Bestensee und Seen: Herbstausflug ins Umland

Mal nicht in den Britzer Garten, zum ehemaligen Grenzstreifen oder durch Lichtenrade laufen: Es gibt auch andere schöne Spaziergänge und Wanderungsmöglichkeiten im Umland. Meine relativ neue Wander-App "komoot"  hat tolle Tourenvorschläge und gute Dienste geleistet. Kurz ins Auto geschwungen. Gerade mal 25 Minuten gefahren und schon ist man da.  Man kann natürlich auch mit der Bahn dahin fahren, dann ist man halt etwas länger unterwegs und es wird schon ein richtiger Tagesausflug... ca. 1.20 Std. eine Fahrt von Lichtenrade). Die Wanderschuhe taten gute Dienste. Für den Weg sollte man schon gut zu Fuß sein.

Wie gesagt, los ging es in Bestensee, zuerst an die Südspitze vom Todnitzsee, dann den Kleinen Tonteich südlich und östlich umrundet, dann weiter zum Großen Tonteich. Hier am östlichen Ufer lang bis zur Spitze und dann wieder zurück. Einen Blick auf den großen Zeesener See gewagt (das ist dann schon eine extra Wanderung) und etwas aus der Ferne das Seechen gesehen. Unterwegs hat man immer wieder viele Pilzsammler und auch einige Angler gesehen. Also eine 5 Seen bzw. Teichtour. Der leichte Regenniesel wartete bis zum Schluss der Wanderung. Die Sonne linste immer wieder durch: Das nenne ich schönes Herbstwetter! Ein schöne Fleckchen Erde! ToM





Alle Fotos Thomas Moser

 

 

Schmuckstücke begeistern bei der historischen Modellbahnausstellung in der Gustav-Heinemann-Oberschule in Marienfelde !

Auch in diesem Jahr war die Marienfelder Gustav-Heinemann-Oberschule wieder ein Eldorado für Eisenbahnfans. So waren wieder 30 alte Bahnen verschiedener Marken und Baugrößen aus der Zeit zwischen 1910 und 1960 zu bestaunen. Sammler und Freunde von historischen Modelleisenbahnen kamen voll auf ihre Kosten.

Aber auch an die kleinen Besucher, die mit den besonders großen Augen, wurde wieder gedacht. Da ist an erster Stelle die Modellbahnanlage der Gustav-Heinemann-Oberschule zu erwähnen, die im Foyer besonders die Kinder in den Bann zog. Die Anlage der Modellbahn-AG der Schule wird als Pendant zu den alten Raritäten präsentiert. An dieser Anlage wurde und wird seit rund 30 Jahren an verschiedenen Teilabschnitten der Berliner Stadtbahn gebaut. S-Bahnen und Fernzüge drehen hier ihre Runden. Diesmal wird nicht der bekannte Bahnhof Zoo im Mittelpunkt der Schulanlage stehen, sondern der neu gebaute Bahnhof Alexanderplatz.



Und dann geht es zum historischen Teil der Ausstellung. Die meisten dieser Bahnen waren im Fahrbetrieb zusammen mit dem historischen Zubehör zu bewundern. Es wurden jedoch auch Vitrinen für bestimmte Themen und Sammelgebiete präsentiert. Die teilweise sehr seltenen Bahnen und Exponate wurden von Sammlern aus dem In- und Ausland nach Berlin gebracht. Aus den Niederlanden, aus Großbritannien, aus der Schweiz und aus anderen Ländern sind die Aussteller, die selbst alle Fans von diesen kleinen Wunderwerken sind, nach Berlin-Marienfelde angereist.

Als erstes verweilen wir vor der TRIX-Vitrine mit einigen ganz besonderen Raritäten aus dem Jahr 1936. Der Veranstalter zeigt Loks, Anhänger und Zinnfiguren, die hier ihren Ehrenplatz gefunden haben. Besonders prächtig gefällt uns der Postwaggon. Gleich daneben wird die TRIX EXPRESS Bakelitbahn mit Zügen von 1936 auf einer Anlage der Veranstalter präsentiert. Da sind selbst bespielte Loks noch echte Wertgegenstände. Der Organisator und Veranstalter Dieter Weißbach zeigt gerne und mit Stolz diese noch fahrenden Wunderwerke der Spielzeugkunst.



In diesem Jahr wurde an die Glanzzeit der großen Bahnhöfe erinnert, die im Fertigungsprogramm der Modellbahnhersteller nachgebaut wurden. Auf vielen Schauanlagen waren die Bahnhofshallen zu sehen.


Ganz aktuell wurde der sogenannte Brexit, der Ausstieg der Britten aus der EU, aufgegriffen. Es wurden typische Bahnhofshallen aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland vorgestellt. Die europäische Verbindung über die Eisenbahn ist dem Veranstalter wichtig. Der Austritt der Britten aus der EU wird von den britischen Teilnehmern voller Sorge betrachtet. So heißt dann auch die Anlage folgerichtig: „TRIX gegen BREXIT“, denn TRIX-Bahnen bleiben nicht an Grenzen stehen.

Die Veranstalter zeigen nicht nur die Modelleisenbahnen, sondern bereiten immer wieder andere historische Zusammenhänge auf. Das ganz wird anschaulich fürs Auge gemacht und Informationstafeln erläutern die geschichtlichen Zusammenhänge.

