rossellini in Italien den Film Stromboli. Dabei verliebte sie sich in den Regisseur und verließ in der Folge ihren Ehemann Petter Lindström, nachdem sie von Rossellini schwanger geworden war, was in Amerika einen Skandal auslöste. Dadurch verlor sie die Gunst des amerikanischen Publikums.

Am 14. März 1950 ergreift dazu Senator Edwin C. Johnson im US-Senat das Wort, um Bergman und Rossellini öffentlich anzuprangern:

„Mr. President, selbst in unserem modernen Zeitalter der Überraschungen ist es empörend, dass unsere populärste Hollywood-Kino-Königin – die allerdings schwanger ist, Folge einer sittenwidrigen Affäre – dass die also die Rolle einer billigen Schmarotzerin spielt, um einem albernen Film Würze zu geben …  Aus ihrer Asche möge ein besseres Hollywood erwachsen.“

Sieben Filme drehen Bergman und Rossellini in ihrer gemeinsamen Zeit miteinander. Aber viel Erfolg ist ihnen nicht beschieden, schon gar nicht in den USA, wo die Filme praktisch boykottiert werden. Ingrid Bergman ist längst nicht mehr der „Star“ von früher, und lange Zeit verbietet ihr Rossellini, mit anderen Regisseuren zu filmen.

Mit dem Film Anastasia konnte sie 1956 auch die Gunst des amerikanischen Publikums zurückerobern. Neben zahlreichen Filmrollen (auch für das Fernsehen) spielte Ingrid Bergman in zahlreichen europäischen Städten (London, Paris u. a.) sowie u. a. auch in New York am Theater. 1957 lässt sie sich von ihm scheiden und heiratet 1958 den schwedischen Produzenten Lars Schmidt, der sie 1970 verlässt.

Im Laufe ihrer Karriere gewann Ingrid Bergman u. a. dreimal den Oscar, 4x Bambi und 2x Emmy-Award. Sie ist somit nach Katharine Hepburn und gemeinsam mit Meryl Streep die am zweithäufigsten mit dem Oscar ausgezeichnete Schauspielerin.

Als sie 1982 „Eine Frau namens Golda“ dreht, ist sie bereits sehr krank. Sie stirbt am 29. August 1982 an Krebs.

Bei ihrer Trauerfeier hört man in einer entfernten Ecke der Kirche eine Geige - sie spielt die Melodie „As Time Goes By“.

 Der MedienPoint Tempelhof ist ein soziales Projekt des Kulturring in Berlin e.V.

 MedienPoint Tempelhof,

Werderstr. 13, 12105 Berlin-Tempelhof, nahe UFA-Fabrik.

Montag - Freitag 10-18 (außer Feiertage)

 

150 Jahre Britzer Mühle

Termin: 13. Sept. 2015 ab 11 Uhr

Feier am Tag des offenen Denkmals

Die Britzer Mühle, die einzige noch mahlfähige Holländermühle Berlins, wird 150 Jahre alt. Zur Feier dieses Mühlenjubiläums lädt der Britzer Müller Verein e. V. am Sonntag, dem 13.09.2015 ein. Gefeiert wird der runde Geburtstag in der Zeit von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr rund um die historische Windmühle.

Ab 11:00 Uhr bieten die Britzer Müllerinnen und Müller halbstündlich Führungen in der Britzer Mühle an und um 12:00 Uhr hält der Windmüller Gerald Bost einen Vortrag zum Thema „Das Wandern ist des Müllers Lust – Müllergesellen auf der Walz“ (ca. 30 Minuten). Während des Vortrages wird es keine Führungen geben.

Um 15:00 Uhr findet eine Feierstunde zum 150. Geburtstag der Britzer Mühle in Anwesenheit der Bezirksbürgermeisterin von Neukölln, Frau Dr. Franziska Giffey statt, bei der auch die neue Publikation des Britzer Müller Verein e. V. „Die Britzer Mühle – Ein Denkmal mit bewegter Geschichte“ zum Mühlenjubiläum präsentiert wird.

