Eine spannende und interessante Woche - Hospitation im Bundestag

Mein Name ist Seda Öztürk und ich durfte eine Woche im Bundestagsbüro von Mechthild Rawert hospitieren. Dieses fünftägige Praktikum vom 21. bis zum 25. September wurde mir als „Gewinn“ für meine sehr guten Leistungen im Leistungskursfach Politikwissenschaften ermöglicht. Ich gehörte nun zum zweiten Jahrgang unserer Schule, dem am Ende des Abiturs so eine Möglichkeit gewährt wurde. Die erste Abiturientin unserer Schule, die eine einwöchige Hospitation im Bundestagsbüro verbringen durfte, veranstaltete 2014 im Anschluss mit Mechthild Rawert gemeinsam ein „Wohnzimmergespräch“ in einer Pizzeria, in dem sie den derzeitigen SchülerInnen der PW-Leistungskurse von ihrer Hospitation in spannender Weise berichtete.

Mechthild Rawert beging am Freitag 18. September, vor meinem Praktikumsbeginn den „Tag der offenen Tür“ in ihrem Wahlkreisbüro in Tempelhof. Gefeiert wurde auch ihr 10 jähriges Jubiläum im Bundestag. Hier lernte ich sie und ihre MitarbeiterInnen persönlich kennen. Es war eine harmonische Veranstaltung. Das Besondere: Mechthild Rawert hatte im Vorfeld darum gebeten, Erde aus verschiedenen Orten Tempelhof-Schönebergs mitzubringen. Diese Erde wird im Frühjahr 2016 dem Kunstwerk „Der Bevölkerung“ im Reichstagsgebäude als Beitrag von Tempelhof-Schöneberg beigegeben.

Am ersten Tag meines Praktikums wurde ich freundlich begrüßt und erhielt einen Hausausweis, der mir für die Dauer des Praktikums den Zugang zu den Bundestagsgebäuden ermöglichte. In der Bürorunde lernte ich am selben Tag alle MitarbeiterInnen und ihre Tätigkeiten kennen. Hier wurden auch die Termine der nächsten Wochen besprochen. Ich kam am Ende dieses Tages zur Erkenntnis, dass der Terminplan von Mechthild Rawert sehr straff angelegt ist und nur wenig Zeit für sich selbst zulässt.

Am zweiten Praktikumstag konnte ich bei der Sitzung der SPD-Arbeitsgruppe Gesundheit dabei sein. Es standen interessante Themen an der Tagesordnung. So wurde über das Medizinstudium und dessen Aufnahmekriterien debattiert sowie über die Möglichkeiten das Dasein als LandärztIn attraktiver zu gestalteten, um den Mangel an Ärzten auf dem Land decken zu können. Das Pflegestärkungsgesetz II war ein weiteres Thema der Sitzung. Die gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen wurde auch angesprochen. Die Zwischenzeit bis zur Veranstaltung am Abend verbrachte ich im Bundestagsbüro.

Die Fraktion vor Ort-Veranstaltung „Sterben in Würde“ wurde vom Team organisatorisch vorbereitet, Stühle entsprechend hingestellt, die Technik vorbereitet. Zur Veranstaltung waren drei ReferentInnen eingeladen, darunter eine Vertreterin der Diakonie Deutschland, der Präsident der Landesärztekammer und die Fraktionskollegin Dr. Eva Högl. Die momentane Rechtslage wurde dargelegt, die verschiedenen Gruppenanträge zur Sterbehilfe erläutert und die Rolle der ÄrztInnen in Bezug zur Sterbehilfe vorgestellt. Es folgte eine intensive Diskussion mit den Anwesenden. Die Problematik und die Schwierigkeit des Themas wurden mir sehr deutlich.

Trotz des langen Dienstags hieß es am Mittwoch wieder „früh aufstehen“. Ich durfte bei der Sitzung des Ausschusses für Gesundheit dabei sein. Die übrige Tageszeit verbrachte ich im Büro und konnte wahrnehmen, wie viel hier auch die MitarbeiterInnen zu tun haben. Ihre Tätigkeiten sind unter anderem das Schreiben von Artikeln, das Verwalten von Terminen, das Beantworten von Mails und das Organisieren von Veranstaltungen.

Den Donnerstag verbrachte ich zunächst im Büro. Mittags habe ich an der Plenarsitzung zum Thema „Unterstützung von Kommunen“ und der Aktuellen Stunde zur Syrienkrise teilgenommen.  

Am letzten Tag konnte ich auf der Besuchertribüne im Plenum die Debatte zum Thema „Stärkung der pflegerischen Versorgung“ verfolgen. Mechthild Rawert hielt auch eine Rede, da sie Berichterstatterin für die Soziale Pflegeversicherung der SPD-Fraktion im Ausschuss für Gesundheit ist.

Es war eine spannende und interessante Woche, in der ich viel erlebt habe. Ich danke Mechthild Rawert und ihren MitarbeiterInnen dafür, dass sie mich so freundlich aufgenommen haben und für die Organisation der fünftägigen Hospitation.

 

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