Unter dem Thema „Rückblick auf das Jahr 1976 – 40 Jahre Verbesserungen für die Berliner Transitzüge“ wurden vier typische Interzone und Transitzüge am Bahnhof Zoo vorgestellt.


Bis 1956 gab es noch die dritte Wagenklasse. Um 1965 konnten die rekonstruierten Hochleistungsdampflokomotiven der BR 01.5 die schweren Zugleistungen im Transitverkehr bewältigen. Danach (um 1970) traten die neugebauten Diesellokomotiven der BR V 180 aus DDR-Produktion zusätzlich verstärkt in Erscheinung, bevor ab 1980 die importierten sowjetischen Großdiesellokomotiven den Transitverkehr dominierten. Heute ist es nicht mehr vorstellbar, dass die D-Züge damals in Halle, Leipzig oder Erfurt nicht hielten und für DDR-Bürger ein Tabu waren. Diese Transitzüge wurden nach dem Mauerbau 1961 eingeführt und fuhren schwer bewacht durch das Gebiet der damaligen DDR, um Flucht­versuche von DDR-Bürgern zu verhindern. Auch die Reisenden dieser Züge wurden genauestens in den Kontrollbahnhöfen überprüft.


Ein besonderes Thema ist auch der Rückblick auf 100 Jahre LEUNA-Werke. Modelle der LEUNA-Tankwagen fuhren in den 1930er Jahren auf den meisten Tischbahnen. Aber die Hintergründe der LEUNA-Werke sind auch ein dunkler Teil der deutschen Geschichte, der in der Marienfelder Ausstellung beleuchtet wird. Dazu heißt es auf den Informationstafeln: „Deutsche Forscher waren viele Jahre führend in der Entwicklung neuer Syntheseverfahren, um aus heimischen Rohstoffen Kunstdünger, Methanol und Benzin herstellen zu können. Mit den neuen Produktionsverfahren versprach man sich in Zeiten der Not wirtschaftlichen Aufschwung und Unabhängigkeit von Importen. Tatsächlich aber wurden die Produktionskapazitäten für synthetisches Benzin und synthetischen Stickstoff durch das Hitlerregime aus militärstrategischen Gründen massiv ausgebaut. Das Synthesebenzin war der wichtigste Treibstoff von Wehrmacht und Luftwaffe. Die künstlich gewonnene Salpetersäure wurde zu Sprengstoff weiterverarbeitet, um Munition herstellen zu können.“ Der stilisierter Nachbau des LEUNA-Werkes innerhalb einer TRIX EXPRESS Tischbahnanlage soll an diese historischen Zusammenhänge erinnern, die kaum noch im öffentlichen Bewusstsein sind.

Die TRIX EXPRESS-Bahn ist eine Erfolgsgeschichte der Modellbahnen. Auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1935 wurde sie erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit TRIX EXPRESS begann der Einzug der Modellbahnen in die Wohnzimmer weiter Teile der Bevölkerung.


Ein weiteres Schmackerl ist immer wieder die Moskabel Pionerskaya-Bahn von 1950. Sie gehört zu den besonderen kaum bekannten Raritäten der Ausstellung. Diese sowjetrussische Pionerskaya-Bahn, wird bei Sammlern oft auch als „Stalin-Bahn“ bezeichnet. Diese Spur 0 Bahn wurde um 1950 auf der Grundlage amerikanischer und deutscher Tinplate-Bahnen entwickelt und bis 1960 zur Vorführung in sowjetischen Pionierhäusern und anderen staatlichen Einrichtungen gebaut, um Nachwuchs für die sowjetischen Eisenbahnen zu gewinnen. Bei der aktuellen Ausstellung konnte die Pionerskaya-Bahn deutlich erweitert werden.






So könnte man ohne Ende über die Ausstellung ins Schwärmen kommen. Ob BUB Tischbahnen (1925-1935), Zinnfiguren für Modellbahnen, die YPSILON Holz-Bahn der Spur 1 (1920-1927) die SCHUKO Werksanlagen mit Disneyland Monorail (1962 und 1967), die BILLER-Bahn (1950-1965) und natürlich auch Bahnen von Piko, Fleischmann oder Märklin, alles historische Zeugen im Spielzeugformat.

Das Straßenbahndiorama der Spur 0 von Joachim Hobuß wurde mit Original-Ansagen der Haltestellen präsentiert.

Bei der Thomas-Modelleisenbahn begegnen wir dem lustig angemalten Reisebus. Hier verweilen die Kinder, die hier auch selbst mitspielen dürfen.



Die für uns schönste Anlage war dann die internationale Tinplate-Bahn der Spur 0 mit Zügen von Bing, Märklin, Jep und Lionel sowie Zubehör von Kibri. Eine besonders prächtige Anlage von Daniel und von weiteren Sammlerfreunden.!


Aber manchmal weiß man dann doch nicht, von welcher Firma ein Modell hergestellt wurde (siehe unser Beispielsfoto). Was jedoch die Veranstalter genau wissen: Am 28. und 29. Oktober 2017 wird in Marienfelde die nächste Ausstellung mit neuen Überraschungen zu bestaunen sein. Wir freuen uns darauf!