Es gibt Angebote an Speis und Trank, frisch gebackenes Mühlenbrot aus dem Steinofen der Windmühle und Kaffee und Kuchen am Nachmittag.

Die ganze Veranstaltung wird von einem kleinen Handwerkermarkt mit Schirmmacher, Kerzenzieher, Seifenhersteller, Imker und anderen interessanten Berufen eingerahmt. Es wird gebuttert, gefilzt und gesponnen werden. Für Kinder gibt es Mitmachangebote.

In der Mühle kann eine Fotoausstellung zur Mühlengeschichte als „Zeitreise in Bildern“ besichtigt werden.

Adresse: Britzer Mühle, Buckower Damm 130 in Berlin-Britz. Zur Britzer Mühle kommt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit dem Bus M44, Haltestelle Dachdeckerweg.

Der Eintritt ist frei.

Foto Britzer Müller Verein

 

12.9.: Ein Nachbarschaftsfest in Marienfelde

Domagkstraßenfest in Marienfelde –

Ein Fest für die Nachbarschaft

Am Samstag, dem 12. September 2015 um 13:00 Uhr wird das 17. Domagkstraßenfest durch den für Jugend, Ordnung und Bürgerdienste zuständigen
Bezirksstadtrat Oliver Schworck feierlich eröffnet.

Auch in diesem Jahr werden in der Zeit von 13:00 bis 17:00 Uhr wieder viele Träger aus der Region Marienfelde das Fest mit Spiel, Spaß und Leckereien umrahmen. Ein buntes Mitmachangebot für Kinder, Jugendliche und selbstverständlich auch für die Erwachsenen erwartet die Besucherinnen und Besucher mit:

  • Bastel-, Bewegungs- und Spielangeboten,
  • Frageglücksrad,
  • Verkehrsquiz,
  • Schminken,
  • Streichelzoo,
  • einem bunten Bühnenprogramm und

vielem anderem mehr.

„Es ist ein Fest für die Nachbarschaft. Für Jeden wird etwas dabei sein und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt“, so Bezirksstadtrat Oliver Schworck.

 

Hilfe, die Pilzköpfe kommen!

Der MedienPoint Tempelhof ist ein Projekt des Kulturring in Berlin e.V.

 "Vor 50 Jahren erschien das Beatles-Album

& der Film “Help!”

Erinnerungen im MedienPoint Tempelhof

bis zum 26. August 2015.

Das fünfte Album „Help“ wurde zum gleichnamigen Beatles-Film im August 1965 veröffentlicht. Der Titel „Help!“ hatte eine ernstere Bedeutung, als der Film zu zeigen vermochte. John Lennon schrieb „Help!“ in einer Zeit, als er selber nicht mehr wusste, wo ihm der Kopf stand. Der Drogenkonsum nahm zu, der Erfolg schraubte sich in ungeahnte Höhen und Freund und Feind waren kaum noch zu unterscheiden. Vor allem beobachtete Lennon eine deutliche Gewichtszunahme, gepaart mit leichter Depression, er nannte es seine „Fetter Elvis“-Phase. Somit lässt sich das Lied tatsächlich als Hilfeschrei verstehen.

MedienPoint Frontmann Henning Hamann: „Bei der Aufnahme zu „You’ve Got to Hide Your Love Away“ wurde zum ersten Mal nach „Love me do“ 1962 ein fremder Musiker für die Produktion eingeladen, der bei dem Lied ein Flötensolo spielt“.

Hamann weiter: „Auf dem Albumcover ist die Gruppe zu sehen, wie sie ein Wort im Winkeralphabet darstellt. Der Fotograf des Albumcovers, Robert Freeman, schrieb, er habe die Idee gehabt, die Buchstaben „H E L P“ als Symbole darzustellen, was aber wieder verworfen wurde, da es nicht gut genug aussah. Die Armhaltungen sind somit improvisiert, um eine ansprechendere Bildkomposition zu erhalten. Auf dem deutschen und britischen Albumcover ergibt sich aus der Armhaltung die Buchstabenfolge „N U J V“…“