Thomas Moser (auch alle Fotos)

Internetseite der TRIX EXPRESS Freunde Berlin: https://trixstadt.de

Direktlink zur Ausstellungsseite: https://trixstadt.de/trixstadt-terminkalender/historische-modellbahnausstellung-berlin-oktober-2016/

 

25.11.: KONZERT: Sebastian Krumbiegel

Ein Mann, sein Klavier und Ihr

Ein Mann am Klavier, ein Sänger - ja, eine Legende! Sebastian Krumbiegel ist einer der bekanntesten deutschen Musiker. Mit seiner Vokal-Gruppe Die Prinzen füllt er mühelos Arenen und Hallen, ist Autor und Interpret zahlloser Hits. Eine beispiellose Karriere.

Foto: Markus Wustmann
Das Leben Krumbiegels könnte einem Roman entstammen. Vom Sakralsänger beim Leipziger Thomanerchor zum gefeierten Popstar, vom jugendlichen Musikfan in der DDR zu einem der bekanntesten Gesichter dieses Landes.

Doch abseits der großen Bühne gibt es den andern Sebastian Krumbiegel: Den Chansonier, den Pianisten, den sensiblen Solisten. Krumbiegels „Solo am Piano“ -Album war eine Erfolgsgeschichte, die nun glücklicherweise mit „Ein Mann, sein Klavier und Ihr“ einen Nachfolger findet. Denn wenn Krumbiegel nach den Auftritten nach Hause oder ins Hotel kam, setzte er sich nicht etwa vor den Fernseher oder legte sich schlafen. Er ließ den Abend Revue passieren, textete, komponierte und spielte weiter. Der ein oder andere Hotelgast staunte schon ob des prominenten Pianisten am Klavier in der Lobby.

So entstanden die Stücke für sein Album „Ein Mann, sein Klavier und Ihr", destilliert aus seinen beliebtesten neuen Stücken, geschrieben unter dem Eindruck des unterwegs Gehörten und Erlebten. Und natürlich seine Interpretationen von befreundeten und/oder bewunderten Künstlern wie etwa dem großen Kurt Weill, Udo Lindenberg oder Silly (deren Gitarrist Uwe Hassbecker übrigens Dobro in dem Song "Liebeswalzer" gespielt hat).

Pur und direkt, aber mit dem musikalischen Esprit und Können des ehemaligen Thomaners. Mehr als seine Stimme, ein Klavier und ein bisschen Schlagwerkzeug braucht der Bundesverdienstkreuzträger für seine Lieder nicht und hebt sich damit wohltuend ab - übrigens: Das „... und Ihr" im Titel seines neuen Albums ist weit mehr als eine Floskel. Wohl kaum ein Künstler hat einen so direkten Draht zu seinem Publikum. Sebastian Krumbiegel hört zu, er diskutiert, er mischt sich ein. Er nimmt sein Publikum ernst, er ist auf Augenhöhe. Nicht nur musikalisch ist er damit eine Ausnahmeerscheinung im deutschen Musik- und Showgeschäft.

Bekannt geworden ist Sebastian Krumbiegel als die Stimme der Prinzen.

Er verkaufte etliche Millionen Platten und ist seit nahezu 20 Jahren in den oberen Chart-Regionen und auf den größten Live-Bühnen zu Hause. Doch damit nicht genug: als sozial engagierter Prominenter ist Sebastian Krumbiegel etwa bei Anne Will und vielen anderen Talkshows zu sehen und setzt sich dort für seine Projekte ein. Er wirbt für Toleranz und kämpft gegen Gewalt und Rassismus. Er fliegt nach Vietnam um das Aktionsbündnis Landmine.de zu unterstützen und lässt sich in die Bundesversammlung nominieren, um an der Wahl des Bundespräsidenten teilzunehmen. Für ihn ist es wichtig, als Künstler seine Meinung zu sagen und die musikalische Bühne dafür zu nutzen.

In der ufaFabrik stellt er sein aktuelles Album vor mit Songs, die exklusiv bei Konzerten und auf der CD zu hören sind. Weitere Infos erhalten Sie auch auf:http://www.sebastian-krumbiegel.de.

Fr, 25.11.2016 Beginn: 20 Uhr

Eintritt: 20,-erm. 19,- Euro

Im Theatersaal der ufaFabrik Viktoriastr. 10-18 12105 Berlin

Direkt am Tempelhofer Damm, 1 Minute von der  U6-Ullsteinstraße,  Bus: M170, N6 und N 84

Zuschauer- & Ticket-Telefon  030 • 75 50 30

www.ufafabrik.de

 

Neuauflage am 18.11.: Gemeinsam an einem Tisch – Multikulturelles Kochen in der Nachbarschaft

Am vergangenen Freitag, dem 7. Oktober 2016 versammelten sich Groß und Klein in der Gustav-Heinemann-Schule in Marienfelde Süd, um gemeinsam zu kochen und sich dabei besser kennen zu lernen. Mit dabei waren Regelschüler_innen, Schüler_innen aus Willkommensklassen, Eltern und Lehrer_innen der Gustav-Heinemann-Oberschule, Unternehmer_innen vom Netzwerk Großbeerenstraße, Gärtner_innen von den  Gärten der Länder, geflüchtete Menschen aus der Unterkunft in der Daimlerstraße wie auch Bewohner_innen aus der Großsiedlung rund um die Waldsassener Straße, die vom Verein „Über den Tellerrand“ fachlich begleitet wurden.

Ab den späten Nachmittagsstunden wurde gemeinsam geschnippelt, gebraten und gebacken. Gemischte Kleingruppen von etwa fünf bis sechs Teilnehmer_innen bereiteten jeweils ein mitgebrachtes Rezept zu. Trotz der sprachlichen Barrieren ging es dabei sehr munter zu, es wurde viel gelacht, ausprobiert und natürlich wurden auch leckere Ergebnisse erzielt. Nach etwa zwei Stunden konnten alle Kochbegeisterten von den Gaumenfreuden probieren: Italienische Pasta und Lasagne, Finnische Fisch-Suppe, ein Eintopf aus Kasachstan, Zitronenhühnchen aus Deutschland, Afghanische Reisgerichte und ein Nachtisch aus Syrien. Beim gemeinsamen Essen tauschten sich die Teilnehmer_innen über ihre Kocherlebnisse aus und lernten sich darüber noch ein bisschen besser kennen. In den Abendstunden gingen alle satt, zufrieden und mit Vorfreude auf ein Wiedersehen nach Hause.

Lust bekommen mal über den eigenen Tellerrand zu schauen und beim nächsten Kochevent am 18. November dabei zu sein? Anmeldungen per Email an: lotta@ueberdentellerrand.org. oder im Quartiersbüro W40 in der Waldsassener Straße 40, Telefon: 530 85 265

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des „FEIN-Programmes“ der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, die für das Miteinander von Geflüchteten und Beheimateten in der Großsiedlung rund um die Waldsassener Straße zur Verfügung stehen. 

 

25.10.: Lesung ... Éin Buch über Tempelhof und auch Lichtenrade

25.10. – Rundum Tempelhof: Lesung mit der Autorin Katrin Schwahlen, Restaurant Kartoffelpfanne, Burgherrenstr. 11, 12101 Berlin, 19 Uhr. Zwischen Platz der Luftbrücke und Mauerweg, zwischen Britzer Garten und Industrie gibt es viel zu entdecken. Katrin Schwahlen spaziert mit dem Regierenden Bürgermeister durch sein Neu-Tempelhof und schaut in der ufaFabrik hinter die Kulissen, hört in Lichtenrade außergewöhnliche Töne einer Rocksängerin, lernt von einem Prinzen in Mariendorf und lässt sich von einem angehenden Physiker in Marienfelde die Welt von oben erklären. Tempelhof ist mehr: Berlins älteste Dorfkirche. Eine Trabrennbahn, die anders läuft. Die einzige Shopping-Mall mit Hafen. Deutschlands ältester Fußballverein. Der geschichtsträchtigste Flughafen der Welt. Anmeldung: Tel. 030/8925949, Eintritt frei, www.rundum-tempelhof.de, www.kartoffelpfanne.de

 

Der Marienfelder Generationenlauf – ein Ort der Begegnung

Der Marienfelder Generationenlauf konnte in diesem Jahr am 8. Oktober 2016 sein fünfjähriges Jubiläum feiern. Nicht nur aus diesem Grund hatten ihn die Organisatoren unter einen besonderen Fokus gestellt. War er in den vergangenen Jahren bereits ein Ort der Begegnung von Alt und Jung und Menschen unterschiedlicher Kulturen gewesen, so stellte er sich in diesem Jahr der Aufgabe, das Miteinander von Geflüchteten und Beheimateten zu fördern.


Und so kamen die rund 500 Besucher_innen des diesjährigen Generationenlaufs, die zu Beginn herzlich von Stadtrat Oliver Schworck (Foto re.) begrüßt wurden, sowohl aus der Großsiedlung rund um die Waldsassener Straße als auch aus der Notunterkunft an der Daimlerstraße. Gemeinsam trotzten sie dem herbstlich wechselhaften Wetter, stellten ein interessantes Bühnenprogramm auf die Beine und meisterten die kurzen Läufe. 

Der Generationenlauf hat viele Facetten. Im Mittelpunkt stehen die Läufe für die verschiedenen Altersgruppen, von den ganz Kleinen bis hin zu den Senior_innen. Sie alle, egal ob hier geboren oder erst kurze Zeit in Deutschland, hatten viel Spaß, denn es geht beim Generationenlauf nicht ums Gewinnen, sondern um das Mitmachen und dabei sein. Jede/r Läufer_in wird im Ziel beglückwünscht, erhält eine Medaille und eine Urkunde. In diesem Jahr gab es erstmalig auch einen Staffellauf, an dem sechs Mannschaften aus Jugendeinrichtungen im Kiez und aus der Daimlerstraße teilnahmen.

Und natürlich ist der Generationenlauf ein gern besuchtes Stadtteilfest, an dem es bunt und munter zugeht, und das den Menschen die Möglichkeit gibt, miteinander ins Gespräch zu kommen. Dazu bot das schöne und vielseitige Bühnenangebot jede Menge Anlass, denn es war ein Ausdruck des internationalen Publikums. Die Mädchentanzgruppe der Unterkunft an der Daimlerstraße zeigte Tänze aus aller Welt und auch die Aerobic-Gruppe der Kiepert-Schule beeindruckte mit ihrer tänzerischen Darbietung, ebenso wie die Line-dancer und die junge Flamenco-Tänzerin mit ihren spanischen Rhythmen. Zu bestaunen gab es auch zwei junge Syrer, die eine Kostprobe ihres Könnens im Thai-Boxen gaben. Das Bingo-Spiel unter der Anleitung des Geschäftsführers der Flüchtlingsunterkunft wurde ins Arabische übersetzt, und so fieberten alle Teilnehmer_innen darum, die meisten Treffer zu haben. Zu Beginn spielten die japanischen Taiko-Trommeln der Schüler_innen der Solling-Oberschule auf, der junge Rapper Ahmed beeindruckte mit seinen unter die Haut gehenden Texten und die Kinder des Zirkus-Projektes von Lima e.V. und Zirkus Cabuwazi gaben eine Kostprobe ihres artistischen Könnens. Zum Abschluss durfte sich Organisator Stefan Behrendt freuen: Alloheim überreichte ihm für die Arbeit des TSV Marienfelde eine großzügige Spende, die beim Eis-Event in der Seniorenresidenz gesammelt worden war.