Es war ein schöner Donnerstag, die Sonne lachte und lieferte eine positive Stimmung für diesen Premierenabend im damaligen Superkino „London Pavilion“ am  Piccadilly Circus. 10.000 Fans begrüßten schreiend die Beatles, welche im schwarzen Rolls Royce vorfuhren. Im Kino selber wurden die „Fab Four“ von Princess Margaret und Lord Snowdon begrüßt, die für diese Premiere extra ihren Urlaub abgebrochen hatten. Nach der umjubelten Premiere traf man sich im „Orchid Room“  des Dorchester Hotels zu einer großen Party. Auch die BBC Kult-TV-Show „Top Of The Pops“ brachte Film- und Partyausschnitte.

Der zweite Beatles-Film, von Richard Lester erneut als Sammelsurium verrückter Situationen, hanebüchener Gags und videoclipartiger Szenen inszeniert: Der zunehmende Hang der Beatles zum Surrealen und Fernöstlichen sorgt für eine Reihe köstlicher Momente - und die Musik ist einmal mehr erste Sahne.

„Hi-Hi-HILFE“, so der deutsche Film-Titel, war nach Yeah Yeah Yeah der zweite Spielfilm mit den Fab Four in der Hauptrolle unter der Regie von Richard Lester. Im Gegensatz zum ersten Film, wurde „Hi-Hi-Hilfe!“ in Farbe gedreht. Komponiert wurden alle Lieder des Films von John Lennon und Paul McCartney, mit Ausnahme des Titels „I Need You“, den George Harrison beisteuerte.

 

MedienPoint Tempelhof,

Werderstr. 13, 12105 Berlin-Tempelhof, nahe UFA-Fabrik.

Montag - Freitag 10-16


 BEATLES - HELP

Hilfe! Ich brauche jemanden

Hilfe! Nicht einfach irgendjemanden

Hilfe! Du weißt, ich brauche jemanden

Hilfe!

 

Als ich jünger war, so viel jünger als heute

Brauchte ich niemals irgendjemands Hilfe auf irgendeine Art

Doch nun sind diese Tage vergangen

Ich bin nicht so selbstsicher

Nun bemerke ich, dass ich meine Meinung geändert habe

Ich habe die Türen geöffnet

 

Hilf mir, falls du kannst, ich fühle mich niedergeschlagen

Und ich bin dir dankbar, dass du um mich bist

Hilf mir, lass mich wieder Boden unter die Füße bekommen

Würdest du mir nicht bitte, bitte helfen?

 

Und nun hat sich mein Leben auf so viele Weisen verwendet

Meine Unabhängigkeit scheint im Nebel zu verschwinden

Aber manchmal fühle ich mich so unsicher

Ich weiß, dass ich dich einfach mehr brauche als ich es jemals getan habe.

 

Hilf mir, falls du kannst, ich fühle mich niedergeschlagen

Und ich bin dir dankbar, dass du um mich bist

Hilf mir, lass mich wieder Boden unter die Füße bekommen

Würdest du mir nicht bitte, bitte helfen?

 

Als ich jünger war, so viel jünger als heute

Brauchte ich niemals irgendjemands Hilfe auf irgendeine Art

Doch nun sind diese Tage vergangen

Ich bin nicht so selbstsicher

Nun bemerke ich, dass ich meine Meinung geändert habe

Ich habe die Türen geöffnet

 

Hilf mir, falls du kannst, ich fühle mich niedergeschlagen

Und ich bin dir dankbar, dass du um mich bist

Hilf mir, lass mich wieder Boden unter die Füße bekommen

Würdest du mir nicht bitte, bitte helfen?

 

Eine Nachlese: Rocktreff – Ehrenamtliche Profis gestalten eine perfekte Welt

Beim jährlichen Rocktreff in Mariendorf wird nichts dem Zufall überlassen und alles ist -für den Besucher kaum merkbar- perfekt organisiert. 2015 fand im Juli die 32. Veranstaltung dieser Art statt.