Besonders für die Kinder wurde viel geboten: Hüpfburg, Spieleparcours, Glücksräder, Kinderschminken, Waffeln am Stiel und mehrere Bastelangebote. Die Erwachsenen hatten Gelegenheit, sich an den zahlreichen Infoständen der beteiligten Einrichtungen über deren vielfältige Angebote zu informieren.

Spendenübergabe von Herr Wernicke (ALLOHEIM; Foto lks) an Stefan Behrendt

Organisiert hat das Fest Stefan Behrendt vom TSV Marienfelde 1890. Unterstützt wurde er dabei von vielen Kooperationspartnern. Mit von der Partie waren:  Flüchtlingsunterkunft Daimlerstraße, F.C. STERN Marienfelde, degewo, Kiepert- und Solling-Schule, Familienzentrum, Kita Vier Jahreszeiten und 3 D Medienhaus der Ufafabrik, Haus of Fun, Seniorenresidenzen Hildburghauser Straße und Lichterfelder Ring, Gärten der Länder, Netzwerk Stadtraumkultur, Lima e.V., Criss-Cross-Line-dancer, das Dorothee-Sölle-Haus, das Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum Marienfelde Süd e.V., der EJF und das Quartiersbüro W40.

Finanziert wurde das Fest aus einer Spende der degewo und aus  FEIN-Mitteln der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, die für die Förderung des Miteinanders von Geflüchteten und Beheimaten in der Großsiedlung rund um die Waldsassener Straße zur Verfügung gestellt werden.

Copyright: Quartiersbüro der AG SPAS e.V.

 

5.11.: Marienfelder Tortenträume

Herzlich willkommen beim 5. Torten- und Kuchenwettbewerb!

Am 5. November 2016 ist es endlich wieder soweit: Im Alten Waschhaus in der Waldsassener Straße 40 a findet der 5. Torten- und Kuchenwettbewerb statt. Ab 15 Uhr wird es wieder liebevoll dekorierte selbst gebackene Köstlichkeiten zu bestaunen geben. Freuen darf man sich auf einen Augen- und Gaumenschmaus, verlockende Düfte, einladend gefüllte Teller und ein schönes Bühnenprogramm.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler wird die Veranstaltung um 15 Uhr eröffnen und lädt zusammen mit dem Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum Marienfelde Süd, dem Quartiersbüro W40 und dem ehrenamtlichen Projektleiter Erwin Diener alle Backbegeisterten ein, am Wettbewerb teilzunehmen.

Mitmachen können Sie als Bäcker_in mit einer Torte oder einem Kuchen: Melden Sie sich bis spätestens 3. November im Quartiersbüro W40 an, um mit Ihrem Lieblingsrezept und Ihren Backkünsten einen Preis zu erringen. Groß und Klein – jede/r kann mitmachen! Eine Jury prämiert jeweils die besten 3 Backwerke in den Kategorien „Torte“, „Kuchen“ und „Kinderbeitrag“.

Und natürlich sind auch die Leckermäuler, kleine und große, gefragt die Backwerke zu probieren. Es sind alle eingeladen zur Veranstaltung zu kommen. Die Teilnahme ist kostenlos. Wer also ein Freund süßer Köstlichkeiten ist, bloß nicht zu viel zu Mittag essen am großen Wettbewerbstag!

Der Wettbewerb wird von Ehrenamtlichen aus der Großsiedlung rund um die Waldsassener Straße organisiert und durch das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg und die degewo unterstützt.

 

Plastikstifte können helfen!

Was so richtige Biker sind, die lassen sich vom Wetter nicht abschrecken!

Die Streetbunny-Crew Berlin ist immer für eine gute Sache unterwegs. Bei der letzten Spendenaktion ging es darum, dass Stifte gesammelt werden. Im Aufruf der Motorradfahrer im Bunny-Kostüm hieß es: „Wir brauchen eure Stifte – für Lucas Büthke.“

Aber worum geht es genau? Dazu hieß es von Marlies Königsberg im letzten Tempelhofer Journal: „Das tempelhofer journal beteiligt sich als Sponsor an der Benefizaktion vom FC Hertha 03 und unterstützt die Eltern von Lucas Büthke bei dem Projekt Stifte-Sammlung für den kranken Lucas aus Tempelhof. Seit Juli engagiert sich der Pressesprecher von FC Hertha 03, Marco Lutz, mit dem Verein für die Aktion. Marco Lutz bringt Sammel- boxen, Plakate sowie Flyer persönlich in verschiedenen Gaststätten, Geschäften, Vereinen und Praxen im Süden von Berlin vorbei. Dort werden alte, kaputte oder nicht mehr benötigte Stifte gesammelt. Die Delfin-Therapie kann dem siebenjährigen Lucas helfen seine motorischen Fähigkeiten zu verbessern. Er leidet an einem seltenen Gendefekt, dem  Angelman-Syndrom. In Presse, Funk und Fernsehen fand die Aktion bereits viel Resonanz. Insgesamt werden 750.000 Stifte benötigt,  300.000 wurden schon gesammelt. Eine Berliner Recyclingfirma zahlt zwei Cent pro Stift. Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Stifte soll die Therapie bezahlt werden. Das Geld wird auf das Spendenkonto bei dolphin aid e. V. überwiesen. Helfen Sie mit!“