Seit vielen Jahren ist der Rocktreff im Fußballstadion im Volkspark Mariendorf beheimatet. Die Macher und offensichtlich auch die Besucher sind mit dieser Location sehr zufrieden. 2015 war ein sehr gutes Besucherjahr. Über 10.000 Gäste, davon 4.000 beim Spielfest, bevölkerten die Festivalwiese. Am Eingang wurden die Besucher von einem sehr freundlichen Securitydienst empfangen.

Der vordere Teil des Sportplatzes ist an zwei Tagen für das Spielfest reserviert. Links ist die Tribüne, die zeitweise auch sehr gut von den Rockfans angenommen wurde. Im hinteren Teil des Stadions steht die große Bühne und hinter den verhüllten Zäunen ist eine eigene kleine Welt verborgen.

Hier beginnt „Backstage“, wie der Teil hinter der Bühne, der für Zuschauer nicht zugänglich ist, von Veranstaltungsprofis genannt wird.

Der Blick hinter die Bühnen-Geheimnisse

Andie Kraft ist der Vorsitzende des Trägervereins der Veranstaltung CPYE e.V. und findet für uns etwas Zeit, um uns in das Hintergrundgeschehen und die kleinen „Geheimnisse“ vom Rocktreff, der jedes Jahr mit dem Spielfest zusammen stattfindet, einzuweihen. Hier kommt man nur mit einem der Ausweise rein, die genau die unterschiedlichen Berechtigungen festlegen. Neben den VIP´s, das sind die wichtigen Sponsoren und Politikerinnen und Politiker meistens aus der Bezirkspolitik, werden hier auch die Bands und die Standbetreiber vom Spielfest beköstigt. Hier kann man ungestört Gespräche führen und sich vom Rock´n´Roll-Rummel erholen. Die Nutzer des Backstage-Bereiches akzeptieren die recht strenge Veranstaltungsordnung, die aber in erster Linie aus Sicherheitsgründen notwendig ist. Es gibt ein abgestimmtes Sicherheitskonzept.

Alles ist markiert und hat seine Ordnung

Andie Kraft erläutert und zeigt, dass hier alles genau markiert ist. Dies ist besonders wichtig, weil es sich um Fluchtwege handelt. Über die zweite Einfahrt, nördlich des Tribünenhauses, kommen nur die Bands mit ihren Fahrzeugen rein und sind dann gleich im Bereich hinter der Bühne.

Die Bands werden am Eingang vom Bandbetreuer Schotte begrüßt und es wird gecheckt, ob alle angemeldet sind. Dann gibt es die Einfahrtsgenehmigung und die Fahrzeuge fahren über die Tartanbahn (die diese Belastung aushält) bis zu den Zelten, wo sie ihre Instrumente auf Paletten abladen können.


Hier, direkt hinter der Bühne, werden sie von der Bandbetreuerin Laura in Empfang genommen.


Andie Kraft erläutert, dass es aus Sicherheitsgründen ein Einbahnstraßensystem gibt. Diese Regelung ist besonders für den Evakuierungsfall wichtig. Es wird streng darauf geachtet, dass die Rasenflächen nicht befahren werden.

Auch das ist in der Zeltstadt geregelt...

Die großen Zelte sind gut sichtbar markiert (Technik/Ton, Licht, Bandzelt usw.). Einige Bands und die Helfer übernachten im Backstage-Bereich in kleinen Zelten. Zwischen 50 und 80 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer wuseln täglich auf dem Platz rum und kümmern sich um einen reibungslosen Ablauf. In den hinteren Backstage-Bereich dürfen nur die Menschen mit einem besonderen Ausweis. Sponsoren und Gäste dürfen diese Bereiche nicht betreten, da sich hier auch Privat- und Wertsachen befinden.

Wasser hält die Bühne fest und der Auftritt beginnt

Hinter dem Bühnenzelt befindet sich auch die große Sprunggrube. Dieser Sand wird von den Veranstaltern jährlich gewaschen.

Was das bedeutet erläutert Andie Kraft mit einem schelmischen Schmunzeln. Damit die Bühne bei Sturm nicht wegfliegt, sind an der stabilen Konstruktion 12 große Wassertanks befestigt. Jeder Tank wird mit 1000 Liter gefüllt. Da der Rasen ein verdichteter Sportrasen ist, darf das Wasser nur in diesen nach unten offenen Sand abgelassen werden. Dies wird dann beim Abbauen nach und nach gemacht.