Und nun zu den Streetbunnys aus Berlin: Da heißt es nicht lang schnacken, sondern anpacken! Und so kamen 5645 Stifte zusammen!


Foto von der Übergabe (Foto Streetbunnys Berlin).
In einem Bericht von Jürgen Leuthold von der Streetbunny-Crew heißt es auszugsweise:

„Glückliche Augen! Es ist nicht der schönste Tag zum Motorrad fahren und doch ein glücklicher Tag. Es sind Kinderaugen die da strahlen, als wir mit den Motorräder kamen.
Heute war Spendenübergabe!“

Und wie fing alles an? Dazu wird ausgeführt: „Die rosa und weißen Hasen (Streetbunny Crew) riefen zum Sammeln auf und verschiedene Motorrad Gruppen sammelten... wie die Jimbeam Killer, Grey Bulls Güstrow und viele andere Biker mit großem Herz aus Berlin.“

Und dann war der große Tag der Übergabe da: „Die gesammelten Kisten wurden heute an die Familie übergeben und strahlende Kinderaugen begrüßten uns. Es ist dieser Moment, der es immer wieder bestätigt, das nichts einfach so passiert. Helfen macht nicht nur Spaß, sondern ist wichtig für ein gutes Miteinander. Eine sehr engagierte Mutter, konnte uns mit Stolz erzählen, das die Hälfte der Summe an Stiften (insgesamt sollten 750.000 Stifte zusammen kommen) schon erreicht sei... Die Streetbunny Crew sagt DANKE ! Danke an die fleißigen Helfer, Sammler und an Diejenigen, die uns auch weiterhin bei Projekten unterstützen werden. Sachspenden, die wir für Tombola und diverse andere Spiele erhalten, um die daraus gewonnen Gelder für Projekte der Nächstenliebe zu verwenden, nehmen wir gerne entgegen.

Die Streetbunnys mit Freunden bei einer Spendenübergabe beim Kinderbauernhof der ufaFabrik (Foto Moser)

... oder die Streetbunnys mit Spiel- und Infostand beim Spielfest in Mariendorf... (Foto: Moser)

Ein DANKE hier auch an die diversen Firmen und Privatpersonen, die uns bisher unterstützt haben. Eine gute Tat spiegelt sich im Glück der Augen des Empfängers! Und das hatte Lucas in der Tat: Glückliche Augen!“
Eine wirklich beachtliche Menge an Stiften ist da von den Bikern zusammen gekommen! Aber es werden noch mehr benötigt.

Stifte kann man bei Hertha 03 Zehlendorf, Onkel-Tom-Straße 52, abgeben oder Marco Lutz kontaktieren unter   0177/362 09 80 und E-Mail: presse@h03. Weitere Sammelstellen in der Nähe kann man beim Tempelhofer Journal nachlesen: http://tempelhoferjournal.de/unterstuetzung-fuer-die-delfin-therapie-von-lucas/

Thomas Moser

http://streetbunnycrew.net

http://www.streetbunnycrew-berlin.de

 

 



 

 

21.10.: Vom Schmerz der Hochbegabung

Lesung am Freitag, den 21.10.2016 im Gemeinschaftshaus Tollensestr. 42 G, 14167 Berlin (Steglitz-Zehlendorf) Beginn 17 Uhr

Es liest die Journalistin Anita Rehm Die Autorin ist anwesend!

Ein aktuelles biografisches Sachbuch beschreibt den schwierigen Lebensweg eines hochbegabten Jungen -  von der Geburt bis zu seinem Freitod im Alter von 21 Jahren

In ihrem neuen und sehr persönlichen Buch spürt die Pädagogin und Psychologin Helga Thieroff, Leiterin des Kinder-College in Neuwied (Begabtenzentrum Rheinland-Pfalz), dem Leben ihres hochbegabten Sohnes Kai nach, das mit seinem Freitod im Jahr 2008 endete. Dabei beleuchtet Helga Thieroff die Stationen in Kais kurzem Leben nicht allein aus der Perspektive einer Mutter, die im Laufe der Jahre eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt, sondern auch aus der Sicht einer Wissenschaftlerin. Mit professionellem Blick zeichnet sie das „Anderssein“ hochbegabter Kinder und Jugendlicher nach und macht klar, welchen Problemen und Missverständnissen sich diese jungen Menschen in Schule und Gesellschaft ausgesetzt sehen.

Schon im Kleinkindalter fällt Kai durch unbändigen Wissensdrang, eine erstaunliche intellektuelle Auffassungsgabe und außergewöhnliche Empfindsamkeit auf.  Bald ist klar: Kai ist hochbegabt. Mit dem Schuleintritt beginnt für die Familie eine Zeit voller Höhen und Tiefen. Kai entpuppt sich in der Schule als „Problemkind“, das durch intellektuelle Unterforderung und das Gefühl, anders als andere Kinder zu sein, immer wieder in tiefe Sinnkrisen stürzt und den Schulbesuch verweigert. Ohne Abitur verlässt er das Gymnasium, kann aber dennoch in England seinen Traum vom Jurastudium verwirklichen. In einer Lebensphase, in der Kai besonders stabil wirkt, passiert das Unbegreifliche: Er begeht Suizid.

Helga Thieroff möchte mit ihrem Buch dazu beitragen, Vorurteile gegenüber hochbegabten Kindern und Jugendlichen abzubauen und den jungen Menschen und ihren Familien Orientierung zu bieten. Sie möchte klar machen, dass hochbegabte Kinder keineswegs immer sozial inkompetente Überflieger sind, für die man sie oft hält. Dass diese Kinder, wenn sie sich von ihren Mitschülern und Lehrern abgrenzen, dies nicht aus Überheblichkeit tun, sondern weil sie sich unverstanden und ungerecht behandelt fühlen. „Kais Geschichte zeigt trotz der Tragik, dass es sich lohnt, für diese Kinder zu kämpfen“, sagt Helga Thieroff. „Selbst Schulabbrecher können neu motiviert werden, wenn man sich als Eltern nicht scheut, zwischen den Welten zu vermitteln.“ Den Familien die immense Alleinverantwortung abzunehmen, kann nach Thieroffs Ansicht allerdings nur durch eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung gelingen. Nur so könne sich das unglaubliche Potenzial begabter Kinder und Jugendlicher optimal entfalten - im Sinne der Kinder selbst, aber auch im Sinne unserer Gesellschaft, die dringend auf jeden klugen und kreativen Kopf angewiesen ist.

Helga Thieroff: „Vom Schmerz der Hochbegabung“, LIT Verlag Dr. W. Hopf Berlin 2016. ISBN 978-3-643-13502-5
Zur Autorin: Helga Thieroff studierte Pädagogik, Psychologie und Allgemeine Sprachwissenschaften in Bayreuth und Berlin. Angeregt durch die Erfahrung mit dem eigenen hochbegabten Sohn, gründete sie 1990 den Kinderclub als erstes Vorschulprojekt für hochbegabte Kinder in Berlin. Seit dem Umzug nach Rheinland-Pfalz Mitte der Neunzigerjahre betreibt sie eine psychologische und pädagogische Fachpraxis für begabte Kinder. Im Jahr 2000 gründete sie das Kinder-College in Neuwied (Begabtenzentrum Rheinland-Pfalz) als außerschulische Fördereinrichtung für begabte Kinder und Jugendliche, das sie seitdem leitet. Für ihr langjähriges Engagement für begabte junge Menschen erhielt Helga Thieroff 2011 das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.

 

22. und. 23. 10.: Historische Modellbahnausstellung 2016 mit internationaler Beteiligung

Hier noch die ausführliche Presserklärung zur Ausstellung:

Samstag 22.10.2016 von 10:00 - 18:00 Uhr

Sonntag 23.10.2016 von 10:00 - 17:00 Uhr

in der Gustav-Heinemann-Oberschule Waldsassener Straße 62,  12279 Berlin-Marienfelde

Berlin ist am Wochenende 22. und 23. Oktober 2016 erneut Treffpunkt für Sammler und Freunde alter Modellbahnen aus dem In- und Ausland.

Wie in den letzten Jahren wird in der Gustav-Heinemann-Oberschule, Waldsassener Straße 62, 12279 Berlin-Marienfelde wieder eine historische Modellbahnausstellung stattfinden.

Auch in diesem Jahr sind rund 30 alte Bahnen verschiedener Marken und  Baugrößen aus der Zeit zwischen 1910 und 1960 geplant.  Die meisten dieser Bahnen werden im Fahrbetrieb zusammen mit dem historischen Zubehör zu bewundern sein. Es sind aber auch Vitrinen für bestimmte Themen und Sammelgebiete vorgesehen. Die teilweise sehr seltenen Bahnen und Exponate werden von Sammlern aus dem In- und Ausland nach Berlin gebracht. Auch aus den Niederlanden, aus Großbritannien, aus der Schweiz und aus anderen Ländern werden die Aussteller nach Berlin-Marienfelde anreisen.


Natürlich wird die Modellbahn-AG der Gustav-Heinemann-Oberschule an der Ausstellung teilnehmen. Sie wird als Pendant zu den alten Raritäten eine moderne Modelleisenbahnanlage vorführen. Die Schüler hatten in rund 30 Jahren Teilabschnitte der Berliner Stadtbahn in einzelnen Modulen gebaut, auf denen S-Bahnen und Fernzüge fahren. Diesmal wird nicht der bekannte Bahnhof Zoo im Mittelpunkt der Schulanlage stehen, sondern der neu gebaute Bahnhof Alexanderplatz.

Der Bahnhof Zoo wird aber an anderer Stelle der Ausstellung mit einem historischen Thema zu sehen sein.

Das Motto der diesjährigen Historischen Modellbahnausstellung lautet:

„Großer Bahnhof“ – Hallenbahnhöfe im Modell

Damit soll an die Glanzzeit der großen Bahnhöfe erinnert werden, die im Fertigungsprogramm der Modellbahnhersteller nachgebaut wurden. Auf vielen Schauanlagen werden die großen Bahnhofshallen zu sehen sein.