Die Bands begeben sich eine halbe Stunde vor dem Auftritt ins Vorbereitungszelt direkt neben dem Bühnenaufgang. Hier werden die Gitarren gestimmt und die Bandmitglieder können sich umziehen. Wenn die vorherige Band fertig ist, muss alles ganz schnell gehen. Die Instrumente müssen schnell ausgetauscht werden, lange Wege wären hier kontraproduktiv. Eine eigene Crew kümmert sich um den Auf- und Abbau. Der Gewerkleiter der Crew koordiniert die Bühnenmitarbeiter. Die Bandbetreuerin hat ihn als „Übergabepunkt“ und übergibt ihm die Band. Dann kann der Auftritt beginnen.

Die Wege kennen wir im Schlaf

Auf der Bühne ist alles mit farbigen Streifen markiert und so wissen alle, wo sie langlaufen dürfen und wo nicht.

Andie Kraft: "Die Crew kennt die Wege auf der Bühne im Schlaf. Das ist auch sehr wichtig, damit alles reibungslos funktioniert." Es würde zulange dauern, wenn das die Band selber machen würde. Etliche Meter vor der Bühne, mit auf dem Platz, ist das Zelt für Ton und Licht. Hier wird alles für das Publikum perfekt zusammengemischt. Direkt am Rand der Bühne ist der Monitor-Mixer-Platz von Jana. Hier wird der richtige Ton für die Bands gemischt, damit sie hören, was sie spielen.


Die sogenannten Monitorboxen sind in Richtung der Musiker aufgestellt. Sonst würden sie ihre eigene Musik, die über die großen Boxen zum Publikum hin ausgerichtet ist, nicht hören.

Lautstärke und Schall sind wichtige Themen

Zum Thema Lautstärke erläutert Andie, dass man die großen Lautsprecher genau einpegeln (kann) und bestimmen kann, in welchem Winkel sie abstrahlen sollen. Diese gut einmessbaren Lautsprecher sind auch in der Miete teurer. Viel von der Lautstärke wird auch noch von den Bäumen abgefangen. So ist relativ wenig Musik außerhalb des Stadions hörbar. Da man die Monitorboxen nicht einpegeln kann, ist der gesamte Bühnenhintergrund mit Molton bedeckt, damit auch diese Ausbreitung des Schalls deutlich reduziert wird. Ein Beschallungskonzept wird auch regelmäßig dem Umweltamt eingereicht, obwohl es für diese Veranstaltung nicht verpflichtend wäre. Der Veranstalter ist sehr darum bemüht, damit die Anliegerbeeinträchtigung sich im geringen Rahmen hält. „Es ist leiser, als wir es gerne für ein Rockkonzert hätten. Aber wir bleiben immer unter den erlaubten Werten. Dies kontrollieren wir auch." Die Lautstärken werden genau protokolliert, um so gegen mögliche Beschwerdeführer die genauen Werte für jede Sekunde belegen zu können. „Wir achten auch darauf, dass wir das Gehör des Publikums nicht übermäßig strapazieren.

Wichtig ist uns der Gehörschutz für Kinder: „Wir bieten kostenlos Hörschutz; besonders für Kinder gibt es sehr gute Kopfhörer zum Einkaufspreis bzw. zur Ausleihe.“

Andie Kraft ist selbst Veranstaltungstechniker und kennt das Geschäft genau. Die Führung geht weiter.

Ein Zelt ist mit voller Technik ausgestattet, damit der Rocktreff die ganze Zeit im Internet zu sehen ist. Alleine hierfür ist eine Person zuständig.

Die chinesische Winke-Katze zeigt an, dass die Kameras auch dann funktionieren, wenn während der Ruhephasen auf dem Platz wenig Bewegung ist.