Es werden aber auch viele andere Themen gezeigt, von denen einige nachfolgend genannt werden:

TRIX EXPRESS Messeneuheiten 1936

Auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1935 wurde die TRIX EXPRESS-Bahn erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Dies war der Beginn einer Erfolgsgeschichte, die durch viele Erfindungen und beispielhafte Entwicklungen

begleitet wurde. Mit TRIX EXPRESS begann der Einzug der Modellbahnen in die Wohnzimmer weiter Teile der Bevölkerung.

1936,  ein Jahr später wurde die TRIX EXPRESS Bahn durch weitere Neuheiten komplettiert. Wir zeigen die Ergänzungen in einer Vitrine und im Fahrbetrieb auf einer historischen Modellbahnanlage.

Rückblick auf das Jahr 1916 – 100 Jahre LEUNA-Werk

2016  jährt sich zum 100. Mal der Baubeginn der LEUNA-Werke und der Gartenstadtsiedlung LEUNA. Modelle der LEUNA-Tankwagen fuhren in den 1930er Jahren auf den meisten Tischbahnen und wir wollen die Hintergründe beleuchten.

Deutsche Forscher waren viele Jahre führend in der Entwicklung neuer Syntheseverfahren, um aus heimischen Rohstoffen Kunstdünger, Methanol und Benzin herstellen zu können. Mit den neuen Produktionsverfahren versprach man sich in Zeiten der Not wirtschaftlichen Aufschwung und Unabhängigkeit von Importen.

Tatsächlich aber wurden die Produktionskapazitäten für synthetisches Benzin und synthetischen Stickstoff durch das Hitlerregime aus militärstrategischen Gründen massiv ausgebaut. Das Synthesebenzin war der wichtigste Treibstoff von Wehrmacht und Luftwaffe. Die künstlich gewonnene Salpetersäure wurde zu Sprengstoff weiterverarbeitet, um Munition herstellen zu können.

Unser stilisierter Nachbau des LEUNA-Werkes innerhalb einer TRIX EXPRESS Tischbahnanlage soll an diese historischen Zusammenhänge erinnern, die kaum noch im öffentlichen Bewusstsein sind.

Moskabel Pionerskaya-Bahn von 1950

Zu den besonderen Raritäten der Ausstellung gehört die hierzulande kaum bekannte, sowjetrussische Pionerskaya-Bahn, bei Sammlern oft auch als „Stalin-Bahn“ bezeichnet.

Diese Spur 0 Bahn wurde um 1950 auf der Grundlage amerikanischer und deutscher Tinplate-Bahnen entwickelt und bis 1960 zur Vorführung in sowjetischen Pionierhäusern und anderen staatlichen Einrichtungen gebaut, um Nachwuchs für die sowjetischen Eisenbahnen zu gewinnen.

Im Rahmen der Entstalinisierung nach 1956 wurde das Lokomotiv­gehäuse von den Initialien des sowjetischen Diktators befreit und die Bahn noch bis 1960 weitergebaut. In private Hände gelangten diese Bahnen erst in den 1990er Jahren.

Für die diesjährige Ausstellung konnte die Pionerskaya-Bahn deutlich erweitert werden.

Rückblick auf das Jahr 1976 – 40 Jahre Verbesserungen für die Berliner Transitzüge

Heute ist es für viele Menschen nicht mehr vorstellbar, dass zwischen dem Westteil Berlins und dem Westen Deutschlands D-Züge fuhren, die in Halle, Leipzig oder Erfurt nicht hielten. Diese Transitzüge wurden nach dem Mauerbau 1961 eingeführt und fuhren schwer bewacht durch das Gebiet der damaligen DDR, um Flucht­versuche von DDR-Bürgern zu verhindern. Auch die Reisenden dieser Züge wurden genauestens in den Kontrollbahnhöfen überprüft.

Erst mit dem Transitabkommen von 1972 wurden Verbesserungen wie eine vereinfachte Kontrolle und eine beschleunigte Beförderung der Transitzüge vereinbart. Im September 1976 wurden dann auch spürbare Maßnahmen im Eisenbahnverkehr umgesetzt. In Berlin wurden die Bahnhöfe Wannsee und Spandau wieder in Betrieb genommen; und der Zugverkehr nach Hamburg erfolgte wieder direkt ohne den zeitraubenden Umweg über Griebnitzsee.

Wir wollen an die Transitzüge mit einer kleinen Zusatzausstellung erinnern. Im H0-Modell des Fernbahnhofs Berlin Zoologischer Garten der Modellbahn-AG werden wir vier typische Interzonen- und Transitzüge der Jahre 1949 bis 1989 ausstellen. Außerdem wird eine Schautafel über die Geschichte dieser Züge informieren.

Organisatorisches

Einlass zur historischen Modellbahnschau ist an beiden Tagen um 10:00 Uhr. Geschlossen werden die Tore am Samstag um 18:00 Uhr und am Sonntag um 17:00 Uhr.

Der Eintritt beträgt für Erwachsene vier Euro, für Kinder zwei Euro.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.trixstadt.de.

Direktlink zum Veranstaltungsprogramm:

https://trixstadt.de/trixstadt-terminkalender/historische-modellbahnausstellung-berlin-oktober-2016/

 
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