Ein ganzes Zelt ist mit den Verstärkern ausgestattet und in einem anderen Zelt kommt der Strom an. Jedes Zelt ist natürlich mit Feuerlöschern ausgestattet. Ein extra Stromaggregat läuft den ganzen Abend und die Nacht, damit im Notfall immer sofort eine Sicherheitsbeleuchtung den richtigen Weg weist.

Eine Organisation, die sich hinter keinem Festival im professionellen Rahmen verstecken muss!

Wie fing alles an?

Angefangen hat es 1984, als einige Jugendliche in der Mariendorfer evangelischen Gemeinde gesagt haben, dass sie nicht nur Musik im Übungsraum machen wollen. Ganz klein fing alles an. Am Anfang war das Fest von Musikern für Musiker.

Andie Kraft ist Anfang der 90er Jahre dazu gestoßen, weil er Konfirmandenunterricht hatte. Irgendwann stand er dann hinter dem Mischpult und war beim Rocktreff auf dem benachbarten Hockeyfeld dabei. Viele Helfer haben auch was mit Veranstaltungstechnik zu tun. „Hier können wir uns so richtig austoben“ meint Andie. „Erstens haben wir hier gutes Material, zweitens wissen wir durch viele Veranstaltungen, wie man es nicht macht. Wir planen es alles ehrenamtlich das ganze Jahr über. Wir haben hier relativ viel Zeit. Wir haben am Dienstag mit dem Aufbau begonnen. 3 bis 4 Tage dauert es dann. Sonst baust du solche Veranstaltungen in circa einem Tag auf. Hier können wir auf jede Kleinigkeit achten. Wir sperren zum Beispiel aus Unfallgründen die Durchgänge zwischen den Zelten.“

Hier wird nicht gerannt… und nach dem Rocktreff ist vor dem Rocktreff!

Dieses Jahr wurde erstmalig ein sogenanntes Produktionszelt eingerichtet.




Alles "in time" und die Zeit bis zum Rocktreff 2016 läuft wieder...
Hier befindet sich das organisatorische Kernstück; neben einer Wand mit Bildern aller Verantwortlichen, gibt es eine Tafel mit den Funkkanälen. Eine andere Tafel zeigt noch notwendige Arbeiten an und die Zeiten für die Briefings der kompletten Crew sind hier vermerkt. Die Produktionsleitung trifft sich noch extra für die Vor- und Nachbereitung.

Obwohl hinter der Bühne immer Aktivität ist, wird hier eine professionelle Ruhe ausgestrahlt. Für Andie Kraft ist dies auch wichtig: „Hier darf auch keiner Rennen. Dann werde ich schon mal laut. Es besteht Stolpergefahr und Rennen signalisiert immer Panik. Das können wir hier gar nicht gebrauchen.“

Dann wird Andie über das Walkie-Talkies gerufen. Die nächste Band, von insgesamt 16 ausgesuchten Bands, wartet auf ihre Ansage. Sie haben es von über 240 Bands geschafft, zu diesem mittlerweile sehr beliebten Rocktreff eingeladen zu werden.

Der Weg zum Rocktreff wurde gut gekennzeichnet...
Alles ohne Gage, versteht sich. „Nach dem Rocktreff ist vor dem Rocktreff,“ erläutert Andie noch schnell.

Ich kann nur staunen, wie perfekt diese Welt hinter der Bühne organisiert ist.

Verantwortung und Schirme

Es handelt sich um eine Veranstaltung des Jugendamtes, das auch einen Teil finanziert.

Ohne Sponsoren geht es gar nicht. Hier beim Sponsorenfrühstück...

Ohne Ehrenamtliche gehts gar nicht!
Aber ohne die vielen Spender, Sponsoren und ehrenamtlichen Helfern wäre die Veranstaltung undenkbar.


Neben Jugendstadtrat Oliver Schworck (1. Foto) ist Philipp Mengel (2. Foto) für das Jugendamt der Veranstaltungsleiter.

Die Schirmherrin des Rocktreffs ist die BVV-Vorsteherin Petra Dittmeyer.


Das Spielfest stand erneut unter dem schützenden Schirm der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler.

Jutta Kaddatz, stellv. Bezirksbürgermeisterin und Sportstadträtin stellte das Stadion im Volkspark Mariendorf zur Verfügung.
Die Veranstalter erhoffen sich für 2016 auch wieder einen Rocktreff und Spielfest für die Bevölkerung aus Tempelhof-Schöneberg. Er wird garantiert wieder perfekt organisiert sein.

Thomas Moser (auch alle Fotos)

 

Senioren mit Grundsicherung wollen auch Bus und Bahn fahren!

Die Seniorenvertretung informiert:

Seniorinnen und Senioren mit Grundsicherung sind vom
öffentlichen Personennahverkehr ausgeschlossen

Immer mehr Seniorinnen und Senioren erhalten Grundsicherung, weil ihre Rente nicht mehr ausreicht, um die Grundbedürfnisse des Lebens bestreiten zu können.
Der Anteil an Grundsicherungs-Empfänger_innen über 65 Jahren ist zum Ende des Jahres 2013 gegenüber dem Vorjahr um 7,4% gestiegen.

In Berlin ist dieser Anteil neben Bremen am höchsten. Hier erhalten 58 von 1000 Menschen über 65 Jahren Grundsicherung. Das ist nicht nur ein Mangel, der dem Rentensystem zugeschrieben werden muss, nein das ist auch ein erheblicher Mangel an Lebensqualität.

Dieser Mangel zeigt sich offenkundig in der Zusammensetzung des Warenkorbes, der die Höhe der Grundsicherung festlegt. Hier werden für öffentlichen Verkehrsmittel 24,07€ zugrunde gelegt. Hiervon sollen nicht nur Fahrkarten, sondern damit sollen auch noch Fahrrad und Zubehör finanziert werden. Allein für das Berliner „Seniorenticket“ muss der „grundgesicherte“ Mensch über 65 für den Verkehrsverbund Berlin 36 € aufwenden. Wie soll er das machen? Weniger essen, weniger heizen, weniger Bekleidung? Nein es ist nicht möglich andere Waren oder Leistungen zu reduzieren, dazu ist der Warenkorb einfach zu knapp berechnet.

Der ältere Mensch, dem auch häufig jeder Schritt mal wehtut, der wird also nicht mit der BVG fahren oder eben maximal 12 Mal, wenn er sich die Sammeltickets für 9 € kauft. Das sind dann sechs Ausfahrten im Monat, oder jede Woche 1,5.


Senioren wollen dabei sein und mitfahren...und nicht nur in historischen Bussen (Foto: Thomas Moser)

Diese Seniorinnen und Senioren sind somit faktisch zu einem großen Teil ausgeschlossen vom öffentlichen Nahverkehr - von der Teilhabe am öffentlichen, gesellschaftlichen Leben. Die Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg hält das für eine sozialpolitische Katastrophe.

Welcher Kostenaufwand oder welches Mehr für den Landeshaushalt wäre nötig, wenn man sich bemühen würde, die Ausgrenzung dieser älteren Menschen abzubauen? 12 € wären nötig für jeden dieser Gruppe. In Berlin leben am Ende des Jahres 2014 ca. 674.000 Menschen, die älter als 65 Jahre sind.
Für Grundsicherung im Alter wurden 2013, 419 Mio. € aufgewendet (Grundsicherung im Alter, Kap.4, SGB XII, Statistik Berlin Brandenburg).

Grundsicherung im Alter erhielten 37.620 Menschen. Für diese Gruppe müssten jeweils 12 € mehr aufgewendet werde, was zu einem Mehraufwand oder einer Haushaltsbelastung von 451.440 € führen würde.

Das wären ein Mehr von 0,11% bei den Ausgaben für Grundsicherung im Alter.

Die Seniorenvertretung hält diesen Mehraufwand für die Steigerung der Lebensqualität im Alter und eine ausreichende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben der älteren Menschen für vertretbar und dringend geboten.

Die Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg fordert die Berliner Politik auf diesen Missstand zu beseitigen.

Kontakt: Prof. Dr. Manfred Kohler, Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg, Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin

Tel. (AB) 90277-6848

E-Mail: seniorenvertretung@ba-ts.berlin.de

 
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